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Corona-Lockerungen: Der Kirchenchor in Sonnen darf wieder singen | BR24

© BR/Katharina Häringer

Viele Sängerinnen und Sänger haben sehnsüchtig darauf gewartet, wieder im Chor proben zu dürfen. Seit letzter Woche ist das dank Lockerungen wieder möglich. In Passau war der Kirchenchor Sonnen der erste, der wieder mit dem Proben angefangen hat.

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Corona-Lockerungen: Der Kirchenchor in Sonnen darf wieder singen

Viele Sängerinnen und Sänger haben sehnsüchtig darauf gewartet, wieder im Chor proben zu dürfen. Seit letzter Woche ist das dank Lockerungen wieder möglich. In Passau war der Kirchenchor Sonnen der erste, der wieder mit dem Proben angefangen hat.

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Vergangene Woche hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Lockerung ausgesprochen, auf die so viele Sängerinnen und Sänger gewartet haben: Seit dieser Woche dürfen Chöre wieder proben. In der Diözese Passau war der Kirchenchor Camino in Sonnen der erste, der wieder mit dem Proben angefangen hat.

"Ich freue mich riesig!"

Normalerweise probt der Chor Caminando im Pfarrheim in der Gemeinde Sonnen. Weil die Abstände da aber noch nicht ausgemessen wurden, geht es heute in die Kirche. Die 25 Chorsänger verteilen sich großzügig übers Kirchenschiff. Jede zweite Bank bleibt frei, so dass jeder Sänger in alle Richtungen zwei Meter Abstand zum nächsten hat. Regionalkantor Gerhard Berger setzt sich ans E-Piano und strahlt. Als er Bescheid bekam, dass Chöre wieder proben dürfen, klingelte sofort sein Handy: "Alle haben gejubelt, dass es wieder anfängt. Ich freue mich riesig!", sagt er.

Abstand ist auch für das Gehör ungewohnt

Dass die Musiker so weit auseinander sitzen, ist fürs Gehör ungewohnt. "Es ist toll wieder zu singen und die Leute zu sehen. Aber ich muss mich viel stärker konzentrieren", sagt ein Sänger.

Der Kirchenchor Caminando in Sonnen ist der erste in der Diözese Passau, der wieder probt. Diözesanmusikdirektor Marius Schwemmer: "Das Feedback, das wir kriegen, ist ganz unterschiedlich. Es gibt Chöre, die sind in den Startlöchern. Dann gibt’s Chöre, die noch Zeit brauchen, um das Hygienekonzept umzusetzen, einen Raum zu finden. Und dann gibt’s Chöre, gerade mit älteren Sängerinnen und Sängern, die haben noch Bedenken." Gerade Kirchenchöre hätten natürlich den Vorteil, zum Proben in die Kirche ausweichen zu können. Und auch am Land sei es für große Chöre einfacher, einen großen Raum zu finden als in der Stadt.

Kurze Proben - "aber besser als gar nicht"

Für Gerhard Berger war gleich klar: Es muss wieder geprobt werden. Auch, wenn es keine Konzerte gibt. "Darum geht es jetzt nicht. Es geht nur ums Singen und ums Zurücksein", sagt er. Die erste Probe ist kürzer als sonst: zwei mal 20 Minuten - mit einer Lüftungspause. "Aber besser als gar nicht", sind sich die Sängerinnen und Sänger einig."

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