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    Corona-Krise: Würzburg unterstützt Kulturszene mit 450.000 Euro

    Der Würzburger Stadtrat hat zur Unterstützung der Kulturszene während der Corona-Pandemie Mittel in Höhe von 450.000 Euro genehmigt. Es soll verschiedene Maßnahmen geben, um die Gelder an die Kulturszene zu verteilen.

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    Von
    • Vesile Özcan

    450.000 Euro für die Kultur. Diese Unterstützungs-Summe hat der Würzburger Stadtrat beschlossen. Vom Geld sollen unter anderem Kulturinstitutionen, kulturnahe Dienstleister und einzelne Künstler profitieren, so die Stadt Würzburg.

    Erlassen der Miete, Stipendien und Zuschüsse

    Wie die Gelder im Einzelnen eingesetzt werden, wurde bereits im Kulturreferat der Stadt gemeinsam mit Kultureinrichtungen und dem Dachverband freier Kulturträger analysiert, so Kulturreferent Achim Könnekey. Unter anderem wurden folgende Maßnahmen vorgeschlagen:

    • Für die Open-Air-Sommerprogramme und Festivals, wie zum Beispiel der "Würzburger Kultursommer" sollen ein erheblicher Teil der Corona-Nothilfe eingesetzt werden – insgesamt 180.000 Euro.
    • Für den Nothilfe-Fond sind zwischen 30.000 und 80.000 Euro vorgesehen. Hier geht es um direkte Zuschüsse oder Miterlasse. Für Miet-Zuschüsse für Chöre, Orchester, Ensembles und Kulturvereine wurde ein Etat von 5.000 bis 20.000 Euro eingerichtet.
    • Durch vier Arbeitsstipendien in Höhe von je 6.000 Euro sollen Einzelkünstler unterstützt werden. Außerdem soll es verschiedene Stipendienprogramm geben.
    • Die Qualifikation, Fortbildung und das Coaching zum Thema "Würzburger Bündnis KlimaKultur" sollen vom Corona-Sonder-Etat mit bis zu 15.000 Euro unterstützt werden.
    • Da die Auftragslage für Musiker, Veranstaltungsfirmen, DJs und Tontechniker auch schwierig ist, soll eine Live-Musikprogramm-Prämie eingerichtet werden. Diese umfasst insgesamt 50.000 Euro und wird über eine Jury verteilt.

    Der Vorschlag der Aufteilung wird vom Kulturausschuss am 22. April dem Stadtrat zum Beschluss vorgelegt.

    Kulturbranche leide in Corona-Zeiten besonders

    Ziel der Förderung sei es, die kulturelle Infrastruktur zu stärken und auch kurzfristig angelegte Projekte und Kleinstveranstaltungen Realisierungschancen bieten, so die Stadt Würzburg. Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU) begrüßt das städtischen Förderprogramm: "Kaum ein Bereich ist von Corona so stark getroffen wie die Kultur. Und für die Kulturschaffenden gibt es immer noch keine valide Öffnungsperspektive. Viele Einrichtungen wissen nicht, ob sie mit Förderprogrammen des Freistaates und des Bundes bedacht oder auskommen werden." Die vom Kulturreferat ausgearbeiteten Maßnahmen seien laut dem Oberbürgermeister schnell umsetzbar.

    Austausch zwischen Politik und Kultur

    Daneben teilte das Landratsamt Würzburg mit, dass für den Landkreis ein "Kulturregion-Beirat" gegründet wurde. Dieser soll etwa den Austausch zwischen Politik und Kultur ermöglichen. Landrat Thomas Eberth (CSU) sagte er sei froh, dass der Kulturregion-Beirat ins Leben gerufen wurde und hier Politik und Kultur vernetzt würden. Laut dem Landratsamt gebe es die Idee für den Kulturbeirat bereits seit 2019. Ziel sei es, verschiedene Kulturangebote zu stärken und neuen Projekten Raum zu geben. Bei der ersten konstituierenden Sitzung wurde laut Landratsamt die Idee für einen Kulturpreis aufgegriffen.

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