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Vorbild Tübingen: 83 Kommunen in Bayern wollen Modellregion sein | BR24

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Biergarten in Tübingen

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Vorbild Tübingen: 83 Kommunen in Bayern wollen Modellregion sein

Tübingen hat es vorgemacht, nun sollen auch bayerische Städte die Corona-Maßnahmen lockern dürfen. Voraussetzung ist aber eine effektive Teststrategie. Acht Modellregionen wollte Markus Söder erlauben, 83 Kommunen haben sich nun dafür beworben.

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  • BR24 Redaktion

Bei der anstehenden Entscheidung über die bayerischen Modellregionen für Corona-Lockerungen hat die Regierung die Qual der Wahl. Bis zum frühen Sonntagnachmittag lagen dem bayerischen Gesundheitsministerium 83 Interessensbekundungen vor, wie eine Sprecherin auf Nachfrage erklärte. Damit ist die Zahl auch am Wochenende weiter gestiegen. Die Entscheidung soll noch diese Woche fallen.

Söder folgt grünem Oberbürgermeister

In den Modellregionen sollen vorsichtige Lockerungen von Corona-Schutzmaßnahmen ermöglicht werden. Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hatte zuletzt erklärt, sie sollten zeigen, "wie eine kontrollierte Öffnung bestimmter Lebensbereiche unter Pandemie-Bedingungen möglich ist".

Am Mittwoch hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Landtag den Plan für die Modellregionen in seiner Regierungserklärung erläutert. Er geht zurück auf den Beschluss von Bund und Ländern von Anfang der Woche. Demnach kommen grundsätzlich Städte in Frage, die eine Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner zwischen 100 und 150 haben. Insgesamt soll es acht Modellregionen geben: In jedem Regierungsbezirk eine, in Oberbayern zwei.

Palmer im BR-Interview: "Kopie ist die höchste Form des Lobes"

Vorbild ist das baden-württembergische Tübingen. Dort hatte der grüne Oberbürgermeister Boris Palmer eine ausgeklügelte Teststrategie mit Lockerungen der Corona-Beschränkungen verbunden. So dürfen Gaststätten und Cafés im Freien Essen und Getränke servieren. Auch das Einkaufen ist problemlos möglich. Voraussetzung: Man hat in einem der Testzentren der Stadt einen tagesaktuellen Corona-Test gemacht, der negativ ausgefallen ist. Im Interview mit dem BR-Politikmagazin Kontrovers hatte sich Palmer unter Woche zuversichtlich gezeigt, dass der Modellversuch funktioniert. Dass Bayern das Tübinger Modell kopieren will, freut Palmer: "Bekanntlich ist die Kopie die höchste Form des Lobes."

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Im Interview mit dem BR-Politikmagazin Kontrovers zeigt sich Tübingens Oberbürgermeister Palmer zuversichtlich, dass der Modellversuch mit Tests Corona-Maßnahmen zu lockern funktioniert. In Bayern sollen nach Ostern acht Städte den Versuch kopieren.

Auch München und Nürnberg wollen öffnen

Zu den Städten in Bayern, die bisher Interesse angemeldet haben, gehören mit München und Nürnberg auch die beiden größten im Freistaat. München lag am Sonntag allerdings knapp unter der Inzidenz von 100, wenn auch mit klar steigender Tendenz in den vergangenen Tagen. Weitere Orte, deren Interesse bekannt ist, sind unter anderem Würzburg, Coburg, Aschaffenburg, Schweinfurt, Bad Kissingen, Ingolstadt, Rosenheim, Günzburg, Bad Füssing und Lindau.

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