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Corona: Schulverbot für rückkehrende Kinder aus Risikogebieten | BR24

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Bamberger Schülerinnen von drei siebten Klassen sind seit gestern nach einer Skifreizeit in Südtirol in häusliche Quarantäne. Betroffen sind 64 Jugendliche im Alter zwischen 12 und 14 Jahren, sowie Lehrer, Betreuer und Busfahrer.

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Corona: Schulverbot für rückkehrende Kinder aus Risikogebieten

Im Kampf gegen das Coronavirus verschärft Bayern die Regeln. Schüler und Kindergartenkinder dürfen nach einer Rückkehr aus Risikogebieten ab sofort grundsätzlich für zwei Wochen nicht in die Schule oder eine entsprechende Betreuungseinrichtung gehen.

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Bisher war es nur eine Empfehlung - nun ist es ein Muss: Bayerns Schülerinnen und Schüler sowie Besucher von Kindertageseinrichtungen, -pflegestellen oder heilpädagogischen Tagesstätten müssen in der kommenden Woche daheim bleiben, wenn sie in den Faschingsferien oder darüberhinaus in Südtirol oder in einem anderen Corona-Krisengebiet waren. Das hat am Samstag das bayerische Gesundheitsministerium angeordnet.

Zweiwöchige Karenzzeit nach Urlaub

Die Entscheidung sei im Einvernehmen mit dem Kultus- und dem Familienministerium getroffen worden, sagte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU). Sie gilt insgesamt für 14 Tage ab dem Zeitpunkt der Rückkehr. Da die Faschingsferien in Bayern schon eine Woche zurückliegen, gilt die Karenzzeit - zumindest für Schüler - also nur noch für die kommende Woche. Weitere Schritte behält sich das Ministerium vor. An Schulen und Kindertageseinrichtungen, an denen bereits ein Coronafall bestätigt wurde, findet ohnehin kein Unterricht oder keine Betreuung statt.

Übertragungsgefahr bei Kindern besonders hoch

Südtirol war erst am Freitag vom Robert Koch-Institut (RKI) als Risikogebiet eingestuft worden. Risikogebiete sind laut RKI "Gebiete, in denen eine fortgesetzte Übertragung von Mensch zu Mensch vermutet werden kann". In Italien sind das neben Südtirol die Regionen Emilia-Romagna und Lombardei sowie die Stadt Vo in der Provinz Padua/Region Venetien.

"Dabei ist die Übertragungsgefahr bei Kindern besonders hoch, weil kindliches Spiel in den frühkindlichen Einrichtungen regelmäßig einen spontanen engen körperlichen Kontakt der Kinder untereinander mit sich bringt." Pressemitteilung des bayerischen Gesundheitsministeriums

Eltern in der Pflicht, Personal soll nicht nachforschen

Eltern und Betreuungspersonen haben laut Ministerium die Pflicht, die Anordnung umzusetzen. Aber: "Es ist ausdrücklich keine Aufgabe der Träger bzw. des eingesetzten Personals bzw. der Tagespflegeperson, gezielt durch Nachfragen zu erforschen, ob Kinder sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben. Nur dann, wenn eine positive Kenntnis darüber besteht, dürfen diese Schülerinnen und Schüler sowie Kinder nicht mehr betreut werden."

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