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Corona: Oberpfälzer Hotel- und Gaststättengewerbe leidet | BR24

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Auch das Hotel- und Gaststättengewerbe ist von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Das berichtet ein Sprecher des Oberpfälzer Bezirks des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands. Die meisten Betriebe verzeichnen demnach Umsatzeinbußen.

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Corona: Oberpfälzer Hotel- und Gaststättengewerbe leidet

Auch das Hotel- und Gaststättengewerbe ist von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Das berichtet ein Sprecher des Oberpfälzer Bezirks des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands. Die meisten Betriebe verzeichnen demnach Umsatzeinbußen.

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Auch das Hotel- und Gaststättengewerbe in der Oberpfalz ist von den Auswirkungen des Coronavirus betroffen. Das berichtet ein Sprecher des Oberpfälzer Bezirks des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA). 78 Prozent aller Betriebe verzeichnen demnach Umsatzeinbußen in Folge der Coronakrise.

Sorge um steigende Umsatzeinbußen

Grund dafür seien unter anderem abgesagte Veranstaltungen. Von einem Rückgang der Neubuchungen seien mittlerweile sogar 93 Prozent aller Hotel- und Gaststättenbetriebe betroffen.

DEHOGA-Sprecher Matthias Artmeier geht davon aus, dass die Zahl der von Umsatzeinbußen betroffenen Betriebe in den kommenden Wochen aufgrund der ausbleibenden Buchungen noch weiter steigen dürfte. Viele Gäste wollen keine Zimmer oder Räumlichkeiten für Veranstaltungen buchen, so der Sprecher.

Schließung außer Frage

Eine Schließung des Gaststätten- und Hotelgewerbes steht für Artmeier vorerst aber außer Frage: "Das wäre das falsche Signal. Wir wollen die Leute und vor allem die Mitarbeiter nicht mit Schließungen verunsichern." Eine staatlich verordnete Schließung des Gastronomiebetriebs wie in Italien wäre laut dem DEHOGA-Sprecher die letzte Möglichkeit im Kampf gegen das Coronavirus.

Auch Ministerpräsident Söder hat sich in einer Pressekonferenz zum Gastronomiebetrieb in Zeiten der Coronakrise geäußert. Anders als in einzelnen europäischen Ländern sollen in Bayern keine Restaurants oder Cafés wegen des Coronavirus geschlossen werden.

Abstand zu Großveranstaltungen

Als Orientierung dienen dem Verband die staatlich empfohlenen Schutzmaßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus. Derzeit würde daher Abstand von Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen genommen.

Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Gästen hatte Bayern schon am Dienstag untersagt. Ab sofort sollen auch Events mit mehr als 100 Menschen nur nach vorheriger Prüfung und genauer Abwägung stattfinden

Zusätzliches Desinfektionsmittel für Gäste

Bei gewerbeinternen Schutzmaßnahmen sieht sich der Landesverband gut aufgestellt. "Das ist bei uns in der Branche Usus", so der DEHOGA-Sprecher. Viele Betriebe hätten dennoch zusätzlich Desinfektionsmittel für ihre Gäste bereitgestellt, einige hätten Hinweisschilder ausgehängt.

Verantwortung bei allen

Als Maß gälten dabei für den Verband die Handlungsempfehlungen des Robert-Koch-Instituts. Trotzdem sieht DEHOGA-Sprecher Artmeier jeden Einzelnen in der Verantwortung: "Wir sind Gastronomen, keine Ärzte."