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Erlanger OB startet Challenge: Bart ab, Maske auf | BR24

© dpa-Bildfunk/Florian Janik

Bildcollage Florian Janik, OB Erlangen

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    Erlanger OB startet Challenge: Bart ab, Maske auf

    Ein skeptischer Blick in den Spiegel genügte und Erlangens Oberbürgermeister Janik war klar: Der Bart muss ab. Aber nicht nur das. Für einen besseren Sitz der FFP2-Maske forderte er seine Kollegen auf, das gleiche zu tun und sich zu rasieren.

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    • BR24 Redaktion

    FFP2-Masken sitzen bekanntlich bei Bartträgern nicht immer richtig. Der Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik (SPD) hat seinen Bart deshalb abrasiert. Fotos davon postete er auf Facebook und forderte ein anderes Stadtratsmitglied auf, es ihm gleich zu tun. Denn: "Geteiltes Leid ist halbes Leid", schrieb der 40-Jährige.

    Oberbürgermeister geht mit gutem Beispiel voran

    Die Idee entstand am Rande der letzten Stadtratssitzung "eigentlich aus Flachs aber natürlich mit einem ernsthaften Hintergrund", sagt Janik. Weil die FFP2-Maksen nicht dicht abschließen, wenn man Bart trägt und medizinisch belegt die Wirksamkeit der Masken reduziert wird, habe er sich dazu entschlossen, mit gutem Beispiel voran zu gehen und den Bart abzunehmen.

    Neue Bartträger nominiert

    Der aufgeforderte Politiker rasierte daraufhin ebenfalls seinen Vollbart ab und nominierte den nächsten Bartträger aus dem Stadtrat. Die Zeitung "Nürnberger Nachrichten" hatte zuerst über die Challenge berichtet, die mehrere Stadtratsmitglieder bereits angenommen haben und die sie auch an Stadträte aus anderen Städten weiterreichten.

    Auch Erlanger Bürger machen mit

    Die Idee hätte sich aus dem engen Kreis der Stadtverwaltung inzwischen auch in die Erlanger Bürgerschaft übertragen, so der Oberbürgermeister Erlangens. Die Atmung mit der FFP2-Maske sei nun zwar etwas herausfordernder aber mit der Aktion "mit Augenzwinkern" wollte Janik auf den Spalt, der bei Bartträgern zwischen Haut und Maske entsteht darauf aufmerksam machen, dass jeder etwas zur eigenen und der Sicherheit anderer beitragen könne.

    "Phantombart-Schmerzen"

    "Man hat so Phantombart-Schmerzen", sagte Janik, zwei Tage nach dem Kahlschlag. "Ich erwische mich, wie ich mehrmals am Tag dahin fasse. Insofern vermisse ich den Bart schon." Deshalb geht er im Moment davon aus, dass er sich den Bart nach der Corona-Krise wieder wachsen lassen wird. Aber wer weiß, meinte Janik, vielleicht gewöhne er sich auch an die neue Bart-Freiheit.

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