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Zwei Städte und zwei Landkreise reißen Corona-Obergrenze | BR24

© Karl-Heinz Spremberg / picture alliance/imageBROKER

In der Stadt Würzburg ist die 7-Tage-Inzidenz bayernweit am Höchsten

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    Zwei Städte und zwei Landkreise reißen Corona-Obergrenze

    Würzburg, Kaufbeuren, die Kreise Garmisch-Partenkirchen und Kulmbach: Vier bayerische Regionen haben den Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen überschritten. An den Hotspots wurden die Corona-Regeln teils verschärft.

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    Zwei Landkreise und zwei Städte in Bayern haben den Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen teils deutlich überschritten: Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Wert für Würzburg aktuell bei 75,07. Den kritischen Wert von 50 überschreiten laut LGL auch Kaufbeuren (54,68) und die Landkreise Garmisch-Partenkirchen (57,65) und Kulmbach (54,28).

    Kulmbach: Kontaktbeschränkungen bei Veranstaltungen

    Noch vor einer Woche hatte der Landkreis Kulmbach mit keinem Infizierten als coronafrei gegolten. Auf einer privaten Feier sollen sich jedoch vor allem junge Menschen mit dem Virus infiziert haben. Ab sofort gelten im Landkreis verschiedene Kontaktbeschränkungen bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen. An einer Real- und einer Berufsschule sind fünf Klassen in Quarantäne geschickt worden.

    Weiter Maskenpflicht im Unterricht in Würzburg

    Das Landratsamt Würzburg will wegen der steigenden Corona-Zahlen die Maskenpflicht im Unterricht beibehalten. Das Gesundheitsamt stellte in einem ersten Schritt die Schulen und Kindertageseinrichtungen im Landkreis auf Warnstufe "gelb". Demnach müssen Schulkinder ab der fünften Jahrgangsstufe weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung im Klassenzimmer tragen, wenn dort der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet ist. In Kitas ist ein offenes Betreuungssystem nicht mehr möglich und die Gruppen dürfen sich nicht mehr durchmischen.

    Keine neuen Fälle durch "Superspreaderin" in Garmisch

    In Garmisch-Partenkirchen haben die Massentests nach der Kneipentour einer mit dem Coronavirus infizierten 26-jährigen Amerikanerin kein weiteres positives Ergebnis erbracht. Zuletzt hatten noch rund 300 Testergebnisse ausgestanden. Vier neue Infektionen, die am Mittwoch im Landkreis registriert wurden, stehen der Behörde zufolge in keinem Zusammenhang mit dem Geschehen im Nachtleben. Die 26-Jährige war vergangene Woche trotz Krankheitssymptomen und Quarantäneauflage durch Bars gezogen.

    7-Tage-Inzidenz in Kaufbeuren sinkt deutlich

    Kaufbeuren hatte gestern zwischenzeitlich den bundesweit höchsten 7-Tage-Inzidenzwert mit 75,18. Grund war ein lokaler Coronavirus-Ausbruch in einem Alten- und Pflegeheim der Hospitalstiftung. In das Heim hineingetragen wurde das Virus vor einer Woche durch eine erkrankte Pflegekraft. Nun ist der Wert wieder deutlich gesunken auf 54,68.

    Vier Städte und zwei Landkreise überschreiten Frühwarnwert

    Als Frühwarnwert gilt ein Wert ab 35, bei dem die Gesundheitsämter erste Gegenmaßnahmen einleiten müssen. Diesen überschreiten aktuell die Städte München (45,53), Rosenheim (42,64), Landshut (35,91) und Passau (38,12), sowie die Landkreise Unterallgäu (36,10) und Würzburg (42,64)

    Auf Regierungsbezirksebene hat Oberbayern mit 26,03 den höchsten Inzidenzwert. Bayernweit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner bei 19,78.

    Insgesamt sind in Bayern bisher 63.107 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bislang im Freistaat 2.645 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten.

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