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Corona: Miltenberger Landrat blickt mit Sorge auf Weihnachten | BR24

© (c) dpa

Mit Sorge blickt Miltenbergs Landrat Jens Marco Scherf auf die aktuelle Corona-Lage.

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    Corona: Miltenberger Landrat blickt mit Sorge auf Weihnachten

    Innerhalb weniger Tage sind die Corona-Zahlen im Landkreis Miltenberg deutlich gestiegen. Landrat Jens Marco Scherf appelliert deshalb an die Bevölkerung. Die kommenden Wochen seien entscheidend – auch mit Blick auf die Weihnachtsfeiertage.

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    "Es gibt nicht den einen Hotspot, es gibt nicht die eine Ursache", sagt Jens Marco Scherf. Mit Sorgenfalten blickt der Miltenberger Landrat (Grüne) auf die aktuelle Corona-Lage. Die Inzidenzwerte sind am Wochenende noch einmal gestiegen. Der Landkreis liegt über dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. Es gelten nun auch im Raum Miltenberg deutlich verschärfte Corona-Beschränkungen.

    Kontaktbeschränkungen im Landkreis Miltenberg

    Scherf spricht von einem "diffusen Infektionsgeschehen", ähnlich wie an anderen Orten in Bayern. "Wir haben viele verschiedene Quellen, viele Ansteckungswege."

    Im Landkreis Miltenberg dürfen sich deshalb nur noch maximal fünf Personen oder zwei Haushalte treffen oder privat feiern. Außerdem gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum überall dort, wo viele Menschen zusammenkommen und Abstände nicht eingehalten werden können, etwa in Fußgängerzonen. Für die Gastronomie gilt eine Sperrstunde ab 22 Uhr.

    Schulen sollen zunächst geöffnet bleiben

    Generell sollen die Schulen aber zunächst geöffnet bleiben, sagt Scherf. Seit Beginn des neuen Schuljahres hätten etwas über zehn Klassen im Landkreis wegen Infektionen in Quarantäne gemusst. Zu einer Ausbreitung des Virus sei es durch den Schulbetrieb allerdings nicht gekommen. Teil der neuen Maßnahmen im Landkreis ist auch eine Maskenpflicht im Unterricht – bereits ab der ersten Klasse. Sie gilt auch für Lehrkräfte.

    Auch in Kitas müssen die Erzieherinnen und Erzieher nun eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Die Gruppen seien jeweils voneinander getrennt.

    Appell für die Herbst- und Wintermonate

    Scherf appelliert an die Bevölkerung. "Nehmen Sie die jetzige Entwicklung sehr ernst." Andernfalls bestünde die Gefahr, dass die Kontrolle über das Virus verloren geht. "Unser Verhalten in den kommenden Wochen ist ganz entscheidend wie wir Weihnachten feiern können, wie wir den Winter verbringen." Und weiter: "Die Lage ist ernst, aber wir können noch gemeinsam reagieren."

    Unter anderem will das Landratsamt zusammen mit dem Bayerischen Roten Kreuz nun eine zweite Linie an der Teststrecke an der Helios Klinik umsetzen. Ziel der Maßnahme sei es laut Scherf, die Testkapazitäten im Landkreis zu verdoppeln. Die gestiegenen Fallzahlen würden es erfordern.

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