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Corona-Schnelltest-Stationen für Pendler an tschechischer Grenze | BR24

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An den Grenzübergängen zwischen Tschechien und Bayern könnte es zu Wochenbeginn zu langen Warteschlangen kommen. Grund ist die verschärfte Corona-Testpflicht für Grenzgänger und Pendler aus und nach Tschechien, das als Hochrisikogebiet gilt.

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Corona-Schnelltest-Stationen für Pendler an tschechischer Grenze

An den Grenzübergängen zwischen Tschechien und Bayern könnte es zu Wochenbeginn zu langen Warteschlangen kommen. Grund ist die verschärfte Corona-Testpflicht für Grenzgänger und Pendler aus und nach Tschechien, das als Hochrisikogebiet gilt.

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Von
  • Renate Roßberger
  • BR24 Redaktion

Seit Sonntag gelten für Grenzgänger und Grenzpendler aus Tschechien verschärfte Corona-Auflagen: Vor allem tschechische Beschäftigte, die zur Arbeit nach Bayern fahren, benötigen alle 48 Stunden einen negativen Coronatest, um einreisen zu können.

Tschechien gilt als Hochinzidenzgebiet

Der Grund: Deutschland hat Tschechien - wie einige andere Länder auch - zum Corona-Hochrisikogebiet erklärt, auch weil das Nachbarland zuletzt eine Sieben-Tage-Inzidenz von rund 461 Fällen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche aufwies, was mehr als viermal so viel wie in Deutschland ist.

Bisher mussten sich Grenzgänger und Pendler nur einmal pro Woche testen lassen, aber auch erst wieder seit einer Woche. Davor waren die Tests wochenlang nur freiwillig, nachdem die Testpflicht durch die Klage von zwei österreichischen Schülern gekippt worden war.

Landkreise richten Schnelltest-Stationen ein

Nun müssen sich Betroffene alle 48 Stunden testen lassen. Um das dadurch deutlich erhöhte Testaufkommen zu bewältigen, öffnen einige Grenzlandkreise nun heute Schnelltest-Stationen - zum Beispiel der Landkreis Cham an den Übergängen Furth im Wald und Waldmünchen. Um Staus zu vermeiden, können die Pendler dort nach dem Abstrich weiterfahren. Sie bekommen ihr Ergebnis aufs Handy, dürfen dann aber bei einem positiven Test ihre Arbeit nicht antreten, sondern müssen wieder nach Hause oder zum PCR-Test an die Chamer Teststation.

Der Landkreis Regen öffnet eine Schnellteststation in der Arberlandhalle in Bayerisch Eisenstein - auch nur heute. Danach sollen Pendler sich Termine in den bestehenden Teststationen in Regen und Viechtach geben lassen.

Schon am Wochenende wurde getestet

Der Landkreis Freyung-Grafenau hatte seine Teststation am Übergang Philippsreut nie abgebaut. Sie wurde bereits am Samstag und Sonntag für die Pendlertests geöffnet. Über 550 Tests gab es dort allein am Samstag. Auch im Landkreis Tirschenreuth wurde am Wochenende getestet, in Tirschenreuth, aber auch in Waldsassen, wo ebenfalls mit Wochenbeginn auch Schnelltests angeboten werden.

Tausende Tests in jeder Woche

Die Grenzlandkreise hoffen, dass die tschechischen Beschäftigten in nächster Zeit auch die Testmöglichkeiten im eigenen Heimatland nutzen, damit die Kapazitäten reichen. Alleine in Niederbayern und der Oberpfalz gibt es rund 17.000 tschechische Pendler. Allerdings ist ein Teil davon, vor allem die Beschäftigten aus den geschlossenen Bereichen Gastronomie und Tourismus, derzeit nicht im Dienst.

Trotzdem kommen jede Woche Tausende von Tests zusammen, wenn alle 48 Stunden ein neues Testergebnis vorgelegt werden muss.

Auch deutsche Pendler müssen sich testen lassen

Die 48-Stunden-Testpflicht gilt auch für Deutsche, die nach Tschechien zur Arbeit pendeln. Betroffen sind davon vor allem Selbständige und Führungskräfte in den tschechischen Zweigwerken deutscher Firmen. Viele von ihnen lassen sich aber beim Hausarzt testen und fahren auch nicht täglich hin und her.

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