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Corona-Pech: Familie seit Anfang Oktober in Quarantäne | BR24

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Kilian Schilling ist Anfang Oktober positiv auf Corona getestet worden. Seitdem sind er und seine Familie fast durchgehend in Quarantäne. Die Testergebnisse waren mal negativ, mal positiv. Infos vom Gesundheitsamt gab es kaum, sagt die Familie.

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Corona-Pech: Familie seit Anfang Oktober in Quarantäne

Kilian Schilling ist Anfang Oktober positiv auf Corona getestet worden. Seitdem sind er und seine Familie fast durchgehend in Quarantäne. Die Testergebnisse waren mal negativ, mal positiv. Infos vom Gesundheitsamt gab es kaum, sagt die Familie.

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Von
  • Rupert Waldmüller
  • Roswitha Polaschek

Juliane Jäck, eine Freundin aus dem Dorf, stellt eine Tasche mit Einkäufen vor die Tür der Schillings in Niedersonthofen im Oberallgäu und wechselt ein paar Worte mit Kilian Schilling am Fenster. Seit einem positiven Corona-Test vor mehr als einem Monat ist der 31-Jährige mit seiner Familie daheim fast durchgehend in Quarantäne und entsprechend genervt: "Man fühlt sich im Prinzip wie im Gefängnis".

Erst positiv, dann negativ, dann wieder positiv getestet

Dabei sah es am Anfang gar nicht so schlimm aus: Leichte Grippesymptome, positiver Corona-Test am 6. Oktober, negatives Ergebnis zwei Wochen später. Sicherheitshalber blieb die Familie von sich aus noch eine Woche freiwillig in Quarantäne.

Dann durfte die fünfjährige Emma wieder in den Kindergarten - aber nur für ein paar Tage. Denn als sich Kilian Schilling, der immer noch schnell außer Atem ist und ein komisches Gefühl im Hals hat, wegen eines wichtigen Arzttermins noch einmal testen ließ, war das Ergebnis plötzlich wieder positiv. Also erst mal wieder Quarantäne für die ganze Familie.

Wenn Corona das Haus zum Gefängnis macht

Seit fast fünf Wochen sind alle Schillings jetzt so gut wie durchgehend daheim. Frische Luft gibt's nur im kleinen Garten. Der Papa schläft im Wohnzimmer, mit Emma kuscheln und abends vorlesen übernimmt die Mama - und sonst versuchen sie Abstand zu halten, so gut das eben geht mit einer Fünfjährigen und einem Säugling.

Kaum Infos vom Gesundheitsamt - trotz positiver Corona-Tests

Was die Schillings am meisten ärgert: Sie haben zunächst kaum Informationen vom Gesundheitsamt bekommen. Nach dem zweiten positiven Test hing Kilian Schilling selbst stundenlang in der Telefon-Warteschleife, um überhaupt fragen zu können, was das für die Familie bedeutet.

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Keiner geht wohl gerne in die Selbstisolation und für viele Menschen und deren Familien ist diese Situation sehr belastend. Wann Quarantäne aber zwingend sein muss, was die Corona-Warnapp aussagt - darüber sprechen wir im Studio.

Ein Ende der Quarantäne ist in Sicht

Am 10. November, vier Tage nach dem zweiten positiven Befund, hat Kilian Schilling einen Anruf von einer Ärztin im Gesundheitsamt bekommen. Das Ergebnis: Weil seine Tochter und seine Frau nach wie vor symptomfrei sind und auch negativ getestet wurden, sind sie nun offiziell von der Quarantäne befreit. Kilian Schilling soll aber noch zwei Wochen daheim bleiben. Einige Patienten tragen das Virus wohl länger in sich. Ansteckend ist Kilian aber vermutlich nicht mehr.

Trotz all dem Ärger um die wochenlange Quarantäne wollen alle Schillings jetzt aber erst mal noch freiwillig zuhause bleiben, sicherheitshalber. Sie wollen niemanden treffen, um ganz sicher zu gehen, dass das Ganze bald ein endgültiges Ende hat.

Das Gesundheitsamt hat sich mittlerweile zu dem Fall geäußert.

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