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Corona-Mutation in Garmisch: Für Drosten "kein Grund zur Sorge" | BR24

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Die neue Corona-Mutation ist noch unbekannt - Klarheit soll es am Freitag geben. Es handelt sich aber nicht um die Variante aus Großbritannien und Südafrika.

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Corona-Mutation in Garmisch: Für Drosten "kein Grund zur Sorge"

Nach dem Auftreten einer Coronavirus-Variante am Klinikum in Garmisch-Partenkirchen äußern sich Experten gelassen: Es gebe keinen Grund zur Sorge, betont der Virologe Christian Drosten. Ähnlich sieht das sein Kollege Oliver Keppler.

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Experten warnen angesichts der in Garmisch-Partenkirchen entdeckten Coronavirus-Variante vor Panik. "Nur zur Klarstellung: Wir haben keinerlei Hinweis auf eine besondere Mutation", schrieb der Virologe Christian Drosten von der Berliner Charité auf Twitter. "Ich erwarte da im Moment keine Überraschungen." Es gebe "keinen Grund zur Sorge".

Mutationen beim Coronavirus häufig

Ebenso äußerte sich der Virologe Oliver Keppler - auch ihm bereitet die Corona-Variante aktuell "keine große Sorge". Das hat er in der Rundschau im BR Fernsehen betont. "Es muss uns einfach klar sein, Virus-Mutationen sind beim neuen Coronavirus per se sehr häufig", so Keppler.

Seit Beginn der Corona-Pandemie wurden weltweit mehr als 12.000 kleine Veränderungen in den Sequenzen des Virus festgestellt. Am bekanntesten wurden die Varianten aus Großbritannien und Südafrika, da sie nach bisherigen Erkenntnissen ein höheres Ansteckungsrisiko bergen.

Klinische Relevanz der Variante noch unklar

Keppler betonte mit Blick auf die Garmischer Mutation, es seien noch weitere Laboruntersuchungen notwendig. Es sei jedoch Fakt, dass es sich nicht um eine der vieldiskutierten englischen oder südafrikanischen Varianten handele.

Bei der Beurteilung sämtlicher neuer Corona-Varianten stehe man in Deutschland noch am Anfang. "Wir untersuchen hier zum einen bei den Mutationen-Varianten die Übertragungsfähigkeit und zum anderen die Krankheitsausprägung dieser Viren. Das alles zusammen ist im Augenblick für diese Varianten noch relativ unklar."

Ansteckungen in Kliniken "nichts Ungewöhnliches"

Zu dem aktuellen Ausbruchsgeschehen im Klinikum in Garmisch-Partenkirchen sagte Keppler, dies sei per se nichts Ungewöhnliches. Man habe solche Fälle in den letzten neun Monaten immer wieder gesehen. Pausenverhalten oder auch die Übergabe auf Station können laut Keppler in solchen Fällen eine Rolle spielen, wenn dabei etwa Masken nicht so konsequent getragen werden und dadurch ein höheres Risiko für eine Übertragung entsteht.

35 Menschen am Klinikum Garmisch-Partenkirchen mit Variante infiziert

Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen sind 53 Patienten und 24 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Bei 35 der Infizierten wurde die neuartige Virus-Variante festgestellt. Woher die Variante kommt, ist unbekannt, es wird aber vom Gesundheitsamt intensiv nach der Quelle gesucht. Bis zum Freitag soll eine abschließende Analyse der Proben durch die Berliner Charité vorliegen.

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Im Krankenhaus in Garmisch-Partenkirchen haben Ärzte eine Variante des Coronavirus entdeckt. Sie fiel auf, weil es bei Corona Abstrichen Unregelmäßigkeiten gab. Virologen haben bestätigt: Es ist eine Mutation. Wie gefährlich, ist indes noch unklar.

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