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BR24Live um 12.55 Uhr: Kabinett zu Corona-Reihentests | BR24

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BR24Live um 12.55 Uhr: Kabinett zu Corona-Reihentests

Die Staatsregierung beschäftigt sich erneut mit der Corona-Pandemie. Der Ministerrat will unter anderem Reihentests für bestimmte Berufsgruppen beschließen - es wird aber auch auf andere Bundesländer geschaut. Ab 12.55 Uhr live bei BR24.

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Wie in den vergangenen Wochen wird bei der letzten Ministerrats-Sitzung vor den Pfingstferien die Corona-Pandemie im Mittelpunkt stehen. In Bayern sollen die Testkapazitäten ein weiteres Mal erhöht werden. Und: besonders gefährdete Personen aus dem medizinischen und dem pflegerischen Bereich, genauso wie Erzieherinnen und Lehrer, sollen sich regelmäßig testen lassen können - auch wenn sie keine Symptome haben. Hier besteht weiterhin die Frage, wer die Kosten für derartige Tests tragen wird.

Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnte im Vorfeld davor, die Gefahr, die von Corona ausgehe, zu unterschätzen. "Jeder, der glaubt, Corona sei vorbei, ist im besten Fall naiv", sagte Söder im Interview mit dem Rundschau Magazin im BR . "Wir wollen Erleichterungen, aber besonnen, ruhig, nicht hektisch und überstürzt und, deswegen setzen wir den bayerischen Kurs der Umsicht eindeutig fort."

Söder: Ramelows Vorstoß "völlig falsches Signal"

Den Vorstoß von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) für schnellere Lockerungen nannte Söder ein "völlig falsches Signal". Die Maßnahmen, die in Thüringen angedacht gewesen seien, könne Bayern nicht akzeptieren, erklärte Söder. Bereits jetzt bestehe etwa im Landkreis Coburg eine erhöhte Corona-Gefahr durch den Covid-19-Hotspot in Sonneberg.

Ramelow will "Spezialverordnungen"

Ramelow verwies für seien Lockerungspläne auf die niedrigen Infektionszahlen in Thüringen. Zwar müssten die Risikogruppen auch weiterhin geschützt werden. Es sei aber sinnvoller, die Gesundheitsämter vor Ort zu stärken, als Krisenstäbe rund um die Uhr tagen zu lassen. Er wolle keinesfalls die Mindestabstands- und Maskenpflicht außer Kraft setzen, sondern "aus dem Krisenmodus in den Regelmodus übergehen", sagte der Linke-Politiker in ARD extra. Wer die Grundrechte der Bürger einschränke, müsse begründen, was die Grundlage dafür sei.

Maas plant Aufhebung der Reisewarnung

"Solange es keinen Impfstoff gibt, solange es keine Therapie gibt, so lange bleibt Corona tödlich und eine echte Gefahr für uns alle", betonte dagegen Söder. Auch die von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) geplante Aufhebung der weltweiten Reisewarnungen möglicherweise schon Mitte Juni sah Söder skeptisch. Spanien selbst habe etwa bereits gesagt, dass vor Mitte Juli so etwas gar nicht diskutiert werden müsse. Er warne dringend vor Schnellschüssen, so Söder. "Wir holen uns genau das zurück, was wir lange bekämpft haben. Die ganze Welt hat Deutschland bewundert dafür, wie wir das bislang gemanagt haben. Jetzt sind einige verwundert, dass wir das vielleicht wieder verstolpern."

Söder erinnerte auch an die weltweiten Rückholungen von deutschen Urlaubern zu Beginn der Corona-Krise. Wenn nun schon alle zu Hause seien, sollten sie auch zu Hause bleiben und die Sicherheit in diesem Jahr auch beim Urlaub an erste Stelle nehmen. Auch Söder will Erleichterungen, jedoch – nach eigener Aussage – besonnen, ruhig und nicht hektisch. Deswegen setze er den bayerischen Weg der Umsicht fort.

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