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Corona-Infektion bei Hund und Katze in Deutschland nachgewiesen | BR24

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Ein Hund in der Stadt.

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    Corona-Infektion bei Hund und Katze in Deutschland nachgewiesen

    In Deutschland sind zum ersten Mal bei Haustieren Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Betroffen sind ein Hund aus München und eine Katze aus Frankfurt am Main. Die Katze hat die Infektion überstanden.

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    • BR24 Redaktion

    In Deutschland sind erstmals seit Einführung der Meldepflicht Anfang Juli mit Corona infizierte Haustiere registriert worden. Proben der Katze sind laut der Nachrichtenagentur dpa im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems bei Greifswald untersucht worden. Zuvor hatten verschiedene Medien darüber berichtet.

    Katze hat Corona-Infektion überlebt

    Bei der Frankfurter Katze seien Antikörper nachgewiesen worden, sagte der Präsident des Friedrich-Loeffler-Institutes, Thomas Mettenleiter, der Deutschen Presse-Agentur. Das Tier habe die Infektion überlebt. Zu dem Hund aus München konnte der Wissenschaftler keine weiteren Angaben machen.

    Die Katze sei getestet worden, weil in ihrem Haushalt Sars-CoV-2 nachgewiesen worden war. Überrascht habe ihn der Befund bei den Haustieren nicht, so Mettenleiter. "Wir wissen seit dem Frühjahr, dass sie infizierbar sind."

    Menschen sollten Abstand zu Haustieren halten

    Weltweit seien rund 70 bestätigte Fälle bei Haustieren bekannt. Zwei Drittel davon seien Katzen, ein Drittel Hunde. Wer Frettchen als Haustiere halte, müsse ebenfalls damit rechnen, dass sie sich anstecken können. Infizierte Menschen sollten daher auch Abstand zu ihren Haustieren halten, mahnte Mettenleiter.

    Haustiere können an Sars-CoV-2 sterben

    Die Vierbeiner könnten durch das Coronavirus ebenfalls an Atemwegsinfektionen erkranken und schlimmstenfalls sterben. Aus Zoos seien mehrere Infektionen von Großkatzen bekannt, unter anderem in Südafrika. Dass das Virus mutiere und vom Haustier wieder auf den Menschen übertragen werde, befürchtet der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts aber nicht.

    Vorsicht bei Kontakt mit Wildtieren

    Vor dem Hintergrund der Corona-Ausbrüche auf Nerzfarmen in Dänemark warnte Mettenleiter in der "Neuen Osnabrücker Zeitung" jedoch vor der Übertragung des Virus vom Menschen auf freilebende Wildtiere. "Das ist im Zweifelsfall nicht nur für die Tiere gefährlich, sondern auch für uns Menschen", sagte er. Beim Kontakt mit Wildtieren wie Mardern und Fledermäusen sei besondere Vorsicht geboten.

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