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Corona-Party: Verfahren gegen Nürnberger Club eingeleitet | BR24

© Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach

Logo des Kommunalen Außendienstes der Stadt Nürnberg (ADN).

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    Corona-Party: Verfahren gegen Nürnberger Club eingeleitet

    Das Nürnberger Ordnungsamt hat ein Verfahren gegen den Club "Mach1" eingeleitet. Zuvor war bekannt geworden, dass ein Corona-Infizierter dort auf einer Party war. Es drohen hohe Geldstrafen.

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    Von
    • Jonas Miller

    Nach einer Corona-Party im Nürnberger Club "Mach1" hat das Ordnungsamt gegen den Betreiber ein Verfahren eingeleitet. Das teilte Robert Pollack, Abteilungsleiter im Ordnungsamt, dem BR auf Anfrage mit. Derzeit werden Beweise gesichert und Unterlagen des Clubs gesichtet.

    Geldstrafe bis zu 5.000 Euro

    Nürnbergs Pressesprecher Andreas Franke hatte gestern in der "Frankenschau Aktuell" im BR-Fernsehen gesagt, der Betreiber müsse gegebenenfalls mit einer Strafe von 5.000 Euro rechnen. Am Montag war bekannt geworden, dass ein Corona-Infizierter aus Fürth Mitte August auf einer Party im "Mach1" war. Der Mann stand eigentlich unter Quarantäne, weil er aus einem Risikogebiet kam und noch kein Corona-Testergebnis hatte.

    Auch gegen Infizierten wird ermittelt

    An der Veranstaltungen nahmen rund 90 Personen teil. Die Gesundheitsämter riefen alle Partygäste öffentlich dazu auf, sich dringend beim jeweils zuständigen Gesundheitsamt zu melden und einen Corona-Test zu machen. Auch gegen den jungen Mann aus Fürth wird derzeit ermittelt. Auf ihn kommt laut Behördenangaben ein Bußgeld in Höhe von 500 bis 10.000 Euro zu. Dabei müssten die Schwere der persönlichen Schuld des Betroffenen, sowie dessen wirtschaftliche Verhältnisse berücksichtigt werden.

    Party in Nürnberg war keine Privatveranstaltung

    Ursprünglich war die Party im "Mach1" als Privatfeier deklariert. Nach Recherchen des Nürnberger Ordnungsamtes handelte es sich allerdings nicht um eine Privatfeier oder eine geschlossene Gesellschaft. Die Behörden haben Teilnehmer der Party befragt und dabei festgestellt, dass mehrere Personen zur Feier eingeladen hatten. Zudem kannten sich laut Behörden viele Partygäste untereinander nicht. Einen Anlass konnten viele der Gäste ebenfalls nicht benennen.

    Scharfe Kritik aus dem Staatsministerium

    Scharfe Kritik kommt auch aus der Bayerischen Staatskanzlei. Illegale Corona-Feiern wie aktuell in Nürnberg seien "unverantwortlich" und in "höchstem Maße rücksichtslos", teilte der Leiter der Staatskanzlei, Florian Herrmann (CSU), dem BR auf Anfrage mit. Wo Appelle an die Vernunft nicht greifen, werde der Rechtsstaat hart durchgreifen.

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