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Corona-Pandemie: Keine Touristen mehr im Fichtelgebirge | BR24

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Auch der Tourismus im Fichtelgebirge leidet unter der Corona-Pandemie. Wie geht es den Hoteliers und Wirten und mit welchen kreativen Ideen wollen sie ihren Einrichtungen durch die Krise helfen?

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Corona-Pandemie: Keine Touristen mehr im Fichtelgebirge

Wie in allen Torurismusregionen geht derzeit auch nichts im Fichtelgebirge. 10.000 Gästebetten stehen leer, die Hotels haben wegen Corona geschlossen. Die Tourismuszentrale informiert im Internet weiterhin über die Attraktionen des Fichtelgebirges.

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Nichts geht zur Zeit in der Tourismusregion Fichtelgebirge. Die mehr als 100 Beherbergunsgbetriebe haben geschlossen, 10.000 Gästebetten stehen leer. Einzige Ausnahme sind die Unterkünfte für Handwerker und - im Landkreis Wunsiedel - für tschechische Berufspendler, die in Oberfranken bleiben wollen.

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Hoteliers nutzen Zeit für Renovierungen

Für viele Unternehmen im Tourismus bedrohe der erzwungene Stillstand die Existenz, so Ferdinand Reb von der Tourismuszentrale Fichtelgebirge. Wegen Corona kämen viele Betriebe an ihre finanziellen Grenzen, so Tourismuschef Reb. Hoteliers und Pensionsbetreiber sowie Gastwirte würden die Zeit für notwendige Renovierungen nutzen. Sobald die abgeschlossen sind, müssten wieder Einnahmen fließen.

Banken stunden Kredite

Die Banken in der Region zeigten sich kulant, ergänzt Thomas Puchtler, Inhaber des gleichnamigen Hotels in Bischofsgrün. Er habe rund eine Million Euro in sein Haus investiert, die Kredite seien vorerst gestundet. Momentan lebe er von der Substanz. Seine Mitarbeiter wolle er nicht entlassen. Puchtler und andere Lokale behelfen sich, indem sie Essen zum Abholen anbieten. Das werde zwar von den Menschen immer besser angenommen, aber es ersetze nicht die fehlenden Einnahmen. Man erfahre eine unglaubliche Solidarität von den Mitbürgerinnen und Mitbürgern, so Puchtler.

Tourismuszentrale bietet Beratung an

Der Fichtelgebirgsverein hat allen Wirten seiner Berggasthäuser die Pacht bis auf Weiteres erlassen. Die Tourismuszentrale Fichtelgebirge bietet den Gastronomiebetrieben an, sie bei der Beantragung von Hilfsgeldern zu unterstützen. Ferdinand Reb betont gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, man sei über Videokonferenzen in stetem Kontakt mit anderen Tourismusgebieten und dem Bundeswirtschaftsministerium, um Lösungen zu finden.

Urlaub im Fichtelgebirge nach Corona

Daneben pflegt die Multimedia-Beauftragte der Tourismuszentrale, Anna Maria Wolf, über soziale Netzwerke die Bindung zu potenziellen und ehemaligen Gästen. Die Resonanz sei sehr groß, so Wolf. Es gebe großes Interesse am Urlaub im Fichtelgebirge nach dem Ende der Corona-Pandemie. Bemerkenswert sei, dass viele jüngere Gäste das Fichtelgebirge als Urlaubsregionen entdeckt haben, so Wolf weiter. In normalen Jahren erwirtschaftet der Tourismus im Fichtelgebirge einen Umsatz von 560 Millionen Euro.

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