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Corona: Mit Trockendampf kontaminierte Räume desinfizieren | BR24

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Während wegen des Kampf gegen das Corona-Virus die Aktivitäten im Freistaat heruntergefahren werden, herrscht bei der Firma HPC Technology Hochbetrieb. Sie vertreibt ein neuartiges Gerät, das Viren mit Trockendampf eliminiert - auch das Corona-Virus.

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Corona: Mit Trockendampf kontaminierte Räume desinfizieren

Viele Firmen hat das Corona-Virus lahm gelegt. Genau das Gegenteil ist der Fall bei HPC Technology in München. Das Unternehmen vertreibt ein neuartiges Gerät, das mit Trockendampf Viren eliminiert - auch Ebola, - und Coronaviren.

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Viele Firmen hat das Corona-Virus lahm gelegt. Genau das Gegenteil ist der Fall bei HPC Technology in München. Das Unternehmen vertreibt ein neuartiges Gerät, das mit Trockendampf Viren eliminiert - auch Ebola, - und Coronaviren. Daniel Stadlmaier zum Beispiel muss derzeit viele Klassenzimmer, Mehrzweckräume, Lebensmittelbetriebe, Krankenhäuser desinfizieren - sie sind mit dem Coronavirus kontaminiert.

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Dampf eliminiert Viren

Eine neuartige Maschine stellt mit Wasserstoffperoxid durch ein Ultraschallverfahren Trockendampf her. Dieser extrem feine Dampf dringt bis in die allerletzte Ritze vor. Flächendesinfektion mit Wasserstoffperoxid ist laut Daniel Stadlmaier nichts Neues, neu sei aber, dass das Gerät so kleine Teilchen in den Raum zu befördern, dass sie der Größe eines Bakteriums entsprechen.

Raum nach 30 Minuten desinfiziert

Für die Behandlung eines Raumes dichtet Stadlmaier die Fenster und Türen mit gasdichtem Klebeband ab und startet dann das Gerät. Leichter Dampf strömt heraus - drei Stunden soll das Fluid wirken. Eigentlich sind die Einsatzorte bereits nach 30 Minuten nachweislich dekontaminiert - und zwar OP-Tisch steril - aber das Team von HPC Technology will auf Nummer sicher gehen.

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Eine große Arbeitsersparnis im Vergleich zu anderen Methoden sei das. Man müsse nicht stundenlang die Flächen mit Scheuer,- und Wischdesinfektionen behandeln und nicht mehr überall mit dem Lappen durchgehen, sagt Stadlmaier. "Ich habe jetzt ein besseres Gewissen, weil ich eben weiß, dass das Fluid wirklich überall hinkommt. Da kann man ohne Teller vom Tisch essen in einem Raum, der gerade noch vom Coronavirus befallen war. Unglaublich!"

Gegen Bettwanzen getestet

Eigentlich hatte die Firma das Gerät zur Schädlingsbekämpfung gekauft, um Hotels und Pensionen von der hartnäckigen Bettwanzenplage zu befreien. Man hat extrem resistente Bettwanzen aus Australien einfliegen lassen und im Labor getestet, erzählt Stefan Daniel von HPC Technology: "Keine Chance! Die Tierchen waren alle tot." Selbst gegen den Krankenhauskeim wirkte das Gerät. "Jetzt müssen wir nur noch an die Krankenhäuser und an die Politik herantreten, damit das publik gemacht wird", so Stefan Daniel.

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