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Corona-Lockerung: Mittelfranken genießen den Muttertag | BR24

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Am Muttertag hat es viele Menschen in Mittelfranken zum Spazierengehen in die Wälder gezogen. Trotz Regens waren zum Beispiel im Forst bei Erlangen etliche Radfahrer und Spaziergänger unterwegs.

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Corona-Lockerung: Mittelfranken genießen den Muttertag

Am Muttertag hat es viele Menschen in Mittelfranken zum Spaziergang in den Wald gezogen. Nach wochenlangen Corona-Kontaktbeschränkungen freuten sich gerade die Älteren, ihre Kinder und Enkelkinder wiederzusehen.

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Endlich können sie wieder gemeinsam Zeit verbringen: Julia Neubauer ist es egal, dass es immer wieder regnet. Sie genießt den Muttertag im Erlanger Forst – zusammen mit ihren zwei Kindern und ihrer Mama.

"Wir haben sie sieben Wochen nicht gesehen. Das war unerträglich." Julia Neubauer

Unklarheit bei Corona-Lockerungen: Wer darf sich mit wem treffen?

Die Zeiten der totalen Kontaktbeschränkungen sind jetzt vorbei. Allerdings bleibt bei vielen Menschen die Unsicherheit: Wer darf sich denn jetzt mit wem treffen und wann? Julia Neubauer hat sich im Internet schlau gemacht, wie die aktuelle Regelung bezüglich der Corona-Lockerungen lautet. Ganz sicher ist sie sich aber nicht. Deshalb bleibt sie vorsichtig und trifft sich nur mit Verwandten ersten Grades. Auf einen schönen Abend mit Freunden verzichtet sie weiterhin freiwillig.

Manfred Müller ist mit seinem Sohn und den beiden Enkeltöchtern ebenfalls am Muttertag im Wald bei Tennenlohe unterwegs. Auch er und sein Sohn Sven haben sich informiert. Was ihnen allerdings nicht ganz klar ist, welche Personen welchen Haushalts sich denn nun wann besuchen dürfen - oder eben auch nicht.

Das ist erlaubt: Gleichzeitiges Treffen von Menschen aus zwei Haushalten

Eine Nachfrage beim bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zeigt: Erlaubt sind Treffen mit einer oder mehreren Personen aus einem weiteren Haushalt. Ein dritter Haushalt darf nicht dabei sein, jedenfalls nicht zur gleichen Zeit. Was geht, sind zeitversetzte Treffen mit Personen aus einem dritten Haushalt. Und das sogar am selben Tag, erläutert Herrmann dem Bayerischen Rundfunk.

Bei Verwandten wiederum könnten sich auch mehrere Haushalte gleichzeitig treffen. Einzige Voraussetzung: Es muss sich um Verwandte ersten Grades handeln. Das sind zum Beispiel Oma, Opa, Tochter, Sohn, Bruder, Schwester, Enkel oder Enkelin.

Polizeikontrollen mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl

Übrigens will die Polizei weiterhin mit Augenmaß und Fingerspitzengefühl kontrollieren, teilte Mittelfrankens Polizeisprecher Michael Konrad dem BR mit. Somit würden sicherlich nicht die genauen verwandtschaftlichen Verhältnisse bei Spaziergängern überprüft. Wo aber grob und vorsätzlich über die Stränge geschlagen werde, schreite die Polizei nach wie vor ein. Große Grillpartys und Geburtstagsfeten sind nach wie vor tabu.