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Stufen.

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    Traunstein: Mit 5-Stufen-Plan durch die Corona-Pandemie

    Der Traunsteiner Landrat Siegfried Walch (CSU) hat in einem 5-Stufen-Plan erarbeitet, wie die Bundesrepublik die Corona-Pandemie bewältigen könnte. Entscheidend für Öffnungen wäre dann nicht mehr der Inzidenzwert, sondern der Impffortschritt.

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    Von
    • Christine Haberlander

    Sein Konzept hat er sowohl an das Bundesgesundheitsministerium als auch an das Robert Koch-Institut (RKI) geschickt: Mit einem 5-Stufen-Plan möchte Siegfried Walch, Landrat für den Landkreis Traunstein, einen Weg durch die Corona-Pandemie aufzeigen – nicht nur für seinen Landkreis, sondern für ganz Deutschland.

    Inzidenz-Wert zweitrangig

    Das Konzept, das von den Landräten der Landkreise Fürstenfeldbruck und Altötting, Thomas Karmasin (CSU) und Erwin Schneider (CSU), mitgetragen wird, sieht ein Öffnen nach Impffortschritt und nicht nach Inzidenzwert vor. "Wir erleben nicht nur eine medizinische und systemische Krisensituation, sondern mittlerweile auch eine psychologische Krise", so der Traunsteiner Landrat. Den Menschen fehle eine verlässliche Perspektive und es falle ihnen immer schwerer, die Maßnahmen mitzutragen. Nach der Ansicht von Walch soll jedem Impf-Fortschritt klar definierte Öffnungen und Lockerungen folgen.

    Vorsicht bleibt oberstes Gebot

    Er wisse, dass man nicht einfach alles aufmachen können, so Walch, schließlich habe der Landkreis Traunstein Inzidenzwerte jenseits der 400 erlebt. Das Ziel sei nicht, schneller zu öffnen, sondern verlässlicher.

    Die Impfquote gibt den Takt vor

    Walch schlägt vor, dass es Lockerungen gibt, wenn 70 Prozent der Menschen in der jeweiligen Priorisierungsgruppe vollständig geimpft sind. Für die Priorisierungsgruppe 1 würde das heißen: Sind 70 Prozent der über 80-Jährigen geimpft, dürften zum Beispiel Gastronomiebetriebe ihre Außenbereiche wieder öffnen, allerdings mit Terminvereinbarungen und negativen Selbsttests der Gäste. Gleiches gälte für den Einzelhandel, der dann die Kundenzahl begrenzen und eine Pflicht der Kunden zum Tragen einer FFP2-Maske durchsetzen müsste. Wenn die nachfolgenden Priorisierungsgruppen zu 70 Prozent durchgeimpft sind, sollen weitere Öffnungen folgen.

    Zusammenhalt in der Bevölkerung nicht verspielen

    Der Traunsteiner Landrat hat seinen 5-Stufen-Plan an das Bundesgesundheitsministerium und an das Robert Koch-Institut übermittelt, sowie die Bayerische Staatsregierung um Unterstützung seiner Initiative gebeten. Die Strategie der Vorsicht und Umsicht habe sich bei der Bewältigung der Corona-Pandemie bewährt, so Walch. Nun gelte es den Zusammenhalt innerhalb der Bevölkerung in der entscheidenden Phase der Pandemie-Bewältigung zu bewahren.

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