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Die neu zugelassenen Corona-Schnelltests für jedermann gehen ab kommender Woche breit in den Verkauf. Die IHK Regensburg sieht eine Öffnungsperspektive für Handel und Gastronomie.

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Corona-Schnelltests für jedermann ab kommender Woche im Handel

Die neu zugelassenen Corona-Schnelltests für jedermann gehen ab kommender Woche breit in den Verkauf. Die IHK Regensburg sieht eine Öffnungsperspektive für Handel und Gastronomie.

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Von
  • Marcel Kehrer
  • BR24 Redaktion

Die Drogeriemarktkette dm hat angekündigt, voraussichtlich ab 9. März Schnelltests zu verkaufen. Mit diesen kann man sich dann selbst testen. Auch der Discounter Netto mit Hauptsitz in Maxhütte-Haidhof in der Oberpfalz bestätigt dem BR, man prüfe den Verkauf von Corona-Schnelltests. Das Unternehmen hat über 4.200 Filialen in Deutschland.

Verkaufspreis um zehn Euro

Die Apotheken haben ebenfalls schon geordert, bestätigt Josef Kammermeier aus Regensburg, stellvertretender Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes. Er rechnet mit ein bis zwei Wochen Lieferzeit. Derzeit würden die bereits produzierten Tests beim Hersteller mit einer Gebrauchsanleitung einzeln verpackt, denn bislang seien sie nur an Fachkreise in größeren Mengen vertrieben worden. Die Preisspanne werde zwischen fünf und 15 Euro pro Test liegen.

IHK Regensburg: "Baustein für Regierungsstrategie"

Mehr Schnelltests könnten für den Handel ein Weg aus dem Lockdown sein, meint Jürgen Helmes, Hauptgeschäftsführer der IHK Regensburg. Für den Handel sei es jetzt ganz wichtig, dass er wieder aufmachen könne. "Er braucht diese Öffnungsperspektive und das auch schnell jetzt noch im März. Da helfen uns die Tests."

Schnelltests seien ein wichtiger Baustein für eine Öffnungsstrategie, ebenso wie digitale Möglichkeiten, Besucherströme besser nachverfolgen und lenken zu können.

Helmes nennt beispielhaft größere Einkaufszentren: "Ich muss schnell sehen können, ob ich in den Laden reingehen kann. Denken Sie an ein größeres Einkaufszentrum. Ich bekomme den Eingang in das Zentrum und kann dann von Geschäft zu Geschäft gehen."

Selbsttests: Skepsis bei Zuverlässigkeit

Allerdings sollte hier fachkundiges Personal den Schnelltest durchführen, meint Helmes. Auch Josef Kammermeier vom Apothekerverband schränkt ein, dass die Zuverlässigkeit nicht so hoch ist wie angegeben, wenn Selbsttests nicht richtig durchgeführt werden, etwa mit einem zu zaghaften Abstrich in der Nase.

Wer befürchtet, sich in einer bestimmten Situation angesteckt zu haben, sollte ein bis zwei Tage warten, rät Apotheker Kammermeier. Sonst nütze der Test nichts und sei rausgeschmissenes Geld.

Abstrich in der vorderen Nase

Vier Selbsttests wurden bislang zugelassen. Alle sind laut Kammermeier für die Nase. Den Abstrich kann man im vorderen Teil nehmen. Man muss mit dem Stäbchen nicht bis ganz hinten. Demnächst dürften aber auch Spucktests kommen.

Österreich verteilt ab sofort an seine Bürger je fünf Schnelltests pro Monat kostenlos über Apotheken. Wie Kammermeier betont, wären auch die Bayerischen Apotheken bereit dazu.

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