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2020: Weniger Unfälle auf Niederbayerns Straßen | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Die Luftaufnahme zeigt die A92 nahe Landshut

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    2020: Weniger Unfälle auf Niederbayerns Straßen

    Auf Niederbayerns Straßen hat es im Jahr 2020 deutlich seltener gekracht als noch ein Jahr zuvor. Schulwegunfälle sind sogar um 35 Prozent zurückgegangen. Das liegt auch an dem Coronavirus und den Ausgangsbeschränkungen.

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    Von
    • Kathrin Unverdorben
    • BR24 Redaktion

    Weniger Unfälle, weniger Verkehrstote und die Zahl der Verletzten auf Niederbayern Straßen ist im Jahr 2020 deutlich zurückgegangen - im Vergleich zum Vorjahr. Kein Wunder, bei Lockdown, Home-Schooling und Home-Office. Die Polizei-Verkehrsunfallstatistik hat Corona jedenfalls positiv beeinflusst.

    16 Prozent weniger Unfälle

    Im vergangenen Jahr gab es in Niederbayern 16 Prozent weniger Verkehrsunfälle als noch im Jahr zuvor. Wie aus der aktuellen Verkehrsunfallstatistik hervorgeht, waren es 2019 noch gut 43.000 Unfälle, im vergangenen Jahr nicht ganz 37.000. Wegen Corona seien zeitweise deutlich weniger Verkehrsteilnehmer unterwegs gewesen.

    Das macht sich auch bei den Schulwegunfälle bemerkbar. Ihre Zahl hat im vergangenen Jahr in Niederbayern stark abgenommen. Insgesamt gab es 26 - das sind 35 Prozent weniger als im Jahr 2019.

    © Polizei Niederbayern

    Die Entwicklung der Verkehrsunfälle in Niederbayern

    Weniger Verletzte und Tote

    Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr sank um 21 Prozent. Gut 5.400 Menschen wurden 2020 bei einem Verkehrsunfall verletzt. "Dies stellt den tiefsten Wert seit Gründung des Polizeipräsidiums Niederbayern im Jahr 2009 dar", so die Polizei.

    Insgesamt 67 Menschen verloren auf Niederbayerns Straßen ihr Leben. Im Vorjahr waren es 70. Trotz des leichten Rückgangs sei aber "jeder Verkehrstote einer zu viel", so Polizeipräsident Manfred Jahn.

    Ein besonders schwerer Unfall hatte sich im August 2020 auf der B20 bei Ascha im Landkreis Straubing-Bogen ereignet. Vier junge Männer im Alter zwischen 20 und 26 Jahren starben nach einem Überholmanöver. Ihr Pkw war mit einem Kleintransporter zusammengestoßen.

    Rasen ist verantwortlich für die meisten Toten

    Die am stärksten betroffene Gruppe bei den getöteten Verkehrsteilnehmern in Niederbayern war 2020 die der motorisierten Zweiradfahrer: 27 kamen ums Leben - das sind fast doppelt so viele wie 2019.

    Die Hauptursache für tödliche Unfälle ist laut Polizei - wie schon in den vergangenen Jahren - überhöhte Geschwindigkeit. Über 70 illegale Straßenrennen hat die niederbayerische Polizei 2020 angezeigt. Dabei starb ein Mensch. Die Polizei will verstärkt dagegen vorgehen, präventiv arbeiten und gezielt kontrollieren, heißt es.

    © Polizei Niederbayern

    Die Entwicklung der schwerverletzten Verkehrsteilnehmer

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