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Trotz der leicht rückläufigen Zahl an Corona-Neuinfektionen, ist auf bayerischen Intensivstationen weiter keine Entspannung der Lage in Sicht.

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    Corona: Lage in bayerischen Krankenhäusern weiter angespannt

    Die Corona-Lage in Deutschland entspannt sich etwas: Der Inzidenzwert sinkt, die Zahl der Neuinfektionen geht leicht zurück. Doch in den bayerischen Kliniken ist davon bislang nichts zu spüren. Dort ist die Situation weiter kritisch.

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    Von
    • Markus Wolf

    Wirft man einen Blick auf den aktuellen Verlauf der Corona-Neuinfektionen in Deutschland, dann lässt die Kurve so manchen vielleicht hoffnungsvoll stimmen: Denn seit einigen Tagen zeigt der Trend wieder klar nach unten. Auch heute sank die Zahl der neuen Fälle im Vergleich zur Vorwoche und laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen sogar wieder unter 150.

    Für viele Intensivmediziner in Bayern aber kein Grund zum Aufatmen. Denn ungeachtet der langsam zurückgehenden Corona-Neuinfektionen bleibt die Lage in den Krankenhäusern im Freistaat äußerst angespannt.

    Oftmals keine Intensivbetten mehr frei

    Vielerorts sind die Intensivstationen sogar noch etwas stärker belastet als vor einer Woche, wie aus dem deutschlandweiten Divi-Intensivregister hervorgeht. Stand heute ist demnach in 15 der 96 bayerischen Landkreise und kreisfreien Städte kein einziges Intensivbett frei. Im bayernweiten Schnitt waren nur 10,7 Prozent der Intensivbetten nicht belegt, das ist ein sehr niedriger Wert.

    Am schwierigsten ist die Lage momentan in Stadt und Landkreis Landshut, der Stadt Bayreuth, Stadt und Landkreis Aschaffenburg, dem Landkreis Würzburg, dem Kreis Erlangen-Höchstadt und der Stadt Memmingen. Dort sind die Intensivstationen aktuell bis zur Kapazitätsgrenze belegt. Die Kommune mit den meisten Intensivbetten in ganz Bayern ist die Landeshauptstadt München, auch dort sind nur noch 37 der 495 Intensivbetten frei.

    Derzeit 721 aktive Fälle auf Bayerns Intensivstationen

    Aktuell werden laut dem bayerischen Gesundheitsministerium 721 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen im Freistaat behandelt, das sind in etwa ebenso viele wie vor drei Wochen. "Die gegenwärtige Plateaubildung bei den Covid-19-Patienten darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Situation regional sehr unterschiedlich ist und daher Verlegungen von Patienten, aber auch das Verschieben nicht absolut dringlicher Operationen an der Tagesordnung sind", sagte eine Ministeriumssprecherin auf Anfrage der Deutsche Presse-Agentur.

    Bayernweit gibt es derzeit auch viele Intensivpatienten mit anderen Diagnosen. "Von daher ist bedauerlicherweise mit keiner Entspannung der Situation auf den Intensivstationen in den nächsten Tagen zu rechnen", sagte die Sprecherin.

    Rund 2.800 neue Corona-Fälle

    Die Covid-19-Fallzahlen in Bayern sind jedoch mittlerweile etwas niedriger als noch Mitte der Woche. Für Samstag meldete das Robert Koch-Institut 2.771 neue Corona-Infektionen, die bayernweite Sieben-Tage-Inzidenz liegt aktuell bei 150,4 Fällen pro 100.000 Einwohnern. Gestern betrug der Wert noch 153,4.

    In 16 bayerischen Landkreisen und kreisfreien Städten ist die Inzidenz inzwischen auf unter 100. Spitzenreiter ist Landsberg am Lech mit 62,3.

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