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Corona-Krise: Neonazis inszenieren sich in Bamberg als Helfer | BR24

© picture alliance/Sebastian Willnow

Mitglieder der rechtsextremen Kleinpartei "Der dritte Weg" wollen in Bamberg und Umgebung die Corona-Krise nutzen um ihre Propaganda zu streuen.

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    Corona-Krise: Neonazis inszenieren sich in Bamberg als Helfer

    Die rechtsextreme Partei "Der dritte Weg" wirbt in Bamberg und Umgebung für eine Nachbarschaftshilfe. Kritiker fürchten, dass die Neonazis so ihre Propaganda in die Mitte der Gesellschaft tragen wollen.

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    Die rechtsextreme Kleinpartei "Der dritte Weg" nutzt die Coronakrise und inszeniert sich in Bamberg als harmlose Hilfs-Initiative. In sozialen Netzwerken wirbt die Partei in Bamberg und Umland für eine sogenannte "Nachbarschaftshilfe“, die Hilfe im Alltag und beim Einkaufen verspricht.

    Propaganda in die Mitte der Gesellschaft tragen

    Umschrieben ist die Nachricht mit dem Slogan "Solidarität für Deutsche". Neonazi-Gegner sehen dieses Vorgehen kritisch. Nanne Wienands von der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg sagte dem Bayerischen Rundfunk: "Es geht dem Dritten Weg nicht um Hilfe, sondern um Propaganda für sich selbst. So wollen sie sich ihre Propaganda in die Mitte der Gesellschaft tragen".

    Orientierung am Gedankengut der NSDAP

    Bei der Partei "Der dritte Weg" handelt es sich um eine Kleinpartei, die sich ideologisch am Gedankengut der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) orientiert, schreibt der Verfassungsschutz. Experten stufen die Partei als Nachfolgeorganisation der mittlerweile verbotenen bayerischen Kameradschaft "Freies Netz Süd" ein.