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Corona-Lockerungen auch im unterfränkischen Amateursport | BR24

© Nathalie Bachmann/BR-Mainfranken

Endlich dürfen sich auch die unterfränkischen Amateursportler wieder bei Wettkämpfen miteinander messen - und das vor bis zu 400 Zuschauern. Martin Feuerbacher vom MHV Schweinfurt zeigt sich erleichtert.

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Corona-Lockerungen auch im unterfränkischen Amateursport

Endlich dürfen sich auch die unterfränkischen Amateursportler wieder bei Wettkämpfen miteinander messen - und das vor bis zu 400 Zuschauern. Entsprechende Corona-Lockerungen hat das Kabinett in München beschlossen.

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Aufatmen auch bei den unterfränkischen Amateursportlern nach monatelanger coronabedingter Zwangspause: Ab 19. September dürfen sich Freizeit-Fußballer, -handballer und andere -athleten in Bayern wieder miteinander messen – und das unter den Augen von bis zu 200 (im Innenraum) beziehungsweise 400 Zuschauern (im Außenbereich). Das hat das Kabinett von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München beschlossen, nachdem es zuletzt großen Druck aus dem Sport gab.

Soziales Miteinander gerade im Sport wichtig

"Auf diese Entscheidung haben wir klar gehofft, aber wirklich gerechnet haben wir damit nicht", sagte Ernst Gehling, sportlicher Leiter der FT Schweinfurt, dem BR. In dem Verein sind allein im Fußballbereich 18 Mannschaften aktiv, "und vor allem die Jugendlichen trippeln und trainieren seit Wochen. Wir sind alle froh, wenn es wieder losgeht – bei dem tollen Wetter", so Gehling. Keine der Mannschaften hätte annähernd 400 Zuschauer. Da sei es schwierig gewesen, den Spielerinnen und Spielern zu vermitteln, warum der Spielbetrieb nicht beginnen darf und bei den Testspielen keine Zuschauer zugelassen sind. "Insofern sind wir wirklich dankbar für die Entscheidung, denn das soziale Miteinander gehört einfach zum Sport dazu."

Endlich wieder Einnahmen für Vereine

"Endlich mal eine gute Nachricht“, freut sich auch Martin Feuerbacher vom Handballverein MHV Schweinfurt 09. Hätte die Pause länger angehalten, wäre seiner Meinung nach der Amateurspielbetrieb kaputtgegangen. "Viele Vereine haben ein Niveau, das zwischen einem kompletten Amateur- und einem Profiverein angesiedelt ist. Da braucht man dringend die Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und dem Verkauf von Getränken und Bratwürsten, um den Spielern zum Beispiel Fahrtkosten erstatten zu können."

Wie lang kann Spielbetrieb reibungslos laufen?

Zudem würden auf Dauer Spieler abwandern, weil sie nach und nach die Verbindung zum Verein verlieren. "Nur zu trainieren und keinen Wettkampf austragen zu können, das ist für viele einfach nicht attraktiv." Allerdings müsse man abwarten, ob der Spielbetrieb wirklich die ganze Saison hindurch aufrecht erhalten werden könne. "Sobald ein Corona-Fall in der Mannschaft auftaucht, gibt es Probleme", sagt Feuerbacher.

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