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Corona-Neuinfektionen: In Würzburg liegt der Wert nun bei 67,25 | BR24

© Ansgar Nöth/BR-Mainfranken

Auch in der Stadt Würzburg wurde jetzt die bundesweite Obergrenze für Corona-Neuinfektionen überschritten. Laut der Stadt Würzburg liegt sie bei 67,25 je 100.000 Einwohner. Die Konsequenz: Verschärfte Maßnahmen wie Alkoholverbot und mehr Testungen.

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Corona-Neuinfektionen: In Würzburg liegt der Wert nun bei 67,25

Auch in der Stadt Würzburg wurde jetzt die bundesweite Obergrenze für Corona-Neuinfektionen überschritten. Laut der Stadt Würzburg liegt sie bei 67,25 je 100.000 Einwohner. Die Konsequenz: Verschärfte Maßnahmen wie Alkoholverbot und mehr Testungen.

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Die bundesweite Obergrenze für Corona-Neuinfektionen wurde in der Stadt Würzburg überschritten. Wie die Stadt Würzburg mitteilte, liegt der aktuelle Wert bei 67,25 je 100.000 Einwohner. Damit ist Würzburg die dritte Stadt in Bayern, die die kritische Schwelle von 50 überschritten hat - neben Memmingen (63,9) und Rosenheim (69,5). In Landshut lag der Wert zwischenzeitlich auch bei über 50, aktuell ist er jedoch auf 38,7 gesunken.

In Würzburg gelten nun Beschränkungen und ein verschärftes Hygienekonzept

Die Stadt Würzburg reagiert auf diese Entwicklung mit einem verschärften Hygienekonzept mit einer ganzen Reihe von Beschränkungen. Sie treten am Freitag in Kraft. So wird demnach per Allgemeinverfügung der Konsum von Alkohol auf der Alten Mainbrücke jeweils von Freitag bis Sonntag in der Zeit von 16.00 bis 06.00 Uhr morgens an diesem und dem folgenden Wochenende untersagt. Eine Beschilderung wird aufgestellt.

Zudem verringert die Stadt ebenfalls mit Allgemeinverfügung die erlaubten Teilnehmerzahlen bei privaten Veranstaltungen von 100 auf 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in geschlossenen Räumen. Bei privaten Veranstaltungen im Freien werden die Teilnehmerzahlen von 200 auf 100 heruntergesetzt. Dies gilt auch für private Veranstaltungen in angemieteten Clubs und Diskotheken sowie beispielsweise Hochzeiten oder Familienfeiern, die innerhalb von Gastronomiebetrieben stattfinden.

38 weitere Neuinfektionen registriert

Erstellt hat das Konzept das Staatliche Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg. Zu den Gründen führt das Gesundheitsamt für Stadt und Landkreis Würzburg aus: Aktuell wurden 38 weitere auf das Coronavirus positiv getestete Personen gemeldet (Stand: 10. September, 7.30 Uhr). Unter diesen 38 Neuinfizierten befinden sich auch neun Reiserückkehrer. Mit den Neuinfektionen steigt die Zahl der insgesamt auf das Coronavirus positiv getesteten Personen in Stadt und Landkreis Würzburg auf 1.163, davon entfallen 632 auf die Stadt und 531 auf den Landkreis Würzburg.

Reiserückkehrer für den Anstieg an Neuinfektionen mitverantwortlich

Die Stadt Würzburg ergänzt, dass im Stadtgebiet rechnerisch 33 Prozent der Neufälle seit dem 1. September Reiserückkehrern oder deren engen Kontaktpersonen zuzuordnen sind. Im Umfeld einer Shisha-Bar gibt es zudem Hinweise auf ein Clustergeschehen: Mehrere Ansteckungen sind hier höchstwahrscheinlich auf einen infizierten Reiserückkehrer zurückzuführen. Interessant ist zudem, dass das Durchschnittsalter der Infizierten im Stadtgebiet von bislang 47,8 Jahren seit dem 03.09. auf 32,5 Jahre abgesunken ist – mit einem Schwerpunkt an 18- bis 35-jährigen Infizierten.

Landkreis Würzburg laut Gesundheitsamt unter dem Signalwert

Für den Landkreis Würzburg liegt die 7-Tage-Inzidenz entgegen der aktuell auf der LGL-Homepage angegebenen Zahlen unter dem bayerischen Signalwert von 35 je 100.000 Einwohner pro Woche. Grund ist eine Datenberichtigung.

Reiserückkehrer werden bereits zweimal getestet

Bereits seit heute gilt in Würzburg eine verschärfte Regelung für Reiserückkehrer: Wer aus einem Risikogebiet kommt, darf die häusliche Quarantäne erst verlassen, wenn innerhalb von fünf bis sieben Tagen eine zweite Testung stattgefunden hat, deren Ergebnis negativ ist.

Sieben-Tage-Inzidenz in Würzburg seit Tagen angestiegen

Die Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner war für die Stadt Würzburg in den letzten Tagen stetig gestiegen und lag gestern bereits bei 48,46. "Diese Werte kommen zum Ende der Urlaubszeit und der Reiserückkehrer-Welle nicht überraschend", so der zuständige Kommunalreferent Wolfgang Kleiner. Da nach Auskunft eines Sprechers der Stadt vor allem Reiserückkehrer sowie deren Kontaktpersonen Grund für den Anstieg der Neuinfektionen sind, hat die Stadt Würzburg mit sofortiger Wirkung die Allgemeinverfügungen erlassen.

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