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Geimpfte, die eine Auffrischungsdosis bekommen haben, sind in Bayern künftig in weiten Bereichen vor zusätzlichen Testpflichten befreit. Das hat das Kabinett am Dienstag beschlossen, sagt Ministerpräsident Markus Söder anschließend.

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Booster statt Test: Bayerns neue Corona-Beschlüsse im Überblick

Wer eine Corona-Auffrischungsimpfung hat, braucht in Bayern bei Kultur-, Freizeit- und Sportangeboten mit 2G-plus-Regel künftig keinen negativen Test mehr. Diese und weitere aktuelle Corona-Entscheidungen des Kabinetts im Überblick.

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Petr JerabekPetr JerabekMaximilian HeimMaximilian Heim
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Für einen Kino-, Museums- oder Fitnessstudio-Besuch brauchen Genesene und vollständig Geimpfte in Bayern derzeit einen aktuellen negativen Corona-Test. Für Menschen, die vor mindestens 15 Tagen eine Auffrischungsimpfung bekommen haben, fällt diese Testpflicht nun weg, wie das bayerische Kabinett beschloss. Für den Besuch von Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen gelte diese Lockerung nicht, erläuterte Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Frisch von Corona Genesene werden dabei nach Angaben von Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) vorerst nicht mit Geboosterten gleichgestellt. "Wir wollen ja auch tatsächlich nichts riskieren mit dieser Entscheidung, sondern sicher bleiben", sagte der Minister. Das werde man aber noch einmal im Kreis der Gesundheitsminister von Bund und Ländern besprochen.

Kein Test mehr für Sport- und Freizeitangebote im Freien nötig

Für den Zugang zu Kultur-, Freizeit- und Sportangeboten im Freien, für die aktuell noch die 2G-plus-Regel gilt, soll künftig kein Testnachweis mehr notwendig sein. "Weil dort ein zusätzlicher Test keinen effektiven Mehrwert hat", sagte Söder zur Begründung.

Damit gilt dort also künftig die 2G-Regel. Laut Staatskanzlei betrifft das ab Mittwoch beispielsweise Sportstätten unter freiem Himmel zur eigenen sportlichen Betätigung, Zoos und botanische Gärten, Gedenkstätten, Freizeitparks und Ausflugsschiffe - jeweils inklusive der Innenbereiche.

Corona-Beschränkungen werden verlängert

Wie erwartet verlängerte das bayerische Kabinett die aktuelle Corona-Verordnung um rund vier Wochen bis 12. Januar. "Wir haben kaum etwas geändert", erklärte Söder. Man dürfe nicht zu früh aus dem "erfolgreichen Corona-Management" aussteigen – laut dem Ministerpräsidenten bleiben Regeln wie 2G und der "Lockdown für Ungeimpfte" bestehen.

Für Silvester kündigte Söder eine kleine Lockerung für die Gastronomie an: Anders als die sonst übliche Frist 22 Uhr gebe es dann keine Sperrstunde. Treffen sollen laut ihm "allerdings immer im sehr kleinen Rahmen" stattfinden.

Schausteller-Programm auf den Weg gebracht

Unterdessen hat das bayerische Kabinett laut Söder auch das vor knapp zwei Wochen angekündigte Schausteller-Programm auf den Weg gebracht. Es umfasst demnach insgesamt 30 Millionen Euro. Schausteller und Marktleute, die wegen der Absage der Weihnachtsmärkte Einbußen haben, können 1.500 Euro monatlichen Unternehmerlohn erhalten.

Im Januar soll laut Söder erstmals ausbezahlt werden, noch im Dezember könne der Antrag gestellt werden. Für wie viele Monate die Unterstützung insgesamt vorgesehen ist, erwähnte er nicht – Anfang Dezember stand der Zeitraum von 1. November bis 31. März im Raum.

Söder fordert einheitliche Regeln wegen Omikron

"Der Corona-Pegel sinkt", betonte der Ministerpräsident mit Blick auf die aktuelle Lage der Pandemie im Freistaat. Die bayernweite Inzidenz liege an diesem Dienstag bei 382, die Tendenz sei fallend. Die Lage auf den Intensivstationen bezeichnete Söder als "noch angespannt, aber etwas besser". Zudem sei keine bayerische Region mehr über dem Inzidenzwert 1.000.

Zur Omikron-Variante des Virus sagte der Ministerpräsident, diese sei "auf jeden Fall ansteckender" als die Delta-Variante. Die genauen Verläufe seien aber noch unklar. Dennoch forderte Söder eine möglichst rasche Ministerpräsidenten-Konferenz: "Wir brauchen für Omikron einheitliche nationale Regeln."

Das BR24live mit der Pressekonferenz der Staatsregierung zum Nachschauen:

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Menschen mit einer Corona-Auffrischungsimpfung brauchen in Bayern bei Kultur-, Freizeit- und Sportangeboten mit 2G-plus-Regel künftig keinen negativen Testnachweis mehr. Darauf verständigte sich laut Ministerpräsident Söder das bayerische Kabinett.

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Menschen mit einer Corona-Auffrischungsimpfung brauchen in Bayern bei Kultur-, Freizeit- und Sportangeboten mit 2G-plus-Regel künftig keinen negativen Testnachweis mehr. Darauf verständigte sich laut Ministerpräsident Söder das bayerische Kabinett.

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