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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 30. März bis 5. April | BR24

© dpa/Angelika Warmuth

Wie hier am Walchensee erinnern Schilder an die geltenden Abstandsregeln.

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 30. März bis 5. April

    In Alten- und Pflegeheimen gibt es viele Infizierte, die Münchner Polizei lobt die Bevölkerung für die Einhaltung der Abstandsregeln. Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise in Oberbayern im chronologischen Überblick vom 30. März bis 5. April.

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    Sonntag, 5. April

    19.17 Uhr: Dachauer Amper Klinik geht wieder in Normal-Betrieb

    Wegen einer Häufung von Covid-19-Erkrankungen hatte das Helios Amper Klinikum in Dachau zwischenzeitlich nur noch positiv auf das Coronavirus getestete Patienten aufgenommen, nun soll sich der Betrieb aber wieder normalisieren. Wie das zuständige Landratsamt mitteilt, wurden alle Patienten und Beschäftigten zwischenzeitlich getestet. Bei den knapp 200 Patienten wurden demnach keine neuen Infektionen festgestellt. Bei den mehr als 1.000 Beschäftigten wurden bisher sieben Menschen positiv getestet. Sie sind nun in Quarantäne.

    Nach baulichen Veränderungen könnten nun wieder verschiedene Bereiche des Amper Klinikums in Normal-Betrieb gehen. Die Geburtshilfe solle nach Angaben des Landratsamts morgen (Montag) wieder starten. Die KVB-Bereitschaftspraxis und die ambulante Nothilfe sind ab sofort wieder für alle Patienten offen. Eine stationäre Aufnahme von Nicht-Corona-Patienten soll ab Mitte der Woche möglich sein.

    14.30 Uhr: 11.375 Corona-Fälle in Oberbayern, 123 Todesfälle

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt in Oberbayern 12 neue Todesfälle seit gestern. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 123 Fälle angestiegen. 11.375 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 482 mehr als gestern. In Oberbayern sind damit pro 100.000 Einwohner 242,74 Menschen infiziert. Oberbayern liegt damit vor allen anderen bayerischen Bezirken. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim (449,07 / 100.000), gefolgt vom Landkreis Freising, dem Landkreis München und der Stadt München.

    12.50 Uhr: Münchner Polizei kontrolliert Ausgangsbeschränkungen und zeigt sich zufrieden

    Rund 9.100 Kontrollen haben Münchner Polizeibeamte zwischen Samstag- und Sonntagmorgen durchgeführt, um zu überprüfen, ob die Münchner die Corona-Ausgangsbeschränkungen einhalten. Dabei musste sie 374 Verstöße ahnden.

    Sven Müller, Pressesprecher der Münchner Polizei, zeigt sich sehr zufrieden und spricht von einer relativ geringen Zahl an Verstößen - trotz des schönen Ausflugwetters. Die Mehrzahl der Bürger in Stadt und Landkreis München hielten sich an die Corona-Schutzvorgaben. Sogar an hochfrequentieren Plätzen wie dem Englischen Garten und dem Isarufer seien die Menschen sehr vernünftig und unterließen Gruppenbildungen.

    Samstag, 4. April

    19.00 Uhr: Patienten in Münchner Helios-Klinik werden nach und nach entlassen

    In der Helios-Klinik München West herrscht momentan Ausnahmezustand. Am Mittwochabend wurde der normale Betrieb eingestellt, es werden keine neuen Patienten mehr aufgenommen. Hintergrund ist die hohe Anzahl an SARS-CoV-2-Infektionen in der Klinik. Mittlerweile werden aber wieder Patienten entlassen, die negativ getestet wurden.

    Das Referat für Gesundheit der Stadt München will die Anordnung an die Pasinger Klinik nun schrittweise modifizieren. Das bestätigte das Gesundheitsreferat auf Nachfrage des BR. Mittlerweile sei ein Teil der Testergebnisse eingetroffen, nach individueller Prüfung und in Abstimmung zwischen RGU und Klinik können einzelne Patienten nun nach und nach in häusliche Quarantäne entlassen werden. Ausschlaggebend für die Entlassung sei beispielsweise, mit wem die Patienten Kontakt hatten. Einige Patienten könnten zwar ein negatives Testergebnis erhalten haben, aber in der Zwischenzeit Kontakt mit einem Infizierten gehabt haben. "Selbstverständlich ist es unser Ziel, Personen, die entlassen werden können und negativ getestet wurden schnellstmöglich nach Hause zu schicken, wenn die Voraussetzungen dafür gewährleistet sind. Diese Personen werden vom RGU auch weiter überwacht und betreut," erklärte das RGU hierzu auf Anfrage des BR.

    16.00 Uhr: Zahl der Toten in Oberbayern steigt auf 111

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt 16 neue Todesfälle seit gestern. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 111 Fälle angestiegen. 10.893 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 962 mehr als gestern. In Oberbayern sind damit pro 100.000 Einwohner 232,45 Menschen infiziert. Oberbayern liegt somit vor allen anderen bayerischen Bezirken. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL weiterhin im Landkreis Rosenheim (418,8 / 100.000), gefolgt vom Landkreis Freising, dem Landkreis München und der Stadt München.

    Die Zählung der Todesfälle durch das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unterscheidet bei den Todesfällen nicht zwischen Menschen, die aufgrund der Infektion gestorben sind und Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, aber aufgrund einer anderen Ursache verstarben.

    14.20 Uhr: 8200 Corona-Kontrollen der Münchner Polizei

    Innerhalb von 24 Stunden (Freitag 6.00 Uhr bis Samstag 6.00 Uhr) hat die Münchner Polizei 8.200 Kontrollen wegen der Corona-Ausgangsbeschränkungen durchgeführt. Dabei wurden 234 Verstöße festgestellt. Ein Beispiel: Ein Zeuge hatte in einem Bürohaus auf der Theresienhöhe einen Einbruch vermutet. Die Polizei kam mit zehn Einsatzfahrzeugen, traf allerdings auf keine Einbrecher, sondern nur auf zwei Jugendliche, die einen Schlüssel zu dem Gebäude hatten. Da es allerdings laut Polizei keinen triftigen Grund dafür gab, dass die beiden sich nachts dort aufhielten, wurden sie wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    10.30 Uhr: Schoko-Osterhasen und Social Distancing

    Angestellte habe in einem Münchner Supermarkt eine niedrige Mauer aus hunderten Schokoladen-Osterhasen aufgebaut. Der goldene Wall vor der Fleisch-, Fisch- und Käsetheke soll dabei helfen den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

    Freitag, 3. April

    22.00 Uhr: Nur noch Covid-19-Patienten in Dachauer Klinik

    Weil es so viele Coronavirus-Infektionen gab, nimmt ein Klinikum in Dachau nur noch positiv auf das Coronavirus getestete Patienten auf. Alle anderen werden abgewiesen. Die Zahl der infizierten Menschen steigt laut einer Kliniksprecherin im Landkreis Dachau und auch in der Klinik. Wie viele Covid-19-Patienten dort behandelt werden, sagte die Sprecherin nicht.

    Die Sicherheitsvorkehrungen würden verstärkt. Mitarbeiter der Klinik müssen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und sich nach der Arbeit in häusliche Quarantäne begeben. Alle Patienten und Mitarbeiter würden auf das Coronavirus getestet.

    Am Mittwoch hatte bereits die Helios Klinik in München-Pasing mitgeteilt, den normalen Krankenhausbetrieb vorübergehend aufzugeben. Dort sollen keine Patienten aufgenommen oder entlassen werden.

    19.21 Uhr: Münchner Polizei lobt Bevölkerung für Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen

    Münchens Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins hat das Verhalten der Menschen bezüglich der Ausgangsbeschränkungen im Interview mit der Rundschau im BR-Fernsehen gelobt. Die Polizei habe in München in den letzten sieben Tagen 41.000 Kontrollen durchgeführt. In nur vier Prozent der Fälle (1.700) habe Anzeige erstattet werden müssen. Das sei eine gute Nachricht. Auch hätten sich die Menschen bei den Kontrollen überwiegend sehr kooperativ gezeigt.

    16.58 Uhr: Ökumenisches Gebet aus München per Videochat

    Kardinal Reinhard Marx und der Evangelisch-Lutherische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm wollen per Videochat beten. Mit einem Vaterunser möchten sie so in der Corona-Krise um Gottes Beistand bitten, wie das Erzbischöfliche Ordinariat München mitteilte. Marx und Bedford-Strohm beten jeweils in ihrem Amtssitz, während sie einander per Videokonferenz zugeschaltet sind. Das gemeinsame Gebet wird aufgezeichnet und am Montag, 6. April um 12.00 Uhr auf den Webseiten des Erzbistum München und Freising, der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, sowie auf Facebook und Instagram veröffentlicht.

    16.47 Uhr: Münchner Flüchtlingsrat fordert Zugang der Sozialarbeiter in Gemeinschaftsunterkünfte trotz Corona-Betretungsverbot

    Der Münchner Flüchtlingsrat fordert, dass die Mitarbeiter der Sozialdienste in der Corona-Krise staatliche Unterkünfte der Geflüchteten wieder betreten dürfen. Die bayerische Staatsregierung hatte ein Betretungsverbot erlassen, um das Infektionsrisiko einzudämmen. Der Münchner Flüchtlingsrat kritisiert diese Maßnahme: Das viel größere Risiko sei die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften. Die Art der Unterbringung hat der bayerische Flüchtlingsrat nun auch zur Anzeige gebracht und beschuldigt das Innenministerium und alle bayerischen Staatsregierungen, gegen das Infektionsschutzgesetz zu verstoßen. Der Münchner Flüchtlingsrat wolle in diesem Zuge darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Arbeit der Sozialarbeiter für die Geflüchteten ist. Nach Meinung des Münchner Flüchtlingsrats seien viele Geflüchtete aktuell auf sich allein gestellt, von ihren Erfahrungen in der Vergangenheit traumatisiert. Außerdem stünden dringende Behördengänge an. Zudem seien viele Geflüchtete nur unzureichend über das Virus informiert, so der Münchner Flüchtlingsrat.

    16.02 Uhr: Oktoberfest-Absage erst zum "letztmöglichen Zeitpunkt"

    Bei der Einschätzung, ob das Oktoberfest heuer womöglich abgesagt werden muss, gibt man sich im Wirtschaftsreferat zurückhaltend: Man werde bis zum letztmöglichen Zeitpunkt die Lage beobachten, bevor eine nicht umkehrbare Entscheidung getroffen werde, teilte ein Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit: "Der nächste wichtige Termin wird vom Ende der Osterferien markiert. Für eine verbindliche Einschätzung sei es es daher noch zu früh. Eine Entscheidung werde "selbstverständlich mit größtmöglicher Verantwortung getroffen werden – sowohl hinsichtlich des gesundheitlichen, als auch des wirtschaftlichen Aspekts", so der Sprecher weiter. Am Ende werde sie "wesentlich davon abhängen, was die medizinischen Experten raten und welche gesundheitspolitischen und sicherheitsrechtlichen Vorgaben von Bund und Freistaat dazu erlassen werden." Die Vorbereitungen für das größte Volksfest der Welt werden einstweilen fortgesetzt. Erste Aufbauarbeiten würden im Juni beginnen. Oberbürgemeister Dieter Reiter (SPD) hatte in der Vergangenheit wiederholt gesagt, dass frühestens dann eine Entscheidung nötig sei.

    15.29 Uhr: Flüchtlingsrat zeigt Innenministerium an

    Die Generalstaatsanwaltschaft München prüft momentan, wie man nach der Anzeige des Bayerischen Flüchtlingsrats weiter vorgeht. Der Flüchtlingsrat hatte gestern das Bayerische Innenministerium und alle Bezirksregierungen angezeigt, weil nach Meinung des Flüchtlingsrates die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften gegen das Infektionsschutzgesetz verstoßen soll. Die Anzeige ging an alle drei Generalstaatsanwaltschaften, also München, Nürnberg, Bamberg. Es sei allerdings nicht davon auszugehen, dass es drei Ermittlungsverfahren geben wird, so der Pressesprecher der Generalstaatsanwaltschaft München.

    15.24 Uhr: Verdopplungsrate im Landkreis Erding steigt nicht mehr so schnell

    Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle steigt - aber im Landkreis Erding nicht mehr so schnell: Mittlerweile liegt die Verdoppelungsrate bei 9,5 Tagen, wie das Landratsamt mitteilt. Bayernweit liegt sie bei etwa sechs Tagen. Aktuell gibt es im Landkreis 401 Fälle (+28), 85 Betroffene gelten als geheilt.

    15.02 Uhr: Mühldorfer Schäffler planen Auftritte nach Coronakrise

    Um das Ende der Krisenzeit zu feiern, wollen die Mühldorfer Schäffler mit der Tradition brechen und nach der Coronakrise tanzen. Wie die Schäffler in einem Facebook-Post bekannt geben, sei es ihre Pflicht, ein Zeichen nach der Corona-Pandemie zu setzen, "um die Bevölkerung wie nach der Pest, wieder auf die Straßen zu locken. So will es die Tradition." Eigentlich hätten die Schäffler erst 2026 wieder auftreten sollen, doch nach der Krise wollen sie wieder "Lebensfreude" einläuten. 2019 absolvierten die Mühldoerfer Schäffler knapp 150 Auftritte in Mühldorf und Umgebung. Zu jedem Auftritt gehören 20 Tänzer, ein Kronenträger, ein Reifenschwinger, sowie drei Fassschlager. Wann die Auftritte heuer stattfinden werden, ist derzeit noch unklar.

    14.50 Uhr: Kleine Erleichterung für Münchner Wirte: Stadt will Gebühren für Freischankflächen stunden

    Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Kämmerei der Landeshauptstadt München gebeten, aufgrund der derzeitigen Situation die für Freischankflächen fälligen sogenannten Sondernutzungsgebühren für das Jahr 2020 schnellstmöglich vollständig zu stunden. Das geht aus einer Pressemitteilung der Stadt hervor. Münchner Cafés, Kneipen und Restaurants deren Freischankflächen sich zum Beispiel auf Gehwegen, öffentlichen Plätzen oder Straßen befinden und deswegen eigentlich Sondernutzungsgebühren entrichten müssen, können damit auf eine kleine finanzielle Erleichterung hoffen.

    14.45 Uhr: Pflegepersonal im Raum Rosenheim dringend gesucht

    Im Raum Rosenheim wird weiterhin dringend Pflegepersonal gesucht. Der Ärztliche Leiter der Führungsgruppe Katastrophenschutz, Michael Städtler, ruft unter anderem Medizinstudenten bzw. Pflegerinnen und Pfleger in Kurzarbeit oder im Ruhestand auf, sich zu melden. Besonders gesucht werden Pflegekräfte in der Alten- und Krankenpflege.

    14.44 Uhr: Coronavirus in Oberbayern: Anstieg geht leicht zurück

    In Oberbayern hat es nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Vergleich zum Vortag 22 neue Todesfälle durch das Coronavirus gegeben (mitgezählt werden auch Todesfälle von Personen, die infiziert aber wegen anderer Ursachen gestorben sind). Damit erhöht sich die Gesamtzahl der an oder mit SARS-CoV-2 verstorbenen auf 95. Die Zahl der Erkrankten stieg um 752 Fälle, das sind rund 100 Fälle weniger als am Vortag. In Oberbayern sind damit nach Angaben des LGL 9.931 Menschen erkrankt. Fast die Hälfte der in Bayern lebenden Erkrankten befinden sich demnach in Oberbayern. Mit rund 212 Fällen pro 100.000 Einwochnern liegt Oberbayern vor den übrigen sechs bayerischen Bezirkenen. Die am stärksten betroffene Regionen in Oberbayern sind laut LGL der Landkreis Rosenheim mit 386 mit Fällen pro 100.000 Einwohner, Miesbach mit 359 und Freising mit 343 Fällen pro 100.000 Einwohner.

    13.39 Uhr: Näherinnen suchen Stoff und Hosengummis für Behelfs-Masken

    Die Führungsgruppe Katastrophenschutz im Landkreis Berchtesgadener Land bittet um größere Mengen von nicht zu breitem Hosengummi. Den Gummi brauchen rund 300 NäherInnen, die für alle medizinischen und pflegerischen Einrichtungen im Berchtesgadener Land Mund- und Nasenmasken nähen. Wer Hosengummi übrig hat, kann ihn gerne beim BRK-Haus in Ainring-Mitterfelden in der Industriestr. 6a abgeben oder per Post schicken. Gesucht werden auch größere Mengen an heiß waschbarem Baumwollstoff in gutem Zustand, idealerweise vorgewaschen, getrocknet und gebügelt. Wer ehrenamtlich helfen oder mitmachen will, soll sich bitte online mit Name, Adresse und Handynummer melden. Es genügt eine Email an mundschutz@kvbgl.brk.de

    13.30 Uhr: München Klinik übernimmt Hotelkosten für Pflegekräfte

    Damit sich genügend zusätzliche Pflegekräfte zur Versorgung von Corona-Patienten melden, will die München Klinik sogar Hotelkosten für die Freiwilligen übernehmen. Für die Krankenhäuser suche man weiterhin Pflegekräfte und habe dafür kostenfreie Hotelkontingente für Menschen, die nicht in München wohnten, eingerichtet, teilte das Klinikunternehmen am Freitag mit.

    13.00 Uhr: S-Bahn-Züge für Abstandsregelung verlängert

    S-Bahnen wurden jetzt teilweise verlängert, damit die Fahrgäste einen Abstand von 1,5 Meter einhalten können. Nach der Umstellung auf einen generellen "Samstagsfahrplan" und die damit verbundene Kapazitätsreduzierung war es gerade bei der S 3 und S 4 im Landkreis Fürstenfeldbruck zu Beschwerden gekommen, dass der Platz für einen solchen Abstand zum Teil nicht mehr ausreiche. Landrat Thomas Karmasin (CSU) hat darauf beim MVV und der S-Bahn München interveniert.

    12.45 Uhr: Vorsichtsmaßnahme gegen Betrugsversuche - Uniformierte Polizeibeamte begleiten Ärzte bei Corona-Forschungsprojekt

    Als Vorsichtmaßnahme gegen Betrugsversuche werden unformierte Polizeibeamte die Ärzteteams begleiten, die von diesem Sonntag an zu Corona-Forschungszwecken 3.000 Haushalte in München aufsuchen werden. Das kündigte der Leiter der Pressestelle Marcus da Gloria Martins in einer Telefonkonferenz heute Mittag an. In Bayern wurden in den letzten Wochen vereinzelt Fälle angezeigt, bei denen sich räuberische Betrüger in Schutzkleidung als Mitarbeiter des örtlichen Gesundheitsamtes ausgegeben haben, um so Zugang zur Wohnung und dort vermuteten Wertgegenständen zu bekommen.

    Alle zwanzig Ärzteteams, die in den nächsten Wochen jeweils zu zweit bei den Münchner Haushalten klingeln werden, sind deshalb in Begleitung eines uniformierten Polizeibeamten. Die Streife wird - im Gegensatz zu den Medizinern - trägt keine Schutzkleidung und wird die Wohnung nicht betreten. Die Münchner Polizei begleite die Aktion lediglich als vertrauensbildende Maßnahme, so da Gloria Martins, ein Zwang an der Studie teilzunehmen entstehe dadurch nicht, jeder Bürger habe das Recht, die Untersuchung abzulehnen. Die Forscher werden nach seinen Worten straßenzugweise vorgehen, die betroffenen Anwohner wurden durch Flyer über die geplante Aktion informiert.

    12.40 Uhr: PVC-Hersteller Vinnolit spendet 1000 FFP2-Masken an Corona-Zentrum in Mühldorf

    Um die medizinische Versorgung vor Ort zu unterstützen, spendet der PVC-Hersteller Vinnolit - der im Chemiepark Gendorf (Lkr. Altötting) angesiedelt ist - 1000 FFP2-Masken an das Corona-Zentrum der Inn-Kliniken Altötting und Mühldorf. Weitere insgesamt 500 FFP2-Atemschutzmasken spendete das Unternehmen an die Wirtschaftsförderung Landkreis Traunstein für die Notversorgung von Pflegeeinrichtungen sowie an Seniorenzentren unter anderem in Burghausen, Waldkraiburg und Ismaning.

    Vinnolit produziert den Kunststoff PVC, der für die Herstellung von Artikeln der Intensivmedizin, wie Blutbeutel, Schlauchsysteme oder Sauerstoffmasken benötigt wird. Die ebenfalls produzierte Natronlauge ist eine wichtige Grundchemikalie unter anderem für die Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln.

    12.05 Uhr: Stadt München fördert virtuellen Unterricht

    Die Stadt München stellt über die für Schulen zuständige IT-Abteilung ab sofort Microsoft Teams for Education zur Verfügung. Es handelt sich um ein Modul von Office 365. Damit soll es möglich sein in einem virtuellen Klassenzimmer zu unterrichten.

    11.25 Uhr: Bürgermeister im Oberland fordern Ausflugssperre

    Frühlingshaftes, sonniges Wetter ist für das erste Osterferien-Wochenende vorhergesagt - gleichzeitig gilt weiter die Corona-Ausgangsbeschränkung. Im Oberland haben sich jetzt Bürgermeister an die Regierung gewandt und fordern eine staatliche Ausflugssperre.

    Trotz eindringlicher Appelle am letzten Wochenende waren die Wanderparkplätze voll, Gruppen grillten am Walchensee und Ausflügler tummelten sich dicht am Eibsee – die meisten von ihnen waren Tagestouristen mit auswärtigen Kennzeichen. Doch mittlerweile ist sogar während der Woche so viel los wie sonst nur am Wochenende. Thomas Holz, der Bürgermeister von Kochel am See, vermutet, dass viele Menschen Angst hätten, dass es zu weiteren Einschränkungen kommen könnte, weshalb sie jetzt noch jeden schönen Tag nutzen. Da für die Osterferien schönes Wetter vorhergesagt ist, rechnet er sogar noch mit mehr Ausflüglern in den nächsten Tagen. Zusammen mit anderen Bürgermeistern im Oberland fordert er eine Ausflugssperre wie an der norddeutschen Küste. Denkbar wäre auch eine Ausflugsbeschränkung nur im eigenen Landkreis. Mit einem Brandbrief haben sich die Bürgermeister an die Regierung gewandt. Sie befürchten ein erhöhtes Infektionsrisiko für ihre einheimische Bevölkerung und Rettungskräfte. Die Polizei will an diesem Wochenende verstärkt an den Ausflugshotspots kontrollieren.

    11.20 Uhr: Stadt Dachau erlässt Wirten die Pacht

    Die Stadt Dachau hat den Wirten in stadteigenen Gebäuden die Pacht erlassen. Diese Regelung gilt, solange die Gaststätten wegen Corona geschlossen bleiben müssen, so Stadtkämmerer Thomas Ernst. Die Stadt selbst will mit gutem Beispiel vorangehen und hofft, dass sich auch die anderen Vermieter kulant zeigen. "Es bringt keinem was, wenn man nach der Krise dann keinen Pächter mehr hat", sagt Kämmerer Thomas Ernst. Die Gaststätten haben teilweise hohe Fixkosten. Wenn die Betriebe wieder aufmachen, soll das auch wirtschaftlich noch möglich sein.

    Ähnlich hilfsbereit zeigt sich die Gemeinde Feldafing im Landkreis Starnberg. Auch dort wird den Betreibern bis auf Weiteres die Pacht erlassen, wie der Gemeinderat in einer Online-Abstimmung entschieden hat. Die Rückmeldung sei sehr positiv, sagt Bürgermeister Bernhard Sontheim, nicht nur von den Wirten. Auch von Bürgern habe er viele Anrufe und E-Mails erhalten, die sich für diese tolle Geste bedanken. Einige Brauereien sind ihren Wirten mit der Pacht ebenfalls entgegengekommen, darunter Augustiner oder Ayinger.

    10.55 Uhr: Aschau im Chiemgau sperrt öffentliche Wanderparkplätze

    Aschau im Chiemgau sperrt die öffentlichen Parkplätze für Wanderer. Damit will Aschau die Vorgaben der Ausgangsbeschränkungen umsetzen und Ausflüger von Wandertouren abhalten. Es wurde festgestellt, dass sowohl auf den Wanderwegen als auch auf den Hütten die Vorgaben nicht eingehalten werden, heißt es von der Touristinfo Aschau. Gesperrt sind die Parkplätze ab heute bis zum 19. April.

    9.20 Uhr: Dachauer Landrat Löwl erinnert an Ausgangsbeschränkungen

    Mit Blick auf die sonnigen Wetteraussichten fürs Wochende appelliert der Dachauer Landrat Stefan Löwl (CSU) noch einmal an die Bevölkerung, sich an die Ausgangsbeschränkungen zu halten: "Natürlich drängt es uns alle nach draußen, aber die Gefahr einer Ansteckung ist nach wie vor hoch", betont er. „Bitte achten Sie auf Abstand, setzen Sie sich in der Öffentlichkeit oder der Nachbarschaft nicht zusammen, bleiben Sie möglichst zu Hause und meiden Sie insbesondere medizinische Einrichtungen, Alten- und Pflegeheime sowie Behinderteneinrichtungen", so Löwl weiter.

    9.10 Uhr: Fast 50 positive Tests in Hallertauer Pflegeheim

    Die Lage in dem stark von Coronavirus-Infektionen betroffenen Pflegeheim in Au in der Hallertau spitzt sich weiter zu. Mittlerweile wurden 36 Bewohner positiv getestet und größtenteils im Haus isoliert. Andere kamen ins Krankenhaus. Drei sind dort gestorben, Todesursache soll aber nicht die Corona-Infektion gewesen sein. Auch elf Mitarbeiter wurden positiv getestet. Sie befinden sich in häuslicher Quarantäne. Im gesamten Landkreis Freising sind inzwischen 581 Infektionsfälle bekannt. 215 Menschen sind bereits wieder gesund. Zehn Menschen sind verstorben. Alle hatten aber Vorerkrankungen, wie das Landratsamt mitteilte.

    6.20 Uhr: Ebersberg testet Hilfskrankenhaus in Turnhalle

    In der zum Hilfskrankenhaus umfunktionierten Sporthalle in Ebersberg sollen heute die möglichen Abläufe durchgespielt werden. "Es wird nichts dem Zufall überlassen für den Fall, dass das Hilfskrankenhaus in Betrieb gehen muss", betont das Landratsamt. Die Umrüstung ist inzwischen fast abgeschlossen. Auch eine erste Sauerstofflieferung und ein großer Teil der bestellten Betten sind mittlerweile eingetroffen. Im Landkreis Ebersberg sind aktuell 144 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 346 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 224 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 80 von ihnen sind aber bereits wieder gesund.

    Donnerstag, 2. April

    18.41 Uhr: Deutscher Alpenverein ruft dazu auf, keine Bergtouren zu machen

    Das Wetter soll am Wochenende schön werden, doch angesichts der Coronakrise appelliert der Deutsche Alpenverein eindringlich, keine Bergtouren zu unternehmen. Es gehe darum, alpine Notfälle zu verhindern und so Rettungswesen und Krankenhäuser zu entlasten, sagte DAV-Präsident Josef Klenner. Außerdem könnten Wanderziele so stark frequentiert sein, dass auch ein Infektionsrisiko bestehe. Sinnvoll sei es aber, sich durch Bewegung fit zu halten. Der Deutsche Alpenverein empfiehlt deshalb einen Spaziergang im nahe gelegenen Wald oder eine Joggingrunde im Park. Auf den Social Media Kanälen verbreitete der DAV das Motto: "Die Berge warten, wir auch."

    17.23 Uhr: Landratsamt Starnberg: bitte kein Wassersport

    Auch wenn Starnberger, Weßlinger oder Pilsensee locken: Auf Wassersport sollte man in Corona-Zeiten verzichten, so der Appell des Landratsamts Starnberg. Zwar seien "rein sportliche Betätigungen auf den Seen" zulässig. Aber dann würden wohl auch Rettungseinsätze nötig, und die Rettungskräfte könnten ihre Kapazitäten derzeit nicht "mit Einsätzen im Freizeitbereich vergeuden".

    Gar nicht erlaubt ist laut Kreisbehörde derzeit der Betrieb auf Sportboothäfen, Vereinsanlagen, Trockenliegeplätzen, Bootshallen und sonstigen Freizeitanlagen. Das seien keine Einrichtungen, "die den notwendigen Verrichtungen des täglichen Lebens dienen". Und das Boot ins Wasser zu lassen oder Reparaturarbeiten an Booten seien "kein triftiger Grund zum Verlassen des eigenen Hausstands", betont das Landratsamt unter Hinweis auf die momentan geltende Allgemeinverfügung.

    17.04 Uhr: Bayerische Oberlandbahn setzt Sicherheitsdienst ein

    Auch die Bayerische Oberlandbahn, die die Züge der BOB und des Meridians betreibt, appelliert an die Fahrgäste am kommenden sonnigen Wochenende und an den Osterfeiertagen zuhause zu bleiben. Die schönsten Ausflugsziele Bayerns seien zwar mit Meridian und BOB schnell zu erreichen, aber die BOB macht erneut darauf aufmerksam, dass das Fahrplanangebot reduziert wurde. Das Unternehmen wird außerdem einen Sicherheitsdienst einsetzen und die Abstandsregeln kontrollieren.

    16.53 Uhr: 14 neue Todesfälle

    In Oberbayern hat es nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit im Vergleich zum Vortag 14 neue Todesfälle gegeben. In der Coronavirus-Statistik zählt das LGLauch Todesfälle von Personen mit, die zwar infiziert waren aber an anderen Ursachen gestorben sind. Damit erhöht sich die Gesamtzahl der Verstorbenen auf 73.

    Die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten stieg um 850 Fälle. In Oberbayern sind damit nach Angaben des LGL 9.179 Menschen erkrankt. Fast die Hälfte der in Bayern lebenden Erkrankten (48%) befinden sich demnach in Oberbayern. Mit 195,87 Fällen pro 100.000 Einwochnern liegt Oberbayern vor den übrigen sechs bayerischen Bezirkenen. Die am stärksten betroffene Region in Oberbayern ist laut LGL der Landkreis Rosenheim mit 338,34 Fällen pro 100.000 Einwohner.

    15.14 Uhr: Flughafen München führt Kurzarbeit ein

    Die Flughafen München GmbH und ihre Abfertigungstochter AeroGround führen mit sofortiger Wirkung Kurzarbeit ein. Darauf haben sich Management und Betriebsrat verständigt. Die Verhandlungen liefen schon länger, die Lage im Erdinger Moos wurde für den Flughafenbetreiber immer dramatischer: Inzwischen sind es noch knapp 60 Starts und Landungen am Tag - normalerweise waren es um die 1000. Das Passagieraufkommen ging um gut 95 Prozent zurück.

    Einige Konzerntöchter hatten im März schon Kurzarbeit eingeführt. Jetzt trifft es auch die FMG selbst und ihre Abfertigungstsochter Aeroground und damit insgesamt mehrere Tausend Mitarbeiter aus allen Betriebsbereichen. Von Arbeitgeberseite wird das gesetzliche Kurzarbeitergeld auf bis zu 90 Prozent des vorherigen Nettoentgelts aufgestockt.

    10.00 Uhr: Gewerkschaftsbund sagt alle Kundgebungen am 1. Mai ab

    Der Deutsche Gewerkschaftsbund Oberbayern mit Sitz in Rosenheim sagt alle Kundgebungen zum Tag der Arbeit am 1. Mai ab. Es sei für die Gewerkschaft eine historisch einmalige Entscheidung. Solidarität heiße in diesem Jahr: "Abstand halten!", so der DGB. "Wir werden den Wert der Solidarität, auch nach der Corona-Krise, wieder zu einem Grundbestandteil unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens machen", sagt der Regionsgeschäftsführer für Oberbayen Günther Zellner. Für die Gewerkschaft gebe es einige Punkte, die es neu zu bewerten gelte, wie etwa der jahrelange Sparkurs in der öffentlichen Daseinsvorsorge. Wie sich Privatisierungen im medizinischen Sektor auswirken, könne man gerade leidvoll in anderen Ländern sehen. Das Mantra der schwarzen Null helfe nicht in Notzeiten. Heute aber gelte, allen zu danken, die uns tagtäglich mit hohem Risiko für die eigene Gesundheit vor dem Virus schützen, die Versorgung gewährleisten und die öffentliche Sicherheit aufrecht erhalten, so der Gewerkschaftsgeschäftsführer. Nächstes Jahr werde der 1. Mai das weltweit größte Fest der Solidarität.

    9.30 Uhr: Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken in Rosenheim bekommen womöglich Zuschlag

    Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken in Rosenheim bekommen möglicherweise eine Zulage für ihre Arbeit. Einen entsprechenden Antrag hat der Pandemie-Rat auf den Weg gebracht. Das Personal leiste gerade eine Wahnsinnsarbeit, das müsse honoriert werden, sagte Stadtrat Abuzar Erdogan dem Bayerischen Rundfunk. Die Ro-Med-Kliniken werden von der Stadt und dem Landkreis Rosenheim betrieben.

    6.20 Uhr: Zu viele Corona-Infektionen: Münchner Klinik gibt Alltagsbetrieb auf

    Weil sich viele Patienten und Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert haben, gibt es in der Helios Klinik in München-Pasing seit Mittwochabend keinen normalen Krankenhaus-Betrieb mehr. "Es geht darum, dass wir keine neuen Patienten aufnehmen, und die Patienten, die entlassen werden könnten, aktuell nicht entlassen", erklärt der Sprecher des Helios Klinikum München West, Marten Deseyve. "Alle Patienten, die jetzt da sind, bleiben auch weiter da." So sollen Infektionsketten unterbrochen werden. Bislang wurden 14 Patienten und zwei Mitarbeiter positiv getestet. Alle Patienten und Mitarbeiter werden nun auf das Virus Sars-CoV-2 getestet.

    Wie lange dieser "eingefrorene Zustand" erhalten bleibt, sei noch unklar, sagt Deseyve. Dies hänge von der Entwicklung in den nächsten Tagen ab. Derart drastische Maßnahmen dürften im Freistaat derzeit noch einmalig sein. "Mir ist auch kein anderes Haus bekannt", bestätigt Deseyve.

    6.10 Uhr: Seniorenheim in Murnau: Vier Personen positiv auf Corona getestet

    In einem Seniorenheim in Murnau sind drei Bewohner und eine Pflegekraft mit dem Corona-Virus infiziert. Eine großangelegter Corona-Virus Test soll zeigen, ob sich weitere Personen angesteckt haben. Nachdem es bereits in einem Altenheim in Würzburg nach Corona-Erkrankungen zu Todesfällen kam, ist die Sorge in Murnau jetzt groß. Nach ersten Informationen soll es sich bei den Erkrankten um Bewohner und eine Pflegekraft einer betreuten Wohngemeinschaft handeln. Wie das Murnauer Tagblatt berichtet, haben zwei Senioren so schwere Symptome, dass sie vorsorglich in der Klinik behandelt werden. Bei den beiden anderen Personen ist der Verlauf bisher glimpflich, daher wurden sie isoliert. Im Seniorenzentrum Kemmelpark wohnen rund 50 Bewohner. Neben einer Tagespflegestätte gibt es zwei ambulant betreute Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Senioren. Das BRK war mit einem Großaufgebot vor Ort und hat 140 Abstriche von Personen genommen, die mit den Infizierten in Kontakt waren. Bis die Tests ausgewertet sind, herrscht in der Einrichtung höchste Sicherheitsstufe, heißt es von der Heimleitung. Bis auf weiteres müssen alle Bewohner in ihren Zimmern bleiben. Das Pflegepersonal trägt spezielle Schutzkleidung.

    Mittwoch, 1. April

    19.16 Uhr: Rosenheim plant Zulage für Klinik-Mitarbeiter

    Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken in Stadt und Landkreis Rosenheim können womöglich mit einer Zulage für ihre wertvolle Arbeit rechnen. Der Pandemie-Rat, der am Abend anstatt des Stadtrates tagte, brachte einen Eilantrag der SPD-Fraktion auf den Weg. Dabei gab es keine Abstimmung, aber der Klinikleitung wurde einstimmig ein Mandat erteilt, ein dementsprechendes Papier vorzubereiten, berichtete SPD-Stadtrat Abuzar Erdogan dem BR nach der Sitzung. Dieses Papier soll in zwei bis drei Wochen vorliegen, dann soll der Aufsichtsrat der Klinik darüber abstimmen. Ob alle 3200 Mitarbeiter der Ro-Med-Kliniken davon profitieren werden, ist aber noch unklar, so Erdogan. Unklar sei z.B. ob Mitarbeiter, die sich derzeit im Homeoffice befinden, ebenfalls unter diesen Schirm kommen. Erdogan zeigte sich mit dem Ergebnis des SPD-Antrags zufrieden. Das Personal leiste gerade eine Wahnsinnsarbeit, dies gelte es zu honorieren. "Von Applaus können sich die Mitarbeiter nichts kaufen", so der SPD-Stadtrat. Die Kosten nennt er gewaltig und beziffert sie auf rund eine Million Euro. Da die Ro-Med-Kliniken von Stadt und Landkreis betrieben werden, trägt die Kosten mittelfristig der Steuerzahler, so Erdogan. Der "Pandemie-Rat", der statt des Stadtrates heute tagte, bestand laut dem SPD-Stadtrat aus zehn Stadträten, der Oberbürgermeisterin und den Dezernenten der Stadt Rosenheim.

    18.44 Uhr: Corona-Infizierter im Seniorenheim im Landkreis Ebersberg

    Auch in einem Seniorenheim im nördlichen Landkreis Ebersberg ist jetzt ein Bewohner an Covid-19 erkrankt. Er befindet sich in einer Münchner Klinik. "Jetzt geht es darum, schnell die engsten Kontaktpersonen zu ermitteln um im besten Fall den Ansteckungsweg nachvollziehen zu können", heißt es im Landratsamt: "Gesundheitsamt und Heimaufsicht haben nach Bekanntwerden des Abstrich-Ergebnisses sofort vor Ort mit den Ermittlungen begonnen und arbeiten mit Hochdruck daran." Insgesamt sind im Landkreis derzeit 134 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert, 74 weitere sind bereits wieder gesund.

    17.42 Uhr: Bayerische Staatsoper verschiebt Kunstprojekt

    Das mit Spannung erwartete Opernprojekt "7 Deaths of Maria Callas" der Performance-Künstlerin Marina Abramovic wird nicht wie geplant per Live-Übertragung im Internet uraufgeführt. Man müsse das Vorhaben wegen der Corona-Pandemie verlegen, teilte die Bayerische Staatsoper mit. Bis jetzt sei das Projekt in Kleinstgruppen vorbereitet worden, jetzt müssten viele Leute auf der Bühne und im Orchester eingebunden werden. Auch die Montagskonzerte, die bislang gestreamt wurden, wurden abgesagt. Stattdessen werde sich die Kostümabteilung auf die Produktion von Schutzmasken verlegen - auf freiwilliger Basis. Staatsintendant Nikolaus Bachler sagte, es sei ihm auch künstlerisch schwergefallen, ein Projekt voranzutreiben, das die Begegnung mit dem Tod auslote. "Im Moment, in dem es für viele ganz real um Leben und Tod geht, stellen sich andere Fragen – das ist mir innerhalb der letzten Tage besonders klar geworden." Gleichwohl müsse es möglich sein, auch in der Krise die Arbeit an der Kunst aufrechtzuerhalten. "Wir müssen aufpassen, dass die pandemische Krise keine Krise unserer Institutionen, unseres Charakters und unserer Gesellschaft wird."

    17.41 Uhr: Hilfskrankenhaus Erding vor Fertigstellung

    Eines der bayernweit 26 Hilfskrankenhäuser, die bei der Bewältigung der Corona-Pandemie helfen sollen, kommt nach Erding – und ist schon fast fertig. Landrat Bayerstorfer (CSU) hat es heute bei einem Rundgang auf dem Fliegerhorst-Gelände – im ehemaligen "Warteraum Asyl" - präsentiert. In rekordverdächtigem Tempo sind zwei Leichtbauhallen, aufgestellt vor vier Jahren für Flüchtlinge, zum Hilfskrankenhaus mit 160 Betten geworden. Es ist gedacht für Patienten, bei denen die Infektion nicht ganz so schwer verläuft, oder die die Intensivstation bereits wieder verlassen können. Theoretisch könnte man in wenigen Tagen loslegen, hieß es heute. Tatsächlich soll das freilich nur geschehen, wenn die Kapazität im Klinikum Erding nicht mehr reichen sollte. "Wir sind vorbereitet für einen Worst Case, der hoffentlich in dieser Form nicht eintreffen wird", sagt Landrat Martin Bayerstofer. Aktuell gibt es 350 bestätigte Fälle im Landkreis Erding, den Ministerpräsident Markus Söder als einen der Corona-Hotspots bezeichnet hat. Die Regierung von Oberbayern würde das Hilfskrankenhaus auch mit Personal unterstützen. Bei Bedarf könnte die Einrichtung noch ausgebaut werden – es gäbe noch weitere Hallen, bis zu 1.000 Betten wären möglich.

    16.30 Uhr: Berchtesgadener Molkerei stellt Schutzmäntel und Desinfektionsmittel zur Verfügung

    Die Berchtesgadener Molkerei benötigt normalerweise Schutzmäntel, Hauben und Händedesinfektion, wenn Besuchergruppen durch den Betrieb geführt werden. Alle Führungen sind momentan aber abgesagt, deshalb hat die Molkerei 4700 Einmalmäntel, rund 1000 Hauben und 250 Liter Desinfektionsmittel dem Landkreis als Spende überlassen.

    Ein LKW der Pidinger Feuerwehr brachte das Material zum Landratsamt, wo es Landrat Georg Grabner (CSU) entgegennahm. Die gespendeten Sachen werden von der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) des Landratsamts nach Dringlichkeit an Alten- und Pflegeheime, ambulante Pflegedienste, Arztpraxen und Kliniken im Landkreis verteilt.

    16.17 Uhr: Freising startet Aufruf an Landkreisbürger mit medizinischer oder pflegerischer Erfahrung

    Der Landkreis Freising ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, die über medizinische oder pflegerische Erfahrung verfügen, mit ihren Kenntnissen in der Corona-Krise Unterstützung zu leisten und sich deshalb beim Landratsamt zu melden.

    Der Aufruf richtet sich unter anderem an Pflegefachkräfte, Pflegehilfskräfte, Medizinstudenten, Medizinisch-technische Assistenten und Medizinische Fachangestellte, die derzeit nicht in diesem Beruf arbeiten, volljährig sind und keiner Risikogruppe angehören. Ebenso wird die Erfahrung von Ortshelferinnen und Bürgerinnen und Bürgern, die ein Freiwilliges Soziales Jahr oder einen Bundesfreiwilligendienst im medizinischen oder pflegerischen Bereich absolviert haben, gebraucht. Die regionalen Einsatzbereiche reichen von verschiedenen Pflegeeinrichtungen bis zum Klinikum, der Einsatz ist jeweils abhängig von der Qualifikation.

    15.25 Uhr: Über 30 Infizierte: Seniorenheim in Bad Feilnbach geräumt

    In Bad Feilnbach sind heute die Bewohner des Alten- und Pflegeheimes St. Lukas verlegt worden. Dabei handelt es sich um eine Schutzmaßnahme für die Bewohner, weil deren Versorgung nicht mehr in der Form sichergestellt werden konnte, wie es notwendig wäre, so die Heimaufsicht des Landratsamtes Rosenheim. Ein Großteil der Bewohner - 31 von 41 - , zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Leitung der Einrichtug haben sich mit dem neuartigen Corona-Virus infiziert, so das Landratsamt. Sie alle befinden sich nun in Quarantäne. Die 41 Bewohner wurden im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark, im Medical Park Bad Feilnbach Blumenhof, in der Schön Klinik Bad Aibling Harthausen und in der Rheumaklinik Bad Aibling untergebracht. An dem Einsatz waren zahlreiche Rettungskräfte beteiligt, u.a. das BRK, der Malteser Hilfsdienst, die Johanniter Wasserburg sowie Polizei und Feuerwehr.

    13.18 Uhr: Handwerkskammer lehnt Straßensperrungen in der Zeit der Ausgangsbeschränkungen ab

    Die Handwerkskammer lehnt es ab, alle Straßen innerhalb des Mittleren Rings für den Autoverkehr zu sperren. Diesen Vorschlag hatte der Bund Naturschutz München gemacht. Damit würden die Ausgangsbeschränkungen ad absurdum geführt und "der letzte noch funktionierende Bereich ökonomischer Tätigkeit ausgebremst", kritisierte Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl.

    13.00 Uhr: Eröffnung der Landesgartenschau verschoben

    Der Aufsichtsrat der Landesgartenschau GmbH hat heute beschlossen, die Eröffnung der Landesgartenschau Ingolstadt zu verschieben und zwar auf Ende Mai. Eigentlich war der 24. April als Eröffnungsdatum vorgesehen. Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern sowie alle anderen Beschränkungen aufgrund der Corona-Epidemie, haben diesen Termin aber unmöglich gemacht. Am Nachmittag muss noch der Finanzausschuss des Stadtrates, der ab 15 Uhr im Stadttheater-Festsaal tagt, zustimmen. Ob die Verschiebung der Landesgartenschau auf Ende Mai reichen wird, das hängt von der weiteren Entwicklung der Corona-Pandemie ab. Zur Landesgartenschau Ingolstadt zwischen Westpark und Güterverkehrszentrum wären zwischen dem 24. April und dem 04. Oktober hunderttausende Besucher erwartet worden. Schon seit Jahren wird an der Umsetzung gearbeitet. Das Gelände soll nach der Landesgartenschau der Bevölkerung als Erholungsfläche zur Verfügung gestellt werden.

    12.44 Uhr: Audi unterstützt Kliniken und Heime

    Der Autobauer Audi will Krankenhäuser, Pflegeheime und Sozialeinrichtungen mit fünf Millionen Euro Soforthilfe unterstützen. Das Geld fließe zusätzlich zu den 600.000 Euro, die Audi am Montag an Kliniken in Ingolstadt und Heilbronn gegeben habe, teilt das Unternehmen mit. Außerdem meldeten sich immer mehr Mitarbeiter als freiwillige Helfer. Markus Duesmann, der am Mittwoch sein Amt als neuer Audi-Chef antrat, sagte: "Ich danke allen Audianerinnen und Audianern, die in dieser außergewöhnlichen Zeit nach vorn schauen, mitanpacken und helfen, wo sie gebraucht werden."

    12.37 Uhr: Kostenlose Taxifahrten für Pfleger und Ärzte

    Ärzte, Schwestern und Pfleger können in München ab sofort auf dem Weg zur Arbeit und zurück kostenlos taxifahren. Mit dem Nulltarif solle medizinisches Personal in der Corona-Krise unterstützt werden, teilte ein Sprecher des Taxiverbands München am Mittwoch mit. Anrufen müsse man dafür bei einer der beiden lokalen Taxizentralen. "Dann fährt man zur Klinik oder nach Hause von der Klinik umsonst", sagte der Sprecher. Die Arbeit in der Gesundheitsbranche müsse allerdings nachgewiesen werden. Erstmal läuft das Projekt auf Kosten der Taxiunternehmen. Für eine längerfristige Lösung werde noch auf Rückmeldung des Bundesverkehrsministeriums gewartet. Laut der Taxizentrale Nürnberg gibt kostenlose Fahrten für Klinikpersonal in der zweitgrößten Stadt im Freistaat nicht. Dafür könne man sich hier sowohl Einkäufe als auch Medikamente für einen Pauschalpreis von 10 Euro mit dem Taxi bringen lassen, sagte ein Sprecher.

    11.15 Uhr: Zur Entlastung: Bereitschaftspraxis für Nicht-Corona-Infizierte in Mühldorf

    Auf dem Volksfestplatz in Mühldorf eröffnet heute eine Bereitschaftspraxis für Menschen mit schwereren Atemwegserkrankungen - wie beispielsweise Grippe, Bronchitis oder Lungenentzündung . Diese Patienten sollen dadurch schneller untersucht und von anderen Patienten getrennt werden. Ziel der Schwerpunktpraxis: Schwerer erkrankte Bürger effektiv behandeln, aber auch andere Patienten und Ärzte in den örtlichen Praxen vor einer möglichen Infektion mit dem Corona-Virus zu schützen. Dadurch sollen auch Hausarztpraxen entlastet und zukünftig besser geschützt werden. Corona-Tests werden hier nicht durchgeführt. Die Praxis wird in Containern beherbergt. Zwischen 14 und 18 Uhr können betroffene Patienten ab heute mit dem Auto auf den Volksfestplatz vorfahren. Dort wird ihnen ein Warteplatz zugewiesen. Die Wartezeit selbst soll im Auto überbrückt werden, bis die Patienten zur Untersuchung in einem der Container aufgerufen werden.

    10.05 Uhr: Gewerkschaft warnt: Lebensmittelindustrie arbeitet am Limit

    Sie sorgen für Nachschub im Supermarkt: Die rund 4.700 Menschen, die laut Arbeitsagentur in München in der Lebensmittelindustrie arbeiten, leisten in der Coronavirus-Pandemie einen entscheidenden Beitrag dafür, dass Essen und Trinken nicht knapp werden. Darauf hat die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hingewiesen. „Überstunden und Extra-Schichten sind in der Lebensmittelindustrie schon seit Wochen an der Tagesordnung. Die Menschen arbeiten am Limit, damit Aldi, Lidl, Rewe, Edeka & Co. die Ware nicht ausgeht“, sagt Tim Lünnemann von der NGG-Region München. Die Politik habe dies erkannt und die Lebensmittelbranche für „systemrelevant“ erklärt. Bei den Beschäftigten allerdings tauchen gerade jetzt viele Fragen auf, so die Gewerkschaft. Nach Angaben der Arbeitsagentur beschäftigt die Branche in ganz Bayern rund 135.000 Menschen.

    09.15 Uhr: Erzbistum München und Freising verschiebt Erstkommunion und Firmung

    Im Erzbistum München und Freising werden Erstkommunion und Firmung wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus bis Pfingsten verschoben. "Manche Hoffnungen werden enttäuscht, aber wir müssen weiter verantwortlich handeln", heißt es in einem Schreiben von Generalvikar Christoph Klingan und Amtschefin Stephanie Herrmann an die Pfarreien im Bistum. Darin wird die Verschiebung der Firmungen angekündigt und "nachdrücklich empfohlen, auch alle Erstkommunionfeiern bis Pfingsten aufzuschieben".

    09.10 Uhr: Schön Klinik Harthausen behandelt Corona-Patienten

    Nicht nur die Schön Klinik in Vogtareuth, auch die Schön Klinik Harthausen bei Bad Aibling behandelt COVID 19-Patienten auf der Intensivstation. Bereits vor einigen Tagen habe die Klinik Patienten von verschiedenen RoMedKliniken übernommen. Gestern seien es 8 Patienten auf der Intensivstation gewesen, die auch beatmet werden mussten. Die Schön Klinik Harthausen hat die Zahl ihrer Intensivbetten auf 42 erhöht. Außerdem wurden 26 weitere Nicht-Intensivbetten für die isolierungspflichtigen COVID-19-Patienten bereitgestellt. Dazu wurde ein Aufwachraum, der derzeit nicht benötigt wird, umfunktioniert, so die Klinik. Zudem werden die Mitarbeiter für die Versorgung von COVID 19-Patienten intensiv geschult. Ob weitere Stationen zur Verfügung gestellt werden können, werde geprüt, heißt es.

    07.55 Uhr: Neue Infektambulanz in Geisenfeld

    Mit einer zweiten zentralen Anlaufstelle für möglicherweise Infizierte reagiert der Landkreis Pfaffenhofen auf die Corona-Ausbreitung. In Geisenfeld nimmt heute eine sogenannte Infektambulanz für die Bewohner des Landkreises ihre Arbeit auf. Neben der bereits bestehenden Fieberambulanz an der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen eröffnet der Landkreis somit eine weitere Anlaufstelle für Patienten mit Corona-Symptomen. In der Ambulanz sind niedergelassene Ärzte und ehrenamtliche Helfer tätig.

    Die neue zentrale Anlaufstelle in der Königstraße 13 in Geisenfeld ist künftig täglich von 9 bis 12 Uhr geöffnet und kann von allen Patienten aus dem nördlichen Landkreis genutzt werden, die einen ärztlichen Rat wegen Beschwerden wie Husten, Halsschmerzen, Fieber oder sonstiger Erkältungssymptome benötigen.

    Dienstag, 31. März

    18.05 Uhr: 25 Bewohner eines Pflegeheims in München infiziert

    25 Bewohner eines Pflegeheims im Münchner Westend sind auf COVID-19 positiv getestet worden. Gleiches gilt für fünf Pflegekräfte. Beim Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit wurde inzwischen eine Reihentestung für alle 141 Bewohner sowie 102 Mitarbeitende des Pflegeheims angefordert. Die Untersuchungen laufen derzeit.

    Mittlerweile steht das ganze Haus freiwillig unter Quarantäne, außerdem hat sich die Einrichtung für einen Aufnahmestopp entschieden. Alle Mitarbeiter tragen Schutzausrüstung. Die Geschäfsführung will nicht ausschließen, dass das Virus auch an andere Stellen im Haus übertragen wurde. Ob und in welchem Umfang , wisse man erst nach den Ergebnissen des Reihentests. Bisher sollen lediglich einige Bewohner leichte Erkältungssymptome haben.

    15.42 Uhr: Coronavirusinfektionen steigen weiter in Oberbayern

    Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus ist in Oberbayern auf 7.606 Fälle angestiegen. Das meldet das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL auf seiner Website. Die Zahl der Fälle ist damit seit dem Vortag um 433 gestiegen. Pro 100.000 Einwohner sind damit 162,31 Personen infiziert, damit liegt Oberbayern weiterhin an der Spitze aller Bayerischen Bezirke.

    Seit gestern gibt es zehn weitere Todesfälle durch den Virus, insgesamt sind seit Beginn des Ausbruchs von SARS-CoV-2 48 Menschen in Oberbayern gestorben. Am stärksten vom Coronavirus betroffen sind die Stadt München, der Landkreis München und der Landkreis Rosenheim.

    14.52 Uhr: Corona-Fälle in München

    In München wurden heute 198 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 2.699 Infektionen gemeldet. In dieser Zahl enthalten sind 283 Menschen, die bereits geheilt sind, sowie fünf Todesfälle. Zum Vergleich: Vergangene Woche waren es 65 neue und insgesamt 1.381 bestätigte Corona-Infektionen gewesen.

    13.59 Uhr: Gewerkschaft verdi: Öffentlicher Dienst hält Land am Laufen

    Neben vielen anderen Berufsgruppen seien auch die Beschäftigten der Kommunen, daran beteiligt das gesellschaftliche Leben aufrechtzuerhalten. Brigitte Zach von der Gewerkschaft verdi: „Sie versorgen uns Bürgerinnen und Bürger mit den wesentlichen öffentlichen Dienstleistungen und sorgen für eine funktionierende Infrastruktur.“ Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst seien trotz der Ausgangsbeschränkung im Einsatz, damit die wichtigsten Dienstleistungen der Verwaltung für Bürger und Bürgerinnen zur Verfügung stehen. Die Verwaltungen haben auch für die Kommunalwahlen alles unternommen, damit die Stichwahlen reibungslos ablaufen konnten. Die Reinigungsdienste, die Beschäftigten zum Beispiel in den Bauhöfen und Gärtnereien, arbeiten trotz Schließung einiger Bereiche unvermindert weiter oder sind sogar verstärkt im Einsatz.

    13.48 Uhr: FC Bayern-Spieler Boateng hilft

    Der frühere Fußball-Nationalspieler Jérôme Boateng unterstützt die Tafel in München und in seiner Heimat Berlin. Der 31-Jährige Verteidiger des FC Bayern hilft den gemeinnützigen Organisationen mit einer Spende. In München werden unter anderem Schutzanzüge und Desinfektionsmittel für die Helfer besorgt. "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, dass wir alle zusammenhelfen. Wir Fußballer werden oft in die Vorbildrolle gedrängt, Vorbilder sind für mich aber all die, die durch ihren Einsatz dafür sorgen, dass das Leben möglichst weitergeht. Wie auch die freiwilligen Helfer bei den Tafeln das tun", sagte Boateng.

    12.29 Uhr: Fast 20.000 BMW-Mitarbeiter in Kurzarbeit

    Der Münchner Autobauer BMW hat für März knapp 20.000 Mitarbeiter für Kurzarbeit bei der Agentur für Arbeit angemeldet. Die meisten von ihnen seien in den Werken München, Dingolfing, Regensburg und Leipzig beschäftigt, teilte eine Sprecherin auf Nachfrage mit. Der Autobauer hatte die Produktion in seinen europäischen Fabriken bereits vor zwei Wochen gestoppt. Die Bänder sollten zunächst bis zum 19. April stehen. Wegen der Corona-Krise ist die Nachfrage nach Autos deutlich zurückgegangen. Viele Händler in Europa haben geschlossen. Auch viele Zulieferer lassen die Arbeit ruhen.

    12.22 Uhr: Kostenlose Verpflegung für Münchner Einsatzkräfte

    Für die Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen, Notärzte sowie Sanitäter gibt es am Münchner "Drive-in" der BayWa-Stiftung täglich kostenloses Essen. Zwischen 7 und 19 Uhr dürfen sie an der Arabellastraße zwischen drei warmen Gerichten wählen. Damit soll den Helfern für ihren "unschätzbaren Einsatz während der Krise" gedankt werden.

    12.15 Uhr: Vorsichtiger Optimismus im Landkreis Erding

    Die Zahl der Infizierten im Landkreis Erding verdoppelt sich derzeit "nur" noch alle sechs Tage. In der Vergangenheit lag die Verdoppelungszeit schon mal bei zwei bis drei Tagen. "Maßnahmen wie die Ausgangsbeschränkung entfalten jetzt nach und nach ihre Wirkung", ist Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) überzeugt.

    Aktuell gibt es im Landkreis 316 Fälle, 30 Betroffene sind bereits wieder gesund. Erding gehört zu den Landkreisen, die pro 100.000 Einwohner besonders Fälle haben – momentan sind es 230. Allerdings wird im Landkreis Erding auch überdurchschnittlich viel getestet, wie das Landratsamt mitteilt.

    12.08 Uhr: Näh-Aktion von Mundschutz für Praxen, Altenheim & Bürger

    Eine Frau aus Laufen (Landkreis Berchtesgadener Land) hat die Aktion "Laufen näht Mundschutz gegen Corona" gestartet. Es geht dabei darum, möglichst viele Behelfsmundschutze zu nähen, vor allem für Mitarbeiter in Arztpraxen, Altenheimen und sonstigen Therapie-Einrichtungen in der Stadt oder der Region. Auch einfacher Mundschutz würden knapp. Auf dem Markt sei kaum mehr etwas zu bekommen – höchstens zu überhöhten Preisen. Auch Bürger selbst sollten sich mit diesen einfachen, selbstgenähten Masken schützen, wenn sie in Supermärkte oder zum Arzt gehen, sagt die Initiatorin. Die Kirchengemeinden und die Stadt Laufen unterstützen die Idee. Sammelstellen für fertige Masken sind unter anderem das evangelische Gemeindehaus, die Stiftskirche Laufen sowie die Pfarrkirche St. Oswald in Leobendorf.

    11.40 Uhr: Webasto spendet Schutzausrüstung an Klinik

    Zwei Monate, nachdem Webasto-Mitarbeiter als die bayernweit ersten Corona-Patienten in der München Klinik behandelt wurden, bedankt sich der Autozulieferer mit Sitz in Stockdorf auf besondere Weise: Er hat Schutzkleidung gespendet – darunter 2.000 Schutzbrillen, 2.500 Schutzmasken und 5.000 Handschuhe. Zwar erhält die München Klinik regelmäßig Lieferungen mit Schutzkleidung, die den klinischen Bedarf decken, wie versichert wird. Doch "solche wichtigen Spenden sichern die Versorgung der Patienten und Mitarbeitenden in der München Klinik zusätzlich mit ab". Die München Klinik versorgt als einzige in Deutschland bereits seit Januar Corona-Patienten und hat seitdem nach eigenen Angaben mit insgesamt mehreren hundert Patienten deutschlandweit die meisten Covid-19-Fälle stationär behandelt.

    11.20 Uhr: Arbeiten am Hilfskrankenhaus Ebersberg gehen voran

    Die Arbeiten in Ebersberg zur Umrüstung der Dreifach-Sporthalle zu einer Hilfsklinik gehen weiter voran. Inzwischen wurde die ersten Betten geliefert, wie das Landratsamt mitteilt. Auf die Hilfsklinik will man zurückgreifen, falls die Kapazitäten in der Kreisklinik nicht mehr ausreichen sollten. Aktuell werden dort 14 infizierte Patienten behandelt. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden insgesamt 176 Menschen positiv getestet. 49 von ihnen sind wieder gesund.

    10.39 Uhr: Im Landkreis Rosenheim sind 80 Prozent der Intensivbetten mit Beatmungsgeräten belegt

    In den RoMed Kliniken im Landkreis Rosenheim sind die Intensivbetten mit vollwertigen Beatmungsgeräten zu 80 Prozent belegt. Das teilte das RoMed-Klinikum auf Anfrage mit und erklärt: Die vollwertigen Beatmungsgeräte würden die langfristige Beatmung von Patienten mit schweren Lungenerkrankungen ermöglichen. Verlegungen von Klinik zu Klinik innerhalb des Rettungsdienstbereiches Rosenheim/Miesbach hätten bereits stattgefunden. Die koordinierte Aufnahme erfolgt über die Rettungsdienste, die eine laufend aktualisierte Übersicht bekommen würden und so wissen, welche Klinik aufnahmebereit ist.

    Weiter erklären die Ro-Med-Kliniken, dass erst die Kapazitäten mit den vollwertigen Beamtungsgeräte genutzt werden, erst dann die weiteren Beatmungsgeräte wie Narkosegeräte und Homecare-Beatmungsgeräte, die primär zur Unterstützung der Eigenatmung dienen. "Dies war bisher nicht notwendig", so der Klinikverbund. Zu den RoMed Kliniken im Landkreis Rosenheim gehören die Standorte Stadt Rosenheim, Wasserburg am Inn, Prien am Chiemsee und Bad Aibling.

    Laut dem Landratsamt Rosenheim wurden bis gestern 887 COVID-19 Fälle registriert, 34 Patienten auf Intensivstationen behandelt. Die Zahl an Intensivbetten in Stadt und Landkreis Rosenheim werde weiter aufgestockt und man habe sich mit Kliniken anderer Träger vernetzt.

    Inzwischen nimmt auch die Schön Klinik Vogtareuth COVID- 19 Patienten auf und es werden erste Patienten auf Intensivstationen behandelt. Am Standort Vogtareuth wurde die Zahl der Intensivbetten mit Beatmung von 10 auf 22 erhöht. "Wir sind dabei, weitere Beatmungsplätze aufzubauen und rechnen damit, als Einzelklinik circa 25 Prozent der Beatmungskapazitäten im Landkreis zu stellen", so Klinikleiter Lissat in einer Pressemitteilung.

    Es gebe zudem drei Isolierstationen mit 70 Betten für Patienten, die nicht beatmet werden müssen. Auch diese Kapazität werde nun ausgebaut.

    9.52 Uhr: Aktuelle Infektionszahlen im Raum Ingolstadt

    In Ingolstadt wurden gestern 80 Personen gemeldet, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Laut einem Schreiben der Stadt werden sechs Personen im städtischen Klinikum auf der Intensivstation behandelt und 20 Menschen liegen isoliert auf der Infektionsstation. 12 Personen sind genesen.Im Landkreis Eichstätt sind bislang 81 Menschen positiv auf das Virus getestet worden, 244 weitere Menschen befinden sich in Quarantäne, eine Person ist verstorben. Im Landkreis Pfaffenhofen liegt die Zahl der Infizierten nun bei 107 Menschen. Im Kreis Neuburg-Schrobenhausen wurden bislang 77 Personen positiv getestet, davon sind nach Auskunft des Landratsamts 12 wieder genesen.

    7.12 Uhr: Münchens OB Reiter mahnt, in Parks Abstand zu halten

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat sich mit einem Appell an die Bevölkerung gewandt, doch bitte auch beim Joggen, an der Isar und in Parks den geforderten Sicherheitsabstand einzuhalten. Viele hätten den Ernst der Lage offenbar noch nicht erkannt. Es mache keinen Sinn, nebeneinander zu laufen, durch eine Spaziergängergruppe, "die es eigentlich auch nicht mehr geben darf", oder nah an Passanten vorbeizuradeln. Im Englischen Garten und an der Isar gebe es genug Platz, sagte Reiter: "Man könnte tatsächlich deutlich höhere Abstände zwischeneinander halten, ohne daheim bleiben zu müssen." Sollte alles nicht helfen, werde aber irgendwann "gar nichts anderes übrig bleiben", als Bußgelder zu verhängen.

    Montag, 30. März

    19.15 Uhr: Hochbetrieb beim Krisendienst Psychiatrie

    Die Corona-Krise bringt Menschen auch psychisch an ihre Belastungsgrenze. Beim „Krisendienst Psychiatrie“ des Bezirks Oberbayern herrscht derzeit Hochbetrieb. Und immer wieder steht bei den Beratungsgesprächen ein Thema im Zentrum: Die Angst vor Corona.

    Waren es im vergangenen Jahr im Durchschnitt rund 70 Anrufer, die pro Tag die Nummer der Notfall-Hotline wählten, so sind es aktuell im Schnitt etwa doppelt so viele. Mehr dazu auch hier.

    18.45 Uhr: Kleiderkammern vielerorts geschlossen, Spenden dennoch möglich

    Aufgrund der Coronakrise sind viele soziale Einrichtungen in Bayern geschlossen, darunter auch Kleiderkammern. In München betrifft das beispielsweise die Kleiderkammern des Roten Kreuzes, der Inneren Mission sowie der Diakonia.

    Wer spenden will, kann dies aber weiterhin tun. Sowohl die Innere Mission als auch das Rote Kreuz in München geben an, dass Spenden-Container weiterhin regelmäßig geleert werden.

    17.20 Uhr: 196 bestätigte Fälle im Kreis Weilheim-Schongau

    Bis heute sind dem Gesundheitsamt im Landkreis Weilheim-Schongau insgesamt 186 bestätigte Fälle von COVID-19 Infektionen gemeldet worden. Die Zahl der stationär behandelten Patienten sei dabei stabil geblieben, so das Landratsamt.

    Die Fälle seien relativ gleichmäßig über den Landkreis verteilt. Häufungen gebe es aktuell nur im engen familiären Umfeld, wenn sich Familienmitglieder im gleichen Haushalt gegenseitig angesteckt haben. Die meisten Fälle im Landkreis zeigen einen mäßigen Verlauf.

    17.10 Uhr: Über 300 Urlaubsheimkehrer am Münchner Flughafen gelandet

    Eine Lufthansa-Maschine hat am Mittag mehr als 300 Passagiere aus Mexiko nach Deutschland gebracht. Eine weiteres Flugzeug im Rahmen des Rückholprogramms der Bundesregierung kam aus Namibia. Von dort werden in den nächsten Tagen auch weitere Maschinen erwartet.

    Davon abgesehen ist der Flugbetrieb im Erdinger Moos mittlerweile fast zum Erliegen gekommen: Heute waren es nur noch 57 Starts und Landungen insgesamt - im regulären Betrieb wären es um die 1.000 gewesen.

    16.55 Uhr: Zweiter Todesfall und 21 Infizierte in Ismaninger Pflegeheim

    Ein weiterer Bewohner des Ismaninger Pflegeheims, in dem es bereits einen Todesfall gab, ist an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Es handle sich um "eine Person Mitte 70", wie das Landratsamt München mitteilt.

    Mittlerweile wurden alle Bewohner und Mitarbeiter getestet. Bisher wurden elf Bewohner und zehn Mitarbeiter positiv getestet. Einige Ergebnisse stehen noch aus. Die betroffenen Mitarbeiter sind freigestellt und befinden sich in häuslicher Quarantäne, die Bewohner sind laut Landratsamt in einem separaten Quarantäne-Wohnbereich untergebracht und von den negativ getesteten Bewohnern isoliert.

    16.30 Uhr: 245 neue Infektionen in München, fünfter Todesfall

    In München wurden am heutigen Montag, 30. März (Stand 13.30 Uhr), 245 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 2.501 Infektionen gemeldet.

    In diesen Zahlen enthalten sind 250 Personen, die bereits geheilt sind, sowie ein vierter und fünfter bestätigter Todesfall: Ein 68-jähriger Münchner sowie eine 66-jährige Münchnerin sind an COVID-19 verstorben.

    15.22 Uhr: Erste Todesfälle im Lkr. Berchtesgadener Land

    Das Landratsamt hat heute die ersten beiden Corona-Todesfälle im Landkreis gemeldet. Danach sind zwei Männer im Alter von 78 und 80 Jahren verstorben, die mit Covid-19 infiziert waren. Nähere Angaben zu etwaigen Vorerkrankungen der beiden Männer machte die Behörde nicht.

    Nach aktuellem Stand gibt es derzeit 80 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Berchtesgadener Land, zu denen auch die beiden Verstorbenen gerechnet werden. Das sind vier Corona-Fälle mehr als gestern.

    15.20 Uhr: SpVgg Unterhaching verliert Hauptsponsor

    Die SpVgg Unterhaching verliert in der Corona-Krise ihren Hauptsponsor. Wie der an der Münchner Börse notierte Fußball-Drittligist am Montag mitteilte, hat die Frostkrone Tiefkühlkost GmbH ihr Kündigungsrecht genutzt. Die Firma hat demnach den Sponsorenvertrag vorzeitig zum 30. Juni 2020 gekündigt. Die Unterhachinger hätten in der Saison 2020/2021 beim Verbleib in der 3. Liga 450 000 Euro plus Umsatzsteuer erhalten. Frostkrone war seit Januar 2018 Hauptsponsor der Hachinger gewesen.

    14.50 Uhr: "Lange Nacht der Musik" in München abgesagt

    Gut vier Wochen vor der geplanten "Langen Nacht der Musik" haben die Organisatoren jetzt die Reißleine gezogen und alles abgesagt. Zwar gelten die aktuellen coronabedingten Beschränkungen nach derzeitigem Stand nur bis einschließlich 19. April. Aber "es ist davon auszugehen, dass auch im unmittelbaren Zeitraum danach keine Großveranstaltungen stattfinden können", schreibt nun die Münchner Kultur GmbH: "Im Sinne der Planungssicherheit" und zum Schutz aller Beteiligten habe man sich deshalb zur Absage entschlossen. Die "Lange Nacht der Musik" sollte am 25. April stattfinden. Eine Verschiebung in den Herbst sei aufgrund des langen Vorlaufs der Veranstaltung und des dichten Terminkalenders in München nicht möglich.

    14.45 Uhr: Münchens Gesundheitsreferentin schlägt Schwerpunktpraxen vor

    Die niedergelassenen Ärzte sollten Schwerpunktpraxen für die Testung und Behandlung von Corona-Patienten etablieren. Dazu hat Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs jetzt aufgerufen. In den Schwerpunktpraxen könnten leichter erkrankte Corona-Patienten, die nicht ins Krankenhaus müssen, versorgt werden, und die Notaufnahmen würden entlastet. Zugleich könne man in den übrigen Praxen die ambulante Grundversorgung anderer Patienten garantieren, erklärt Jacobs. Außerdem könnte mit der Schaffung von Schwerpunktpraxen die Versorgung mit notwendigem Material wie Schutzkleidung und -masken effektiver als bisher organisiert werden.

    13.40 Uhr: Ausbau der Angebote für Bedürftige in München

    Foodtrucks für Bedürftige, leerstehende Läden als Kleiderkammern, Notbetrieb in Obdachloseneinrichtungen - die Träger der Bahnhofsmission und ihre Spitzenverbände Diakonie und Caritas bauen mit dem städtischen Sozialreferat die Angebote für bedürftige Menschen im Stadtgebiet aus. Aktuell kommen täglich 600 Menschen zur Bahnhofsmission am Münchner Hauptbahnhof. Seit heute versorgt die Caritas Bedürfte auch an einem Foodtruck Ecke Luisen-/Elisenstraße mit Essen. Ein zweiter Foodtruck soll folgen.

    In einem nächsten Schritt sollen dann mit der diakonia, einer Tochtergesellschaft der Inneren Mission München, in leerstehenden Läden des ehemaligen Postbankgebäudes "weitere Versorgungsstrukturen für Bedürftige" eingerichtet. Gedacht ist zum Beispiel an die Ausgabe von Kleidung. Das Kälteschutz- und Übernachtungsschutzprogramm der Stadt München in der Bayernkaserne ist mittlerweile ganztägig inklusive einer Essensverpflegung geöffnet. Die obdachlosen Männer und Frauen, die dort übernachten, müssen tagsüber die Einrichtung nicht mehr verlassen. Außerdem halten Anlaufstellen wie Schiller 25, Otto und Rosi, D3 und die Teestube „komm“ einen Notbetrieb aufrecht. Gleiches gilt für die Notversorgung im Amt für Wohnen und Migration.

    12.35 Uhr: Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen bis Ende der Osterferien

    Die seit dem 21. März wegen des Coronavirus geltenden Ausgangsbeschränkungen in Bayern werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in München.

    12.25 Uhr: Positive Zwischenbilanz der Münchner Polizei - Sehr wenige Verstöße, weniger Gewalt

    Die Münchner Polizei hat heute eine positive Zwischenbilanz zur Einhaltung der aktuellen Allgemeinverordnung in der Stadt und im Landkreis gehalten. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl habe es sehr wenige Verstöße gegeben, so der Leiter der Pressestelle Marcus da Gloria Martins. Von Sonntag- bis Montagmorgen hat die Polizei knapp 5.000 Kontrollen durchgeführt, dabei wurden 186 Verstöße angezeigt, bis auf einen betrafen alle die Ausgangsbeschränkung.

    Die Zahlen seien witterungsbedingt erheblich niedriger ausgefallen, als bei dem schönen Wetter am Samstag (344) und Freitag (251), so ein Polizeisprecher. Die Einsätze unter der Alarmierung "Häusliche Gewalt" sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In den letzten zwei Wochen sind Beamte deshalb 70 Mal ausgerückt, 2019 zählte man im selben Zeitraum 77 Fälle. Auch Körperverletzungsdelikte, Streitigkeiten und Suizide sind nach Angaben des Präsidiums zum Teil erheblich zurückgegangen, Zahlen wurden in dem Zusammenhang nicht genannt.

    12.10 Uhr: 77 bestätigte Infektionen im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen

    Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind bislang 77 Personen positiv auf das neue Coronavirus (SARS-CoV-2) getestet worden. Mittlerweile sind zwölf der Erkrankten bereits wieder genesen. Die höchsten Fallzahlen im Landkreis sind in der Großen Kreisstadt Neuburg sowie in Schrobenhausen zu verzeichnen.

    11.55 Uhr: Weihenstephan hilft mit Alkohol für Desinfektionsmittel

    Die Staatsbrauerei Weihenstephan hilft mit ihrem Alkohol den bayerischen Zahnärzten: Sie stellt den überschüssigen hochprozentigen Alkohol, bei der Herstellung von alkoholfreien Bieren übrig bleibt, für die Produktion von Desinfektionsmitteln zur Verfügung. 1500 Flaschen wurden jetzt damit abgefüllt. Zahnärzte müssen nach jeder Behandlung ihr Sprechzimmer und ihren Arbeitsbereich desinfizieren.

    11.12 Uhr: Kein Frühlingsfest in Moosburg

    Die Stadt Moosburg im Landkreis Freising hat wegen der Corona-Pandemie ihr Frühlingsfest abgesagt. Es sollte von 8. bis 13. Mai stattfinden. In Moosburg gibt es jedes Jahr zwei Volksfeste - eines im Frühjahr und eines im Herbst.

    10.20 Uhr: Sanitätszelte vor Krankenhäusern im Landkreis Dachau

    Vor den Krankenhäusern in Dachau und Markt Indersdorf wurden jetzt Sanitätszelte aufgebaut. Diese "dienen nicht zur Behandlung oder Pflege", wie ein Sprecher des Landratsamts betont. Vielmehr würden dort Tests durchgeführt: Patienten und Besucher würden auf Fieber bzw. grippeähnliche Symptome überprüft. Schließlich müssten weiterhin auch "Nicht-Corona-Patienten" behandelt werden. Das Landratsamt appelliert nun an die Bürger, "diese kritischen Einrichtungen bei Spaziergängen großräumig zu meiden". Aktuell gibt es im Landkreis 290 Corona-Infizierte, 47 sind am Wochenende dazu gekommen.

    10.00 Uhr: Spenden an München Klinik: Masken aus China und Burritos für die Notaufnahme

    Die München Klinik baut an ihren vier großen Standorten in Schwabing, Harlaching, Bogenhausen und Neuperlach gerade die bestehenden intensivmedizinischen Kapazitäten aus. Für das Schwabinger Krankenhaus hat sie nun eine besondere Spende bekommen: Es sind 13.000 Schutzmasken aus China. Eine Kollegin, die in der Frühchenstation in Harlaching tätig ist, hatte den entsprechenden Kontakt zu einer kanadisch-chinesischen Firma hergestellt.

    Die Spende sei ursprünglich für China selbst gedacht gewesen, berichtet ein München Klinik-Sprecher. Sie sei dort aber "aufgrund der Entspannung vor Ort nicht mehr benötigt" und deshalb nach München gebracht worden. Auch sonst bekommt die München Klinik Unterstützung von vielen Seiten, zum Beispiel Essensspenden von Unternehmen und Restaurants für die Mitarbeiter - darunter Burritos für die Notaufnahme und eine Pizzalieferung für das Personal in Schwabing. Und in Bogenhausen kochen Freunde und Angehörige der Mitarbeiter täglich für das Personal.

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