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Corona-Krise in Oberbayern: Hier gibt es Hilfsangebote | BR24

© picture alliance/Armin Weigel/dpa

Eine Frau legt in einem Supermarkt Lebensmittel in einen Einkaufswagen. Die Helferin besorgt für Senioren und Kranke Lebensmittel.

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    Corona-Krise in Oberbayern: Hier gibt es Hilfsangebote

    Einkaufsservice, Nachhilfe oder Online-Lachyoga: In Zeiten von Corona halten die Menschen in Oberbayern zusammen. Viele schließen sich über soziale Netzwerke oder Vereine zusammen, um anderen zu helfen. Ein Überblick über die oberbayerischen Angebote

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    Vor allem für ältere, kranke und schwache Menschen ist die Ausbreitung des Coronavirus gefährlich. In ganz Oberbayern setzen sich viele Freiwillige für andere ein. Wir haben Vernetzungsgruppen und Hilfsinitiativen aus Oberbayern gesammelt.

    Den Corona-Ticker für Oberbayern finden Sie hier.

    +++ Dieser Artikel wird regelmäßig um neue Hilfsangebote erweitert und aktualisiert +++

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    Raum München

    • Die Stadt München hat ein Spendenkonto "Corona-Hilfe" eingerichtet. Damit sollen soziale Organisationen und Projekte in München unterstützt werden - "sei es zum jetzigen Zeitpunkt oder zur Unterstützung bei Spätfolgen", sagt Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Die Spenden fließen auch in das Projekt „Helft den Helfern!“, das die Stadt München gestartet hat. Dabei werden die Menschen unterstützt, die bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie "an vorderster Front" stehen, etwa in Krankenhäusern, im Rettungsdienst, in Alten- und Pflegeheimen oder sozialen Organisationen. Man wolle ihnen "kleine Freuden und Aufmerksamkeiten" schenken, erklärt der OB: "Ob Blumensträuße für die Krankenstationen, Süßigkeiten und Energydrinks für die Nerven oder ein frischer Obstkorb für die Wohnbereiche in den Altenheimen – jede noch so kleine Freude hilft, diese Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen und zu zeigen, dass ihre Arbeit große Anerkennung findet.“
    • Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising hat seine Lebensmittelausgaben umorganisiert und alle Tafeln und Tische in der bisherigen Form geschlossen. Jetzt bekommen die 4.000 Berechtigten Lebensmittel-Gutscheine. "Wer nicht mobil oder rüstig ist oder zu einer Risikogruppe zählt und seine Wohnung deshalb nicht mehr verlassen kann, bekommt von uns die Lebensmittel bis zur Haustür gebracht", erläutert Geschäftsführer Harald Bachmeier. Die Münchner Caritas sucht dafür jetzt freiwillige Einkaufshelfer. Interessierte können sich montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr über die Hotline 0800/000 5802 bei den Münchner Freiwilligenzentren melden.
    • Die Münchner Freiwilligenhilfe bietet für Menschen der Risikogruppen eine Hotline. Sie ist unter 089/461 329 83 täglich von 9 bis 18 Uhr erreichbar. Wer Unterstützung braucht, weil er oder sie nicht selbst in einen Supermarkt oder eine Apotheke gehen will oder kann, kann sich hier melden. Wer mithelfen will, kann sich online melden.
    • Das Münchner Sozialreferat bietet unter der Nummer 089-233-96833 ein Servicetelefon als erste Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger an. Es vermittelt in eines der zwölf Sozialbürgerhäuser (SBH) oder auch zum Jobcenter München sowie bei Fragen zum Thema Wohnungslosigkeit und prekäre Wohnsituationen ins Amt für Wohnen und Migration. Das Servicetelefon kann für Bürger in sozialen Notlagen auch den Kontakt zur Bezirkssozialarbeit herstellen. Es ist Montag bis Mittwoch von 8 bis 16 Uhr, am Donnerstag von 8 bis 17 Uhr, am Freitag von 8 bis 13 Uhr und am Samstag von 9 bis 15 Uhr erreichbar.
    • Wem die Kontaktverbote in der Corona-Krise auf die Psyche schlagen, der könnte es einmal mit Online-Lachtraining versuchen. Der Lachclub am Münchner Westpark trifft sich nun jeden Sonntag um 11 Uhr im Videochat. 25 bis 35 Teilnehmer gibt es den Angaben zufolge aktuell pro Sitzung, täglich werden es mehr. Es gehe um Atemübungen und darum, zu lächeln - das natürliche Lachen komme dann von allein, erklärte eine Sprecherin.
    • Impfworte gegen den Corona-Blues: Während die kulturellen Einrichtungen in ganz München geschlossen haben, macht der Poesiebriefkasten im Stadtteil Giesing auch weiterhin die Klappe auf. Die Postboten bringen ihm zur Zeit vor allem Virus-Gedichte. Betreiberin Katharina Schweissguth bittet alle, die isoliert daheim sitzen: "Schreibt, was euch bewegt! Schreibt Trost und Furcht auf! Bannt das Virus auf Papier!" Wer kreativ wird, kann sein Gedicht per Post an Poesiebriefkasten, Wirtstraße 7, 81539 München schicken. Die eingesendeten Werke erscheinen dann unter dem Hashtag #coronapoesie auf dem Instagram-Kanal des Poesiebriefkastens. Außerdem wollen die Poesieboten die Gedichte per Livestream vom Balkon aus vorlesen. Der Termin Anfang April wird hier bekanntgegeben.
      © Poesieboten e.V.

      Der Poesiebriefkasten in München-Giesing nimmt Virus-Gedichte entgegen.

      • Die Kunst-Werk-Küche von Wiesn-Wirtin Katharina Inselkammer ist ein Inklusions-Projekt, bei dem elf Menschen mit Behinderung mitarbeiten und jetzt für alle Münchner kochen, die während der Coronakrise das Haus nicht verlassen wollen oder können. Die Wochenpakete werden nach Hause geliefert. Im Angebot sind bis zu drei unterschiedliche Wochenpakete (auch vegetarische), damit man die Corona-Krise zu Hause auch mit einer gewissen Abwechslung beim Essen übersteht. Die Zubereitung ist einfach: Entweder die Speisen im Wasserbad erhitzen oder man holt sie einen Tag vor dem Gebrauch aus der Gefrierbox und legt sie in den Kühlschrank. Dann kann man sie in Topf, Pfanne oder Mikrowelle warm machen. Hier kann bestellt werden.
      • Münchner Einsatzkräfte bekommen am neu eingerichteten „Drive-in“ der BayWa Stiftung in der Arabellastraße 4 eine kostenlose frische Verpflegung. Rettungskräfte, Sanitäter, Notärzte und weitere Einsatzkräfte können täglich von 7 bis 19 Uhr zwischen drei warmen Gerichten wählen, außerdem sind Snacks und Getränke erhältlich. Die BayWa Stiftung möchte auf diese Weise den Helfern für ihren Einsatz während der Krise danken.
      • Das Landratsamt München hat in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum der Caritas-Dienste im Landkreis München eine Hotline eingerichtet. Die Hotline-Nummer ist ab sofort freigeschaltet unter der Durchwahl: 0800/ 0894000. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jeweils von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr erreichbar. Sie informieren und beraten Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Organisationen im Bereich Freiwilligenengagement rund um das Thema zu Covid-19 – sei es zum Versicherungsschutz, zur Fürsorgepflicht und zu Pandemieplänen, zur Integration oder zu Fördermöglichkeiten des Landkreises.

      Garching

      • Das Training fällt derzeit auch für die Fußballer des VfR Garching aus, und die Zeit wollen sie nun sinnvoll nutzen: Gemeinsam mit der Stadt Garching starten sie einen Einkaufsservice. Damit soll speziell Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen und Bürgern in Quarantäne geholfen werden. Die Stadt hat eine Hotline eingerichtet, die ab sofort montags bis freitags (089/320 894 60) und samstags (089/320 7887) jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr erreichbar ist. Die Fußballer gehen dann einkaufen und übernehmen den Lieferservice nach Hause. Kurz vor der Auslieferung rufen sie an, sodass die jeweiligen Auftraggeber das Geld und einen Behälter für die Waren vor die Tür legen können. Auch Postgänge werden auf Wunsch erledigt.

      Rosenheim

      • Das städtische Sozialamt Rosenheim bietet ab sofort einen Lebensmittel-Lieferservice für Seniorinnen und Senioren und Personen mit Risikoerkrankungen an. „Wir wollen insbesondere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern während der aktuellen Ausgangsbeschränkungen helfen und sie beim Einkauf der wichtigsten Lebensmittel oder mit einer Besorgungsfahrt zur Apotheke unterstützen“, so Sozialamtsleiter Christian Meixner. Wer diesen Service in Anspruch nehmen möchte, kann sich bei Fr. Rastinger-Daburger von der Sozialen Stadt Rosenheim unter der Telefonnummer 08031 365 2122 melden.
      • Der Sozialpsychiatrische Dienst der Caritas Rosenheim ist bei Sorgen und Ängsten unter 08031 20380 erreichbar: Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 und 13 bis 16 Uhr, Freitag von 9 bis 12 Uhr.

      Prien am Chiemsee

      • "Prien hoid zam!“: Die Prien Marketing GmbH ruft dazu auf, regionale Einzelhändler zu unterstützen. Egal ob alternative Vertriebsmöglichkeiten, neue Lieferservices oder digitale Angebote - hier können sich Verbraucher über die lokalen Unternehmen informieren.

      Miesbach

      • Die Stadt Miesbach hat eine Hotline "Corona: Miesbach hilft" unter der Rufnummer 08025 / 283-22 eingerichtet. Bürger können sich bei Fragen und Hilfe-Bedarf melden. Die Nummer ist Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr besetzt.

      Holzkirchen

      • Der Markt Holzkirchen hat eine Hotline für hilfsbedürftige Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Wer etwa beim Einkaufen oder für Gassirunden Hilfe braucht, kann sich Montag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr unter 0151 1793 6203 melden. Interessierte Helferinnen und Helfer können sich hier registrieren.

      Landsberg am Lech

      • Um Senioren vor dem Coronavirus zu schützen, hat der inklusive Cap-Supermarkt zusammen mit der Stadt Landsberg am Lech einen Lebensmittel-Lieferservice an den Start gebracht. Er soll alten Menschen den Gang in den Laden ersparen. Mitarbeiter des Supermarktes nehmen die Bestellung telefonisch auf und stellen alles in Kartons bereit. Städtische Mitarbeiter holen die Bestellung ab und liefern die Lebensmittel und Haushaltswaren aus.

      Erding

      • Damit in der Corona-Krise auch allein lebende Senioren sicher mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden, bietet die Stadt Erding jetzt einen besonderen Service an: Die Senioren selbst, aber auch Arztpraxen und Apotheken können sich ab sofort an die Seniorenbeauftragte Silke Hörold-Ries wenden (Telefon 08122/408-108, E-Mail: seniorenbeauftragte@erding.de). Mitarbeiter des Ordnungsamtes übernehmen dann die Verteilung der benötigten Waren oder Arzneimittel.

      Mühldorf

      • Während der Ausgangsbeschränkungen will die Kreisstadt Mühldorf Bürgerinnen und Bürger unterstützen, die nicht ohne weiteres ihr Haus verlassen sollten. Dafür hat Bürgermeisterin Marianne Zollner die Hilfsaktion "Mühldorf hilft“ ins Leben gerufen. Ältere und kranke Menschen, die nicht einkaufen gehen können, können unter der Telefonnummer 08631 / 612 612 um Hilfe bitten. Die Zentrale organisiert dann einen passenden Helfenden. "Es geht aber auch darum, wenn jemand generell Hilfe braucht", sagt Monika Pingitzer, Pressesprecherin der Stadt, dem BR. Auch HelferInnen können unter dieser Nummer ihre Unterstützung anbieten. Montag bis Samstag von 9 bis 12 Uhr können Freiwillige anrufen.

      Oberbayern gesamt

      • Kaum eine Branche trifft das Corona-Virus so hart wie die Gastronomie: Restaurants, Bars, Wirtshäuser und Biergärten. In ganz Bayern entwickeln Wirte kreative Strategien, um ihre Betriebe trotz der geltenden Ausgangsbeschränkungen aufrecht zu erhalten. Denn Essensangebote zum Mitnehmen oder per Lieferservice sind weiterhin möglich. Alle Angebote finden Sie übersichtlich auf der Online-Plattform der BAYERN 3 Lokal-Helden. Eine Initiative des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands und der Genussakademie des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
      • Gemeinsam singen gegen den Lagerkoller: Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern lädt zum Singen daheim ein. Innerhalb Oberbayerns verschickt es dafür kostenlos Liederhefte. Die Aktion läuft erst einmal bis Ostern – solange der Vorrat reicht. Im Angebot sind unter anderem Liederhefte für das Singen und Spielen mit Kindern und für das Singen mit älteren Menschen, geistliche, bayerische und deutsche Volkslieder sowie zweistimmige Lieder für Frauen- und Männerstimme. Bestellungen werden telefonisch (08062 / 51 64) oder per E-Mail (volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de) entgegengenommen.