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In den meisten bayerischen Landkreisen und Städten werden die Klassenzimmer am Montag leer bleiben.

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    Notbremse: Wo Schulen und Kitas in Bayern am Montag offen sind

    Ab dem 3. Mai gilt auch für Schulen und Kitas in Bayern die Bundesvorgabe zu den Corona-Maßnahmen - wenn auch mit einem strengeren Grenzwert. Hier sehen Sie auf einen Blick, wo am Montag Präsenzunterricht und Betreuung möglich sind.

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    Von
    • Claudia Kohler

    Nahezu in ganz Bayern bleibt es mindestens zu Beginn der kommenden Woche bei Distanzunterricht und Notbetreuung in den Schulen und Kitas. Die folgende Karte gibt einen Überblick über die wenigen Landkreise und Städte, in denen voraussichtlich eine Öffnung möglich sein wird - klicken Sie Ihren Landkreis an, um mehr über die Regelungen zu erfahren.

    Wichtiger Hinweis:

    In der Karte sind die Inzidenzstufen und Regelungen so abgebildet, wie sie anhand der bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung und der Inzidenzwerte des RKI sein sollten. Das ist nicht immer deckungsgleich mit der Entscheidung einzelner Landkreise und kreisfreier Städte, die auch strengere Maßnahmen anordnen können. In der Karte finden Sie Links auf die entsprechenden Webseiten - bitte versichern Sie sich dort über die gültigen Regelungen.

    Grafik: Die Regeln für Schulen und Kitas in Bayern am Montag

    Im Laufe der Woche könnten bei stabilen oder sinkenden Sieben-Tage-Inzidenzen dann aber noch weitere Städte oder Regionen mit Wechselunterricht hinzukommen. Denn ab sofort wird nicht mehr nach den Inzidenzwerten am Stichtag Freitag entschieden.

    Notbremse ab einem Inzidenzwert von 100 an drei Tagen

    Vielmehr hat Bayern die entsprechende Regel der neuen bundesweiten Notbremse angepasst. Zwar wurde der Grenzwert von 100 beibehalten, während in den meisten anderen Bundesländer die Schulen erst ab 165 schließen - aber das dynamische Vorgehen ist jetzt auch im Freistaat angekommen.

    Überschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt den Wert 100 an drei aufeinander folgenden Tagen, muss ab dem übernächsten Tag wieder auf Distanzunterricht umgestellt werden - Abschlussklassen, Viertklässler an Grundschulen und die elften Klassen der Gymnasien und Fachoberschulen ausgenommen. Kinderbetreuungseinrichtungen müssen auf Notbetrieb umstellen.

    Fünf Tage unter 50 bedeutet Regelbetrieb in der Kinderbetreuung

    Umgekehrt gilt: Unterschreitet ein Landkreis oder eine kreisfreie Stadt den Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100 an fünf aufeinander folgenden Tagen, kann ab dem übernächsten Tag auf Wechsel- oder Präsenzunterricht in allen Jahrgangsstufen umgestellt werden. Voraussetzung für Präsenzunterricht: Der Abstand von 1,5 Metern kann zuverlässig eingehalten werden.

    Wenn der Wert also beispielsweise am Donnerstag, Freitag, Samstag, Sonntag und Montag unterschritten wird, gilt ab Mittwoch Wechselunterricht für alle. In dieser Inzidenzstufe ist eine eingeschränkte Regelbetreuung erlaubt - es muss bei festen Kindergruppen bleiben.

    Sinkt die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinander folgenden Tagen unter 50, dürfen alle Grundschulen ab dem übernächsten Tag wieder lückenlosen Präsenzunterricht anbieten und die Kinderbetreuungseinrichtungen können in den Regelbetrieb übergehen.

    Schulen informieren Eltern, Schüler und Lehrer im Voraus über Regeländerungen

    Laut einem Sprecher des bayerischen Kultusministeriums könne nach dieser Logik aus der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung anhand der Werte des aktuellen Tages also immer gesagt werden, welche Regelungen heute, morgen und übermorgen gelten.

    Der Informationsweg sehe so aus: Die jeweils zuständigen Kreisverwaltungsbehörden gäben den staatlichen Schulämtern Bescheid, wenn die Voraussetzung für eine Regeländerung eingetreten ist. Dieses leite die neuen Vorgaben an die Schulen weiter, welche dann entsprechend die Eltern, Lehrer und Schüler informierten. So hätten diese immer mindestens einen Tag Zeit, um sich auf den neuen Unterrichtsbetrieb einzustellen.

    Unabhängig von der Inzidenzeinstufung gilt weiter: Schülerinnen und Schüler, die am Präsenzunterricht, an Präsenzphasen des Wechselunterrichts oder an einer Betreuung teilnehmen möchten, müssen zwei Mal wöchentlichen einen Corona-Test machen.

    Über die Daten

    Die Corona-Inzidenzwerte nach Tagen für die Landkreise stellt das Robert Koch-Institut täglich bereit. Es handelt sich dabei um die festgehaltenen, quasi "eingefrorenen" 7-Tage-Inzidenzen, wie sie das RKI täglich auf seinem Dashboard veröffentlicht. Diese werden im Nachhinein nicht mehr korrigiert - Nachmeldungen finden somit nur eingeschränkte Berücksichtigung.

    Grund für diese Nachmeldungen ist die sogenannte Meldeverzögerung. Zwischen einer Infektion mit Covid-19 und der Feststellung können etliche Tage vergehen, die Meldung durchläuft mehrere Stationen. Nachmeldungen würden üblicherweise den zeitlichen Verlauf der Sieben-Tage-Inzidenzen im Rückblick verändern. Dies gilt besonders für die Inzidenzwerte der letzten Tage.

    Wann sich die Inzidenzstufen verändern, wird strikt nach der Logik der 12. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung berechnet.

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