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Das gilt in Bayern an Ostern

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Corona-Regeln: Das gilt in Bayern an Ostern

Die Osterruhe ist gestrichen worden. Bei nicht wenigen hat das Hin und Her viele Fragezeichen hinterlassen. Was ist an Ostern nun erlaubt, was nicht? Die fünf wichtigsten Corona-Bestimmungen im Überblick.

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Von
  • Michael Kubitza

Öffnungsmatrix, Notbremse, Osterruhe, dazu noch diverse lokale Bestimmungen: Die Unsicherheit, was zum zweiten Osterfest in Corona-Zeiten erlaubt oder verboten ist, hat zuletzt nicht eben abgenommen.

Damit Sie mehr Zeit mit dem Suchen von Ostereiern als mit der Suche nach Corona-Regeln verbringen können, haben wir die fünf wichtigsten Punkte zusammengefasst - was man von Gründonnerstag bis Ostermontag in Bayern beachten sollte:

Ostern - ein Fest der (Klein-)Familie

Über die Osterferien dürfte der Dauerkonflikt um freiwillige oder gesetzlich geregelte Schutzmaßnahmen am Arbeitsplatz ein wenig pausieren. Umso mehr rücken jetzt die privaten Kontakte in den Fokus.

Trotz einer wachsenden Zahl geimpfter Senioren und den zuletzt vermehrten Test- und Selbsttest-Angeboten hält die Politik hier an ihren bisherigen Regeln fest: An Orten mit einer Inzidenz unter 100 dürfen zwei "Hausstände" mit maximal fünf Personen (und Kindern unter 14 Jahren) zusammentreffen. Liegt die Inzidenz über 100 und die Corona-Notbremse ist in Kraft, ist offiziell ein Hausstand plus eine Person (plus die Unter-14-Jährigen) erlaubt.

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Am Osterwochenende werden die Kontaktbeschränkungen nicht gelockert. Anders als noch an Weihnachten. Ansammlungen im öffentlichen Raum sind grundsätzlich nicht erlaubt. Die Polizei soll die Regeln überwachen.

Ausflüge und Sport: Erlaubt, aber...

Im Januar hatte es in Landkreisen mit Werten über 200 noch touristische Ausflugsverbote gegeben. Momentan sind neue Ausflugsverbote rechtlich nicht möglich, da sie in der aktuellen 12. Auflage der Corona-Verordnung nicht mehr vorkommen. Doch nicht alles, was erlaubt ist, ist auch sinnvoll. Rita Zinnecker, Landrätin im Ostallgäu mahnt angesichts einer regionalen Inzidenz jenseits der 300: "Im Hinblick auf die Feiertage an Ostern machen wir uns durchaus Sorgen. Wir hoffen, dass sich viele Menschen an die Devise 'Wir bleiben zu Hause' halten. Und sich vor allem der Ausflugsverkehr und Familienbesuch in Grenzen halten!"

Generell wird der Planung nach überall, wo mit verstärktem Andrang zu rechnen ist, auf die Einhaltung der üblichen Corona-Regeln geachtet. Die Münchner Polizei etwa will an den "Schönwetter-Hotspots" der Landeshauptstadt von Gärtnerplatz bis zum Englischen Garten Präsenz zeigen, im Bayerischen Wald wollen die Ranger chaotische Zustände verhindern. In den beiden bayerischen Nationalparks gibt es Besuchermanagement-Systeme.

Für Sportler gilt wie bisher: ab einer Inzidenz von 100 bitte nur "kontaktfrei" mit den eigenen Mitbewohnern oder mit einer Person aus einem anderen Hausstand.

Ostermessen: Mit Gottvertrauen in die Kirche

Eher unwirsch hatten Kirchenvertreter reagiert, als nach den jüngsten Beratungen von Ministerpräsidenten und Bundeskanzlerin die Rede davon war, an Ostern auf Präsenz-Gottesdienste zu verzichten und sich auf Online-Angebote zu beschränken. Und die Kirchen haben sich durchgesetzt. Inzwischen hat die Politik für Ostergottesdienste grünes Licht gegeben - allerdings unter Auflagen. Die wichtigsten: weniger Besucher, kein Gemeindegesang, FFP2-Masken-Pflicht.

In vielen Gemeinden im Freistaat müssen sich Besucher zudem vorher für die Gottesdienste anmelden. In Kulmbach, wo die Inzidenz beunruhigend hoch ist, verzichtet die katholische Kirche von sich aus auf Messen. Zudem werden vielerorts Gottesdienste gestreamt, damit Interessierte von daheim aus zuschauen können.

Geschäfte: Einkaufen wie zuletzt gewohnt - und neue Schuhe dazu

Nach der Festlegung einer Osterruhe, dem überraschenden Widerruf und vereinzelten Forderungen nach Widerruf des Widerrufs steht jetzt fest: Die Geschäfte dürfen am Gründonnerstag und Karsamstag wie an gewöhnlichen Corona-Werktagen öffnen.

Das heißt: Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Buchläden, Optiker und Hörgeräteakustiker, Schreibwaren- und Blumenläden sowie Garten- und Baumärkte bleiben auf. Und: Seit einer Entscheidung des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs vom Mittwoch dürfen auch Schuhläden wieder öffnen, da sie - so das Gericht - zur Grundversorgung beitrügen.

Für alle anderen maßgeblich ist die Inzidenzlage vor Ort, die entscheidet, ob "Click & Meet" oder "Click & Collect" erlaubt sind - mit der Konsequenz, dass sich die Regeln etwa in Landshut binnen einer Woche dreimal geändert haben.

Ausgangssperren: Auch an Ostern je nach Inzidenzlage

Seit dem 15. Februar gilt die nächtliche Ausgangssperre in kreisfreien Städten und Landkreisen, in denen die Sieben-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten sieben Tage überschritten wurde und die Corona-Notbremse ist in Kraft. In diesem Fall sollten Sie von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens zu Hause bleiben.

Wie die Inzidenz in ihrer Region gerade steht, sehen Sie in dieser Grafik

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In einem Großteil der bayerischen Landkreise und Kommunen greift inzwischen die Corona-Notbremse. In München gelten ab Ostersonntag wieder strengere Regeln. Heute blieb es in den bayerischen Innenstädten weitgehend ruhig, ohne großen Andrang.

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