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Corona kostet Bayern bis 2021 7,2 Milliarden Steuern | BR24

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Die Corona-Krise kommt Bayern teuer zu stehen. Heuer drohen 2020 Steuerverluste von rund 3,5 Mrd. Euro, 2021 wird das Minus auf rund 3,7 Mrd. Euro berechnet. Spekulationen über Steuererhöhungen wies Finanzminister Füracker zurück.

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Corona kostet Bayern bis 2021 7,2 Milliarden Steuern

Wegen der Corona-Krise muss der Freistaat Bayern bis 2021 mit rund 7,2 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen rechnen als vor einem Jahr erwartet. Auch wenn es laut Bayerns Finanzminister Albert Füracker eine leichte Besserung in der Schätzung gibt.

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Die Corona-Krise kommt Bayern teuer zu stehen: Dem Freistaat drohen für das laufende und das kommende Jahr massive Steuerverluste. Nach der am Donnerstagabend erstellten Schätzung muss der Staatshaushalt 2020 einen Rückgang um rund 3,5 Milliarden Euro im Vergleich zur Schätzung im vergangenen Herbst vor der Corona-Krise verkraften und für 2021 ein Minus von 3,7 Milliarden Euro.

Auch 2021 Neuverschuldung nötig

Auch wenn das prognostizierte Minus bei den Einnahmen laut Finanzminister Albert Füracker (CSU) geringer ausfällt, als noch im September befürchtet, wird angesichts der Zahlen für das kommende Haushaltsjahr wohl kein Weg an einer erneuten Neuverschuldung in Milliardenhöhe vorbeigehen. Hierfür muss erneut die Schuldenbremse außer Kraft gesetzt werden.

Dennoch weiter Investitionen

Für 2020 korrigierten die Schätzer im Vergleich zum September die Verluste um 685 Millionen Euro nach unten, für 2021 um rund 350 Millionen Euro. Laut Füracker ist der Haushalt - dank der soliden Finanzpolitik der vergangenen Jahre - aber auch in dieser schwierigen Phase stabil. Es werde weiter investiert und man komme ohne Steuererhöhungen aus.

Historisch schlechteste Steuerschätzung Bayerns

Auch wenn die Steuerschätzung nicht mehr so gravierend ausfällt wie vor Monaten gedacht, ist es für Bayern, immerhin der Steuerprimus unter den Bundesländern, die historisch schlechteste Steuerschätzung. Zum Vergleich: Nach dem Ausbruch der weltweiten Finanzkrise beliefen sich die geschätzten Einnahmerückgänge zwischen Herbst 2008 und Mai 2009 nur auf rund 1,5 Milliarden Euro.

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