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BR24Live: Söder informiert über Corona-Lockerungen

Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern vergangene Nacht berät nun das bayerische Kabinett über die genauen Corona-Lockerungen im Freistaat. Die Pressekonferenz mit Ministerpräsident Söder und einigen Ministern hier live ab 12.45 Uhr.

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Von
  • Maximilian Heim

In Regionen mit einem Corona-Inzidenzwert unter 100 soll es ab kommender Woche etwas gelockerte Kontaktbeschränkungen geben. Ab Montag dürfen sich dann bis zu fünf Personen aus zwei Haushalten privat treffen, Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt. In Regionen mit einem dauerhaften inzidenzwert unter 35 sollen Treffen von bis zu zehn Menschen aus drei Haushalten möglich sein. Neu ist auch, dass Paare dabei als Haushalt gelten.

Das haben Bund und Länder gestern Abend nach langem Ringen beschlossen - genau wie bestimmte Lockerungen für den Einzelhandel. Bei einem Inzidenzwert unter 50 sollen zudem regional Museen, Galerien, Zoos und Gedenkstätten öffnen können - auch kontaktfreier Sport im Außenbereich würde erlaubt. Aber: Steigt der Inzidenzwert in einer Region an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf über 100, werden die Kontakte wieder auf einen Haushalt und eine weitere Person beschränkt. Diese "Notbremse" soll auch für andere Öffnungen gelten.

Kabinett berät genaue Regeln für Bayern

Für die genaue Umsetzung der Beschlüsse sind wie immer die Bundesländer zuständig. Heute Vormittag berät daher das bayerische Kabinett. Im Anschluss informieren Ministerpräsident Markus Söder, Gesundheitsminister Klaus Holetschek (beide CSU), Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger und Kultusminister Michael Piazolo (beide Freie Wähler) - BR24 überträgt ab 12.45 Uhr live. Der Livestream ist eingebettet über diesem Artikel.

Wichtig auch: Die bisher schleppend laufenden Corona-Impfungen sollen beschleunigt werden. Deshalb sollen ab April flächendeckend auch Hausärzte Impfungen durchführen können. Das hatte Söder Anfang der Woche gefordert, genau wie der Bayerische Hausärzteverband. Die Staatsregierung ist auch dafür, bei den Corona-Impfungen pragmatischer vorzugehen und weniger starr auf die Priorisierungsgruppen zu schauen. Allerdings bleibt es dem gestrigen Beschluss zufolge bei der bisherigen Priorisierung. Ausnahme: In Grenzregionen mit besonders vielen Corona-Infektionen könnten schon bald mehr Menschen geimpft werden.

Lindner: Mehr Leben "wäre möglich"

Die ersten Reaktionen auf die Beschlüsse von vergangener Nacht waren gemischt. Von der Opposition auf Bundesebene kommt deutliche Kritik. "Für die Bundesregierung bleibt offenbar der Lockdown das einzig denkbare Rezept", sagte FDP-Chef Christian Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Dabei wäre mit innovativen Konzepten mehr gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben möglich."

Grünen-Chef Robert Habeck sagte. "Wir sind am Beginn einer dritten Welle und reden über Öffnung, statt über Impfen, über Testen, über Nachvollziehbarkeit zu reden." Die Bundesregierung verheddere sich in Bürokratie. Die Ergebnisse des Corona-Gipfels seien für den Einzelhandel eine Katastrophe, teilte der Einzelhandelsverband HDE mit. Söder selbst wiederum äußerte sich nach den stundenlangen Beratungen deutlich zufriedener. "Wir geben den Menschen ein großes Stück Vertrauen und Freiheit zurück", sagte er.

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