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Corona-Mutation: Kein Wechselunterricht ab Montag in Hof | BR24

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Nach dem Nachweis einer Coronavirus-Mutation im Landkreis Hof sind bislang 14 Fälle bekannt. BR-Reporterin Annerose Zuber berichtet live vom Gesundheitsamt in Hof.

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Corona-Mutation: Kein Wechselunterricht ab Montag in Hof

Wegen mehrerer Verdachtsfälle einer Corona-Mutation müssen die Abschlussklassen in Stadt und Landkreis Hof weiter im Distanzunterricht lernen. Unternehmen sollen Schnelltests zur Verfügung gestellt bekommen.

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Von
  • Anne Axmann
  • Thorsten Gütling

Der Landkreis Hof hat am Nachmittag in einer Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Lage zwölf Fälle weiterer mutmaßlicher Virus-Mutationen bekannt gegeben. BR24 berichtete live. Neben dem Unternehmen Alukon in Konradsreuth soll ein weiteres Unternehmen betroffen sein. Die Fälle stünden wahrscheinlich im Zusammenhang, heißt es.

Um welches Unternehmen es sich handelt, wollte Landrat Oliver Bär (CSU) auf Nachfrage des BRs noch nicht sagen. Auch um welche Variante des Coronavirus es sich bei den jüngst entdeckten Fällen handelt, ist noch nicht klar. Die Zahl der Mutationen liegt im Landkreis Hof nun bei 14.

Reihentestung in zwei Unternehmen im Landkreis Hof

Nachdem 300 Mitarbeiter des Unternehmens Alukon bereits getestet wurden, sollen nun auch die Mitarbeiter des zweiten Betriebs einer Reihentestung unterzogen werden. Die neuen Fälle seien vor allem durch die gezielte Testung ans Licht gekommen, hieß es am Nachmittag weiter. Das Labor, mit dem der Landkreis Hof zusammenarbeite, teste jeden positiven Abstrich noch einmal gezielt auf Corona-Mutationen.

Schüler in Hof bleiben nächste Woche zuhause

Ab Montag findet für die Abschlussklassen in den Schulen in und um Hof kein Wechselunterricht statt. Alle Schüler würden zuhause unterrichtet, so Hofs Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD). Dies sei der ausdrückliche Wunsch der Schulen, so Döhla. Bevor die Schüler zurückkehrten, sollen alle getestet werden. Dafür müsse nun ein Konzept erarbeitet werden.

Auch im Landkreis Wunsiedel wird für die Schülerinnen und Schüler der Berufsschulen, die vor der Abschlussprüfung stehen, ab Montag weiterhin Distanzunterricht durchgeführt. Das gilt auch für Abiturienten und Fachabiturienten. Ebenso daheim bleiben sollen aufgrund der hohen Infektionszahlen die Absolventen in Stadt und Landkreis Bayreuth.

Landkreis Hof bietet Corona-Tests für Unternehmen an

Für die Unternehmen der Region werde das Angebot an Corona-Tests ausgebaut. Gemeinsam mit IHK und HWK sollen ausreichend Schnelltest für Unternehmen zur Verfügung gestellt werden. In den kommenden zwei Wochen sollen zudem alle positiven Corona-Testergebnisse auf eine Mutation untersucht werden. Ziel sei es laut Landrat Bär die Mutationen zu identifizieren und deren Ausbreitung dadurch einzudämmen.

Für die Bürger sollen ab nächster Woche an mehreren Standorten im Hofer Land, darunter in Rehau, Münchberg, Naila und Oberkotzau, zusätzliche Stationen für kostenlose Schnelltests geschaffen werden.

Zusammenhang mit tschechischen Grenzpendlern vermutet

Die Behörden schließen einen Zusammenhang mit der Grenznähe zu Tschechien nicht aus. Innerhalb von nur drei Tagen wurden beispielsweise in Schirnding im Landkreis Wunsiedel von 1.500 tschechischen Grenzpendlern 100 positiv auf das Coronavirus getestet. Forderungen, wonach die Grenze zu Tschechien zumindest vorübergehend geschlossen werden sollte, wollte sich Hofs Landrat Bär (CSU) auf BR-Nachfrage nicht anschließen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Zahl der Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen für die Stadt Hof bei 220, für den Landkreis bei 228.

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Wegen mehrerer Verdachtsfälle einer Corona-Mutation müssen die Abschlussklassen in Stadt und Landkreis Hof, anders als im Rest Bayerns, weiter im Distanzunterricht lernen. Oberbürgermeisterin Eva Döhla erklärt die Maßnahme.

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