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In einigen Teilen Bayerns darf die Außengastronomie heute öffnen

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    Corona-Lockerungen: Was ab heute in Bayern gilt

    Außengastronomie, Kinos, Theater: In Landkreisen mit stabil niedriger Sieben-Tage-Inzidenz kann geöffnet werden - wenn das Gesundheitsministerium zustimmt. Ein Überblick über die neuen Corona-Regeln, die ab sofort in Bayern gelten.

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    Von
    • Petr Jerabek
    • BR24 Redaktion

    Es wurde schon vor Wochen in Aussicht gestellt, ab heute ist es in einigen bayerischen Regionen nun wirklich möglich: Nach mehr als einem halben Jahr dürfen in Landkreisen und kreisfreien Städten mit niedrigen Corona-Zahlen unter bestimmten Voraussetzungen Außengastronomie, Kinos und Theater wieder öffnen. Auch Erleichterungen für körpernahe Dienstleistungen und Hundeschulen sind geplant. Entscheidend dafür ist die Sieben-Tage-Inzidenz vor Ort. Die wichtigsten Neuerungen:

    Wann darf gelockert werden?

    Die Lockerungen für Gastronomie, Kultur und Sport muss die jeweilige Kreisverwaltungsbehörde beim bayerischen Gesundheitsministerium beantragen – und auf eine Genehmigung warten: Die Öffnung sei kein Automatismus, stellte das Ministerium klar. "Die Sieben-Tage-Inzidenz muss insgesamt fünf Tage in Folge unter 100 liegen. Anschließend sind zwei Tage zur Umsetzung vorgesehen", sagte ein Ministeriumssprecher. In der Summe werde also der Zeitraum einer Woche betrachtet. Demnach kann dann am achten Tag geöffnet werden.

    Ab heute dürfen laut Gesundheitsministerium in 13 Landkreisen und kreisfreien Städten Biergärten, Straßencafés und einige Kulturangebote öffnen. Dies gilt für die Landkreise Landsberg am Lech, Garmisch-Partenkirchen, Starnberg, Tirschenreuth, Neustadt an der Waldnaab, Amberg-Sulzbach, Kitzingen, Würzburg und Lindau sowie für die Städte Passau, Bamberg, Schwabach und Erlangen. Im Laufe der kommenden Woche könnten noch einige weitere Landkreise und Städte folgen.

    Grafik: Die Inzidenz-Entwicklung in Ihrem Landkreis

    Liegt die Inzidenz an drei Tagen in Folge wieder über 100, ist es am übernächsten Tag vorbei mit den Öffnungen: Dann müssen die Behörden vor Ort wieder strengere Schutzmaßnahmen ergreifen: die Regeln der Bundes-Notbremse.

    Gastronomie: Bis 22 Uhr ins Café oder den Biergarten

    In Regionen mit niedriger Inzidenz dürfen Restaurants und Cafés in ihren Außenbereichen sowie Biergärten bis 22 Uhr wieder Gäste bewirten. Diese müssen aber einen Termin buchen, abseits ihres festen Sitzplatzes eine Schutzmaske tragen und Abstandsregeln beachten.

    Wer mit Menschen aus einem anderen Haushalt am Tisch sitzen will, braucht einen aktuellen negativen Corona-Test: einen höchsten vor 24 Stunden vorgenommenen Schnell- oder Selbsttest oder einen maximal 48 Stunden alten PCR-Test.

    Kinos und Theater: Mit Test und Maske

    Auch Konzert- und Opernhäuser sowie Kinos dürfen in Kreisen und kreisfreien Städten mit einer stabilen Inzidenz unter 100 ab sofort wieder öffnen - "mit Abstand, mit Test, mit Maske", wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erklärte. Der Betrieb von Autokinos ist in Bayern bereits unabhängig von der Inzidenz erlaubt. Museen und Gedenkstätten dürfen schon länger bei einem Wert unter 100 öffnen. Für Diskotheken und Clubs gibt es auch nach mehr als einem Jahr noch keine Perspektive.

    Sport: Auch in Gebäuden wieder möglich

    Auch Hobby- und Freizeitsportler in Kommunen mit niedrigen Corona-Zahlen haben wieder mehr Möglichkeiten offen: Erlaubt wird dort kontaktfreier Sport in Gebäuden sowie Kontaktsport unter freiem Himmel - verbunden mit einer Testpflicht.

    Körpernahe Dienstleistungen

    Sogenannte "körpernahe Dienstleistungen" sind ab heute mit Testpflicht und gebuchtem Termin bei einem Inzidenzwert unter 100 in Bayern wieder erlaubt - unter anderem also Besuche von Kosmetikstudios. Zu den Auflagen gehören weiterhin auch eine FFP2-Maskenpflicht und ein Hygienekonzept.

    Hundeschulen

    Darüber hinaus dürfen nach mehreren Wochen wieder Hundeschulen in Bayern öffnen. Dafür muss die Inzidenz vor Ort stabil unter 165 liegen – es gilt also ein höherer Schwellenwert als für andere Lockerungen. Auch in Hundeschulen muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden. Wo das nicht geht, besteht Maskenpflicht.

    Grundschulen

    Ab sofort dürfen wieder mehr junge Schülerinnen und Schüler in die bayerischen Schulen: Für die Grundschulklassen 1 bis 3 gibt es ab dann wechselweise Präsenz- und Distanzunterricht bis zu einem regionalen Inzidenzwert von 165. Bisher lag der Grenzwert im Freistaat bei 100, obwohl die sogenannte "Bundes-Notbremse" den höheren Grenzwert vorsieht. Die Anpassung in Bayern gilt auch für die 5. und 6. Klassen der Förderschulen.

    Streng genommen ist für alle Klassen sogar täglicher Präsenzunterricht möglich, sofern der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen den Schülern garantiert werden kann. Weil das in den meisten Schulen nicht möglich ist, kommt es in der Regel aber zum Wechselunterricht mit geteilten Klassen.

    Schon bisher waren Abschlussklassen sowie Elft- und Viertklässler auch bei einem Inzidenzwert über 100 im Wechselunterricht – dabei bleibt es auch künftig. Alle anderen Klassenstufen müssen bei höheren Corona-Zahlen vorerst weiter zu Hause lernen.

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