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Corona und Schule

Corona-Schnelltests für Kinder in der Holzbox | BR24

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Ein Kinderarzt im mittelfränkischen Roth testet seine kleinen Patienten in einer Holzhütte vor der Praxis. So kann in der Praxis der normale Betrieb weiterlaufen und es entstehen keine Wartezeiten für die Kinder.

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Corona-Schnelltests für Kinder in der Holzbox

Ein Rother Kinderarzt bietet seinen Patienten jetzt Corona-Schnelltests in einer Art Holzbox abseits der Praxis an. So soll der normale Regelbetrieb in der Praxis aufrecht erhalten bleiben, während eine Etage tiefer Abstriche durchgeführt werden.

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Luis Kratochwill kommt zusammen mit seiner Mutter, um in der Box einen Rachen-Abstrich machen zu lassen. Normalerweise wäre der Sechsjährige jetzt im Kindergarten, aufgrund der aktuellen Coronabestimmungen muss er aber daheim bleiben, weil er Schnupfen hat. Seine Eltern wollten Gewissheit und ihren Sohn möglichst bald wieder in den Kindergarten schicken. Beide Eltern sind berufstätig.

Service für Patienten der Kinderarztpraxis

In der "Box for Kids" macht die Arzthelferin in Schutzkleidung den Abstrich. Das dauert nur eine Sekunde, in 48 Stunden ist das Ergebnis da. Die Eltern können es per QR-Code sehen, zahlen müssen sie für diesen Service nichts, Voranmeldung reicht. Der Service gilt allerdings nur für Patienten dieser Kinderarztpraxis.

© BR/ Tobias Burkert

Abstrich in der Holzbox

Abstrich in der Holzbox: Eine Win-Win-Situation

Kinderarzt Ronny Jung hat die Box von einem befreundeten Schreiner anfertigen lassen. Sie erinnert ein wenig an eine Art Heimsauna. Der Holzraum ist stilvoll in das Atrium des alten Fachwerkhauses integriert, in dem Jung seine Praxis hat. Fast 30 Kinder wurden schon getestet in den vergangen drei Tagen, bisher waren alle negativ. Noch ist die Lage überaus entspannt, Probleme befürchtet der Mediziner erst für den Herbst und Winter, wenn Infekte ohnehin vermehrt auftreten. Nicht jedes Kind mit leichter Erkältung könne dann der Kita fern bleiben und nicht jeder mit Erkältungssymptomen könne auf Corona getestet werden, das sei schlichtweg nicht zu stemmen.

Keine Kita mit Schnupfen

Die aktuellen Bestimmen besagen, dass Kinder mit Erkältungssymptomen nicht in Kindergarten oder Kita gehen dürfen. Das stellt Eltern immer wieder vor Betreuungs-Probleme. Das Bayerische Gesundheitsministerium will deshalb nachbessern und plant einen neuen Leitfaden, wie Kitas mit erkrankten Kindern umgehen sollen.

Praktikabler soll die Lösung sein, damit nicht alle Kinder mit leichter Erkältung zu Hause bleiben müssen. Gesundheitsexperten wollen genaue Kriterien erarbeiten, in welchen Fällen Kinder trotz Erkältungskrankheiten die Kita besuchen dürfen und in welchen nicht. Noch im Juli soll der neue Leitfaden fertig sein, so Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU).

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