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Corona-Infektionsketten: Söder warnt vor Kontrollverlust | BR24

© picture-alliance/Frank Hoermann/SVEN SIMON

Warnt vor Kontrollverlust bei der Kontaktnachverfolgung: Markus Söder.

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    Corona-Infektionsketten: Söder warnt vor Kontrollverlust

    Bayerns Ministerpräsident zeigt sich angesichts weiter steigender Infektionszahlen alarmiert. Die Gesundheitsämter kämen bei der Kontaktnachverfolgung kaum hinterher. Wir stehen "kurz vor dem Kontrollverlust", warnt Söder.

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    7.830 Neuinfektionen - bundesweit steigen die Corona-Infektionszahlen beunruhigend. Die Bundesländer ringen um den richtigen Umgang mit dem Infektionsgeschehen. Zugleich werden immer wieder Regeln zur Eindämmung der Ausbreitung von Gerichten aufgehoben, wie aktuell die Sperrstunde in Berlin oder das Beherbergungsverbot in Brandenburg und Niedersachsen.

    Auch im Freistaat gibt es täglich zahlreiche neu registrierte Infektionen. Seit gestern ist die Stadt Nürnberg ein neuer Hotspot. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einem Versagen der Kontaktnachverfolgung.

    Kontaktnachverfolgung: Braun will Studenten einsetzen

    "Wir stehen kurz vor dem Kontrollverlust in einigen Regionen in Deutschland. Das ist hochgefährlich", so Söder in der "Passauer Neuen Presse". Der Ministerpräsident warnt vor den Konsequenzen dieser Entwicklung: Wenn die Gesundheitsämter die Kontakte nicht mehr nachvollziehen könnten, müsse dies generelle Kontaktbeschränkungen nach sich ziehen. "Das wollen wir aber nicht", betonte Söder. Allerdings lasse sich im Zweifelsfall nur so ein zweiter Lockdown verhindern.

    Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) kündigte derweil in der "Rheinischen Post" an, er werde über die 15.000 Soldaten der Bundeswehr hinaus noch weitere Helfer zur Unterstützung der Kommunen bei der Kontaktnachverfolgung einsetzen. Braun hofft vor allem, Studenten für die Aufgabe zu gewinnen.

    Söder: "Wir hätten an den Stellschrauben stärker drehen müssen"

    Vor diesem Hintergrund kritisiert der bayerische Ministerpräsident: Die gestern von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen reichten nicht aus: "Wir hätten an den Stellschrauben stärker drehen müssen", sagte Söder. "Alle müssen deutlich nachlegen."

    Das umstrittene Beherbergungsverbot für Reisende aus Corona-Hotspots sieht Söder ebenfalls kritisch: Die Menschen sollten "lieber zu Hause bleiben". Man dürfe Corona nicht "schön- oder kleinreden", so der Ministerpräsident. Der Städte- und Gemeindebund hatte sich teils kritisch zu den neu beschlossenen Maßnahmen geäußert: Die Einhaltung der Regeln sei zum Teil kaum kontrollierbar.

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