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Corona-Ticker Oberbayern: 913 neue Infektionen seit gestern | BR24

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Symbolbild: Corona-Virus

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    Corona-Ticker Oberbayern: 913 neue Infektionen seit gestern

    In Oberbayern sind seit gestern 913 neue, bestätigte Corona-Infektionen hinzugekommen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 129,25. In München musste die Polizei mehrere Menschenansammlungen auflösen. Alle Entwicklungen der Woche im Corona-Ticker.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Oberbayern

    • 913 neue Corona-Infektionen seit gestern (11.4., 16.00 Uhr)
    • Mehrere Corona-Einsätze in München am Wochenende (11.4., 13.15 Uhr)
    • Im Landkreis Erding greift "Notbremse" (11.4., 11.10 Uhr)
    • 1.114 neue Corona-Infektionen seit gestern (10.4., 15.13 Uhr)
    • Polizei löst Geburtstagsfeier auf (10.4., 13.55 Uhr)
    • Sonderimpfungen im Landkreis Berchtesgadener Land (9.4., 17.10 Uhr)
    • Distanzunterricht im Landkreis Dachau (9.4., 16.27 Uhr)
    • Sonderimpftag im Landratsamt Starnberg (9.4., 16.26 Uhr)
    • Lockerungen mit Ausnahmen - schwierige Situation im Landkreis Fürstenfeldbruck (9.4., 16.25 Uhr)
    • Notbremse im Landkreis Erding (9.4., 16.23 Uhr)
    • Münchner Schüler nach Osterferien im Präsenzunterricht - 1,5 Millionen Selbsttests geliefert (9.4., 16.20 Uhr)
    • Jetzt mehr als 4.000 Todesfälle in Oberbayern in Zusammenhang mit Covid-19 (9.4., 16.14 Uhr)
    • Zusammenhang wird geprüft: Tod nach Impfung mit Astrazeneca (9.4., 11.05 Uhr)
    • Coronavirus: Weitere Artikel und Hintergründe finden Sie hier

    16.00 Uhr: 913 neue Corona-Infektionen seit gestern

    In Oberbayern sind seit gestern 913 neue, bestätigte Corona-Infektionen hinzugekommen. Die 7-Tage-Inzidenz für den gesamten Regierungsbezirk liegt nun bei 129,25 und damit noch immer unter dem bayernweiten Wert von 148,22. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Homepage mit (Stand: 11.4., 8 Uhr). Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie mit dem Virus Infizierten ist in Oberbayern inzwischen auf 187.688 gestiegen.

    Nur noch drei Landkreise in Oberbayern liegen mittlerweile unter dem kritischen Inzidenzwert 100 – die Landkreise Ebersberg (88,41), Landsberg am Lech (85,62) und Starnberg (82,68). Unstimmigkeiten gibt es in der Stadt München: Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldete heute den Wert 94,4 (gestern 102,5). Laut Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) liegt der Wert aber aktuell bei 116,42. Im Rathaus ist von einem "Datenproblem zwischen LGL und RKI" die Rede.

    13.15 Uhr: Corona-Einsätze in München am Wochenende

    Am Wochenende kam es im Stadtgebiet München zu mehreren Corona-bedingten Einsätzen. Brennpunkte waren unter anderem der Gärtnerplatz und der Wedekindplatz. Am Freitag stellten die Beamten am Gärtnerplatz rund 250 Personen fest, am Samstag dann rund 400 Menschen. Am Wedekindpatz waren es am Samstag um die 400 Personen. Die Polizisten räumten die Örtlichkeiten und lösten die Gruppen auf. Bereits am Freitagnachmittag kam es am Pasinger Bahnhofplatz zu einem Corona-Einsatz. Rund 40 Personen hielten sich dort auf, die laut Zeugen keinen Abstand einhielten und sich aggressiv verhielten. Über 15 Streifen der Münchner Polizei wurden zur Einsatzörtlichkeit geschickt. Mehrere Personengruppen wurden angetroffen und mehrere Personen erhielten im Rahmen des Einsatzes auch Platzverweise. Dazu wurden 17 Personen - zwei Frauen und 15 Männer, 16-23 Jahre alt, mit Wohnsitzen in der Stadt und im Landkreis München - wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Am Samstag wurde kurz nach Mitternacht von Zeugen eine Party auf einem Dachboden eines Mehrfamilienhauses in der Bodenseestraße in Pasing gemeldet. Letztlich feierten dort sieben Personen - drei Frauen und vier Männer, 22-28 Jahre alt, mit Wohnsitzen in den Landkreisen Fürstenfeldbruck und Starnberg sowie in München. Die Party wurde von den Polizeibeamten beendet, die Personen mussten die Örtlichkeit verlassen, und alle wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    11.10 Uhr: Im Landkreis Erding greift "Notbremse"

    Im Landkreis Erding greift ab heute die "Notbremse". Denn die 7-Tage-Inzidenz lag am Freitag den dritten Tag in Folge über 100. Aktuell liegt der Wert bei 138,22. Damit tritt eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und fünf Uhr in Kraft. Treffen sind nur noch mit einer einzigen Person aus einem anderen Haushalt erlaubt. Läden, die als "inzidenzunabhängig" eingestuft sind, können Kunden nur noch Terminshopping ("Click/Call & Meet") anbieten - und das auch nur gegen Vorlage eines aktuellen negativen Tests.

    An den Schulen findet ausschließlich in den vierten Klassen der Grundschulen, den elften Klassen der Gymnasien und der Fachoberschulen sowie in den Abschlussklassen aller Schularten Präsenzunterricht statt, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend eingehalten werden kann. Trifft dies nicht zu, findet Wechselunterricht statt. In allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen ist ohnehin Distanzunterricht angesagt. In Kitas gibt es nur Notbetreuung. Ausschlaggebend für die Schul- und Kitaregelungen der folgenden Woche ist immer der Inzidenzwert am Freitag.

    Sonntag, 11. April 2021

    15.13 Uhr: 1.114 neue Corona-Infektionen seit gestern

    In Oberbayern sind seit gestern 1.114 neue, bestätigte Corona-Infektionen hinzugekommen. Die 7-Tage-Inzidenz für den gesamten Regierungsbezirk liegt nun bei 120,44 und damit noch immer unter dem bayernweiten Wert von 139,89. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) auf seiner Homepage mit (Stand: 10.4., 8 Uhr). Die Zahl der seit Ausbruch der Pandemie mit dem Virus Infizierten ist damit in Oberbayern inzwischen auf 186.775 gestiegen. Seit gestern sind in Oberbayern fünf Menschen mit oder an Covid-19 gestorben.

    Nur noch vier Landkreise in Oberbayern liegen mittlerweile unter dem kritischen Inzidenzwert 100 – die Landkreise Ebersberg (83,54), Landsberg am Lech (88,11), München (89,02) und Starnberg (73,90). Die Stadt München hat die 100 erneut überschritten. Aktuell liegt der Wert dort bei 102,48. Liegt er auch morgen und übermorgen über 100, müsste die bayerische Landeshauptstadt wohl ab dem kommenden Mittwoch wieder die "Notbremse" ziehen, nachdem die Corona-Regeln erst am vergangenen Mittwoch gelockert worden sind.

    13.55 Uhr: Polizei löst Geburtstagsfeier auf

    In Burgkirchen im Landkreis Altötting hat die Polizei am Freitag eine größere Geburtstagsfeier aufgelöst. Die 18 Partygäste wurden wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Nach Hinweisen aus der Bevölkerung überprüften Einsatzkräfte der Polizei einen Parkplatz im Haiderweg in Gendorf. Dort wurden 18 Personen im Alter zwischen 16 und 62 Jahren angetroffen, welche sich zu einer Geburtstagsfeier getroffen hatten. Abgesehen von der weit überschrittenen Hausstandsregel wurde laut Polizei weder Mund-Nasen-Schutz getragen noch wurden erforderliche Mindestabstände eingehalten. Die Feier wurde beendet und alle 18 Personen nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt. Über die Höhe des Bußgeldes wird das Landratsamt Altötting als zuständige Verfolgungsbehörde entscheiden. Die Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises Altötting lag am Freitag bei einem Wert von 182.

    In Ebersberg entdeckten die Beamten in der Nacht zum Samstag eine Feier durch einen Unfall. Ein 44-Jähriger stürzte bei einer Party in einem Rohbau die Treppe hinunter und zog sich eine Platzwunde am Kopf zu, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Die Beamten begleiteten den stark betrunkenen Mann in eine Klinik und lösten die Feier auf.

    Im Münchner Umland, in Freising, feierten außerdem mehrere Jugendliche am Freitag eine Party auf einem Spielplatz.

    Samstag, 10. April 2021

    17.10 Uhr: Sonderimpfungen im Impfzentrum Berchtesgadener Land

    Aufgrund der guten Versorgungslage mit Impfstoff des Herstellers Astrazeneca ermöglichen immer mehr Kommunen in Bayern allen Bürgern ab 60 Jahren eine Impfung. So bietet das Impfzentrum Berchtesgadener Land in Ainring vom Sonntag dieser Woche bis Ende der kommenden Woche eine "Sonderaktion" an, bei der sich die mindestens 60 Jahre alten Einwohner ohne Vorliegen einer Priorisierungsstufe impfen lassen können.

    Dafür stünden 3.650 Dosen von Astrazeneca zur Verfügung, teilte das Landratsamt am Freitag in Bad Reichenhall mit. Eine vorherige Anmeldung sei aber nötig.

    Nach Berichten über Nebenwirkungen waren in der Vergangenheit die Altersempfehlungen für Astrazeneca geändert worden. Zuletzt hatte die Ständige Impfkommission empfohlen, in Deutschland das Präparat nur noch Menschen ab 60 Jahren zu spritzen.

    16.27 Uhr: Distanzunterricht im Landkreis Dachau

    Im Landkreis Dachau liegt die Corona-Inzidenz aktuell bei 120,7. Das bedeutet, dass in den Schulen nach den Osterferien größtenteils Distanzunterricht stattfindet. Normalen Präsenzunterricht gibt es nur für die Viertklässler an Grundschulen, die Elftklässler an Gymnasien und Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen, sofern dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern "durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann". Ist das nicht der Fall, ist in diesen Klassen Wechselunterricht angesagt. In Kitas ist nur eine Notbetreuung zulässig.

    16.26 Uhr: Sonderimpftag im Landratsamt Starnberg

    Weil der Landkreis Starnberg kurzfristig eine größere Impfstoffmenge bekommen hat, gibt es am Samstag einen "Sonderimpftag" im Landratsamt. Von neun bis 18 Uhr sollen mehr als 1000 Impfungen durchgeführt werden - von etwa 50 Ärzten und rund 100 freiwilligen Helfern. Die Termine wurden über das Impfzentrum vergeben, das sich dabei an den Vorgaben der Coronaimpfverordnung orientiert hat, wie das Landratsamt betont. Zum Zug kamen demnach nur Personen, die sich auch schon für eine Impfung registriert haben.

    16.25 Uhr: Lockerungen mit Ausnahmen - schwierige Situation im Landkreis Fürstenfeldbruck

    Zu einer etwas unübersichtlichen Situation führen das wellenartige Infektionsgeschehen und die jeweils zeitverzögerten Maßnahmen jetzt zum Beispiel im Landkreis Fürstenfeldbruck: Dort wurden die Corona-Regeln am Karfreitag verschärft und heute wieder gelockert, nachdem die 7-Tage-Inzidenz am Mittwoch den dritten Tag in Folge unter 100 lag. Seitdem ging der Wert aber wieder nach oben, aktuell liegt er bei 104,4. Und weil der heutige Freitagswert ausschlaggebend für die Regelungen in den Schulen und Kitas in der jeweils darauf folgenden Woche ist, kann dort nach den Osterferien von Lockerungen keine Rede sein. Das bedeutet, dass - außer in vierten, elften und Abschlussklassen - Distanzunterricht stattfindet. In Kitas ist nur eine Notbetreuung zulässig. Sollte der Inzidenzwert auch morgen und am Sonntag über 100 liegen, müsste der Landkreis freilich generell wieder die Notbremse ziehen. Das wäre dann ab Dienstag der Fall.

    16.23 Uhr: Notbremse im Landkreis Erding

    Erding - Im Landkreis Erding greift ab Sonntag die "Notbremse". Denn die 7-Tage-Inzidenz lag jetzt jetzt an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 - heute konkret bei 113,6. Damit tritt übermorgen eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und fünf Uhr in Kraft. Treffen sind nur noch mit einer einzigen Person aus einem anderen Haushalt erlaubt. Läden, die als "inzidenzunabhängig" eingestuft sind, können Kunden nur noch Terminshopping ("Click/Call & Meet") anbieten - und das auch nur gegen Vorlage eines aktuellen negativen Tests.

    An den Schulen findet nach den Osterferien ausschließlich in den vierten Klassen der Grundschulen, den elften Klassen der Gymnasien und der Fachoberschulen sowie in den Abschlussklassen aller Schularten Präsenzunterricht statt, soweit der Mindestabstand von 1,5 Metern durchgehend eingehalten werden kann. Trifft dies nicht zu, findet Wechselunterricht statt. In allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen ist ohnehin Distanzunterricht angesagt. In Kitas gibt es nur Notbetreuung. Ausschlaggebend für die Schul- und Kitaregelungen der folgenden Woche ist immer der Inzidenzwert am Freitag.

    16.20 Uhr: Münchner Schüler nach Osterferien im Präsenzunterricht - 1,5 Millionen Selbsttests geliefert

    Die Münchner Schulen werden nach den Osterferien mit Präsenzunterricht starten. Wo der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht durchgehend eingehalten werden kann, findet Wechselunterricht statt. Kitas können mit eingeschränktem Regelbetrieb in festen Gruppen öffnen. Das ist möglich, weil die Corona-Inzidenz heute bei 95,5 und damit unter 100 liegt. Der Freitagswert ist jeweils ausschlaggebend für das Vorgehen in der gesamten darauf folgenden Woche in Kitas und Schulen. Voraussetzung für die Teilnahme am Unterricht sind zwei Tests pro Woche - das gilt für Schüler wie für Lehrer. Die Stadt München hat bisher fünf Lieferungen mit insgesamt rund 1,5 Millionen Selbsttests erhalten. Das sollte "für die erste Phase nach den Osterferien im April ausreichen", heißt es im Rathaus.

    16.16 Uhr: Größtenteils Distanzunterricht im Landkreis Freising

    Weil die Corona-Inzidenz am heutigen Stichtag bei 166,1 liegt, ist im Landkreis Freising nach den Osterferien nur bedingt Präsenz- bzw. Wechselunterricht erlaubt. Möglich ist er lediglich für die Viertklässler an Grundschulen, die Elftklässler an Gymnasien und Fachoberschulen sowie in Abschlussklassen, sofern dabei der Mindestabstand von 1,5 Metern "durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann". In allen anderen Fällen gibt es Distanzunterricht. Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen sind geschlossen. Nur eine Notbetreuung bleibt zulässig

    16.14 Uhr: Jetzt mehr als 4.000 Todesfälle in Oberbayern in Zusammenhang mit Covid-19

    Seit gestern sind in Oberbayern zwölf Menschen mit oder an Covid-19 gestorben. Insgesamt ist die Zahl der Todesfälle damit auf 4.005 gestiegen – das sind so viele wie in keinem anderen Regierungsbezirk.

    Das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL meldet für Oberbayern 1.319 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden (Stand: 9. April, 8 Uhr). Das sind drei weniger als gestern. Die 7-Tage-Inzidenz ist von 101,62 gestern auf jetzt 110,85 gestiegen. Oberbayern liegt damit weiter unter dem bayernweiten Wert (131,18).

    Während gestern noch elf Landkreise und kreisfreie Städte unter dem entscheidenden Inzidenzwert von 100 lagen, sind es jetzt nur noch acht: die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen (93,03), Ebersberg (79,36), Landsberg am Lech (77,31), Miesbach (94,99), München (83,03), Rosenheim (86,10), Starnberg (70,98) und die Stadt München (95,94). Den höchsten Inzidenzwert hat in Oberbayern der Landkreis Mühldorf am Inn (195,91).

    11.05 Uhr: Zusammenhang wird geprüft: Tod nach Impfung mit Astrazeneca

    Wie das Landratsamt Rosenheim dem BR bestätigt, gibt es im Landkreis einen Todesfall, der in zeitlichem Zusammenhang mit einer Astrazeneca-Impfung steht. Die Person sei gestorben, kurz nachdem sie die Corona-Impfung mit Astrazeneca erhalten habe. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte und der Angehörigen wollte das Landratsamt keine weiteren Angaben zu der verstorbenen Person machen. Ob der Todesfall etwas mit der Impfung zu tun zu hat, muss nun geprüft werden. Das Rosenheimer Gesundheitsamt habe den Verdacht auf eine mögliche schwere Impfkomplikation an das Paul-Ehrlich-Institut zur weiteren gutachterlichen Prüfung gemeldet. Das Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel ist die zuständige Fachbehörde. Das Landratsamt betont: Im Moment handele es sich lediglich um einen Verdacht. Man warte nun auf die Ergebnisse des Paul-Ehrlich-Instituts.

    Freitag, 9. April 2021

    19.05 Uhr: Verbände fordern Teststrategie für Öffnungen in München

    Wirtschafts- und Kulturverbände fordern für die Landeshauptstadt München eine kommunale Teststrategie, damit Geschäfte, Restaurants und Theater in der Pandemie wieder öffnen können. "Sobald es dauerhaft wärmer wird, werden die Bürgerinnen und Bürger wieder zu vielen Tausenden den öffentlichen Raum nutzen, ob mit oder ohne Teststrategie", teilten die Verbände am Donnerstag mit.

    Als eine der von der Landesregierung geplanten Modellstädte für vorsichtige Öffnungen kommt München wegen seiner Größe nicht infrage. Die Stadt sollte jedoch unabhängig davon ein Konzept für einheitliche und flächendeckenden Corona-Schnelltests entwickeln, hieß es von den Verbänden, wie der Tourismus Initiative München, den Innenstadtwirten, dem Handelsverband und der Handwerkskammer. Dafür müsse die Stadt unter anderem Teststationen aufbauen, kostenlose Tests ermöglichen und eine Koordinierungsstelle einrichten.

    17.39 Uhr: Weiteres kommunales Schnelltestzentrum für Ingolstadt

    Am kommenden Montag (12. April) nimmt die neue Schnellteststation im Foyer des Ingolstädter Stadttheaters ihren Betrieb auf. Betrieben wird die "Schnellteststation Theater" im Auftrag der Stadt Ingolstadt durch die Hilfsorganisation der Malteser Ingolstadt mit einer Kapazität von aktuell 500 Tests pro Tag. Damit erhöht sich die Testkapazität der kommunalen Stationen auf rund 10.000 in der Woche. Diese Kapazität kann bei Bedarf weiter gesteigert werden.

    Nach den Stationen Mitte (Auf der Schanz, betrieben durch das Bayerische Rote Kreuz Ingolstadt), Süd (Geisenfelder Straße, betrieben durch die Johanniter Ingolstadt) und dem Testzentrum am Audi Sportpark (Gesundheitsamt) ist es die vierte kommunale Schnelltest-Einrichtung in Ingolstadt.

    Die Station Theater hat geöffnet wochentags 7.30 bis 18 Uhr, am Samstag 8.30 bis 18 Uhr und am Sonntag 10 bis 15 Uhr – jeweils nach individueller Anmeldung.

    17.07 Uhr: Weltkulturerbe? Wolfratshauser Isarflößer hoffen auf mehr Hilfen vom Freistaat

    Die letzten Flößereibetriebe Bayerns hoffen darauf, dass der Freistaat sie in der Corona-Pandemie künftig besser unterstützt. Das sagte Flößer Josef Seitner aus Wolfratshausen dem Bayerischen Rundfunk. Er ist in fünfter Generation Flößer und hat einen der letzten drei Betriebe im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen.

    Der Vorschlag, die Flößerei als immaterielles Weltkulturerbe auf die Liste der Unesco zu setzen, trage dazu bei, die Bedeutung der Floßfahrt in Bayern aufzuwerten. Man dürfe nicht vergessen, was die Flößer früher geleistet haben und wie wichtig sie vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert für den Warentransport in der Region gewesen seien. Heute gelte es Seitner zufolge, die Flößerei im Oberland als Kulturgut weiterzuführen, obwohl keine Waren, sondern nur noch Personen auf der Isar transportiert werden.

    Gemeinsam mit anderen europäischen Ländern hat Deutschland in diesem Jahr die Flößerei als Unesco-Weltkulturerbe vorgeschlagen. Seitner zufolge mache die Nominierung Politiker hoffentlich darauf aufmerksam, dass Flößereibetriebe wegen der Pandemie momentan große finanzielle Nöte haben.

    In diesem Frühjahr beginnt die zweite Saison mit großen Fragezeichen für die Zukunft der Floßfahrt auf der Isar. Auch der frühere bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber hat sich in einem Brief an die Staatskanzlei für eine finanzielle Unterstützung der Flößer ausgesprochen. Ob die Flößerei tatsächlich Weltkulturerbe wird, entscheidet die Unesco Ende 2022.

    16.45 Uhr: Landsberger Landrat kritisiert starren 100er-Wert für Schulöffnungen

    Der Landsberger Landrat Thomas Eichinger (CSU) kritisiert die weitere Öffnung der Schulen ab dem starren Wert von unter 100 bei der 7-Tage-Inzidenz. Liege ein Landkreis am Stichtag Freitag knapp unter 100, müsse er die Schulen für eine Woche öffnen – auch wenn bereits absehbar sei, dass der Wert in den darauffolgenden Tagen auf über 100 ansteigen werde, sagte Eichinger bei einem Pressegespräch zur Corona-Lage im Landratsamt. Wenn die Schulen dann in der nächsten Woche wieder geschlossen werden, führe dies zu Unverständnis und Verunsicherung bei Schülern und Eltern.

    Die Osterfeiertage haben laut Eichinger zu einer "künstlichen Reduktion der 7-Tage-Inzidenz" geführt, weil weniger getestet wurde. Als Beispiel nannte er den eigenen Landkreis, in dem sich bei der Inzidenz wieder "eine steigende Perspektive für die nächsten Tage" abzeichne. Die an sich erfreuliche Entwicklung, dass man die Kontaktnachverfolgung derzeit unter Kontrolle habe, gebe Anlass zu dieser Annahme. Stand heute (Donnerstag, 8. April) liegt der Wert im Landkreis Landsberg laut Robert-Koch-Institut bei 70,7.

    16.12 Uhr: Landkreis Pfaffenhofen weitet Testkapazitäten in Corona-Schnelltestzentren aus

    Ab kommenden Montag (12. April) beginnen der Landkreis Pfaffenhofen und der BRK-Kreisverband Pfaffenhofen mit einer Ausweitung der Testkapazitäten an den Schnelltestzentren. Neben der Inbetriebnahme eines siebten Testzentrums in Reichertshofen werden an den Testzentren in Pfaffenhofen, Wolnzach und Manching die Öffnungszeiten verlängert.

    So ist das Testzentrum im Pfaffenhofener Haus der Begegnung zukünftig an jedem Tag der Woche geöffnet. Die Öffnungszeiten sind dabei abwechselnd vormittags und abends jeweils für drei Stunden. Die Testzentren in Manching und Wolnzach werden langfristig dann an sechs Tagen in der Woche geöffnet haben. Auch hier beträgt die Öffnungszeit jeweils drei Stunden.

    Bei den übrigen Testzentren in Vohburg, Geisenfeld, Reichertshofen und Reichertshausen bleibt es bei den bereits bekannten Öffnungszeiten an drei Tagen in der Woche.

    15.46 Uhr: 1.322 Corona-Neuinfektionen in Oberbayern

    Das Landesamt für Gesundheit meldet für Oberbayern 1.322 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden – so viele wie für keinen anderen Regierungsbezirk. An zweiter Stelle folgt Schwaben mit 615. Die 7-Tage-Inzidenz liegt jetzt bei 101,62 – bayernweit 120,51. Seit gestern sind in Oberbayern fünf Menschen mit oder an Covid-19 gestorben.

    Unter dem entscheidenden Inzidenzwert von 100 liegen nur noch die Landkreise Bad Tölz-Wolfratshausen (78,18), Berchtesgadener Land (99,12), Ebersberg (80,75), Fürstenfeldbruck (94,84), Landsberg am Lech (70,66), Miesbach (84,99), München (79,61), Rosenheim (68,88), Starnberg (60,73), Weilheim-Schongau (95,96) und der Stadt München (87,39). Den höchsten Inzidenzwert hat in Oberbayern der Landkreis Traunstein (169,19).

    15.20 Uhr: Landsberger Impfzentrum verdoppelt ab Montag Kapazitäten

    Die Kapazitäten am Impfzentrum des Landkreises Landsberg werden ab dem kommenden Montag verdoppelt. Das sagte der Leiter des Impfzentrums Peter Rasch bei einem Pressegespräch zur Corona-Lage im Landratsamt. Könnten derzeit im Gebäude 24 auf dem früheren Fliegerhorstgelände in Penzing rund 400 Menschen pro Tag geimpft werden, werde sich die Kapazität durch einen Umzug in das größere Gebäude 25 am kommenden Wochenende auf etwa 800 verdoppeln.

    "Wir können dann acht Impfstraßen parallel fahren", sagte Rasch. Die größeren Kapazitäten könnten aber in der kommenden Woche noch nicht voll genutzt werden, weil nach wie vor zu wenig Impfstoff vorhanden sei. Man habe die Information, dass man bis einschließlich 16. April rund 5.000 Impfstoff-Dosen geliefert bekomme. Wenn man die Dosen abziehe, die von mobilen Impfteams etwa in Pflegeeinrichtungen verabreicht werden, könne man ab kommender Woche die 400 Impfungen pro Tag am Impfzentrum in Penzing in etwa beibehalten – und hoffe auf bald mehr Impfstoff.

    Rasch kritisierte außerdem das Verhalten zahlreicher Impfwilliger. Diese würden im Impfzentrum oft laut und verlören gegenüber dem Personal "jeden Anstand, wenn sie einmal 15 Minuten auf eine Impfung warten müssen".

    12.42 Uhr: Corona lässt Kriminalitätsrate in Rosenheim sinken

    Corona-Lockdown und Kontaktbeschränkungen bremsen offenbar auch Ganoven aus: Wie die Stadt Rosenheim mitteilt, ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr in Rosenheim deutlich zurückgegangen. So wurden 2020 rund 4.200 Straftaten in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfasst. Ein Jahr zuvor waren es noch fast 1.000 mehr. Ein Rückgang von rund 18 Prozent. Diese Zahlen gab Polizeipräsident Robert Kopp beim alljährlichen Sicherheitsgespräch von Polizeipräsidium und Stadt Rosenheim heute bekannt.

    Auch bei den Verkehrsunfällen gibt es einen Rückgang von rund 23 Prozent im Vergleich zum Jahr 2019. Auffallend zugenommen haben allerdings die sogenannten Geschwindigkeitsdelikte – um 48 Prozent. Sie seien vor allem auf Raser zurückzuführen.

    11.55 Uhr: Landkreis Fürstenfeldbruck lockert ab Freitag

    Der Landkreis Fürstenfeldbruck lockert ab Freitag seine Corona-Regeln. Denn der Inzidenzwert 100 wurde gestern zum dritten Mal in Folge unterschritten. Deshalb können jetzt die Läden zum Terminshopping ("Click & Meet") zurückkehren. Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben, und es dürfen sich wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

    Unterdessen geht der Inzidenzwert bereits wieder in Richtung 100: Heute liegt er laut Robert-Koch-Institut bei 94,8 - gestern war noch 84,4 gemeldet worden. Ein weiterer Anstieg gilt bayernweit als sehr wahrscheinlich, da aber die Feiertage weniger Leute zum Testen gegangen und Daten zeitverzögert weitergeleitet worden waren. Das Gesundheitsamt Fürstenfeldbruck sei zwar an allen Feiertagen im Dienst und das Testzentrum in Germering geöffnet gewesen, betont Landrat Thomas Karmasin. Ein "Ostereffekt" könne aber auch im Landkreis Fürstenfeldbruck nicht ausgeschlossen werden. Sollte der Inzidenzwert 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten werden, "müssen wir wieder die Notbremse ziehen".

    9.00 Uhr: Münchner Gesundheitsreferentin: Vertrauen in Astrazeneca ist da

    Beatrix Zurek, Gesundheitsreferentin der Stadt München, hat sich erleichtert über die gestrige positive Entscheidung der EMA zu Astrazeneca gezeigt und darüber, dass weiter mit dem Stoff geimpft werden kann. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte sie in der Sendung radioWelt: "Wir haben festgestellt, dass die Menschen trotzdem noch an den Impfstoff glauben. Es sind kaum Verweigerungen. Und auch Unsicherheiten, die in den Alten- und Servicecentern waren, konnten durch Beratungen behoben werden. Also, es ist noch Vertrauen dar, aber es ist wirklich eine volatile Situation." Die Gesundheitsreferentin der Stadt München wünscht sich mehr Planungssicherheit: "Wir würden uns tatsächlich eine stabile Planungsgrundlage wünschen." Schwierig sei es zum Beispiel, wenn Termine abgesagt werden müssten, weil eine Impfstoff-Lieferung nicht komme.  

    8.10 Uhr: Corona-Inzidenz in München steigt wieder

    Die Corona-Inzidenz in München steigt wieder. Laut Robert-Koch-Institut liegt der Wert in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell bei 87,4 (gestern: 82,8). Grundsätzlich gilt es als sehr wahrscheinlich, dass die Zahlen in den nächsten Tagen bayernweit erneut nach oben gehen. Über die Feiertage waren weniger Leute zum Testen gegangen. Zudem hatten viele Gesundheitsämter Daten erst zeitverzögert weitergeleitet.

    6.48 Uhr: Inzidenz unter 100: Landkreis Starnberg lockert Corona-Regeln

    Im Landkreis Starnberg gelten ab heute wieder gelockerte Coronaregeln. Denn die 7-Tage-Inzidenz lag von Sonntag bis Dienstag und damit an drei aufeinander folgenden Tagen unter 100. Auch gestern (Mittwoch) ist es dabei geblieben. Die Läden können jetzt zum Terminshopping ("Click & Meet") zurückkehren. Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben, und es können sich wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

    6.30 Uhr: Münchner Tourismus 2020 dramatisch eingebrochen

    Im Corona-Jahr 2020 ist der Tourismus in München stark eingebrochen. Gäste aus Übersee, den Arabischen Golfstaaten und China zum Beispiel sind nach Ausbruch der Pandemie fast komplett weggeblieben. Einen massiven Rückgang gab es auch bei Touristen aus dem europäischen Ausland und bei Geschäftsreisenden. Das geht aus dem jetzt vorgelegten Jahresbericht des Wirtschaftsreferats hervor. Insgesamt wurden vergangenes Jahr nur rund sieben Millionen Übernachtungen registriert. Das entspricht einem Minus um mehr als 60 Prozent. Von "dramatischen Zahlen" spricht Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU).

    Für die "erste Lockerngsphase 2021" rechnet die lokale Tourismusorganisation "München Tourismus" mit einem "zurückhaltenden Anstieg der Tourismuszahlen", wie es in einer Mitteilung heißt: "Sobald eine signifikante Durchimpfung erreicht und weitere Lockerungen in allen touristisch relevanten Bereichen realisiert sind, wird München mit einer moderaten Nachfrage rechnen können." Die größten Hoffnungen setzt man dabei auf Gäste aus dem Inland und hier wiederum auf den Bereich der VFR-Reisen. VFR steht für "Visiting Friends and Relatives", also Besuche bei Freunden und Verwandten: "Davon werden die Städte profitieren."

    6.00 Uhr: Haftbefehl in Maskenaffäre außer Vollzug

    Die Generalstaatsanwaltschaft München hat einen Untersuchungshaftbefehl gegen einen Beschuldigten in der Maskenaffäre außer Kraft gesetzt. Es handelt sich dabei um einen Geschäftsmann, gegen den wegen des Verdachts der Bestechung von Mandatsträgern ermittelt wird. Er soll als möglicher Mittelsmann in der Masken-Affäre um die Abgeordneten Alfred Sauter und Georg Nüßlein fungiert haben. Die Generalstaatsanwaltschaft sieht keine Fluchtgefahr mehr, weil zwischenzeitlich Auflagen erfüllt wurden. Worum es sich dabei handelt, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt nicht mit. Der Beschuldigte wurde gestern aus der Untersuchungshaft entlassen. Es gilt für alle Beteiligten eines strafrechtlichen Ermittlungsverfahrens die Unschuldsvermutung.

    Donnerstag, 8. April 2021

    16.55 Uhr: Niedrigster Inzidenzwert in Bad Tölz

    Die meisten Neuinfektionen (+721) hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für den Regierungsbezirk Oberbayern registriert. Der Regierungsbezirk ist jedoch gleichzeitig mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von 96,82 erneut der einzige Bezirk im Freistaat, bei dem der Inzidenzwert unter 100 liegt. Den niedrigsten Inzidenzwert nennt das LGL heute mit 54,72 für Bad Tölz. Unter 100 liegen weiter auch die Landkreise Weilheim-Schongau (93,74) Berchtesgadener Land (92,51), Landsberg am Lech (91,44), Miesbach (81,99), Rosenheim (80,74), Ebersberg (73,79), der Landkreis München mit 81,6 und die Stadt München (82,74) sowie der Landkreis Starnberg (68,05). Über 100 liegen die Landkreise Traunstein (157,34), Neuburg/Schrobenhausen (139,77), Mühldorf am Inn (138,95), Eichstätt (133,95), Pfaffenhofen (133,36) Dachau (122,66), Erding (110.72) und die Stadt Rosenheim (102,28). Seit gestern sind 14 Menschen an oder mit Corona verstorben in Oberbayern.

    11.55 Uhr: Schilder zur Maskenpflicht in Germering gestohlen

    Unbekannte haben in der Nacht vom 1. auf den 2. April in Germering 40 Maskenpflichtschilder gestohlen. Die Schilder waren erst kurz zuvor auf Anordnung des Landratsamtes Fürstenfeldbruck in der Innenstadt aufgestellt worden. Der Diebstahl hatte Folgen für eine nicht angemeldete Demonstration am Ostermontag. Acht Frauen versammelten sich in der Innenstadt, um mit selbstgemachten Plakaten gegen die in Kürze vorgesehenen Coronatests an Schulen zu protestieren. Die Teilnehmerinnen trugen dabei keine Maske. Weil die Hinweisschilder zur Maskenpflicht gestohlen waren, schickte die Polizei die Frauen nach Hause, ohne sie wegen des Maskenverstoßes anzuzeigen.

    11:35 Uhr: Intensivbetten werden langsam knapper

    In neun oberbayerischen Landkreisen bzw. kreisfreien Städten (von insgesamt 23) gibt es derzeit weniger als 10 Prozent freie Intensivbetten. Das geht aus aktuellen Daten des DIVI Intensivregisters hervor. Der Anteil der Covid-Patienten auf den Intensivstation der oberbayerischen Kliniken erreicht derzeit höchstens 25 Prozent, nämlich in der Stadt Ingolstadt. Dort sind 16 Prozent der Betten frei. In der Stadt Rosenheim (25% Covid-Patienten auf der Intensivstation) sind 9 Prozent der Intensivbetten frei (3 von 31), im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen (25% Covid-Patienten-Anteil) sind 4 Prozent der Intensivbetten frei (1 von 24). Im Landkreis Traunstein liegt die Zahl der freien Intensivbetten ebenfalls unter 10 Prozent. Der Pressesprecher des Klinikums Traunstein, Ralf Reuter, sagte dem BR, das sei eine ganz normale Auslastung für ein Klinikum mit diesem Einzugsbereich. Die Zahl der Covid-Patienten auf der Intensivstation sei mit 16 Prozent im Vergleich zu den vorangegangenen Corona-Wellen nicht ungewöhnlich hoch, man behandle vor allem die üblichen Intensivpatienten. Sollte der Anteil der Covid-Patienten steigen, sei man vorbereitet. Man werde dann wieder weniger dringliche OPs, die einen Aufenthalt auf der Intensivstation benötigen, verschieben. "Das hat schon bei der ersten und zweiten Welle gut geklappt", sagte Reuter. Außerdem könne man weitere Intensiv- und Beatmungsstationen einrichten und stehe im Austausch mit den Verbundkliniken und Kliniken in anderen Landkreisen.

    10.00 Uhr: Rege Nachfrage bei Schnellteststation in Traunreut

    Der Ansturm auf die kommunale Schnellteststation in Traunreut, die seit Karfreitag in Betrieb ist, ist groß. Nach Angaben der privaten Betreiberfirma haben sich am verlängerten Osterwochenende mehr als 500 Personen testen lassen. Freiwillige können sich auf der Website des Landratsamts für einen kostenlosen Schnelltest registrieren. Nur in in Ausnahmefällen, wenn kein Internetzugang vorhanden sei, könne die Registrierung vor Ort erfolgen, so die Information auf der Homepage des Landratsamts. Die vorläufigen Betriebszeiten sind von Montag bis Samstag von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr

    9.50 Uhr: Corona-Inzidenz in München weiter gesunken

    Die Corona-Inzidenz ist in München erneut gesunken und liegt den fünften Tag in Folge unter 100 - laut Robert-Koch-Institut aktuell bei 82,8 (gestern: 85,4). Seit heute können die Läden auch wieder Terminshopping ("Click & Meet") anbieten. Museen, Galerien, den Botanischen Garten und den Tierpark Hellabrunn kann man mit Termin ebenfalls besuchen. Die nächtliche Ausgangssperre ist aufgehoben, und es können sich wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

    Was in München ab heute gilt - lesen Sie hier.

    Mittwoch, 7. April 2021

    17.07 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau lockert ab morgen wieder

    Im Landkreis Weilheim-Schongau liegt derzeit die 7-Tage-Inzidenz an vier aufeinanderfolgenden Tagen unter dem Wert von 100. Entsprechend der bayerischen Regelungen bekommen Bewohnerinnen und Bewohner damit ab morgen wieder mehr Freiheiten. Wie das Landratsamt heute mitteilt, dürfen sich dann im Privaten wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen (Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt).

    Bis zu 20 Kinder dürfen im Freien wieder Sport machen, wenn sie Abstandsregelungen einhalten, außerschulische Bildungsangebote sind wieder in Präsenzform möglich. Die nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben. Geschäfte können ab morgen wieder öffnen, Kunden benötigen jedoch einen Termin. Das Gleiche gilt für Museen und Ausstellungen. Für Kinderbetreuung und Schulen gelten spezielle Regeln, die jeweils am Freitag für die darauffolgende Woche amtlich bekannt gemacht werden.

    Laut Robert Koch-Institut lag die Sieben-Tage-Inzidenz in Weilheim-Schongau von Karfreitag bis Ostermontag unter 100: am 2.4. bei 97,4, am 3.4. bei 92,3, am 4.4. bei 85,6 und am 5.4. bei 87,8. Das RKI verweist allerdings darauf, dass Infektionszahlen an Feiertagen unter Umständen zeitverzögert von den Gesundheitsämtern gemeldet werden und Zahlen möglicherweise auch deshalb niedriger sind, weil sich weniger Menschen testen lassen.

    16.34 Uhr: Reichertshofen bekommt Schnelltestzentrum

    Ab Montag, 12. April, wird auch in Reichertshofen im Landkreis Pfaffenhofen ein Schnelltestzentrum seine Pforten öffnen. Betrieben wird das Testzentrum wie die übrigen Schnelltestzentren im Landkreis vom Bayerischen Roten Kreuz. "Unser bestehendes Testangebot wird durch einen Standort in Reichertshofen optimal ergänzt", freut sich Landrat Albert Gürtner laut Pressemitteilung. "Auch für die Bürger aus den umliegenden Gemeinden wie Baar-Ebenhausen oder Pörnbach verkürzt sich dadurch der Weg zum nächsten Schnelltestzentrum."

    Das Testzentrum befindet sich in der kleinen Sporthalle (Eingang Römerweg) und hat montags, donnerstags und samstags jeweils von 17 bis 19 Uhr geöffnet.

    16.09 Uhr: Inzidenz unter 100 – Landkreis Starnberg lockert Corona-Regeln

    Im Landkreis Starnberg gelten ab Donnerstag wieder gelockerte Corona-Regeln. Denn die 7-Tage-Inzidenz lag jetzt an drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 100. Damit können die Läden übermorgen wieder zum Terminshopping ("Click & Meet") zurückkehren, nachdem der Inzidenzwert an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen bei 100 lag. Die nächtliche Ausgangssperre wird aufgehoben, und es können sich wieder bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten treffen.

    15.26 Uhr: Oberbayern hat laut LGL niedrigsten Inzidenzwert

    In Oberbayern hat sich die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages um 353 erhöht. Das meldet das Landesamt für Gesundheit (Stand: 6.4., 8 Uhr). Am Vortag waren es 447 Fälle. Sechs Menschen sind seit gestern mit oder an Covid-19 gestorben. Die 7-Tage-Inzidenz liegt nun bei 102,66 (Vortag: 106,58). Das ist im Vergleich mit den anderen Regierungsbezirken der niedrigste Wert. Bayernweit liegt die 7-Tage-Inzidenz bei 130,21.

    Aktuell weisen zwölf Landkreise und kreisfreie Städte in Oberbayern einen Inzidenzwert von unter 100 aus: Bad Tölz (67,23), Berchtesgadener Land (89,68), Ebersberg (79,36), Erding (84,67), Fürstenfeldbruck (97,58), Miesbach (85,99), München (88,45), München Stadt (91,23), Rosenheim (84,95), Rosenheim Stadt (94,91), Starnberg (89,27) und Weilheim-Schongau (93).

    12.03 Uhr: Wegen Corona-Politik tritt Gstadter Unternehmerfamilie Rappl geschlossen aus der CSU aus

    Wegen der ihrer Meinung nach katastrophalen Corona-Politik und der fehlenden Perspektive tritt die Chiemgauer-Familiendynastie Rappl geschlossen aus der CSU aus. Das hat sie in einer E-Mail mitgeteilt.

    Die Familie Rappl führt sechs eigene Hotels mit insgesamt fast 500 Betten im Chiemgau, einen Bootsverleih in Gstadt, eine Pizzeria und einen Parkplatz mit Tiefgarage. Rund 100 Mitarbeiter sind in dem mittelständischen Unternehmen beschäftigt.

    Der 28-jährige Sepp Rappl VII sieht die Wirtshäuser und die Tourismusbranche von der Politik "verantwortungslos und schmählich im Stich gelassen". Die Politik habe das Gespür für die Menschen verloren und das Volk ihr Vertrauen in die Politik, heißt es in dem Schreiben.

    Auch der 90-jährige Großvater Sepp Rappl V mag nicht mehr CSU-Mitglied sein, genauso wie sein 59 Jahre alter Sohn Sepp Rappl VI, der seine CSU-Mitgliedschaft im Chiemsee versenken will.

    Ganz Deutschland sei ein Covid-Labyrinth, aber jeder Politiker kenne sich aus. Ausdrücklich kritisieren die Rappls die "Hohe Politik", nicht jedoch die kommunalen regionalen Politiker, die für die Bevölkerung in den Wahlkreisen das Menschenmögliche tun würden. Dass der dreijährige Seppi Rappl VIII erst gar nicht in die CSU eintritt, dafür werde Vater Sepp Rappl VII sorgen.

    9.50 Uhr: Inzidenz in München sinkt weiter – Stadt lockert

    Die Corona-Inzidenz ist in München deutlich nach unten gegangen. Laut Robert-Koch-Institut liegt der Wert jetzt bei 85,4 (gestern: 96,1). Allerdings weist das RKI auch ausdrücklich darauf hin, dass sich über das Osterwochenende womöglich weniger Menschen testen ließen und zudem Daten wohl teilweise zeitverzögert an das Institut weitergeleitet würden. Nachdem der Inzidenz-Wert aber gestern zum dritten Mal unter 100 lag, werden die Corona-Regeln ab morgen (Mittwoch) wieder etwas gelockert. Das bedeutet zum Beispiel, dass die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben wird, private Treffen mit bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten möglich sind und Läden wieder Terminshopping ("Click & Meet") anbieten können. Für Kitas ändert sich dagegen nichts - dort gibt es weiter nur Notbetreuung. Wie die Regelung in den Schulen nach den Osterferien aussieht, hängt von der Inzidenzeinstufung am Freitag ab.

    Details zu den Lockerung in München finden sie hier.

    7.10 Uhr: Nur "vereinzelt" Verstöße am Osterwochenende

    Die Polizei im südöstlichen Oberbayern zieht eine durchaus positive Bilanz des langen Osterwochenendes. Nur "vereinzelt" seien Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz geahndet worden. In zehn Fällen mussten die Beamten Hinweisen auf größere Menschenansammlungen oder Privatfeiern nachgehen. Dabei haben die Polizisten die Personalien von Dutzenden Personen aufgenommen und sie bei den zuständigen Landratsämter angezeigt, wegen des Verdachts, gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen zu haben.

    In Königsdorf bei Bad Tölz mußten Beamte am Donnerstag eine Feier mit 18 Gästen in einem Hotel auflösen, in Bad Tölz eine Party in einem Parkhaus und am Sportplatz Badylon in Freilassing. Nahe der Seinsalm bei Mittenwald und im Isartal wurden die Personalien von insgesamt zwei Dutzend Wohnmobilcampern aufgenommen.

    Zudem löste die Polizei Wolfratshausen am Sonntagnachmittag eine kleine Grillfeier in den Isarauen auf - nicht weil gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen wurde, sondern gegen das Naturschutzgesetz. Einen 43-Jährigen erwartet jetzt zudem ein Strafverfahren, weil er Polizisten angegriffen und beleidigt hat. Er hatte versucht, einen Stein auf die kontrollierenden Beamten zu schleudern. Gemeinsam mit einem zweiten Mann war dem laut Polizei stark Angetrunkenen die Flucht gelungen. Erst in Waldram wurde er von mehreren Streifen angehalten und überwältigt. Die Polizisten setzten Pfefferspray und Schlagstöcke ein.

    Dienstag, 6. April 2021

    Den Corona-Ticker Oberbayern der Vorwoche finden Sie hier.

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