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Corona-Krisenmanagement: Mehrheit mit Staatsregierung zufrieden | BR24

© picture alliance/Nicolas Armer/dpa

Ein Arzt geht in Rehau an einem Corona-Testmobil vorbei

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    Corona-Krisenmanagement: Mehrheit mit Staatsregierung zufrieden

    Den Umgang der Regierung Söder mit der Corona-Pandemie heißen die allermeisten Bayern gut. Allerdings haben viele Sorgen, eine Wirtschaftskrise könnte sie direkt treffen. Eltern fürchten zudem Lerndefizite bei ihren Kindern.

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    Von
    • Arne Wilsdorff

    Das Corona-Krisenmanagement der Staatsregierung bekommt - wie schon Ende Mai - von der bayerischen Bevölkerung weiterhin gute Noten. Fast 90 Prozent der Wahlberechtigten in Bayern (87 Prozent) sind entweder sehr zufrieden (42 Prozent) oder zufrieden (45 Prozent) mit den Maßnahmen der schwarz-orangenen Staatsregierung, wie der BR-BayernTrend ergab.

    Kurios ist auf den ersten Blick: Anhänger von Grünen und SPD sind mit der Regierung Söder sogar zufriedener als die Anhänger der Freien Wähler. Allerdings hatten die Freien Wähler um Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger innerhalb der schwarz-orangen Koalition schnellere Corona-Lockerungen gefordert, wurden aber von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) ausgebremst. Von den AfD-Anhängern bewertet immerhin die Hälfte (50 Prozent) das Krisenmanagement positiv.

    © BR/Infratest dimap

    BR-BayernTrend im Juli

    Corona: Sorgen um Schulerfolg und wirtschaftliche Situation bleiben

    Die Bewertung, wie die Schulen mit der Corona-Pandemie umgehen, ist zwar aus Sicht der Gesamtbevölkerung klar positiv (57 Prozent der Wahlberichtigten sind zufrieden) - fällt aber im Vergleich zur Zufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement insgesamt deutlich ab. Bei den Eltern von schulpflichtigen Kindern sind die Meinungen eher geteilt. Die Hälfte (53 Prozent) kommt zu einem positiven Urteil, vier von zehn (44 Prozent) sehen Homeschooling und das Schulöffnungsmanagement dagegen kritisch. Mehr dazu finden Sie hier.

    Kurzarbeit, Laden- und Restaurantschließungen als Folgen der Pandemie schlagen den Bayern auf die Stimmung. Zwar fürchtet nur jeder fünfte bayerische Wahlberechtigte (22 Prozent), dass sich seine persönliche wirtschaftliche Situation verschlechtert. Mit Blick auf die Gesamtwirtschaft sind aber 60 Prozent pessimistisch.

    Zu wenig staatliches Engagement für Kulturbetrieb und Gastronomie

    Mit der Zielrichtung der staatlichen Hilfsprogramme sind die Bayern weitgehend zufrieden. So habe sich die bayerische Politik etwa angemessen um die Belange der Tourismusanbieter (57 Prozent), Krankenhäuser und Pflegeheime (57 Prozent), Kindergärten und Schulen (53 Prozent) sowie der Gastronomie (52 Prozent) gekümmert.

    Für den Kulturbereich hätte nach Meinung von 55 Prozent der Wahlbereichtigten mehr getan werden müssen, genauso wie für Gastronomie und Restaurants (41 Prozent). Um die bayerischen Automobilbranche habe sich die Staatsregierung dagegen eher zu viel gekümmert, meinen 34 Prozent der Befragten.

    Ein Drittel fürchtet Ansteckung mit Corona-Virus

    Die Zahl der Corona-Neuinfektionen ist in Bayern weitgehend konstant. Somit ist auch die Angst im Freistaat vor einer Ansteckung auf dem Niveau des Mai-BayernTrends geblieben. Aktuell machen sich 27 Prozent sehr große bzw. große Sorgen, dass sie sich selbst oder Familienangehörige mit dem Corona-Virus anstecken könnten.

    © BR/Infratest dimap

    BR-BayernTrend im Juli

    Alle weiteren BayernTrend-Ergebnisse hier auf BR24 sowie ab 21.00 Uhr im BR Fernsehen in "Kontrovers".

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