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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 9. bis zum 15. März | BR24

© dpa / Sven Hoppe

Kommunalwahlen während der Corona-Krise

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 9. bis zum 15. März

    Skigebiete stellen den Betrieb ein, die Zahl der Briefwähler bei der Kommunalwahl steigt, die Kommunen suchen Wahlhelfer. Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise in Oberbayern im chronologischen Überblick vom 9. bis zum 15. März.

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    Sonntag, 15. März

    15.41 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau bestätigt acht neue Corona-Fälle

    Wie der Landkreis Weilheim-Schongau bekannt gibt, sind bis zum zum Sonntag insgesamt 19 Bewohner des Landkreises positiv auf das neue Coronavirus getestet worden. Das seien acht neue Fälle seit Freitag, teilte das Landratsamt mit. Die Erkrankten sind zwischen 26 und 75 Jahre alt. Alle acht waren entweder selbst in einem Risikogebiet gewesen oder standen in engem Kontakt zu einem bereits bestätigten Krankheitsfall. Alle Erkrankten zeigen nur leichte Symptome und werden in häuslicher Isolation ambulant betreut.

    Mittlerweile ist auch eine mobile Abstrichstation des Gesundheitsamts in Betrieb gegangen. Am Samstag wurden bereits 43 Personen dort getestet, am Sonntag etwa ebenso viele.

    Am frühen Sonntagmorgen wurde ein Regionalzug auf dem Bahnhof Schongau angehalten, weil ein Zugbegleiter über plötzliche Krankheitssymptome klagte. Alle Passagiere wurden vom Gesundheitsamt informiert. Das BRK und die Polizei waren zur Unterstützung vor Ort. Da sich der Bahnmitarbeiter sofort selbst in ein Dienstabteil zurückgezogen hatte, besteht für die Fahrgäste kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Gegen 11:00 Uhr konnten die Fahrgäste die Weiterreise antreten.

    15.08 Uhr: 42 neue Fälle von Coronavirus in München

    Die Stadt München hat 42 neue Fälle von Coronavirus bestätigt. Damit steigt die Zahl der Coronaviruskranken in der Landeshauptstadt aktuell auf 242. Am Montag davor waren es noch 16 neu bestätigte Infektionen gewesen.

    13.44 Uhr: Seniorenheim Augustinum verschärft Trennung von Senioren und Wählern

    In den drei Häusern Augustinum in Dießen am Ammersee, Augustinum München-Neufriedenheim und Augustinum München-Nord sind die Wahlräume zur heutigen bayerischen Kommunalwahl nur über separate Zugänge erreichbar. Ein Übergang in die Häuser ist für Wählerinnen und Wähler, die nicht im Haus wohnen, nicht möglich, teilte das Augustinum mit. Mit solchen Maßnahmen wie am Augustinum wollen Seniorenheime verhindern, dass das Virus durch Wähler in den Heimen verbreitet wird.

    13.29 Uhr: Mitarbeiterin des Krankenhaus Schongau positiv auf Coronavirus getestet

    Eine Mitarbeiterin im medizinisch-administrativen Bereich im Krankenhaus Schongau wurde positiv getestet und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das teilte die Krankenhaus GmbH des Landkreises Weilheim Schongau mit. Außerdem wurden drei Verdachtspatienten des Krankenhauses getestet und sicherheitshalber auf Isolierstation verlegt. Das Ergebnis des Tests wird für Montag erwartet. Ab sofort gilt Maskenpflicht für alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Klinikums.

    12.16 Uhr: Gemeinnütziger Verein bietet Hilfsdienst für Risikogruppen an

    Der gemeinnützige Verein "Münchner Freiwillige - Wir helfen e.V." bietet für ältere Menschen und Menschen der Corona-Risikogruppen einen Hilfsdienst an. Der Verein wendet sich selbst mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit. "Bei uns können sich ältere Menschen und Menschen der Corona-Risikogruppen melden, wenn sie Unterstützung brauchen – etwa für die Besorgung von Lebensmitteln und Medikamenten – aber nicht selbst in einen Supermarkt oder eine Apotheke gehen wollen oder können." Auch dringliche Post besorgen die Helfer, die vor ihrem ersten Einsatz in Sachen Hygiene und Eigenschutz auf Grundlage der Empfehlungen des RKI geschult werden, wie der Verein versichert. Hilfsbedürftige können sich telefonisch von 9 bis 18 Uhr täglich melden: 089-46132983.

    11.31 Uhr: Mehr Briefwähler in München wegen Coronavirus

    In der bayerischen Landeshauptstadt haben sich bisher mehr Bürger an der Kommunalwahl beteiligt als vor sechs Jahren. Nach Angaben der Stadt München hatten am Sonntag bis 10.00 Uhr einschließlich der Briefwähler 31,5 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme in Deutschlands drittgrößter Stadt abgegeben. 2014 waren es zum selben Zeitpunkt erst 26,3 Prozent. Der Zuwachs geht wesentlich auf die Briefwahl zurück, die im Zuge der Corona-Krise diesmal deutlich höher ist als vor sechs Jahren.

    11.31 Uhr: Coronavirus verursacht zahlreiche Ausfälle bei Wahlhelfern in Ingolstadt

    Erhebliche Verzögerungen bei der Übermittlung der Zahlen zur Wahlbeteiligung gab es in Ingolstadt. Dort leidet die Wahlzentrale unter den zahlreichen Ausfällen bei den Wahlhelfern. Etliche hätten kurzfristig absagen müssen, da sie nach Rückkehr aus Corona-Risikogebieten ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen konnten, hieß es.

    11.28 Uhr: Leere Bänke bei evangelischen Gottesdiensten in München

    Anders als noch am Freitag von der evangelischen Landeskirche angekündigt, finden heute nicht alle Sonntags-Gottesdienste in den evangelischen Kirchen in München statt. Noch am Samstag kam die Aufforderung durch die Kirchenleitung an die Kirchengemeinden, vor Ort selbstständig zu entscheiden. So hat etwa die evangelische Stephanus Gemeinde in München alle Gottesdienste bis Anfang April gestrichen. In der benachbarten evangelischen Christuskirche fand heute ein Gottesdienst statt, mit entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen: nur jede zweite Reihe durfte besetzt sein. Nur wenige Menschen kamen. Dekan Christoph Jahnel wandte sich in einer voraufgezeichneten Videobotschaften an Gemeindemitglieder, die zu Hause bleiben wollten oder mussten. Die landeskirchlichen Tagungshäuser wurden bereits gestern geschlossen.

    11.26 Uhr: Landkreis Pfaffenhofen bestätigt achten Coronavirus-Fall

    Im Landkreis Pfaffenhofen gibt es einen achten bestätigten Fall von Coronavirus. Es handle sich um eine erwachsene Frau, die in keinem Zusammenhang zu den bisher bestätigten Fällen stehe, teilte das Landratsamt mit. Eine Konzentration des Infektionsgeschehens auf eine bestimmte Gemeinde im Landkreis sei dabei bislang nicht zu erkennen.

    10.28 Uhr: Taktverstärker auf der S-Bahn München entfallen ab Montag

    Ab Montag entfallen die Taktverstärker bei der Münchner S-Bahn auf den Linien S2, S3, S4 und S8. Als Grund gibt die Bahn die Schulschließungen an. Dass die Menschen mehr Abstand halten sollen, um eine mögliche Ansteckung mit dem Virus zu erschweren, wird in der Pressemitteilung der DB Regio AG nicht erwähnt.

    8.50 Uhr: Deutsche Rentenversicherung schließt Beratungsstellen

    Um die Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen, schließt die Deutsche Rentenversicherung Süd ihre Auskunfts- und Beratungsstellen München, Regensburg, Rosenheim, Landshut, Passau, Weiden und Amberg ab Montag, 16. März, bis auf Weiteres für den Besucherverkehr, teilt sie mit. Für Fragen rund um die Themen Rente, Altersvorsorge, Prävention und Rehabilitation stehe aber weiterhin das kostenlose Servicetelefon unter 0800-1000 480 15 zur Verfügung.

    Samstag, 14. März

    15.49 Uhr: Alpen Plus-Skigebiete stellen am Montag den Betrieb ein

    Am Sonntag (15.05.) ist der letzte Skitag der Saison in den Alpen Plus Skigebieten. Brauneck, Wallberg, Spitzingsee und Sudelfeld stellen den Betrieb aller Bahnen und Lifte ab Montag vollständig ein. "Auch wenn wir bedauern, die Saison vorzeitig beenden zu müssen, sehen wir unsere Entscheidung als notwendige Vorsichtsmaßnahme zur Eindämmung und Bekämpfung des Coronavirus", erklärt Peter Lorenz, Sprecher der Alpen Plus Partnergebiete. Eigentlich sollte die Wallbergbahn zu Ostern wieder ihren Betrieb aufnehmen, im Mai hätten die Bergbahn am Brauneck und die Taubensteinbahn am Spitzingsee in die Sommersaison gehen sollen. Wann der Betrieb tatsächlich wieder aufgenommen werden kann, steht zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht fest, teilte Alpen Plus mit.

    14.34 Uhr: So schützt das Münchner Augustinum seine Bewohner am Wahltag

    Die Seniorenresidenz Augustinum München-Nord hat das Wahllokal am Sonntag in einen anderen Gebäudeteil verlegt, so ein Sprecher. Das Wahllokal sei nun durch einen eigenen Eingang zu erreichen und räumlich klar von der Seniorenresidenz getrennt. Mitarbeiter werden am Sonntag zudem die Zugänge zur Residenz beaufsichtigen. Die Entscheidung hat das Augustinum heute gemeinsam mit dem zuständigen Wahlamt getroffen. "Wir sind dankbar, dass wir die Wahlräume ohne Probleme verlegen konnte", so der Sprecher des Augustinums. Für alle Wähler bleibt die Adresse aber gleich. Ursprünglich sollte das Wahllokal direkt im Gebäude des Seniorenheims aufgebaut werden. Die Schutzmaßnahmen sollen die älteren Bewohner vor einer Infizierung mit dem Coronavirus schützen. Auch für das Augustinum gelten mittlerweile strenge Besuchsregeln. Ein Besuch von Angehörigen ist nur in speziellen Ausnahmefällen erlaubt.

    14.33 Uhr: Landkreis Pfaffenhofen bestätigt siebten Corona-Fall

    Ein siebter bestätigter Coronavirus-Fall ist im Landkreis Pfaffenhofen aufgetreten, teilte das Landratsamt mit. Es handle sich um einen erwachsenen Mann, der sich nun in häuslicher Isolation befinde. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut. Die Kontakte des Betroffenen seien bereits ermittelt worden. Der Fall stehe im unmittelbaren Zusammenhang mit einer schon bestätigten infizierten Person.

    14.13 Uhr: Stadt München bestätigt 52 neue Coronavirus-Fälle

    Wie die Stadt München bekannt gibt, wurden bis Samstagmittag (13 Uhr), 14. März (Stand 13 Uhr), 52 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 201 Infektionen gemeldet.

    Am Samstag vergangener Woche (7.3.) waren elf Corona-Infektionen neu bestätigt worden.

    Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    14.09 Uhr: Zugspitzbahn stellt Gästebetrieb ein

    Die Bayerische Zugspitzbahn stellt den Gästebetrieb auf der Zugspitze und im Skigebiet Garmisch Classic ab Montag, 16. März ein. Das bedeutet das vorzeitige Saisonende für die Skigebiete, sowie die komplette Schließung der Zugspitze, darunter fallen beispielsweise auch die Seilbahn und die Gletscherbahn. Für Sonntag meldete der Betreiber eine Limitierung der Besucherzahl. Wie viele am Sonntag genau hoch dürfen, wolle man spontan entscheiden. Eigentlich hätte die Skisaison im Skigebiet Garmisch-Classic noch bis nach Ostern bis zum 13.04.2020 laufen sollen. Auch auf die Zugspitze kommt kein Gast mehr - denn auch die Tiroler Zugspitzbahn stellt ihren Betrieb ein - schon am Sonntag. Überhaupt gaben die beiden österreichischen Bundesländer Tirol und Salzburg bekannt, alle Seilbahnen zu schließen.

    Wann die Bayerische Zugspitzbahn ihren Betrieb wieder aufnimmt, ist aktuell noch nicht bekannt. Die Schließung dient als Vorsichtsmaßnahme und soll eine weitere Verbreitung des Corona-Virus verhindern. Das benachbarte Tirol wurde am Samstag offiziell zum Risikogebiet erklärt. Von der Schließung nicht betroffen ist der öffentliche Nahverkehr zwischen Garmisch-Partenkirchen und Grainau.

    12.30 Uhr: Klinikum Großhadern bittet Medizinstudenten um Hilfe

    Die Münchner Krankenhäuser bereiten sich auf den Corona-Ernstfall vor. Das Uni-Klinikum Großhadern bittet momentan Medizinstudenten um Unterstützung. Freiwillige können sich melden, um bei Telefondiensten oder der Dokumentation mitzuhelfen. Der Pressesprecher des Uni-Klinikums bestätigt, dass sie aktuell einen Pool an Freiwilligen zusammenstellen. Es gebe viele Studenten, die jetzt in der Krise helfen wollen. Gezwungen werde aber niemand. Zudem sollen Studenten nicht in den Notfalldienst direkt am Patienten.

    Während es am Innenstadt Standort des Uni Klinikums bereits eine Station für Covid-19-Patienten gibt, wird in Großhadern alles vorbereitet. Ein Teil der Intensivstation soll für Infizierte freigeräumt werden, zudem wird eine weitere Station vorbereitet, um Corona-Patienten aufzunehmen. Es sei eine rein logistische Vorbereitung, aktuell ohne Hektik, so der Pressesprecher.

    11.08 Uhr: Bayerische Spielbanken schließen

    Die Spielbanken im Freistaat stellen vorübergehend den Betrieb ein, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Die neun staatlichen Spielbanken sollen von sofort an bis einschließlich 19. April geschlossen bleiben, wie Lotto Bayern am Samstag mitteilte. "Oberste Priorität hat die Gesundheit unserer Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", hieß es. In Oberbayern betrifft die Maßnahme die Spielbanken in Garmisch-Partenkirchen, Bad Wiessee und Bad Reichenhall.

    Freitag, 13. März

    Coronavirus: Bergbahnen stellen Betrieb ein

    Wie schon in Italien sowie in Tirol und Salzburg ziehen nun auch Seilbahnbetreiber in Deutschland Konsequenzen aus der Ausbreitung des Coronavirus. Die Bergbahnen am Wendelstein kündigten am Freitag die Einstellung ihres Betriebs an. Von Samstag an fahren die Wendelstein-Zahnradbahn in Brannenburg und die Seilbahn in Bayrischzell nicht mehr. An der Zugspitze läuft der Betrieb derzeit noch. "Aktuell steht keine Schließung unsere Bergbahnen und Skigebiete im Raum", sagte eine Sprecherin am Freitagmittag. Die Lage werde aber jeden Tag neu bewertet.

    BR zeichnet Sendungen ohne Publikum auf

    Der Bayerische Rundfunk in München zeichnet wegen der Coronavirus-Epidemie bis Mitte April sämtliche Sendungen ohne Publikum auf. Außerdem wurden für die kommenden Wochen alle Publikumsveranstaltungen und Besucherführungen abgesagt. Die Regel gilt vorerst bis zum Ende der Osterferien am 19. April.

    Kommunalwahl: In München wird in Altenheimen gewählt

    Trotz des Betretungsverbots von Alten- und Pflegeheimen für Besucher verlegt das Wahlamt der Landeshauptstadt München keine Wahllokale. Das bestätigte ein Sprecher des Kreisverwaltungsreferats dem BR. Wie in anderen Kommunen auch dienen in München in manchen Vierteln Altenheime als Wahllokale. Die Wahlen finden dort in abgetrennten Räumen statt, zu einem Kontakt zwischen den Wählerinnen und Wählern und den Bewohnerinnen und Bewohnern käme es aber nicht, betont das KVR. Vor und nach der Nutzung der Räumlichkeiten von Altenheimen als Wahllokal werden diese gesondert gereinigt. Eine Verlegung der Wahllokale beispielsweise in benachbarte Schulen sei nicht möglich gewesen, weil in Schulen oft die Barrierefreiheit nicht gewährleistet oder nicht ausreichend Mobiliar für Erwachsene vorhanden sei. Bei der Einrichtung „Münchenstift“ sei man auf die Verschärfung der Corona-Gefahr vorbereitet gewesen, sagte ein Sprecher. Die Räume für die Stimmabgabe seien schon in den letzten Tagen so gewählt worden, dass sie von den Wohnbereichen der Senioren komplett getrennt liegen. Für Wahlhelfer und Besucher werden Spender für die Handdesinfektion bereitgestellt. Die Cafeterien der Seniorenheime bleiben am Sonntag geschlossen, und der Besucherstrom werde so gelenkt, dass es keine Berührungspunkte mit den Anwohnern gebe. Nach 18 Uhr werden alle Wahlräume desinfiziert.

    In München fahren weniger U-Bahnen, Busse und Trambahnen

    Die Münchner Verkehrsgesellschaft MVG dünnt ihr Transportangebot ab Montag aus. Grund sind laut MVG die Schulschließungen und Schließungen anderer Bildungseinrichtungen wegen des Coronavirus. Bei U-Bahn, Bus und Tram werde nach dem Wochenende im Berufsverkehr auf einzelne Verstärkerfahrten verzichtet. Die MVG schreibt in einer Pressemitteilung, dass es bereits weniger Fahrgäste durch die angekündigten Schließungen gebe. Außerdem hätten viele Unternehmen auf Home-Office umgestellt. Viele Menschen müssten Kinder Zuhause betreuen - das habe auch Auswirkungen auf die Zahl des Personals bei U-Bahn, Tram und Bus. Darüber hinaus sind laut MVG Vorsorgemaßnahmen im Hintergrund getroffen worden, damit der Nahverkehr nicht eingestellt werden muss. So sei die Arbeit der Leitstelle dezentralisiert worden, weil ohne sie kein ÖPNV auf Schienen möglich ist. Durch die Verteilung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf zwei Standorte werde das Risiko reduziert, dass eine Erkrankung zu einer Quarantäne führe und die Leitstelle nicht besetzt werden könne. Laut MVG kann das im Extremfall zu einer Einstellung des Nahverkehrs in München führen.

    Erzbistum München-Freising sagt öffentliche Gottesdienste ab

    Als erstes Bistum in Bayern sagt das Erzbistum München-Freising alle öffentlichen Gottesdienste ab. Man sei sich bewusst, dass dieser Schritt das kirchliche Leben der Gläubigen erheblich einschränke, heißt es in einer Mitteilung des Erzbistums. Dennoch habe derzeit Vorrang, „der Ausbreitung des Virus durch die Zusammenkunft von Menschen nicht weiter Vorschub zu leisten“. Das heißt: Bereits ab diesem Sonntag wird es in den katholischen Kirchengemeinden im Erzbistum München keine Gottesdienste mehr geben. Der Erzbischof von München und Freising, Kardinal Reinhard Marx, entbindet die Gläubigen ausdrücklich von der sogenannten Sonntagspflicht, also von der Pflicht, am Sonntag eine Heilige Messe zu besuchen. Die Absage betrifft alle Gottesdienste bis zum 3. April. Ob öffentliche Gottesdienste an den Osterfeiertagen stattfinden, soll später entscheiden werden. München-Freising ist das erste Bistum, das zu dieser Maßnahme greift. Andere werden wohl folgen: Am Vormittag hatte Bayerns Ministerpräsident Söder die Absage aller Veranstaltungen mit mehr als 100 Teilnehmern empfohlen.

    Entwicklung der Coronainfektionen im Landkreis Traunstein

    Bei den derzeit seit Mitte der Woche vier bestätigten Coronafällen im Landkreis Traunstein handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer im Alter zwischen 30 und 60 Jahren, die sich untereinander nicht kennen. Drei betroffene Patienten befinden sich in häuslicher Quarantäne, einer mit schwereren Symptomen isoliert im Klinikum Trostberg. Der Gesundheitszustand des Corona-Patienten sei stabil, er bekäme eine leichte Beatmungsunterstützung. 50 Menschen, die mit den Coronainfizierten engeren Kontakt hatten, wurden informiert und befänden sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne. Das wurde heute auf einer eigens einberufenen Pressekonferenz im Gesundheitsamt Traunstein mitgeteilt. Landrat Siegfried Walch bat die Bürger darum, Besuche in den Krankenhäusern und Altenheimen auf das Nötigste zu beschränken, um kranke und alte Menschen, sowie Mitarbeiter nicht unnötig zu gefährden.

    Kliniken Südostbayern sind vorbereitet auf Behandlung von Coronapatienten

    Die Kliniken Südostbayern seien auf einen Anstieg der Coronafälle bestens vorbereitet, so der Ärztliche Leiter der Kliniken, Stefan Paech. Es gäbe ausreichend Schutzausrüstungen, jedoch werde es ab kommenden Montag (16.3.) zum Beispiel am Klinikum Traunstein einen zentralen Eingang mit Kontrollen geben. Im Trostberger Krankenhaus gebe es 25 Betten auf der Isolierstation. Es mache Sinn dort die schwereren Fälle zu bündeln. Gegebenenfalls könne in den weiteren Krankenhäusern des Klinikverbundes auf mehr Corona-Patienten reagiert werden. Landrat Siegfried Walch bat die Traunsteiner Bürger darum, nicht in Panik zu verfallen. Die Krise sei zu meistern, dafür brauche es jedoch "professionelle Gelassenheit".

    Landkreis Traunstein will Gewerbesteuervorauszahlung stunden

    Der Traunsteiner Landkreis hat sich eine unbürokratische Maßnahme überlegt, womit er die gebeutelte regionale Wirtschaft unterstützen will. Landrat Siegfried Walch (CSU) hat in einer Pressekonferenz anlässlich der jüngsten vier Coronafälle im Landkreis Traunstein angekündigt, dass den Betrieben landkreisweit die Gewerbesteuervorauszahlung gestundet wird. Für die Stundung der Gewerbesteuervorauszahlung werde es ein einfaches Formular geben, das bei den jeweiligen Gemeinden eingereicht werden könne, so der Landrat. In der Folge stunde der Landkreis den Gemeinden die Kreisumlage: "Damit können wir einen kleinen Teil dazu beitragen, dass wir den heimischen Betrieben helfen", sagte der CSU-Politiker. Mit der Maßnahme gehe es um die Liquiditätsversorgung und die Unterstützung der heimischen Betriebe. Umsatzeinbrüche seien bereits in der Gastronomie und der Hotelerie, sowie im produzierenden Mittelstand im Landkreis deutlich spürbar, so Walch.

    CSU sagt Vorstandssitzung ab wegen Coronavirus

    Wegen des Coronavirus sagt die CSU ihre für Montag geplante Vorstandssitzung in München ab. Dies teilte die Partei am Freitag mit. Bei der Sitzung des Führungsgremiums sollte eigentlich die am Sonntag anstehende Kommunalwahl analysiert werden. Anstelle der Vorstandssitzung in der Parteizentrale soll es nun nur eine Telefonkonferenz des CSU-Präsidiums geben. Am Mittag (12.00 Uhr) wird es den Angaben zufolge aber dennoch eine Pressekonferenz mit CSU-Chef Markus Söder und Generalsekretär Markus Blume in der Parteizentrale geben.

    Wahlhelfer gesucht

    Die Gemeinde Bruckmühl sucht dringend nach freiwilligen Wahlhelfern für die Kommunalwahl am 15. März. Zahlreiche Wahlhelfer haben krankheitsbedingt, aus Angst vor Ansteckungsrisiken oder aufgrund des Verbots von Arbeitgebern abgesagt. Die Gemeinde befürchtet, dass ein reibungsloser Ablauf der Wahl nicht gewährleistet sei. Neben einer Brotzeit wird für die Tätigkeit ein Erfrischungsgeld in Höhe von 80 € bezahlt. Eine Einweisung in das Ehrenamt erfolgt vor Ort durch den Wahlvorsteher bzw. Schriftführer des Wahlvorstands.

    Rosenheim verlegt Wahllokale vom Seniorenheim ins Bildungszentrum

    Weil das Besuchsrecht in Seniorenheimen und Pflegeeinrichtungen wegen der Corona-Pandemie massiv eingeschränkt werden muss, müssen in Rosenheim zwei Wahlräume verlegt werden. Diese waren im Caritas-Altenheim St. Martin geplant und werden jetzt ins Bildungszentrum St. Nikolaus verlegt. Betroffen sind die Stimmbezirke 22 und 24. "Alle Wählerinnen und Wähler der betroffenen Stimmbezirke bitte ich zur Wahl in die neuen Wahlräume zu gehen. Die zugesandte Wahlbenachrichtigung kann jederzeit zur Stimmabgabe verwendet werden", so der städtische Wahlleiter Franz Höhensteiger.

    Im Kreis Rosenheim wurden vier weitere Personen positiv auf den neuartigen Corona-Virus getestet. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Somit gibt es jetzt 17 an Corona Erkrankte.

    Schulen, Kindergarten und Kitas werden geschlossen

    Wegen der Coronavirus-Krise schließt Bayern alle Schulen, Kindergärten und Kitas bis zum Beginn der Osterferien am 6. April. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Damit sind in Bayern faktisch bis zum 20. April die Bildungseinrichtungen geschlossen.

    Erster Corona-Fall im Landkreis Eichstätt

    Im Landkreis Eichstätt gibt es laut Landratsamt den ersten Corona-Fall. Der Patient befindet sich derzeit isoliert in der Klinik Eichstätt in stabilem Zustand, heißt es. Im Umfeld des Erkrankten wurden neben der Familie mehrere Kontaktpersonen ermittelt, die teilweise auch unter Hausquarantäne gestellt werden mussten. Diese weisen bisher keine Krankheitssymptome auf. Entsprechende Testungen sind veranlasst.

    DAV-Hütten werden bewirtschaftet

    Die Hütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) in den Alpen werden laut Verein trotz Corona vorerst weiter bewirtschaftet. Jedoch vermeldet der DAV auch, dass er seine Hütten in Tirol nach deren Anordnung voraussichtlich schließen werden muss. Der DAV hat rund 60 Hütten in dem österreichischen Bundesland, sagte DAV-Präsident Josef Klenner. In den Alpen gibt es rund 330 DAV-Schutzhütten. Der DAV halte sich eng an die Vorgaben der Gesundheitsbehörden, so Klenner. Es gehe auch um Touren, Kurse und andere Veranstaltungen; einige wurden schon abgesagt.

    Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) setzt als Vorsorgemaßnahme den kompletten Spielbetrieb für mindestens zwei Wochen bis einschließlich 23. März in ganz Bayern aus.

    Skibetrieb läuft trotz Coronavirus weiter

    Auch die oberbayerischen Skigebiete haben momentan wie gewohnt geöffnet. Verena Lothes, Pressesprecherin der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG erklärt: Auf der Zugspitze und im Skigebiet Garmisch-Classic beispielsweise herrsche ein ganz normaler Skibetrieb, da man aktuell keinen Anlass habe, das Gebiet zu schließen. Selbstverständlich stehe man aber im engen Kontakt zu den zuständigen Gesundheitsbehörden. In den Gebieten Brauneck, Winkelmoosalm, Spitzingsee, Sudelfeld und am Jenner kann man ebenfalls noch das ganze Wochenende Wintersport betreiben. Danach werde man die Situation neu bewerten, auch in Anbetracht der Schneesituation. Selbstverständlich kann sich die Situation jeder Zeit ändern, dann würden die betroffenen Gebiete aber schnellstmöglich auf ihren Homepages informieren.

    Donnerstag, 12. März

    Im Landkreis Freising steigt die Zahl der Corona-Infektionen

    64 Personen aus dem Landkreis Freising sind nach aktuellem Stand mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. "Die Fallzahlen steigen deutlich an", sagte Christine Setzepfandt, Leiterin des Gesundheitsamts Freising am Donnerstag, 12. März, bei einer Pressekonferenz im Landratsamt. Mit der steigenden Zahl der positiv Getesteten erhöht sich auch der Aufwand für das Gesundheitsamt, die jeweiligen Kontaktpersonen zu ermitteln. "Unsere Mitarbeiter arbeiten dort seit zwei Wochen vollkommen am Limit, über die normalen Arbeitszeiten hinaus und auch am Wochenende", sagte Landrat Josef Hauner. Deshalb habe das Landratsamt eine Koordinierungsgruppe ins Leben gerufen, die das Gesundheitsamt bei der Bewältigung des Coronavirus-Ausbruchs unterstützt. Sie kümmert sich vor allem um die Beschaffung der erforderlichen Schutzausrüstung. "Wir haben beim Klinikum, dem Gesundheitsamt, den Rettungsorganisationen und der Ärzteschaft den Bedarf erfragt und inzwischen größeren Mengen bestellt", sagte Karoline Schatz, Leiterin der Abteilung Sicherheit und Ordnung. Außerdem weist das Landratsamt darauf hin, dass alle nicht unbedingt erforderlichen Behördengänge wenn möglich auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden sollen.

    Keine Gedenkveranstaltung in München

    Wegen der Veranstaltungsbeschränkungen aufgrund des Coronavirus sind die für Freitag (13. März) geplanten Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der ersten Deportation Münchner Sinti und Roma in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau abgesagt werden. Um 14 Uhr war in München eine Kranzniederlegung mit Oberbürgermeister Dieter Reiter am Platz der Opfer des Nationalsozialismus vorgesehen, um 19 Uhr eine Gedenkveranstaltung im NS-Dokumentationszentrum München.

    Im Berchtesgadener Land schließen Schulen

    Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es den ersten Coronavirus-Fall. Wie das Landratsamt mitteilt, handelt es sich um eine Familie mit vier Personen, zwei Erwachsene und zwei Kinder sind infiziert. Eine Frau und zwei Kinder wohnen in Schönau am Königssee, ein Erwachsener in Bischofswiesen. Sind kamen von einer Reise aus Norditalien zurück. Laut dem Gesundheitsamt wurden sie am Mittwochabend positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Die Infizierten würden nur eine geringe Symptomatik zeigen, heißt es aus der Behörde. Sie seien häuslich isoliert und würden vom Hausarzt betreut. Die engen Kontaktpersonen sind bereits in häuslicher Quarantäne, weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt, so das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land. Die beiden betroffenen Kinder haben in der Woche nach den Faschingsferien die Schule besucht, ohne Symptome zu haben. Die Infektionsgefahr zwischen allen Schülerinnen und Schülern einer Einrichtung ist hoch, so das Landratsamt. Deshalb bleiben ab morgen (13.03.) folgende Schulen geschlossen:

    Das CJD-Gymnasium inklusive aller Schulklassen der CJD-Mittelschule und CJD-FOS (Dürreck) und die CJD-Realschule (Schönau a. Königssee, Schneewinklstraße). Die Schulleitungen werden die Schülerinnen und Schüler noch näher informieren. Die Schließung dauert voraussichtlich zwei Wochen.

    Bundespolizei verstärkt Kontrollen wegen Coronavirus

    Die Bundespolizei reagiert auf die Coronavirus-Pandemie mit verstärkten Kontrollen im 30-Kilometer-Grenzraum und intensiviert sie nun an den Südgrenzen. Das bestätigt das Bundesinnenministerium dem BR auf Anfrage. Bei Corona-Verdachtsfällen werden die erforderlichen Maßnahmen in Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsbehörden getroffen, heißt es aus Berlin. Ob bei den Kontrollen auch Temperaturmessungen vorgenommen werden, wird nicht beantwortet. Die Bundespolizei habe angewiesen, dass in allen Zügen im Regional- und Fernverkehr sogenannte Aussteigekarten auszufüllen sind, wenn Corona-Verdachtsfälle festgestellt wurden – damit müssen Reisende ihre Daten hinterlassen, um mögliche Infektionsketten besser ermitteln zu können. Die Bahnunternehmen seien verpflichtet worden, Passagiere mit Symptomen einer Coronavirus-Erkrankung den Behörden zu melden, heißt es. Unternehmen, die Reisende per Flugzeug, Schiff, Bahn oder Bus über die Grenze bringen, wurden außerdem verpflichtet, Informationen zur Krankheitsvorbeugung zu verteilen.

    Bei der Bayerischen Polizei sind wegen des Coronavirus sämtliche Berufsinformationsveranstaltungen wie Girl's and Boys'Day, Praktika, Berufsinformationstage etc. bis 19. April abgesagt. Dies gilt für alle Polizeidienststellen.

    OB Reiter: MVV fährt weiter, neue Corona-Infektionen in München

    Angesichts der Diskussion um die Hygiene im ÖPNV betont Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter, dass er den MVV weiter fahren lassen will. Er sagt: "Ich möchte auf jeden Fall nicht das öffentliche Leben stilllegen in dieser Stadt. Denn das würde zu völlig unnötigen Reaktionen führen." Die U-Bahn würde ganz normal gereinigt werden, es werde "keine Showveranstaltungen mit dem Dampfstrahler" geben. Türen würden künftig generell vom Fahrer geöffnet.

    Das Referat für Gesundheit und Umwelt der Stadt München informierte um 15.11 Uhr über die Entwicklung der Zahl der Coronavirus-Infektionen. Demnach wurden am Donnerstag (12. März, 13 Uhr) 22 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 110 Erkrankte gemeldet. Am Mittwoch waren es 20 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen.

    Die Informationsveranstaltung zur Präsentation der Wahlergebnisse für Politiker und Journalisten im Münchner Kreisverwaltungsreferat (KVR) am kommenden Sonntag entfällt. Das hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) "Coronavirus" entschieden. Sowohl die Vor-Präsentation am 15.03.2020 entfällt, also auch die Vor-Präsentation am 16.03.2020. Stattdessen werden die Ergebnisse in Echtzeit auf www.wahlen-muenchen.de präsentiert, heißt es in einer Pressemeldung des KVR.

    Zur Vorbeugung gegen die weitere Ausbreitung des Coronavirus will die Münchner Verkehrsgesellschaft ihre Fahrgäste via Fahrgast-Fernsehen, Aushänge und Infoscreens über Hygienemaßnahmen informieren. Einige Fahrer haben außerdem die Möglichkeit, ihre Türen zentral zu öffnen.

    Vorsichtsmaßnahmen in Kirchen

    Das Erzbistum München und Freising rät den katholischen Pfarreien angesichts der Coronavirus-Epidemie zu strengen Vorsichtsmaßnahmen. Alle Veranstaltungen, die nicht zwingend jetzt durchgeführt werden müssten, sollten abgesagt oder verschoben werden, um das Ansteckungsrisiko zu verringern, heißt es in einer Empfehlung, die das Erzbischöfliche Ordinariat am Donnerstag in München veröffentlichte. "Dazu müssen wir auch als Kirche unseren Beitrag leisten und verantwortlich handeln."

    Die Erzdiözese empfiehlt etwa bei Gottesdiensten, dass sich nicht mehr als 100 Menschen in einer Kirche aufhalten. Die Anwesenden sollten Hygienemaßnahmen strikt einhalten und ausreichend Abstand zu anderen Menschen wahren. Auch bei Veranstaltungen wie Chorproben, Seniorennachmittage oder Treffen zur Erstkommunionvorbereitung sei über eine Absage oder Verschiebung nachzudenken.

    Im Erzbistum hatte am Mittwochabend ein Krisenstab getagt. Zu den Empfehlungen gehört auch, bis Ostern geplante reguläre Firmungen zu verschieben. Taufen und Trauungen seien nicht in jedem Fall zu verschieben und könnten unter Beachtung der Hygienevorgaben im kleinen Kreis gefeiert werden. Bei einer größeren Gästezahl solle man über eine Verschiebung oder eine Anpassung des Rahmens nachdenken, so der Rat des Krisenstabs.

    Bürgertelefon im Landkreis Rosenheim

    Im Landkreis Rosenheim gibt es vier neue Fälle von Coronaerkrankungen. Nach Informationen des Staatlichen Gesundheitsamtes infizierte sich eine Person in Südtirol, die drei anderen hatten Kontakt zu einer zuvor positiv getesteten Person. Damit steigt die Zahl der Coronafälle in der Region auf 13. Das Gesundheitsamt verweist noch einmal an das Bürgertelefon, das eigens für Fragen zum Thema "Corona-Virus" geschaltet wurde: (08031) 392 5555. Das Telefon ist Montag bis Freitag von 8-16 Uhr sowie am Samstag von 8-12 Uhr freigeschaltet.

    Großdemonstration abgesagt

    Die Protest-Demo, initiiert von Bürgermeistern aus Laufen, Tittmoning, Saaldorf-Surheim, Freilassing und Burghausen, sowie die Sperrung der Länderbrücke in Laufen am kommenden Montag (16.3.) sind abgesagt worden. Als Grund wurden die ersten Coronafälle im Berchtesgadener Land genannt, deshalb sei die Großveranstaltung nicht mehr zu verantworten. Wenn die Maßnahmen der Bundesländer Salzburg und Oberösterreich nicht zurückgenommen werden, soll die Groß-Demo zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Die österreichischen Nachbarn werden ab kommenden Sonntag (15.3.) viel befahrene Straßen für den LKW-Verkehr sperren, zum Beispiel durch Lamprechtshausen im nördlichen Flachgau. Oberbayerische Bürger und Kommunalpolitiker befürchten deshalb einen verstärkten LKW-Verkehr auf Straßen in Südostoberbayern, wie der B 20 und der B 12

    Auch kleinere Veranstaltungen werden wohl abgesagt

    Nachdem der Freistaat Bayern wegen der Corona-Krise per Allgemeinverfügung Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern bis zum 19. April untersagt hat, mussten nicht zuletzt in der Landeshauptstadt München zahllose Konzerte, Theatervorführungen und Opern abgesagt werden. Nach dem neuen Scoring-Modell des LGL wird jetzt auch für Veranstaltungen von mehr als 500 Teilnehmer aufgrund „schwerwiegender und weitreichender Ansteckungsrisiken“ eine Absage oder Verschiebung dringend empfohlen. In die Bewertung fließen verschiedene Kriterien ein, wie die maximal gleichzeitige Teilnehmerzahl, Art, Dichte und Dauer des Zusammenkommens, Herkunft der Teilnehmer, Risikopersonen oder Personen aus den Bereichen Krankenversorgung, Öffentlicher Gesundheitsdienst sowie Innere Sicherheit und Ordnung im Publikum. Unter der Leitung von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) nun festgelegt, dass in München alle Veranstaltungen mit weniger als 1.000 Teilnehmern nach diesem Scoring-Modell bewertet werden.

    Verzicht auf Besuche in Krankenhaus und Seniorenheim

    Das Münchner Referat für Gesundheit und Umwelt empfiehlt dringend, derzeit auf Besuche in Kranken-, Alten- und Pflegeeinrichtungen zu verzichten. Damit soll das Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus von besonders gefährdeten Personengruppen wie Senioren und Menschen mit Vorerkrankungen minimiert werden, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Nach den Worten der Münchner Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs soll so auch das medizinische Personal vor Infektionen geschützt werden. Die Empfehlung gilt insbesondere für Menschen, die Symptome einer akuten Atemwegsinfektion, Erkältung, Grippe oder Fieber haben, die sich in den vergangenen 14 Tagen in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder die Kontakt zu einer mit dem Coronavirus infizierten Person oder deren Angehörigen hatten.

    Kein Lehrbetrieb an der Universität der Bundeswehr

    Wegen der Coronavirus-Epidemie stellt die Universität der Bundeswehr in München ihren Lehrbetrieb bis 14. April ein. Dies teilte ein Sprecher am Donnerstagabend mit. Wichtige Prüfungen sollen weiter abgehalten werden. Auch der Forschungsbetrieb läuft weiter. "Die Uni wird nicht komplett dicht gemacht." Die Universität der Bundeswehr im Münchner Stadtteil Neubiberg wurde 1973 auf Bestreben des damaligen Bundesverteidigungsministers Helmut Schmidt unter dem Namen "Hochschule der Bundeswehr München" gegründet. An ihr gibt es derzeit rund 3.400 Studierende, die von gut 200 Dozenten unterrichtet werden.

    Coronavirus in Münchner Aufnahmeeinrichtung

    Die Münchner Aufnahmeeinrichtung in der Maria-Probst-Straße testete drei Flüchtlinge positiv auf den Coronavirus. Die Regierung von Oberbayern teilt auf Anfrage mit, dass sich die Geflüchteten in Quarantäne befinden und mit Lebensmitteln versorgt werden. Sie zeigen keine Symptome. Auch Personen mit direktem Kontakt zu den Dreien sind isoliert. Ankommende Flüchtlinge werden seit dem 30.01.2020 in die Einrichtung auf den Virus getestet. Seit letzten Freitag besteht in der Aufnahmeeinrichtung in der Maria-Probst-Straße ein Aufnahmestop. Andere ANKER-Zentren im Bezirk Oberbayern melden keine positiven Testergebnisse.

    Circus Krone verschiebt Veranstaltungen

    Circus Krone verschiebt alle Veranstaltungen, die vom 13.3. bis einschließlich 15.3. im Münchner Circus-Krone-Bau geplant waren. Diese werden auf die kommende Winterspielzeit verlegt. Bereits gekaufte Karten behalten laut Circus Krone ihre Gültigkeit.

    Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt

    Am Flughafen München wurde ein Mitarbeiter der Sicherheitsgesellschaft positiv auf das Corona-Virus getestet. Das hat die Regierung von Oberbayern dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Die SGM ist am Airport für die Passagierkontrollen zuständig. Ebenso wie der Betroffene wurden auch die Kollegen seiner Arbeitseinheit aus dem Dienst genommen. Die Ermittlung weiterer Kontaktpersonen läuft. Die Passagierkontrollen seien davon "unberührt", versichert die Regierung: "Sie laufen ordnungsgemäß weiter."

    Derweil bestätigte das Landratsamt Rosenheim einen weiteren Corona-Fall in der Region. Die erkrankte Person habe sich in Südtirol angesteckt. Die Zahl der Infizierten in Stadt und Landkreis Rosenheim steigt damit auf neun. Auch im Landkreis Pfaffenhofen gibt es einen weiteren bestätigten Corona-Fall, wie das Landratsamts meldet. Damit haben sich dort insgesamt sechs Personen infiziert. Bei der betroffenen Person handelt es sich um einen erwachsenen Mann, dem es den Umständen entsprechend gut geht.

    Im Landkreis Traunstein gibt es vier neue Corona-Fälle. Dabei handelt es sich um zwei Frauen und zwei Männer, die sich unabhängig voneinander infiziert haben. Das hat das Landratsamt mitgeteilt. Alle vier Erwachsene werden bereits medizinisch behandelt. Einer der beiden Männer zeigt schwerere Symptome, er befindet sich zur Behandlung im Klinikum Trostberg. Die drei weiteren Patienten sind klinisch stabil und befinden sich in häuslicher Isolation. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der vier Corona-Patienten.

    Mittwoch, 11. März

    Coronavirus: Bürgertelefon in München

    In München wurden 20 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 88 Infektionen gemeldet. Unter 089 233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    Ein Mann aus München hat seine chinesische Nachbarin nach Polizeiangaben mit Desinfektionsmittel besprüht und ihr mit dem Tod gedroht. Der Angreifer hat dabei mehrfach das Wort "Corona" gerufen und gedroht, sie "einen Kopf kürzer zu machen", wie ein Sprecher am Mittwoch sagte. Die Frau alarmierte am Dienstag die Polizei, die gegen den 45-jährigen Nachbarn nun ermittelt. Geprüft werde auch ein fremdenfeindliches Motiv.

    Dachau empfiehlt eigenen Stift zur Kommunalwahl

    Das Dachauer Gesundheitsamt empfiehlt, zur Kommunalwahl am kommenden Sonntag einen eigenen Stift mitzubringen. Es bestehe jedoch kein erhöhtes Ansteckungsrisiko. Das Risiko sei vergleichbar mit dem eines Supermarktbesuchs. In München ist die Zahl der Briefwähler kurz vor der Kommunalwahl in die Höhe geschnellt. "Wir haben deutlich, deutlich mehr Briefwähler. Im sechsstelligen Bereich mehr als 2014", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) am Mittwoch in München.

    Corona-Patient aus Weilheim wird nach München verlegt

    Seit Tagen kämpfen die Ärzte im Krankenhaus Weilheim um das Leben eines 80-Jährigen Corona-Patienten. Jetzt hat sich sein Gesundheitszustand so verschlechtert, dass er kurzfristig in das Klinikum Rechts der Isar München verlegt werden musste. Seit Tagen wird der 80-Jährige künstlich beatmet. Mit Hochdruck versuchten die Ärzte vom Krankenhaus Weilheim das Wochenende über, die Virenproduktion zu reduzieren. Dazu wurden auch Mittel, die eigentlich gegen das HIV-Virus wirken, eingesetzt.

    In Oberbayern steigt die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus

    Der Landkreis Weilheim-Schongau zählt vier neue Corona-Fälle, der Landkreis Pfaffenhofen bestätigt zwei weitere Fälle.

    Das Landratsamt Erding meldet zu den drei bereits bekannten nun noch fünf weitere Coronavirus-Infizierte. Bei vier von ihnen handelt es sich um Familienangehörige eines Patienten aus Dorfen. Sie waren bereits in häuslicher Isolation. Der fünfte neue Fall stammt aus Ottenhofen. Eine vierte Klasse der Grundschule Ottenhofen muss für mindestens zwei Tage dem Unterricht fernbleiben, eine Kita in Ottenhofen wird erst einmal geschlossen.

    Im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen ist das Coronavirus bei einem knapp über 50-Jährigen nachgewiesen worden. Der Patient zeigt aktuell keine Symptome und bleibt in häuslicher Quarantäne, heißt es vom Landratsamt.

    In Moosburg (Lkr. Freising) wurde wegen des Coronavirus jetzt eine Arztpraxis geschlossen. Der Arzt hatte wegen grippeähnlicher Symptome bei sich selbst einen Abstrich durchführen lassen. Das Ergebnis war positiv, wie er auf seiner Homepage mitteilt. Patienten, die vergangene Woche von ihm persönlich behandelt wurden und innerhalb von 14 Tagen Atemwegsbeschwerden oder Symptome wie Fieber entwickeln, fordert der Mediziner auf, unter der Nummer 116 117 den ärztlichen Bereitschaftsdienst zu kontaktieren.

    Im Landkreis Rosenheim gibt es drei weitere bestätigte Corona-Erkrankungen. Zwei Personen infizierten sich in Südtirol, eine weitere Person stammt aus Nordrhein-Westfalen und ist im Landkreis zu Gast. Somit steigt die Zahl der Corona-infizierten Personen im Kreis Rosenheim auf acht an.

    Der Landkreis Erding richtet eine zentrale Screeningstelle für Corona-Verdachtsfälle ein, die voraussichtlich schon am Mittwoch (11.03.) um 13 Uhr ihre Arbeit aufnimmt. Sie soll eine Anlaufstelle für Verdachtsfälle sein, die aber nur nach telefonischer Rücksprache mit dem Hausarzt kommen dürfen, um einen Abstrich vornehmen zu lassen. Die Hausärzte sollen entsprechende Listen zusammenstellen und an die Screeningstelle weiterleiten. Sie soll täglich von neun bis 17 Uhr geöffnet sein.

    Dienstag, 10. März

    Gymnasium in Rosenheim wegen Coronavirus geschlossen

    Das Karolinen-Gymnasium in Rosenheim bleibt bis Ende kommender Woche (20.03.) geschlossen. Eine Ausnahme wurde für den Abitur-Jahrgang zugelassen. Weil sich die Räumlichkeiten in einem anderen Gebäude befinden, dürfen die Schülerinnen und Schüler auf freiwilliger Basis weiterhin in den Unterricht gehen und die Vorbereitungen auf die Abiturprüfungen fortsetzen. Nach Informationen des Staatlichen Gesundheitsamtes Rosenheim wurden zwei Schüler positiv auf das neuartige Corona-Virus getestet. Die beiden sind Geschwister und sind im Landkreis zu Hause. Sie sind die Fälle vier und fünf im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Rosenheim. Auch sie steckten sich bei einem Aufenthalt in Südtirol an.

    Zahl der Infektionen steigt

    Im Landkreis Freising sind aktuell insgesamt 44 Personen aus dem Landkreis positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wegen der Viruserkrankung müssen in den nächsten Tagen einige Schulen im Landkreis Freising geschlossen werden oder einzelne Schulklassen dem Unterricht fernbleiben. Auch einige Kindergärten sind geschlossen.

    In Weilheim ist erstmals ein Corona-Patient mit dem HIV-Medikament Kaletra behandelt worden. Wie die Klinikleitung mitteilte, wird der Mann intensivmedizinisch betreut und beatmet, sein Zustand sei stabil.

    Das Münchner Corona-Bürgertelefon wird von bislang 12 auf nun 20 Leitungen ausgeweitet. Allein am Montag verzeichnete das Bürgertelefon fast 1.400 Anrufe. Es ist unter 089 233-44740 täglich von 8 bis 18 Uhr erreichbar. Oberbürgermeister Dieter Reiter appelliert an die Münchner: „Bitte bewahren Sie Ruhe. München ist gut aufgestellt und wird – angepasst an die Lage – alle notwendigen Maßnahmen frühzeitig ergreifen."

    In Freilassing im Kreis Berchtesgadener Land wird an der Grenze zwischen Österreich und Bayern der Grenzverkehr von der Bundespolizei kontrolliert, wie in den vergangenen Monaten auch. Allerdings tragen die Beamten dabei wegen des Coronavirus neuerdings Mundschutz und Handschuhe.

    Ein Schulklasse der Grundschule Wall ist heute vom Unterricht befreit worden. Eine Lehrkraft hatte nach einer Reise nach Südtirol Symptome einer Erkältung entwickelt. Die Entscheidung hat das Gesundheitsamt in Absprache mit dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) getroffen.

    Unverändert drei Coronafälle meldet der Landkreis Weilheim-Schongau - darunter auch ein 80-jähriger Patient - sein Zustand ist kritisch aber stabil, heißt es von Seiten des Krankenhauses Weilheim. Der Mann liegt seit Ende letzter Woche auf der Intensivstation. Er kam mit grippeähnlichen Symptomen ins Krankenhaus - wenig später wurde bei ihm der Coronavirus positiv getestet.

    Montag, 9. März

    17 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis München

    Im Landkreis München gibt es aktuell 17 Corona-Fälle - und einen Patienten, der bereits wieder gesund ist, sodass er nicht mehr in der Statistik auftaucht. In diesem Fall sei es auch gelungen, die Infektionskette zu unterbrechen, hieß es bei einer Pressekonferenz mit Münchens Landrat Christoph Göbel. Dort war außerdem von derzeit etwa 30 "begründeten Verdachtsfällen" die Rede. Etwa 300 Personen seien der Kategorie 1 zuzuordnen, sie hatten also direkten Kontakt zu Infizierten und sind deshalb in Quarantäne. Wegen der Erkrankung einer Ärztin wurde eine Praxis geschlossen. Nach einem Bericht des "Münchner Merkur" handelt es sich um eine Gemeinschaftspraxis in Aying. Er gehe davon aus, dass eine weitere Praxis im Landkreis vor der Schließung stehe, sagte Gesundheitsamtsleiter Gerhard Schmid in der Pressekonferenz, in der in dem Zusammenhang keine Orte genannt wurden.

    60 bestätigte Coronavirus-Fälle in München, drei in Rosenheim

    In der Stadt München gibt es mittlerweile 60 bestätigte Coronavirus-Fälle, 16 davon sind am Montag neu dazu gekommen. Für Fragen ist weiterhin ein Bürgertelefon geschaltet. Es ist täglich - auch am Wochenende - von 8 bis 18 Uhr unter der Rufnummer 089/233-44740 erreichbar.

    Im Landkreis Rosenheim gibt es mittlerweile einen dritten bestätigten Corona-Fall. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Der Patient habe sich bei einem Aufenthalt in Südtirol infiziert und sei im Rosenheimer Klinikum untergebracht. Dort laufe der Regelbetrieb, außer in der Chirurgie, weiter, so der Geschäftsführer der Ro-Med-Kliniken Jens Deerberg-Wittram. Wie berichtet wurde eine Mitarbeiterin der Chirurgie positiv auf das Virus getestet. Sie und weitere Mitarbeiter wurden für zwei Wochen in häusliche Quarantäne geschickt. Da aber einige Mitarbeiter symptomfrei und bereits negativ getestet sind, wird sich diese Spielregel möglicherweise auch wieder ändern, so der Klinik-Geschäftsführer. Chirurgische Notfälle von außen würden derzeit auf andere Kliniken verteilt.

    Coronavirus: Rosenheimer Starkbierfest wird beendet

    Das Rosenheimer Starkbierfest wird beendet. Das teilte am Nachmittag die Rosenheimer Auerbräu GmbH mit. Man folge damit den Empfehlungen der Stadt Rosenheim und des Gesundheitsamtes. Wie heute bei einer Pressekonferenz im Rosenheimer Landratsamt bekannt wurde, findet auch das Starkbierfest in Raubling nicht statt. Die Veranstaltung, die am 13. März begonnen hätte, wurde vom Landratsamt Rosenheim abgesagt.

    "No Handshaking" im Münchner Löwenbräukeller

    Beim Starkbierfest im Münchner Löwenbräukeller wird heuer ohne Händeschütteln gefeiert. Wirt Ludwig Reinbold, Bedienungen und Kellner tragen einen Anstecker. «No Handshaking» ist darauf zu lesen. In Zeiten des Coronavirus wollen Reinbold und sein Team so die Ansteckungsgefahr reduzieren. An allen Eingängen sowie im Festsaal stünden Desinfektionsmittel. Es gebe keinerlei Überlegungen, das Fest abzusagen oder zu verschieben. Das Starkbierfest hat am Freitag begonnen. Es wird noch bis zum 28. März, jeweils Donnerstag bis Samstag gefeiert.

    Keine Einschränkungen am Großmarkt München

    Am Münchner Großmarkt gibt es derzeit keine Betriebseinschränkungen . Das bestätigte das für die Markthallen zuständige städtische Kommunalreferat dem Bayerischen Rundfunk auf Anfrage. Der Münchner Großmarkt gehört nach Paris und Barcelona zu den größten kommunalen Lebensmittelgroßmärkten in Europa, viele Waren werden aus Italien angeliefert. Eine Übertragung des Virus über kontaminierte Lebensmittel oder importierte Produkte gilt laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als unwahrscheinlich. Um sicher zu gehen gelte aber die allgemeine Regel, Obst und Gemüse vor dem Verzehr zu waschen. Da die Viren hitzeempfindlich sind, kann das Infektionsrisiko durch das Erhitzen von Lebensmitteln zusätzlich weiter verringert werden. Der Präsident des bayerischen Fruchtverbands Günther Warchola, der zugleich auch Präsident der Interessensgemeinschaft Großmarkthalle ist, sieht bisher weder Lieferengpässe bei Waren oder sonst irgendwelche Einschränkungen durch das Coronavirus. Auch die Gefahr, dass der Münchner Großmarkt geschlossen werden könnte, sieht Warchola nicht. Das Risiko, dass ein mit Covid-19 infizierter LKW-Fahrer das Virus in die Hallen einschleppen könnte, ist für den Gemüsegroßhändler gering. Dafür sei der Kontakt mit den Lieferanten zu kurz.

    Betrieb am Flughafen München stark eingeschränkt

    Die Coronavirus-Lage wirkt sich auch immer stärker auf den Betrieb am Flughafen München aus. Nach den ohnehin schon sichtbaren Rückgängen in den vergangenen Wochen werden die Zahlen im März „auf jeden Fall schlechter ausschauen“, sagte ein Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks. Detailliertere Angaben werden dazu aber noch nicht gemacht, man wolle auch „keine Wasserstandsmeldungen“ abgeben, so der Sprecher. Vergleicht man Februar 2020 mit dem Februar 2019, ergibt sich ein Rückgang um 2,6 Prozent bei den Passagieren und 1,8 Prozent bei den Flugbewegungen.

    Eisspeedway-WM in Inzell ist abgesagt

    In der Inzeller Max-Aicher-Arena hätten am kommenden Wochenende zwei Finalläufe der Eisspeedway-Weltmeisterschaft stattfinden sollen. Die Veranstaltung wurde wegen der aktuellen Corona-Lage ersatzlos gestrichen. Wie es heißt, hätten sich die Veranstalter mit den Genehmigungsbehörden und der Gemeinde zu diesem Schritt entschlossen. Zur Zeit werde an einer Lösung gearbeitet, wie Karteninhaber ihr Geld rückerstattet bekommen. In Inzell wären von Freitag bis Sonntag rund 15.000 Zuschauer zu diesem Sportereignis erwartet worden. Im Vorverkauf wurden bis jetzt 11.000 Karten verkauft.

    Kein Unterricht in Gymnasium in Burghausen

    Am Kurfürst-Maximilian-Gymnasium (Kumax) in Burghausen müssen Schülerinnen und Schüler einer siebten Klasse aufgrund eines Coronavirus-Verdachtsfalles für zwei Tage zu Hause bleiben. Das bestätigte Markus Huber, Pressesprecher des Landratsamts Altötting, dem Bayerischen Rundfunk. Sobald das Testergebnis vorliegt, werde man über die weiteren Schritte entscheiden. Wann die Ergebnisse vorliegen werden, ist aktuell unklar.

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