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Corona: Medizinstudierende helfen am Uniklinikum Regensburg | BR24

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Am Uniklinikum Regensburg arbeiten Medizinstudierende an den Telefonen der Corona-Hotline. Etwa 200 Anfragen bekommen die Studierenden pro Tag.

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Corona: Medizinstudierende helfen am Uniklinikum Regensburg

Am Uniklinikum Regensburg arbeiten Medizinstudierende an den Telefonen der Corona-Hotline. Etwa 200 Anfragen bekommen sie pro Tag. Und sie informieren und beruhigen die Anrufer.

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Die Corona-Infohotline der Uniklinik Regensburg befindet sich in einem Büro-Container. Hier landen Bürger, die die Telefonnummer 944-5000 wählen - mit Regensburger Vorwahl. Die Corona-Infohotline der Uniklinik Regensburg ist ein Bürgertelefon, eine Ergänzung zu den Nummern der Gesundheitsämter und der Kassenärztlichen Vereinigung. Entgegengenommen werden die Anrufe von Medizinstudierenden.

Jeden Tag rund 200 Anrufe

Gerade hat Medizinstudent Manuel Gollwitzer ein Gespräch in seiner Frühschicht beendet. Eine Bürgerin mit leichten Symptomen wie Husten habe angerufen und gefragt, ob sie jetzt einen Corona-Test machen soll, erzählt Gollwitzer. Rund 200 vergleichbare Anliegen erreichen ihn und seine Kommilitonen pro Tag.

"Die Ungewissheit in der Bevölkerung ist da und genau für den Zweck haben wir unsere Hotline eingerichtet, dass jeder anrufen kann, wenn man Fragen hat und mit Leuten reden kann, die sich damit beschäftigen." Manuel Gollwitzer, Medizinstudent

Studierende arbeiten hochmotiviert

Die Studierenden rund um Manuel Gollwitzer arbeiten konzentriert. Der Betrieb ist professionell organisiert - Schichtdienst und Mundschutz inklusive. Die wichtigsten Nummern bei Fragen sind an die Wand gepinnt. Die Motivation sei hoch, sagt Medizinstudentin Janina Reuter. Durch das Medizin-Studium sei man verpflichtet, zu helfen, so die 22-Jährige. Es sei gut, dass man die Bürger am Telefon beruhigen könne. Viele wüssten nicht, wo sie ihre Fragen stellen sollen und mit der Hotline könne man diese leicht beantworten.

Infektiologe: Lage besser als in Italien

Die Initiative für die Einsätze kam weitestgehend von den Studierenden selbst. Am Uniklinikum Regensburg werden sie derzeit mehr und mehr eingebunden - nicht nur am Telefon, sondern etwa auch in der Pflege. Die Klinik organisiere sich in der Coronakrise um, sagt Professor Bernd Salzberger, Infektiologe und Studiendekan. Man sei in einer anderen Lage als in Italien. Denn bei uns sei die Welle länger sichtbar gewesen und man habe ein striktes Schema aufgebaut, wie man das Krankenhaus herunterfährt und wie man Pflegekräfte und Medizinstudierende schulen kann.

Die Studierenden werden für ihren Dienst bezahlt. Rund 400 sind im Einsatz. Sie seien eine große Hilfe, auch weil die Klinik zusätzliche Bettenkapazitäten bereithalten muss, sagt Salzberger. Er sei überwältigt von der Hilfsbereitschaft, vom Einsatz und der Motivation der Leute.

© BR/Kilian Neuwert

In diesem Büro-Container befindet sich die Corona-Hotline