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Corona-Krise belastet Nürnberger Haushalt | BR24

© picture alliance/dpa

Nürnberger Rathaus am Abend

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    Corona-Krise belastet Nürnberger Haushalt

    Die Corona-Krise belastet die Nürnberger Stadtfinanzen mit voraussichtlich mehr als 130 Millionen Euro. Der Stadtrat hat sich in seiner letzten Sitzung dieser Legislaturperiode umfassend mit den Auswirkungen der Pandemie beschäftigt.

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    Von
    • Michael Reiner

    Für Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) war dies die letzte Sitzung, die er nach 18 Jahren im Amt leitete. Abschiedsstimmung kam dabei jedoch kaum auf. Nur 14 der 70 Stadträte waren im sogenannten "Ferienausschuss" anwesend, der statt des regulären Gremiums tagte. Stadtkämmerer Harald Riedel (SPD) rechnet durch die Corona-Krise mit massiven Einbrüchen bei den Einnahmen aus der Gewerbe- und der Einkommenssteuer. Dazu komme, dass beispielsweise auch mehr als fünf Millionen Euro Eintrittsgelder bei den städtischen Bädern und rund zwei Millionen Euro beim Tiergarten entfallen.

    Lkw als rollende Bühne?

    Kulturreferentin Julia Lehner (CSU) stellte Überlegungen vor, wie die Kultur in der Stadt wieder zum Leben erweckt werden könne. So ist angedacht, das Bardentreffen in die Hinterhöfe der Stadt zu bringen. Statt großer Konzerte auf dem Hauptmarkt sollen kleine Bands aus der Region dort spielen, wo die Anwohner vom Balkon oder am offenen Fenster zuhören können. Ebenfalls geprüft wird, ob ein Lastwagen als rollende Bühne Musik, Schauspiel und Ballett an verschiedene Orte der Stadt bringen kann.

    Helmut-Kohl-Platz am Bahnhof beschlossen

    Noch sei jedoch rechtlich nicht klar, ob dies unter den aktuellen Corona-Beschränkungen möglich sei, sagte Lehner. Außerdem beschlossen die Stadträte, dass die Stadt Nürnberg die Gründung von drei neuen Schulen beim Freistaat beantragt. Zustimmung gab es für die Streckenführung des Radschnellwegs nach Erlangen und Benennung eines Platzes nach Helmut Kohl. Eine Freifläche am Hauptbahnhof wird künftig den Namen des ehemaligen Bundeskanzlers tragen.