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Ein Schild weist auf ein Altenheim hin (Symbolbild)

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    Corona-Ticker Niederbayern: Weniger Besuch in Seniorenheimen

    Im Landkreis Landshut gelten ab morgen Einschränkungen für Besuche in Pflege- und Seniorenheimen. Im Landkreis Regen ist der Inzidenzwert auf 581,3 gestiegen - was erneut deutschlandweiter "Spitzenwert" ist. Mehr Corona-Nachrichten im Ticker.

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    Von
    • BR24 Redaktion

    Die wichtigsten Corona-News des Tages aus Niederbayern

      • Weniger Besuch in Seniorenheimen im Kreis Landshut (06.12.2020, 10.12 Uhr)
      • Kreis Regen steuert auf Inzidenzwert 600 zu (06.12.2020, 9.45 Uhr)
      • Polizei löst Nikolauspartys auf (06.12.2020, 8.50 Uhr)
      • Das LGL meldet 23.962 Corona-Fälle in Niederbayern (06.12.2020, 0.00 Uhr)

    Corona-Neuinfektionen in Niederbayern pro Tag

    Entwicklung der Corona-Kurve in Niederbayern

    10.12 Uhr: Weniger Besuch in Seniorenheimen im Kreis Landshut

    Im Landkreis Landshut gelten ab morgen Einschränkungen für Besuche in Pflege- und Seniorenheimen. Wie das Landratsamt mitteilt, darf dann jeder Bewohner bis auf weiteres nur einen Besucher täglich eine Stunde lang empfangen. Die Besucher müssen durchgehend Mund-und-Nasen-Schutz im FFP2-Standard tragen. Auch werden die Einrichtungen verpflichtet, ihr Personal einmal wöchentlich auf eine mögliche Corona-Infektion testen zu lassen. Für eine Lockerung dieser Maßnahmen muss die Wocheninzidenz mindestens sieben Tage in Folge unter der Grenze von 200 liegen, so die Behörde.

    "Diese Entscheidung ist uns wirklich schwer gefallen, doch wir müssen umgehend auf die schwierige Situation in den Alten- und Pflegeheimen reagieren. Es tut mir für alle Bewohner und ihre Angehörigen leid, dass wir ihre Besuche einschränken müssen. Aber dies ist eines der effektivsten Mittel, um mögliche Infektionen von außen zu verhindern", erklärte Landrat Peter Dreier (CSU).

    Nach aktuellen Erkenntnissen gibt es im Landkreis Landshut insgesamt über 130 nachweislich infizierte Seniorenheim-Bewohnerinnen und -Bewohner. Da auch Pflegekräfte unter den Infizierten sind und sich in häuslicher Quarantäne befinden, werden dringend Helfer gesucht, die die betroffenen Heime unterstützen. Interessierte können sich an heimaufsicht@landkreis-landshut.de oder Tel. 0871 408-1881 wenden.

    9.45 Uhr: Kreis Regen steuert auf Inzidenzwert 600 zu

    Im Landkreis Regen ist der Inzidenzwert erneut gestiegen. Laut Robert-Koch-Institut (RKI) liegt er heute bei 581,3. Damit kamen im Vergleich zu gestern (503,8) über 70 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner hinzu. Der Landkreis im Bayerischen Wald hat somit weiterhin den "Spitzenplatz" in Deutschland. Gefolgt vom Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge in Sachsen (534,6). Nur diese beiden Landkreise liegen derzeit über einem Wert von 500 in Deutschland.

    Im Landkreis Regen sind seit gestern verschärfte Corona-Maßnahmen in Kraft. Unter anderem eine strenge Ausgangsbeschränkung für die Bürgerinnen und Bürger.

    8.50 Uhr: Polizei löst Nikolauspartys auf

    Die Polizei in Niederbayern hat am Samstagabend mehrere Nikolaus-Partys auflösen müssen. In Deggendorf hatten sich zum Beispiel knapp 30 Menschen zum Feiern in einem Pavillon getroffen. Auch in Pilsting im Kreis Dingolfing-Landau, in Roßbach im Kreis Rottal-Inn und in Sankt Englmar im Kreis Straubing-Bogen wurde die Polizei zu Partys gerufen. Die jeweiligen Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden jeweils nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    Sonntag, 6. Dezember 2020

    8.30 Uhr: Landkreis Regen über 500

    Der Landkreis Regen hat heute die Marke von 500 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der letzten sieben Tage überschritten. Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet einen aktuellen Inzidenzwert für den Bayerwald-Landkreis von 503,8 (Stand: 0.00 Uhr). Das ist deutschlandweit der höchste Wert und hatte sich aufgrund der vielen Neuinfizierungen bereits gestern abgezeichnet.

    Der Landkreis hat die Maßnahmen bereits verschärft: Ab heute gelten für die Bürgerinnen und Bürger auch tagsüber strenge Ausgangsbeschränkungen. Menschen, die nicht in dem Landkreis wohnen, brauchen einen triftigen Grund, um sich dort aufzuhalten.

    Damit löst der Kreis Regen die Stadt Passau an der deutschlandweiten Spitze der Infektionszahlen ab. Noch vergangene Woche war Passau tagelang "Spitzenreiter" - mit Inzidenzwerten nahe 600. Dort sind die Zahlen mittlerweile leicht gesunken: Am Samstag liegt der Sieben-Tage-Inzidenzwert laut RKI bei 416,6.

    Ebenfalls stark von Corona betroffen sind die angrenzenden Landkreise Passau (283,9) und Freyung-Grafenau (361,1)

    Samstag, 5. Dezember 2020

    15.39 Uhr: 15 Infektionen am Klinikum Vilshofen

    Der Landkreis Passau bleibt weiter eine Corona-Hotspot-Region. Das Krankenhaus Vilshofen vermeldet jetzt 15 Covid-Fälle auf einer Station. Neun Patienten und sechs Mitarbeiter sind betroffen. Nach Angaben der Geschäftsführer Josef Mader und Klaus Seitzinger wurde umgehend der externe Klinik-Hygieniker eingeschaltet. Für die betroffene Station wurde ein Aufnahmestopp verhängt. Eine Reihentestung aller Mitarbeiter und Patienten wurde angeordnet. Wie sich so viele Patienten und Mitarbeiter anstecken konnten, ist aktuell noch unklar.

    13.20 Uhr: Stadt Passau verlängert schärfere Corona-Maßnahmen um eine weitere Woche

    Die strengen Corona-Auflagen für die besonders betroffene Stadt Passau gelten eine weitere Woche. Dazu wird auch noch die Testpflicht in Seniorenheimen, im Krankenhaus und anderen Einrichtung ausgeweitet. Das hat die Stadt am Mittag mitgeteilt. Der Grund: Die nach wie vor hohe Zahl an Neuinfektionen. Die 7-Tages-Inzidenz beträgt laut Robert-Koch-Institut heute 482,9 und ist somit gegenüber gestern wieder etwas gestiegen. OB Jürgen Dupper (SPD) hat deshalb in Abstimmung mit den Fraktionsvorsitzenden und dem Covid-Krisenstab beschlossen, die seit letzten Samstag, 28. November, geltende Allgemeinverfügung um eine weitere Woche bis einschließlich nächsten Freitag, 11. Dezember, zu verlängern.

    Ein wichtiger Punkt kommt dazu: Die wöchentliche Testpflicht für MitarbeiterInnen in bestimmten Einrichtungen wird auf dreimal pro Woche ausgeweitet. Es betrifft: Seniorenheime, das Klinikum, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und Einrichtungen wie Reha-Häuser und ambulant betreute Wohngemeinschaften. Dazu Dupper: "In den Heimen wird […] in der Coronazeit besonders Außergewöhnliches geleistet […]. Gleichwohl hatten wir in den letzten Wochen in manchen Wohnheimen und Pflegeeinrichtungen ein sehr hohes Infektionsgeschehen. Daher sind die neuen Maßnahmen notwendig." Von den drei Tests pro Woche muss mindestens einer ein PCR-Test sein.

    Ansonsten gelten weiter u. a. die Auflagen, dass die eigene Wohnung nur aus triftigen Gründen verlassen werden darf, Versammlungen nur bis höchstens zehn Personen und unter strengen Regeln stattfinden dürfen, in der gesamten Innenstadt Mund-Nasen-Schutz getragen werden und in Schulen in bestimmten Klassen Wechselunterricht stattfinden muss. Die Allgemeinverfügung ist nachzulesen auf der Webseite der Stadt Passau.

    11.34 Uhr: Standort für Impfzentrum in Freyung-Grafenau bekannt

    Wie das Landratsamt Freyung-Grafenau heute mitteilt, wird das Impfzentrum für den Landkreis in aktuell leerstehenden Geschäftsräumen eines ehemaligen Kindermodengeschäftes an der Passauerstraße in Freyung eingerichtet werden (Passauer Straße 9). Des Weiteren werden Standorte im Grafenauer Raum und im Raum Waldkirchen geprüft, um ab Januar sukzessive die Kapazitäten auszubauen. Die Betriebsbereitschaft für ein stationäres Impfzentrum und zwei mobile Impfteams wird, wie vom Freistaat gewünscht, bis zum 15.12.20 hergestellt sein, so die Mitteilung.

    11.14 Uhr: Zwei Mitarbeiter an Kinderhort in Passau positiv getestet

    Zwei Mitarbeiter eines Städtischen Kinderhorts in Passau sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das hat die Stadt jetzt bekannt gegeben. Im Kinderhaus in Heining wurde ein weiterer Mitarbeiter positiv getestet - die Person befindet sich aber bereits seit zwei Tagen als Kontaktperson 1 in Quarantäne. Auch an Schulen im Stadtgebiet Passau sind weitere positive Tests registriert worden. Insgesamt 84 Schüler und Schülerinnen müssen jetzt in Quarantäne.

    Freitag, 4. Dezember 2020

    18.30 Uhr: Verfahren gegen Allgemeinverfügung abgelehnt

    Eine Frau hat versucht, mithilfe eines gerichtlichen Eilrechtsschutzes gegen die neue Corona-Allgemeinverfügung der Stadt Passau vorzugehen. Das Bayerische Verwaltungsgericht in Regensburg hat diesen jetzt abgelehnt. Das geht aus einer Mitteilung der Stadt Passau hervor. In einem zweiten Verfahren versuchte ein Kläger außerdem die in der Allgemeinverfügung verschärfte Maskenpflicht für Versammlungen zu kippen. Der Antragsteller wollte bei zwei angemeldeten Demonstrationen sichergestellt haben, dass die Teilnehmenden keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen. Auch das lehnte das Gericht ab und bestätigte die Regelung der Stadt Passau. Das Gericht stellte laut Stadt Passau zudem fest, dass Gerichte nicht dazu da seien, "überflüssige, nutzlose und mutwillige Prozesse" zu führen.

    Die Stadt Passau hat aufgrund des sprunghaften Anstiegs der 7-Tages-Inzidenz bei den Corona-Infektionen am 27. November eine neue Allgemeinverfügung mit schärferen Maßnahmen erlassen, um die Ausbreitung zu verlangsamen und damit eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Oberbürgermeister Jürgen Dupper: "Auch wenn steigende Fallzahlen eine schnelle Reaktion erfordern, sind wir stets darum bemüht, die notwendigen Maßnahmen auf einer soliden Rechtsgrundlage zu beschließen."

    17.26 Uhr: Standort für Impfzentrum in Rottal-Inn steht fest

    Im Landkreis Rottal-Inn soll das Impfzentrum in die Rottgau-Halle in der Stadt Eggenfelden kommen. Den Betrieb übernimmt laut Landratsamt das BRK Rottal-Inn. Das BRK Rottal-Inn habe außerdem den Zuschlag für die mobilen Impfteams, die insbesondere in der ersten Phase vor allem die Impfungen in stationären Einrichtungen durchführen sollen, bekommen. Mit dem BRK konnte sich laut Landratsamt außerdem ein bewährter Partner für den Betrieb des Impfzentrums und der mobilen Teams durchsetzen. Man habe bewusst keinen Schnellschuss gemacht, sondern alle Optionen für den Standort und auch die Organisiation genau geprüft, so Landrat Michael Fahmüller. Im Inneren der Rottgau-Halle sollen nun die notwendigen Bauten veranlasst werden, die für die Nutzung als Impfzentrum notwendig sind. Diese Arbeiten seien im weitesten Sinne vergleichbar mit den Aufbauten bei einer Messe

    12.05 Uhr: Moderne FFP2-Maskenproduktionsanlage in Betrieb

    Im niederbayerischen Weng wird heute Nachmittag eine der modernsten Produktionsanlagen zur Fertigung zertifizierter FFP2-Masken in Betrieb genommen. Nach der Aushändigung der Zertifizierungsurkunde durch den Geschäftsführer von DEKRA Deutschland, Jörg-Timm Kilisch, wird die automatisierte Fertigungsanlage im Beisein von Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (FW) und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber in Betrieb genommen. Künftig sollen in Weng nach dem Anlauf monatlich sechs bis zu zehn Millionen FFP2-Masken pro Monat gefertigt werden. Es handelt sich dabei um ein Projekt des Maskenverbundes Bayern. Dem gehören das Unternehmen Sandler in Schwarzenbach an der Saale an, das das Vlies für die Masken liefert. Die moderne automatisierte Anlage kommt von PIA Automation in Amberg. Produziert werden die Masken bei der Zettl Group in Weng bei Landshut.

    Donnerstag, 3. Dezember 2020

    17.06 Uhr: Kulturschaffende gründen Initiative im Bayerischen Wald

    Im Bayerischen Wald haben sich Kulturschaffende und Konzertveranstalter zusammengetan und die Initiative "Kulturbagage" gegründet, um die Corona-gebeutelte Kulturbranche zu unterstützen. Das geht aus einer Mitteilung der Initiative hervor. Dieser neue Kulturverbund im Bayerischen Wald möchte der Corona-Krise trotzen und auch nach Corona die Musiklandschaft in der Region positiv beeinflussen. Die Idee dahinter ist, Kulturschaffende und Veranstalter zusammenzubringen und gemeinsame Projekte zu entwickeln.

    Zu den Mitgliedern zählen erfahrene Konzertveranstalter, Kulturschaffende sowie Kulturpreisträger aus der Region. Musiker und "Kulturbagage"-Mitglied Dominik Geiger: "Kultur ist eine Branche, die von gegenseitiger Unterstützung lebt und da würde ich gerne meinen Teil dazu beitragen." Für Dezember hat die "Kulturbagage" eine Benefizaktion organisiert.

    Ab dem 6. Dezember wird jede Woche ein Wohnzimmerkonzert einer bekannten regionalen Band verlost, welches stattfindet, sobald es das Infektionsgeschehen wieder zulässt. Der gesamte Erlös der Aktion wird als Unterstützung an Kulturschaffende und kulturelle Institutionen aus der Region gespendet.

    14.47 Uhr: Österreich verhängt Quarantänepflicht

    Ab dem 7. Dezember sind in Österreich strenge Einreisebeschränkungen geplant. Wie Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittag in Wien mitteilte, müssen alle Einreisenden, die aus Staaten mit einer 14-Tages-Inzidenz von mehr als 100 pro 100.000 Einwohner nach Österreich kommen, für zehn Tage in Quarantäne. Davon wären auch die niederbayerischen Nachbarn aus den Landkreisen Rottal-Inn, Passau, Freyung-Grafenau und aus der Stadt Passau betroffen.

    Die Lifte in den Skigebieten dürfen zwar ab dem 24. Dezember öffnen, teilte Kanzler Kurz weiter mit, können nun aber im Wesentlichen nur von Einheimischen genutzt werden. Alle Gaststätten und Hotels müssen zudem bis Anfang Januar geschlossen bleiben.

    Am kommenden Montag beendet Österreich seinen ganz strengen Corona-Lockdown. Öffnen werden neben Pflichtschulen auch Geschäfte und Friseure. Ausgangsbeschränkungen bestehen dann noch zwischen 20 Uhr und 6 Uhr. Auch private Treffen sind ab Montag in Österreich wieder erlaubt. Allerdings nur mit einem anderen Haushalt. An Weihnachten sind maximal zehn Personen einschließlich Kindern bei einem Treffen erlaubt.

    13.51 Uhr: Stadt Passau veröffentlicht neuen Lagebericht

    Die Stadt Passau hat den neuen Lagebericht zur Corona-Situation veröffentlicht. Demnach sind seit gestern drei Neuinfektionen verzeichnet worden. 425 Personen gelten als aktiv. Vier Personen sind an beziehungsweise mit Corona verstorben. Es handelt sich um drei Bewohnerinnen (85, 90, 95 Jahre) und einen Bewohner (79 Jahre) von zwei Senioreneinrichtungen. Im Klinikum Passau werden aktuell 66 Personen mit Covid-19 behandelt. Zehn befinden sich auf der Intensivstation, vier davon müssen beatmet werden.

    12.03 Uhr: Soldaten unterstützen Gesundheitsämter

    Die Gesundheitsämter arbeiten derzeit am Anschlag. Sie müssen Infizierte informieren, deren Kontaktpersonen ausfindig machen und Quarantänemaßnahmen anordnen. Weil das Personal schon lange nicht mehr ausreicht, helfen Lehrer, Polizisten, Verwaltungsbeamte, Mitarbeitende des Katastrophenschutzes und auch Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr mit. So zum Beispiel in den niederbayerischen Landkreisen Passau und Freyung-Grafenau.

    Zehn Soldaten der Kaserne am Goldenen Steig in Freyung unterstützen das Landratsamt Freyung-Grafenau um die immense Arbeitsbelastung durch die Corona-Pandemie zu bewältigen. Die Arbeitsplätze befinden sich in den renovierten Räumen des Gesundheitszentrums Waldkirchen. Ermöglicht wird der Einsatz der Bundeswehrsoldaten für zivile Einsätze durch einen Hilfeleistungsantrag.

    10.18 Uhr: Messehalle Landshut wird Impfzentrum

    Die Messehalle neben der Sparkassenarena wird zum Corona-Impfzentrum der Stadt Landshut umgebaut. Das bestätigte am Vormittag eine Sprecherin der Stadt Landshut auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Das Areal sei gut zu erreichen und verfüge über eine entsprechende Infrastruktur.

    Alle kreisfreien Städte und Landkreise in Bayern sollen ab dem 15. Dezember entsprechende Impfzentren vorhalten. Der Landkreis Landshut hat bereits ein großes ehemaliges Geschäftsgebäude in Kumhausen als Impfzentrum festgelegt.

    Alle Impfzentren in ganz Bayern finden Sie hier

    7.05 Uhr: Strengere Maßnahmen in niederbayerischen Hotspots

    Die niederbayerischen Landkreise Passau, Freyung-Grafenau und Regen zählen derzeit bundesweit zu den Corona-Hotspots. Deswegen wollen die Landkreise jetzt die Maßnahmen ab heute verschärfen. Im Südosten Niederbayerns hatten sich die Inzidenzwerte bedenklich nach oben entwickelt: Die kreisfreie Stadt Passau hat laut RKI mit 479,1 (Stand: 02.12., 0 Uhr) erneut bundesweit den höchsten Inzidenzwert und auch die Landkreise Regen (382,4), Passau (331,2) und Freyung-Grafenau (365) liegen bundesweit unter den zehn Regionen mit den höchsten Inzidenzzahlen.

    6.50 Uhr: Landkreis Passau: Kindergarten Wegscheid betroffen

    Seit gestern hat das Gesundheitsamt im Landkreis Passau 39 neue Fälle des Coronavirus registriert. Aktuell erkrankt sind im Landkreis Passau 996 Personen. Drei Corona-Patienten aus dem Landkreis sind verstorben, es handelt sich um zwei Männer im Alter von 80 und 73 Jahren, sowie eine Frau im Alter von 61 Jahren, bei denen Vorerkrankungen vorlagen. In den Kreiskrankenhäusern werden derzeit 34 Corona-Patienten stationär behandelt, davon sieben intensivmedizinisch, in drei Fällen ist eine Beatmung erforderlich. Aufgrund eines Infektionsfalls im Kindergarten Wegscheid wurden für rund 25 Kinder und zwei Beschäftigte Quarantänemaßnahmen angeordnet.

    Mittwoch, 2. Dezember 2020

    11.45 Uhr: Lage in Seniorenheimen weiter dramatisch

    Wie die Stadt Passau mitteilt, ist die Lage in zwei betroffenen Senioreneinrichtungen weiter brisant. In einer Einrichtung sind aktuell 83 BewohnerInnen und zehn MitarbeiterInnen mit Covid-19 infiziert. In der zweiten Senioreneinrichtung sind es 69 BewohnerInnen und 23 MitarbeiterInnen.

    Im Klinikum Passau werden aktuell 67 Personen mit Covid-19 behandelt, neun davon auf der Intensivstation. Am Montag lagen zehn Menschen auf der Intensivstation.

    Der 7-Tages-Inzidenzwert der Stadt Passau ist unterdessen leicht gesunken. Aktuell gibt das Robert Koch-Institut einen Wert von 549,2 an.

    7.45 Uhr: Wechselunterricht im Raum Landshut

    Im Landkreis Landshut wird wegen hoher Corona-Zahlen ab Mittwoch, 2. Dezember, in den Schulen ab der 8. Klasse auf Wechselunterricht umgestellt. Das hat das Landratsamt bekanntgegeben.

    Das Robert-Koch-Institut kommt in seiner neuesten Berechnung auf eine Sieben-Tage–Inzidenz von 210,8 Neuinfektionen innerhalb einer Woche für den Landkreis Landshut. Damit gelten ab Mittwoch die Regelungen der 9. Infektionsschutzverordnung des Freistaats Bayern. Obwohl die Inzidenz-Zahlen der kreisfreien Stadt Landshut unter 200 sind, schließt auch sie sich der neuen Regel an.

    7.05 Uhr: Strengere Maßnahmen im Landkreis Regen

    Wegen der hohen Infektionszahlen im Landkreis Regen gelten dort voraussichtlich ab morgen weitere Einschränkungen. Wie es in einer am Abend veröffentlichten Mitteilung des Landratsamtes heißt, soll es dann für die rund 77.000 Landkreisbewohner eine nächtliche Ausgangsbeschränkung für die Zeit zwischen 20 und 6 Uhr geben.

    Die Wohnung dürfe dann nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Bei Versammlungen jeglicher Art, auch bei Gottesdiensten gelte eine Maskenpflicht. Das Personal in den Krankenhäusern, in Pflege-, Behinderten- und Seniorenheimen müsse sich wöchentlich einem Corona-Test unterziehen. Für Besucher wird das Tragen einer FFP2-Maske vorgeschrieben, die Besuchszeit ist für eine feste Person auf maximal eine halbe Stunde pro Tag beschränkt.

    Ab der sechsten Jahrgangsstufe gelte verpflichtend der Mindestabstand von 1,5 Meter, in Schulen wo das nicht gewährleistet werden kann, soll zum Wechsel- oder Distanzunterricht übergegangen werden.

    In den vergangenen Tagen hatte sich die Zahl der Neuinfektionen im Landkreis Regen deutlich erhöht. Zuletzt lag die 7-Tage-Inzidenz laut dem LGL bei rund 391 (Stand Montagnachmittag, 30.11.20). In den beiden Kliniken im Landkreis werden aktuell 35 Covid-19 Patienten behandelt. Am Montag sind zwei Personen an den Folgen der Erkrankung gestorben. Eine Erklärung für die hohen Zahlen im Landkreis Regen gibt es nicht, dort konnte bisher kein augenscheinlicher Hotspot ausgemacht werden. Auch einen Zusammenhang mit Grenzpendlern aus Tschechien schließt Landrätin Röhrl aus.

    6.42 Uhr: Lage in Stadt und Landkreis Landshut

    Über das Wochenende sind in Landshut zwei neue Todesfälle bekannt geworden - eine 79-Jährige und eine 94-Jährige sind nach Klinikaufenthalten an Covid-19 verstorben. Damit ist die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie mittlerweile auf 62 angestiegen. Aktuell sind in Stadt und Landkreis Landshut 640 Personen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

    Die Zahl der Indexfälle liegt bei 3.617 – das sind alle Personen in der Region, die sich seit Beginn des Infektionsgeschehens nachweislich angesteckt haben. 2.915 gelten als "genesen", konnten die häusliche Quarantäne also bereits wieder verlassen. In den regionalen Krankenhäusern werden derzeit 60 Corona-infizierte Patienten auf den Normalstationen behandelt. Hinzu kommen acht Personen, die intensivmedizinisch betreut werden müssen.

    5.57 Uhr: Südöstliches Niederbayern ist Corona-Hotspot

    Die kreisfreie Stadt Passau hat weiterhin bundesweit den höchsten Inzidenzwert (549,2), und auch die niederbayerischen Landkreise Regen (377,2) und Passau (344,7) sowie nun auch der Landkreis Freyung-Grafenau (340,7) liegen bundesweit unter den schlechtesten zehn (Rang 6, 7 und 9). Ansonsten befinden sich keine bayerischen Kreise, sondern Sachsen und Thüringen in den Top Ten der höchsten Inzidenzzahlen.

    Dienstag, 1. Dezember 2020

    18.25 Uhr: 68 Senioren in Pflegeheimen in Passau infiziert

    Das Infektionsgeschehen in den beiden betroffenen Senioreneinrichtungen im Stadtgebiet Passau hat sich weiter verschlechtert. Das teilt die Stadt Passau mit.

    In der einen Einrichtung sind 60 Bewohnerinnen und Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Eine 100-jährige und eine 81-jährige Frau sind seither verstorben.

    In der anderen Einrichtung haben sich acht Seniorinnen und Senioren sowie zwei Mitarbeitende infiziert. Vier Menschen sind dort gestorben, darunter eine 82-Jährige und eine 97-Jährige sowie zwei Männer im Alter von 92 und 93 Jahren.

    17.47 Uhr: Niederbayerische Landräte wollen einheitlichen Stufenplan

    Die Landräte der niederbayerischen Landkreise wollen einen einheitlichen Stufenplan für Inzidenzwerte ab 300. Details sollen am Dienstagnachmittag veröffentlicht werden, heißt es in einer Mitteilung des Landkreises Straubing-Bogen. Zwar ist laut der neuen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung des Freistaats Bayern das Vorgehen bis zu einer Inzidenz von über 200 verbindlich geregelt, darüber hinaus liegt vieles im Ermessen der Kommunen. Diese weiteren Maßnahmen wollen die niederbayerischen Landräte in Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern einheitlich regeln.

    16.24 Uhr: Wechselunterricht wird eingeführt

    Nachdem im Landkreis Regen die Infektionszahlen erneut gestiegen sind, hat Landrätin Rita Röhrl im BR-Interview angekündigt, dass es Änderungen im Schulbetrieb geben wird. Die Grundschulen sollen weiterhin Präsenzunterricht erhalten, ebenso - wenn möglich - die fünften Klassen. Die übrigen Klassen sollen in den Wechselunterricht gehen. Weiter erklärte Röhrt, dass die tschechischen Berufspendler nicht als Auslöser der gestiegenen Infektionszahlen im Landkreis gesehen werden. Woher der neuerliche Anstieg rührt, ist für Röhrl derzeit nicht erklärlich. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Regen liegt derzeit bei 377,2 (30.11., 0 Uhr) - das ist bundesweit der fünftschlechteste Wert.

    Auch in Stadt und Landkreis Landshut sowie im Landkreis Straubing-Bogen findet ab der 8. Klasse Wechselunterricht statt, sofern der Mindestabstand von 1,5 Meter nicht eingehalten werden kann. Das gilt ab Mittwoch, betreffende Schulen würden Eltern und Schüler entsprechend informieren. Ferner müssen im Landkreis Straubing-Bogen ab morgen Fahrschulen und Musikschulen schließen, auf Märkten und Wochenmärkten dürfen nur noch Lebensmittel verkauft werden.

    15.00 Uhr: Klinikum Passau kommt an seine Grenzen

    Das Klinikum Passau stößt immer mehr an seine Grenzen im Hinblick auf die Versorgung von Covid-19-Patienten. Im BR-Interview erklärt der Werksleiter, Stefan Nowack: "Wir kommen langsam in kritischere Bereiche. Was uns Sorgen macht, ist die Dynamik, die wir gerade haben." Noch bis vor einer Woche habe man nur etwa die Hälfte der Patienten versorgen müssen. In den letzten Tagen sei die Zahl stark angestiegen, so Nowack weiter. Es komme jetzt drauf an, dass sich die Kurve der Neuinfektionen abflacht.

    Aktuell werden zehn Corona-Patienten intensivmedizinisch betreut, 16 wären möglich. Müsste das Klinikum schlagartig mehrere Corona-infizierte Senioren aus den betroffenen Pflegeheimen aufnehmen, wäre diese Situation nicht zu stemmen. Dann müsste man Patienten auf andere Kliniken verteilen, so Werksleiter Nowack.

    8.20 Uhr: Lage im Landkreis Straubing-Bogen

    Am Wochenende kamen insgesamt 66 neue positive Tests auf SARS-CoV-2 im Landkreis Straubing-Bogen hinzu - 46 am Samstag, 20 am Sonntag. Das meldet das Landratsamt. Darunter sind Fälle in einer 9. Klasse der Mittelschule Geiselhöring, einer 1. Klasse der Grundschule Konzell und einer 9. Klasse der Realschule Aiterhofen. Die betroffenen Kontaktpersonen wurden ermittelt und entsprechende Quarantänemaßnahmen getroffen. Derzeit liegt die Sieben-Tage-Inzidenz des Landkreises laut RKI bei 240,3 (30.11., 0 Uhr).

    7.50 Uhr: 30 Neuinfektionen im Landkreis Regen

    Am Samstag meldete das Gesundheitsamt im Landkreis Regen 30 SARS-CoV-2-Neuinfektionen von Landkreisbürgern. 15 Fälle davon waren den Gesundheitsamtsmitarbeitern bereits als Kontaktpersonen bekannt. Derzeit werden in den Arberlandkliniken 25 Patienten wegen einer Corona-Infektion behandelt. Seit Pandemiebeginn wurden insgesamt 1.191 bestätigte SARS-CoV-2-Fälle im Landkreis Regen gezählt. Insgesamt sind 14 Landkreisbürger an oder mit einer SARS-CoV-2-Infektion gestorben. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Regen derzeit bei 377,2, das ist bundesweit der fünftschlechteste Wert.

    7.17 Uhr: Freiwillige Tests für Grenzpendler im Landkreis Freyung

    Trotz des Wegfalls der Testpflicht für Grenzgänger bietet der Landkreis Freyung-Grafenau weiter kostenlose Tests für Pendler aus den Nachbarländern an und ruft dazu auf, dieses Angebot auch zu nutzen, so das Landratsamt. Am vergangenen Dienstag hatte der Bayerische Verwaltungsgerichtshof die wöchentliche Testpflicht für Grenzgänger außer Kraft gesetzt. Auch vor Beginn der Testpflicht hätten gerade Pendler aus Tschechien das damals freiwillige Angebot gerne angenommen, so das Landratsamt. Daher habe man jetzt die Hoffnung, dass Arbeitnehmer aus den Nachbarländern weiterhin zum freiwilligen Test in die beiden Testzentren nach Freyung und Philippsreut kommen. "Das ist gewiss auch im Interesse der Unternehmen in denen sie beschäftigt sind", so Landrat Sebastian Gruber. Er ruft die Arbeitgeber im Landkreis dazu auf, bei ihren Mitarbeitern darauf hinzuwirken, das Testangebot zu nutzen.

    Die weitere Beschäftigung der Grenzgänger in den Betrieben sei wichtig für die gesamte regionale Wirtschaft. Fehlen sie, könnten die Lücken oft nicht geschlossen werden und es bestehe die Gefahr, dass Produktions- und Logistikketten unterbrochen werden oder gar abreißen. Grenzgänger aus Tschechien sind nicht nur in der Industrie, sondern auch im Handwerk und im Dienstleistungsbereich und vor allem auch in der Pflege tätig und werden dort auch dringend gebraucht, so das Landratsamt.

    6.05 Uhr: Lockerungen in Tschechien zum Weihnachtsgeschäft

    Laut dpa lockert Tschechien ab kommendem Donnerstag seine strengen Corona-Regeln. Von da an dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte und Restaurants wieder öffnen. Das gab die Regierung nach einer Sondersitzung des Kabinetts am Sonntag bekannt. Es gelten strenge Hygieneregeln und eine Begrenzung der Kundenzahl in Geschäften auf eine Person je 15 Quadratmeter. Bislang sind in Tschechien nur lebensnotwendige Einkäufe erlaubt. Die Lockerungen waren ursprünglich bereits für Montag erwartet worden. Im Laufe der Woche werde mit einer "weiteren deutlichen Verbesserung der Situation" gerechnet, begründete Gesundheitsminister Jan Blatny die Verzögerung. Die Maskenpflicht selbst im Freien bleibt bestehen.

    Tschechien (10,7 Millionen Einwohner) hatte noch vor kurzem eine der höchsten Infektionsraten in Europa. Zuletzt entspannte sich die Lage etwas. Am Sonntag wurden 2.667 neue Fälle binnen 24 Stunden gemeldet. Seit Pandemiebeginn gab es insgesamt 518.649 bestätigte Infektionen und 8.054 Todesfälle.

    Mit dem Übergang von Stufe vier auf drei im Corona-Warnsystem Pes (tschechisch für Hund) ab Donnerstag sind weitere Erleichterungen verbunden: Die nächtliche Ausgangssperre entfällt. Es dürfen sich bis zu 50 Personen im Freien und zehn in Innenräumen versammeln. An Gottesdiensten dürfen in der Adventszeit maximal 30 Gläubige teilnehmen. Museen und Galerien können mit Einschränkungen öffnen, Theater und Kinos bleiben aber geschlossen.

    5.53 Uhr: Passau hat bundesweit höchste Inzidenz

    Der Inzidenzwert der Stadt Passau liegt heute laut Robert-Koch-Institut (RKI) bei 579,5. Das ist der schlechteste Inzidenzwert in ganz Deutschland. Das thüringische Hildburghausen liegt laut RKI bei 579,1 und hat damit den zweitschlechtesten Wert. Auch die niederbayerischen Landkreise Regen (377,2) und Passau (360,2) sowie die Stadt Nürnberg (307,3) liegen unter den schlechtesten zehn. In der Stadt Passau gelten seit Samstag strenge Ausgangsbeschränkungen: Passauer dürfen nur noch aus triftigem Grund ihr Haus verlassen - zum Beispiel um zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen zu gehen. Außerdem ist Alkohol trinken auf öffentlichen Plätzen verboten. Bislang halte sich die Bevölkerung laut Polizei größtenteils an die Beschränkungen.

    Im Landkreis Passau hat das Gesundheitsamt seit Freitagmittag 288 neue Fälle registriert. Aktuell führt das Gesundheitsamt für den Landkreis Passau 1.115 aktive Fälle. Aufgrund von jeweils einer positiven Testung sind für einzelne Klassen Quarantänemaßnahme in folgenden Schulen erforderlich:

    • Grundschule Pocking
    • Heimvolksschule Fürstenzell
    • Mittelschule Ruhstorf

    Außerdem wurden im Schlachthof Vilshofen 17 weitere Infektionsfälle registriert. Die Gesamtzahl der infizierten Personen beläuft sich damit auf 100. Von den ursprünglich infizierten Personen gelten 25 mittlerweile bereits als genesen.

    Weitere Infektionsfälle wurden in der Seniorenresidenz Innblick in Neuhaus am Inn bekannt: Betroffen sind dort aktuell 19 Beschäftigte sowie 23 Bewohnerinnen bzw. Bewohner.

    Montag, 30. November 2020