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Corona-Regeln in Bayern: Das gilt aktuell | BR24

© dpa-Bildfunk/Peter Kneffel

Lockdown, Kontaktbeschränkungen, FFP2-Maskenpflicht und Co. Alle Regelungen finden Sie in diesem Artikel.

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Corona-Regeln in Bayern: Das gilt aktuell

Kontaktbeschränkungen, Besuchsregelungen, Homeoffice und Alkoholverbote – hier ein Überblick über die Corona-Maßnahmen in Bayern. Ab 25. Januar gelten auch einige Neuerungen, zum Beispiel ein Bußgeld bei Verstößen gegen die FFP2-Maskenpflicht.

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  • BR24 Redaktion

Bund und Länder haben sich auf das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie geeinigt. Spezielle Regelungen für Bayern finden Sie hier:

Lockdown

Alles, was jetzt und noch bis zum 31. Januar gilt, wird bis 14. Februar fortgesetzt. Dazu gehört die Schließung von Restaurants, Cafés und Einzelhandel mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs. Vom Theater über das Fitnessstudio bis hin zum Frisör bleiben Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Dienstleistungsbetriebe zu. Auch die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr gilt weiterhin, ebenso die allgemeine Ausgangsbeschränkung. Das Verlassen der Wohnung ist weiterhin nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt.

Kontakte

Weiterhin sind Treffen jenseits des eigenen Haushalts nur mit einer weiteren Person erlaubt (plus "zugehörigen Kindern bis einschließlich drei Jahren"). Geraten wird, den Kreis der beteiligten Haushalte möglichst konstant und klein zu halten.

Masken

Bundesweit werden in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Geschäften besser schützende Masken Pflicht. Das können OP-Masken sein, FFP2-Masken oder auch KN95-Masken, die einen vergleichbaren Standard haben.

In Bayern ist die Regel strikter: Dort gilt bereits seit einigen Tagen eine FFP2-Maskenpflicht für den Nahverkehr und den Einzelhandel. Seit Donnerstag muss in Pflegeheimen neben Besuchern auch das Personal eine FFP2-Maske tragen. Die FFP2-Maskenpflicht gilt seitdem auch in Gottesdiensten. Neben FFP2-Masken sind auch vergleichbare oder höhere Standards erlaubt. Das Innenministerium nennt konkret: FFP3, N95, P2, KF94, DS und KN95.

Wer diesen bestimmten Masken-Typ nicht trägt, dem droht ab Montag (25. Januar) ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro. Bislang galt eine Kulanzwoche, in der Verstöße gegen die FFP2-Maskenpflicht nicht geahndet wurden. Wer mit einer unzureichenden Maske erwischt wird, kann aber zumindest ein Stück weit auf Milde hoffen: Deren Tragen kann laut Innenministerium bei der Bemessung eines Bußgeldes berücksichtigt werden.

Kitas und Schulen

Sie bleiben geschlossen. Für Bayern ist geplant, dass es für Abiturientinnen und Abiturienten sowie für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen, die bald ihre Abschlussprüfungen machen, ab 1. Februar wieder Wechselunterricht geben kann – allerdings nur, wenn es das Infektionsgeschehen zulässt.

Es gibt weiter Notbetreuung für Kinder bis zur 6. Klasse, für Schülerinnen und Schüler von Förderschulen und Kinder mit Behinderung und an Kitas. Die Notbetreuung wird in Bayern nicht nur für bestimmte Berufsgruppen angeboten, sondern für alle, die sie benötigten.

Alten- und Pflegeheime, Krankenhäuser

In Bayern müssen Besuchende und Pflegekräfte in Krankenhäusern und Pflegeheimen eine FFP2-Maske tragen. Patientinnen und Patienten sowie Bewohnerinnen und Bewohner dürfen täglich von höchstens einer nachweislich Corona-freien Person besucht werden. Negative Antigen-Schnelltests dürfen dabei höchstens 48 Stunden alt sein, PCR-Tests höchstens drei Tage alt.

Damit Besucher und Personal mehrmals pro Woche Schnelltests machen können, sollen Bundeswehrsoldaten und Freiwillige einspringen. Auch in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen soll es genug Tests geben.

Homeoffice

Arbeitgeber müssen, wo immer es geht, das Arbeiten zuhause ermöglichen. Ist die Präsenz im Betrieb unabdingbar, sollen den Mitarbeitenden medizinische Masken zur Verfügung gestellt werden. Die Arbeitszeiten sollen flexibel gestaltet werden, um das Fahrgastaufkommen im Berufsverkehr zu verringern.

Alkoholverbot

Das bayernweite Alkoholkonsumverbot im öffentlichen Raum wurde in der vergangenen Woche gekippt. Wo in der Öffentlichkeit kein Alkohol getrunken werden darf - das müssen Bayerns Kommunen und Städte künftig wieder einzeln für bestimmte öffentliche Plätze festlegen.

Hotspots

In Ländern und Landkreisen, wo sich im Verhältnis zur Einwohnerzahl besonders viele Menschen infizieren, sollen gegebenenfalls härtere Maßnahmen greifen. Wer in Bayern in einem Corona-Hotspot mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 wohnt, darf sich für touristische Tagesausflüge nur noch 15 Kilometer von dort wegbewegen. Davon unabhängig sperren viele Landkreise Ausflügler aus.

Bibliotheken, Büchereien, Archive

In Bayern sind Bibliotheken und Archive geschlossen. Seit vergangenem Donnerstag ist aber die Abholung von bestellten Büchern und Medien zulässig. Dabei gelten Schutz- und Hygienekonzepte, außerdem soll einer Ansammlung von Abholenden durch gestaffelte Zeitfenster vorgebeugt werden.

Tests für ausländische Berufspendler

Ausländische Berufspendler müssen in Bayern wieder regelmäßig einmal pro Woche einen negativen Corona-Test vorweisen können. Die Regelung war zunächst gerichtlich gekippt worden, wurde nun aber wieder eingeführt.

Tschechien indes zählt nun als Hochrisikogebiet. Wer von dort nach Bayern einreist, muss einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter sein darf als 48 Stunden. Das heißt: Regelmäßige Grenzgänger müssen sich zwei bis dreimal in der Woche testen lassen.

In den Regionen wird bereits auf die Neuerung reagiert. Der Landkreis Cham etwa will ab Montag (25. Januar) Staus aus dem nahegelegenen Tschechien mit einer schnellen Testabfolge verhindern. Mit zwei zusätzlichen Stationen will der Landkreis rund 12.000 Tests pro Woche schaffen.

© BR

Auch unser Nachbarland Tschechien wird von morgen an als Hochrisikogebiet eingestuft. Wer von dort nach Bayern einreist, muss also einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter sein darf als 48 Stunden.

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