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Corona-Ticker Oberbayern: Ehrenamtliche Hilfen für Senioren | BR24

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Jennerbahn in Schönau am Königssee verwaist.

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    Corona-Ticker Oberbayern: Ehrenamtliche Hilfen für Senioren

    16 neue Todesfälle in Oberbayern und fast 1.400 Neuinfektionen. Im Landkreis Weilheim-Schongau bekommen Senioren und Risikopatienten, die coronabedingt daheim bleiben, Hilfe von Ehrenamtlichen. Alle Corona-News aus Oberbayern im Ticker.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Oberbayern

    • Polizei stellt feiernde Jugendliche nach Party in Pfaffenhofen/Ilm (29.11., 10.40 Uhr)
    • Im Landkreis Weilheim-Schongau bekommen Senioren Hilfe von Ehrenamtlichen (27.11., 12.05 Uhr)
    • Jennerbahn rechnet mit Umsatzverlusten bis zu 50 Prozent (26.11., 18.10 Uhr)
    • Gastwirt in Oberaudorf will klare Ansagen von der Politik für Weihnachten. ( 26.11., 15.40 Uhr)
    • Coronavirus: Weitere Artikel und Hintergründe finden Sie hier

    Corona-Neuinfektionen in Oberbayern pro Tag

    Entwicklung der Corona-Kurve in Oberbayern

    10.40 Uhr: Jugendliche feiern und posten Video im Internet - Polizei stellt elf Regelbrecher

    Ein öffentlich gestelltes Video auf einer Social Media-Plattform wurde einigen jungen Corona-Regelbrechern in Pfafffenhofen an der Ilm zum Verhängnis. Zahlreiche Jugendliche hatten sich in einem Gartenhaus in Tegernbach zum Feien getroffen. Die Beamten der Polizei Pfaffenhofen bekamen einen Hinweis auf das veröffentlichte Video und rückten kurz vor Mitternacht am Samstagabend an. Beim Eintreffen der Polizeistreife ergriffen die meisten Jugendlichen die Flucht. Die Beamten konnten aber über den Veranstalter und eine Whatsapp Gruppe einige der Jugendlichen ausfindig machen. Gegen elf Betroffene wird jetzt Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz gestellt.

    Sonntag, 29.11.2020

    14.30 Uhr: Entwicklung der Fallzahlen in München

    In München wurden für Freitag, 27. November, 346 neue Corona-Fälle (inkl. 242 Nachmeldungen) und 4 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt sind in der Landeshauptstadt damit bislang 28.974 Infektionen bestätigt. In dieser Zahl enthalten sind 22.882 Personen, die bereits genesen sind, sowie insgesamt 334 Todesfälle. Das meldet die Landeshauptstadt München.

    Die 7-Tage-Inzidenz für München beträgt laut RKI 172,6. Sie entspricht der Anzahl der für die letzten sieben Tage neu gemeldeten Fälle pro 100.000 Einwohner und wird täglich vom RKI sowie werktäglich vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ermittelt.

    Die Reproduktionszahl für München lag vor Samstag bei 0,99 – das bedeutet, dass statistisch gesehen 100 Infizierte 99 Menschen neu anstecken. Je deutlicher die Reproduktionszahl über 1 liegt, umso schneller breitet sich das Coronavirus weiter aus. Je weiter sie unter 1 sinkt, umso weniger Neuinfektionen sind zu erwarten.

    Samstag, 28.11.2020

    14.39 Uhr: Seit Freitag: 16 Tote, 1.428 Neuinfektionen

    Laut LGL gibt es in Oberbayern seit gestern 16 neue Todesfälle durch oder mit Corona. Damit steigt die Zahl der Todesfälle auf 1.395 im Bezirk. Die Zahl der Coronainfektionen steigt seit dem Vortag um 1.428 auf 82.295.

    In den letzten sieben Tagen hat es in Oberbayern insgesamt 8.123 neue Fälle gegeben. Die 7-Tage-Inzidenz für den Gesamtbezirk liegt bei 172,43 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

    Den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Oberbayern hat die Stadt Rosenheim mit einem Wert von 267,5 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern, gefolgt vom Landkreis Mühldorf am Inn (239,06) und dem Landkreis Erding (237,37).

    12.05 Uhr: Ehrenamtliche versorgen Senioren und Risikopatienten

    Aufgrund der aktuell hohen Corona-Infektionszahlen im Landkreis Weilheim-Schongau brauchen viele Bürgerinnen und Bürger ehrenamtliche Hilfe. Dabei gehe es nicht nur Einkäufe und Botengänger. Auch die Versorgung mit einem warmen Mittagessen und Kontakte zu isolierten Personen gehöre mit dazu, so das Landratsamt Weilheim -Schongau in einer Pressemitteilung. Das betrifft sowohl Risikogruppen wie Seniorinnen und Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen, die soziale Kontakte meiden wollen, als auch Personen in Quarantäne. Die gegenseitige Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung sei groß. In den meisten Fällen werden hilfsbedürftige Personen ganz selbstverständlich von der Verwandtschaft oder Nachbarschaft versorgt. Für Bürgerinnen und Bürger, die Hilfe brauchen, organisieren Nachbarschaftshilfen und Gemeinden ehrenamtlich Unterstützung bei Besorgungen und Botengängen. Das breite Repertoire der Hilfsangebote variiert je nach Ortschaft. Der Landkreis bietet auf seiner Internetseite unter „Corona Infos“ eine Liste der Kontakte für Hilfesuchende und Helfende im Landkreis Weilheim-Schongau.

    Freitag, 27. November 2020

    18.10 Uhr: Jennerbahn rechnet mit massiven Einbußen

    Das Skigebiet am Jenner im Landkreis Berchtesgadener Land ist von der allgemeinen Schließung der Skigebiete betroffen. Zwar ist das Berchtesgadener Land kein klassisches Ziel für Ski-Urlauber, allerdings ist der Jenner als Traditions-Skigebiet stark von den Gästen über die Weihnachtsferien abhängig. Knapp die Hälfte des Umsatzes in der gesamten Wintersaison mache der Betrieb während der Weihnachtsferien, sagte der Vorstand der Jennerbahn, Franz Moderegger auf BR-Nachfrage. Die Umsatzeinbußen seien "katastrophal". Die Betriebseinstellung zum 20.10.2020 habe den Bergbahnbetreiber überrascht und hart getroffen. Zusammen mit den Umsatzausfällen während des Lockdowns im Frühjahr summierten sich die Ausfälle zu einer erheblichen Belastung. Besonders angesichts der hohen Investitionen in eine neue Bergbahn in den vergangenen Jahren. Die Jennerbahn wurde erst im vergangenen Sommer neu in Betrieb genommen. Private Investoren haben in die hochmodernen Gondeln sowie in den Gebäudekomplexe an Tal- und Bergstation 57 Millionen Euro investiert. Etwa zehn Millionen Euro davon hat der Freistaat Bayern übernommen. Allerdings sei nach Einschätzung des Jennerbahn-Vorstands die von Ministerpräsident Markus Söder angekündigte klare Linie besser als eine Teil-Lösung, etwa den Skibetrieb ohne Bewirtungs- und Übernachtungsmöglichkeiten über einen kurzen Zeitraum zu ermöglichen. "Was nützt ein Betrieb der Bergbahn, wenn zu wenig bis keine Gäste kommen dürfen", so der Vorstand. Man warte nun vorerst mit der Beschneiung und hoffe auf baldige klare Ansagen aus der Politik, wann die Skisaison 2021 starten kann.

    15.40 Uhr: Gastwirtin Oberaudorf forder klare Ansagen von der Politik

    Der Inhaber des Gasthofes Ochsenwirt, Matthias Knöckl, fordert Planungssicherheit von der Politik. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er, immer wieder riefen Gäste an, die fragen, ob sie zwischen den Jahren anreisen könnten. Außerdem beschäftige er auch viele ausländische Mitarbeiter. Für diese sei es – gerade auch wegen der Quarantäneregeln – schwer, spontan anzureisen und für kurze Zeit zu arbeiten. Außerdem, so Knöckl, sei die Situation für ihn persönlich eine „extreme Belastung“. Er habe sich selbstständig gemacht, um die Dinge selbst in der Hand zu halten, etwas zu schaffen und zu bewegen. Nun aber habe die Politik ihm die Fäden aus der Hand genommen. Er sei auf die Fördermittel des Staates angewiesen, habe aber nie Bittsteller werden wollen. "Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll“, sagt Knöckl. Denn die Fördermittel, etwa die Novemberhilfen würden nur schleppend ausgezahlt. Der Gasthof Ochsenwirt ist seit 1445 ein Familienbetrieb in Oberaudorf. Insgesamt hat er 76 Betten, sowie 300 Plätze für Restaurant- bzw. Biergarten-Kunden. In jedem Monat, in dem er nicht öffnen kann, verliert der Betrieb rund 66.000 Euro. Insgesamt gibt es in Oberaudorf rund 45 Gastronomiebetriebe. In der Gemeinde leben rund 5.600 Einwohnern, in der Hochsaison wächst die Gemeinde durch die Touristen etwa auf die doppelte Größe an. Der Bürgermeister, Matthias Bernhardt, betont deswegen, wie wichtig der Tourismus für die Gemeinde ist. Er fürchte, dass einige Hotels und Gastronomiebetriebe schließen müssten, diese hätten zu kämpfen. Außerdem würden die Steuereinnahmen sinken und daher schon jetzt erste Infrastrukturprojekte aufgeschoben. Bernhardt fordert, auf lokale Charakteristika einzugehen. In Oberaudorf etwa habe man keine Gondel, sondern sei im Sessellift immer an der Natur.

    Donnerstag, 26. November 2020

    18.01 Uhr: Corona-Impfzentrum für Landkreis Starnberg wird in Gauting entstehen

    Der Standort des Corona-Impfzentrums im Landkreis Starnberg steht jetzt fest: Das Impfzentrum wird in Gauting auf dem Gelände der Asklepios-Klinik entstehen. Das gab das Landratsamt in einer Pressemitteilung bekannt. "Dort können wir – und das war uns besonders wichtig – in ortsfesten gut ausgestatteten Räumlichkeiten und damit auch in kürzester Zeit ein Impfzentrum einrichten. Jetzt hoffen wir nur, dass schnellstmöglich ein Impfstoff zur Verfügung steht, damit wir dann auch bald loslegen können", erklärt Landrat Stefan Frey.

    Wie das Landratsamt weiter mitteilt, wird der Landkreis nun einen Mietvertrag mit der Asklepios-Klinik schließen. Im nächsten Schritt gehe es darum, einen Betreiber für das Impfzentrum zu finden. "Das Impfzentrum soll nämlich von einem externen Dienstleister in einer Komplettlösung, das heißt mit von diesem benannten Ärzten, medizinischem Fachpersonal und Verwaltungspersonal, von der Terminkoordination bis hin zur Impfung, betrieben werden", heißt es in der Mitteilung.

    Im Impfzentrum sollen täglich bis zu 250 Impfungen vorgenommen werden können. Darüber hinaus soll es vier mobile Impfteams geben, die zu Einrichtungen (wie Altenheimen) fahren und dort die Impfungen ambulant vornehmen. Bis 15. Dezember – so die Vorgabe des Freistaats – muss in jedem Landkreis mindestens ein Impfzentrum eingerichtet werden.

    17.03 Uhr: Im InnKlinikum Altötting und Mühldorf ist die "Grenze der Belastbarkeit erreicht"

    Aufgrund der hohen Zahl an stationären Corona-Patienten herrscht im InnKlinikum Altötting und Mühldorf eine sehr ernste Lage. Das gab die Klinikleitung in einer Pressemitteilung bekannt. "Die Grenze der Belastbarkeit ist erreicht", die Auslastung mit positiv getesteten Covid-Patienten und Verdachtsfällen sei extrem hoch.

    Nach Angaben des Pressesprechers des InnKlinikums verzeichnet der Klinikverbund der Landkreise Altötting und Mühldorf (Stand 25.11.) stationär 78 Positivfälle und 13 Verdachtsfälle. Acht Patienten befinden sich auf den Intensivstationen, sieben davon mit Beatmung.

    "Wir haben auf den IMC- und Intensivstationen kaum noch Plätze frei, was dazu führt, dass die Patientenversorgung immer schwieriger wird", wird Thomas Ewald, Vorstandsvorsitzender, in der Mitteilung zitiert. Die ernste Lage würde aber auch reguläre Patienten in Mitleidenschaft ziehen, da diese nicht mehr hinreichend versorgt werden könnten – wie beispielsweise Patienten, die aufgrund eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls ein Intensivbett benötigten.

    Zusätzlich geschaffene Kapazitäten sind laut Mitteilung ebenfalls am Limit. Beispielsweise wurden im Krankenhaus Burghausen, das Teil des InnKlinikums ist, zwei Stationen nur für Covid-Patienten freigemacht. Auch entsprechendes Personal wurde extra für diese Stationen hinzugezogen. Jedoch sind laut InnKlinikum die 40 geschaffenen extra Plätze bereits fast voll belegt. Als weitere Strategie plant das InnKlinikum in Altötting nun eine Covid-Station mit 36 Betten.

    "Die kommenden Wochen werden für das InnKlinikum und alle anderen an der regionalen Gesundheitsversorgung beteiligten Kräfte eine enorme Herausforderung darstellen", erklärt Ewald. Der Vorstandsvorsitzende appelliert auch an die Bevölkerung, sich an die Hygienemaßnahmen zu halten.

    Nach Angaben des LGL (Stand 25.11., 8 Uhr) liegt die 7-Tage Inzidenz des Landkreises Mühldorf bei 226,11, die des Landkreises Altötting bei 257,36.

    16.40 Uhr: Ökumenischer Weihnachtsgottesdienst am Chinesischen Turm in München

    Der geplante ökumenische Weihnachtsgottesdienst in München soll am Chinesischen Turm im Englischen Garten stattfinden. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, und Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wollen an Heiligabend ein Zeichen der Hoffnung und des Trosts setzen – und gemeinsam einen Gottesdienst unter dem Motto "Fürchtet euch nicht" feiern.

    Der Weihnachtsgottesdienst soll an Heiligabend um 16 Uhr beginnen – sofern dies die Entwicklung des Infektionsgeschehens und die Vorgaben zum Infektionsschutz zulassen, teilt das Erzbistum München und Freising mit. Eine ökumenische Vorbereitungsgruppe stimme sich derzeit mit der Stadt München ab, ob und wie ein solcher Gottesdienst unter den geltenden Hygienemaßnahmen stattfinden könne. Auch mit der Bayerischen Schlösserverwaltung sowie der Pächterin des Chinesischen Turms seien bereits Absprachen erfolgt, so das Erzbistum.

    Nach aktuellen Planungen sollen Pfadfinder beim Gottesdienst das Licht von Bethlehem verteilen. Für die musikalische Gestaltung soll ein Quintett der Dombläser sowie eine Gruppe des Windsbacher Knabenchores sorgen.

    16.10 Uhr: Münchner Polizei löst unerlaubte Versammlung von Corona-Kritikern auf

    Die Münchner Polizei hat gestern Abend eine unerlaubte Veranstaltung in Obersendling aufgelöst. 37 Personen wurden wegen Verstößen gegen die geltenden Infektionsschutzregelungen angezeigt.

    Beamten war die Versammlung kurz vor 19 Uhr in einem Veranstaltungsgebäude bei einer routinemäßigen Streifenfahrt aufgefallen. Die Teilnehmer hatten sich laut Polizei auf Initiative eines 53-jährigen Münchners zu einem kritischen Austausch über die gegenwärtigen Corona-Maßnahmen getroffen. Dabei hielten sie keine Mindestabstände ein, viele trugen keine Mund-Nasen-Schutz-Bedeckung, zudem konnte der Organisator kein Hygienekonzept vorweisen.

    Mehrere Streifen nahmen daraufhin die Personalien der 37 anwesenden Personen auf und beendeten das Treffen ohne, dass es zu Störungen kam. Gegen die Teilnehmer wurde Anzeige erstattet

    15.20 Uhr: LGL meldet 1.342 Neuinfektionen

    In Oberbayern ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus seit gestern um 1.342 gestiegen. 17 Menschen sind mit oder an Corona gestorben. Das meldet das LGL (Stand: 25.11., 8 Uhr). Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Oberbayern bei 185,02 im Vergleich zu 187 gestern.

    Über dem 7-Tage-Inzidenz-Wert von 200 liegen in Oberbayern: LK Altötting (257,36), LK Rosenheim (251,02), Stadt Rosenheim (240,75), LK Dachau (227,89), LK Mühldorf (226,11) und LK Traunstein (221,63). Für die Stadt München beträgt der Wert 189,53. Den geringsten Wert weist laut LGL der LK Starnberg mit 98,05 auf.

    10.25 Uhr: Hochzeitsfeier in Berchtesgaden aufgelöst

    Am Dienstagabend hat die Polizei eine Hochzeitsfeier in einer Gaststätte in Berchtesgaden aufgelöst. Insgesamt nahmen 16 Personen an der Feier im Zentrum der Marktgemeinde teil. Für die Feier lag weder eine Genehmigung noch ein Hygienekonzept vor. Außerdem stammten die anwesenden Gäste aus mehr als zwei Haushalten und verstießen auch in diesem Punkt gegen die Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Die Polizei zeigte das Brautpaar und seine Gäste wegen der Verstöße an. Das Landratsamt Berchtesgadener Land muss jetzt über die Höhe der Bußgelder für die Betroffenen entscheiden

    Mittwoch, 25. November 2020

    16.00 Uhr: BayVGH setzt Pflicht zur wöchentlichen Testpflicht für Grenzgänger außer Kraft

    Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (BayVGH) hat am Dienstag einem Eilantrag zweier österreichischer Schüler stattgegeben und die Regelung der Einreise-Quarantäneverordnung (EQV), wonach sich Grenzgänger wöchentlich einem Corona-Test unterziehen müssen, vorläufig außer Vollzug gesetzt. Die Antragsteller sind österreichische Staatsbürger und haben ihren Wohnsitz in Österreich. Sie besuchen ein Gymnasium im Landkreis Berchtesgadener Land. Nach der entsprechenden Vorschrift der EQV müssen sie sich mindestens einmal wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Laut Gericht seien die gesetzlichen Voraussetzungen für eine Testpflicht bei Ansteckungsverdächtigen derzeit nicht erfüllt. Außerdem äußerte der für das Infektionsschutzrecht zuständige 20. Senat Zweifel, ob die wöchent-liche Testpflicht für Grenzgänger verhältnismäßig sei.

    Zudem sei die Empfehlung des Europäischen Rates für eine koordinierte Vorgehensweise bei der Beschränkung der Freizügigkeit aufgrund der COVID-19-Pandemie zu berücksichtigen, da durch die Testpflicht auch das Freizügigkeitsrecht der Unionsbürger berührt sei. Gegen den Beschluss des BayVGH gibt es kein Rechtsmittel.

    14.50 Uhr: 1.130 Neuinfektionen und 20 Tote seit gestern in Oberbayern

    In Oberbayern haben sich seit gestern 1.130 Personen mit dem Coronavirus infiziert, 20 sind mit oder an Corona verstorben, das meldet das LGL. Die 7-Tage-Inzidenz liegt in Oberbayern bei 187.

    Über dem Inzidenz-Wert von 200 liegen in Oberbayern: LK Traunstein (265), LK Rosenheim (252), LK Mühldorf (241), Stadt Rosenheim (229), LK Dachau (222) und LK Bad Tölz (202). Knapp darunter die Stadt München (199).

    Dienstag, 24. November 2020

    16.57 Uhr: In Karlsfelder Senioreneinrichtung erhöht sich die Zahl der Todesopfer auf 23

    Eine Karlsfelder Senioreneinrichtung bleibt weiterhin der Corona-Hotspot im Landkreis Dachau. Die Gesamtzahl der an oder mit Corona verstorbenen Heimbewohner(innen) erhöht sich auf 23. Das geht aus einer Pressemeldung des Landratsamtes Dachau hervor.

    Anfang November wurde in der Seniorenpflegeeinrichtung ein Corona-Ausbruch festgestellt. Insgesamt wurden bisher 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie 96 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf SARS-CoV-2 getestet; zehn Personen befinden aktuell noch in verschiedenen Krankenhäusern in der Region. Gesundheitsamt, die Heimaufsicht sowie die Task-Force des LGL sind weiterhin im engen Kontakt mit Heimleitung und Betreiber.

    Neben der Senioreneinrichtung in Karlsfeld gibt es aktuell in drei anderen Alten- und Pflegeheimen im Landkreis einige wenige Infektionen.

    16.25 Uhr: Achtes Todesopfer nach Corona-Massenausbruch im Schongauer Krankenhaus

    Die Zahl der Todesfälle von Patienten, die sich vermutlich im Krankenhaus Schongau mit dem Coronavirus angesteckt haben, ist auf acht gestiegen. Wie eine Krankenhaus-Sprecherin heute mitgeteilt hat, ist eine Patientin im Alter von 85 Jahren mit mehreren Vorerkrankungen gestorben. Nach derzeitigem Informationsstand werde davon ausgegangen, dass sich die Frau während des Corona-Massenausbruchs in der Klinik angesteckt hat. Wie in den vorangegangenen sieben Fällen haben Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen – und es wird versucht zu klären, ob die Frau wegen oder mit dem Coronavirus gestorben ist.

    Mittlerweile geht die Zahl der erkrankten Mitarbeiter(innen) weiter zurück: Waren in der Spitze Ende Oktober, Anfang November 97 Angestellte mit Corona infiziert, sind es jetzt noch 23. Der fünfte Reihentest aller rund 600 Mitarbeitenden brachte keine weiteren neuen Coronafälle ans Tageslicht. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt im Krankenhaus Schongau bei 0 – im Gegensatz zum Infektionsgeschehen im Landkreis Weilheim-Schongau, in dem die 7-Tage Inzidenz laut LGL bei 151 liegt (Stand 23.11., 8 Uhr). Der nächste Reihentest aller Mitarbeiter ist für übermorgen angesetzt.

    Bisher ist die Klinik ausschließlich für Coronapatienten geöffnet. Das Ziel der Klinikleitung ist es aber, wieder in den Normalbetrieb überzugehen. Anfang Dezember soll die Geburtenstation geöffnet werden.

    14.55 Uhr: LGL meldet für Oberbayern 772 neue Infektionen

    In Oberbayern haben sich seit gestern weitere 772 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Das meldet das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (Stand: 23.11., 8 Uhr). Drei weitere Menschen sind an oder mit einer Coronainfektion gestorben. Die Zahl der in Oberbayern seit Beginn der Pandemie positiv getesteten Personen steigt damit auf 76.963, die Zahl der Todesopfer auf 1.323. Der Wert der Sieben-Tage-Inzidenz liegt nun bei 180,92.

    Den höchsten 7-Tage-Inzidenzwert in Oberbayern hat nach wie vor der Landkreis Traunstein mit 271,26. Es folgen die Landkreise Altötting (266,33) und Rosenheim (253,32). Den niedrigsten Inzidenzwert im Bezirk Oberbayern hat jetzt der Landkreis Landsberg am Lech (88,11).

    14.05 Uhr: Traditionelles Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen abgesagt

    Das traditionelle Hornschlittenrennen am 6. Januar 2021 in Garmisch-Partenkirchen ist wegen der Corona-Pandemie abgesagt worden. Seit 50 Jahren, seit dem 6. Januar 1970, fahren mutige Männer – und seit einigen Jahren auch die Frauen – von der Partnachalm in Partenkirchen auf einem Schlitten ins Partnachtal. Jetzt ist auch dieses Spektakel Corona zum Opfer gefallen.

    Obwohl in diesem Jahr die Strecke am Hohen Weg wegen eines Unwetters im Sommer zeitweise nicht passierbar war, hat der Hornschlittenverein im Herbst die Banden soweit ergänzt, dass ein Rennen im Januar bei entsprechender Schneelage möglich gewesen wäre. Weil es nicht möglich ist, dass vier Personen auf einem Transportschlitten Abstand halten und Tausende Zuschauer an der Strecke die Teilnehmer mit Distanz anfeuern, hat sich der Veranstalter schweren Herzens dafür entschieden, die Traditionsveranstaltung abzusagen. Auch die Mitgliederversammlung in dieser Woche ist auf den Sommer nächsten Jahres verschoben. Dann wird gemeinsam das 50-jährige Bestehen des Vereins gefeiert.

    11.22 Uhr: Münchner Christbaum kommt aus Steingaden

    Der Christbaum für den Münchner Marienplatz kommt dieses Jahr aus Steingaden (Lkr. Weilheim-Schongau). Seit 1977 kommt die Landeshauptstadt in den Genuss einer Christbaumspende. Eigentlich wollte die Münchner Partnerstadt Verona den diesjährigen Christbaum spenden, doch die norditalienische Stadt musste aufgrund der Corona-Pandemie absagen. Deswegen sprang die Gemeinde Steingaden ein.

    10.08 Uhr: "Landkreis-Wichteln" soll Gastro im Landkreis Traunstein unterstützen

    Die Junge Union Traunstein hat sich eine originelle Vorweihnachtsaktion überlegt, um heimische Gastrobetriebe zu unterstützen. Beim "Landkreis-Wichteln" können online Essengutscheine für 20 Euro erworben werden, die dann unter den Teilnehmenden wieder verlost werden. Die Junge Union stellt hierfür eine Online-Plattform bereit, auf der man festgelegte Verzehrgutscheine zu je 20 Euro zur Einlösung bei einem Wirt im Landkreis Traunstein erwerben kann. Im zweiten Schritt werden die Adressen alle Gutscheinerwerber in einen Lostopf geworfen und alle Gutscheine in einen weiteren Topf. Am dritten Adventwochenende findet dann die Verlosung der Wichtel-Gutscheine statt. Hierbei wird jedem Teilnehmer dann ein neuer Gutschein zugelost.

    "Wir werden dann umgehend nicht nur die glücklichen Teilnehmer mit ihren Gutscheinen versorgen, sondern vor allem auch die entsprechenden Wirte mit dem Gutscheinwert auszahlen", so Konrad Baur, der Vorsitzende der Jungen Union Traunstein. Die Teilnehmer können dann einfach die Gutscheine beim entsprechend zugelosten Wirt einlösen und es sich gut gehen lassen. Mit dem "Landkreis-Wichteln" könne man nicht nur die Wirte unterstützen, sondern auch die vielfältige Wirtshauskultur im Landkreis kennenlernen, so Baur. Mehr Informationen gibt es unter www.landkreis-wichteln.de

    9.06 Uhr: Rosenheimer nutzt Baustelle für Fitnesstraining

    Ein 34-jähriger Rosenheimer hat eine Baustelle im Ortsteil Aising als Ersatz für sein Fitnessstudio genutzt. Anwohner hatten die Polizei verständigt, da sie auf der Baustelle einen Mann herumturnen sahen. Der 34-Jährige erklärte den Beamten, dass er dort Sport machen würde. Da die Fitnessstudios zurzeit geschlossen haben, wäre die Baustelle seine Alternative. Dort könne er Klimmzüge machen und schwere Gegenstände heben. Als die Polizisten ihm zu verstehen gaben, dass das keine gute Idee sei, wurde der Mann aggressiv und zeigte sich laut Polizei uneinsichtig. Auf Empfehlung der Polizei, so heißt es, wird er sich jetzt aber doch eine andere, geeignetere Sportstätte suchen.

    8.00 Uhr: Forschungen in Oberbayern zu Corona

    Das Coronavirus hat die Biotechnologie in den Fokus gerückt. An Bayerns Branchen-Hotspot, dem Innovations- und Gründerzentrum Biotechnologie (IZB) in Martinsried bei München, beteiligen sich mehrere Firmen an der Forschung zu dem Virus. GNA Biosolutions entwickelte einen neuen Schnelltest; auch Ella Biotech und Exosome Diagnostics arbeiten an Covid-19-Tests. Die Firmen Leukocare, Immunic Therapeutics, Eisbach Bio und Origenis forschen zu Corona-Impfstoffen beziehungsweise Covid-19-Medikamenten.

    Insgesamt wächst die Branche im Freistaat. Knapp 250 Firmen aus der Biotechnologie sind in Bayern ansässig und beschäftigen etwa 16.000 Menschen, wie die Clustermanagement-Agentur BioM in ihrem jährlichen Report bilanzierte. 14 neue Start-Ups wagten 2019 den Sprung auf den Markt, dem Bericht nach ein "Allzeithoch". Neben Martinsried gibt es Standorte unter anderem in Nürnberg, Würzburg und Regensburg.

    Das IZB feierte in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen - wenn auch ohne Festakt. Der entfiel wegen der Corona-Pandemie. In dem Gründerzentrum entwickeln Forscher unter anderem Wirkstoffe für Medikamente, technisches Laborzubehör und Dienstleistungen. Mit fünf Start-Ups nahm das IZB 1995 seinen Anfang, heute sind dort 50 Firmen mit 700 Mitarbeitern auf 26.000 Quadratmetern Fläche tätig.

    Montag, 23. November 2020

    Die oberbayerischen Corona-News der vergangenen Woche finden sie hier.

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