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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 27. April bis 03. Mai | BR24

© dpa-Bildfunk/Sven Hoppe

Archivbild vom 19.04.2020, Bayern, München: Ein Polizeiauto fährt in der Innenstadt durch die Fußgängerzone.

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 27. April bis 03. Mai

    Die Polizei zieht nach Kontrollen zur Einhaltung der Ausgangsbeschränkung sowie der Abstands- und Schutzregeln eine positive Bilanz. Hier die Ereignisse der Coronakrise in Oberbayern im chronologischen Überblick vom 27. April bis zum 03. Mai.

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    Sonntag, 03.05.

    14.20 Uhr: München meldet 28 neue Coronafälle und bis jetzt 6017 gemeldete Infektionen

    Die Landeshauptstadt München meldet mit Stand 13.30 Uhr 28 neu gemeldete Corona-Fälle. Damit werden mehr als 6.000 gemeldete Infektionen gezählt.

    In dieser Zahl enthalten sind 4.477 Personen, die bereits genesen sind, 899 Münchner COVID-19-Patienten, die stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, sowie 169 Todesfälle.

    Am Sonntag vergangener Woche (26.4.) waren es 32 neue bestätigte Corona-Infektionen (gesamt 5.581), so die Stadt.

    Am Wochenende werden weniger Fälle gemeldet als an den normalen Werktagen. "Die einzelnen Tageswerte können Schwankungen unterliegen, da sie davon abhängig sind, wann die Labore die positiven Testergebnisse an das Gesundheitsamt übermitteln."

    Unter 089-233-44740 hat die Stadt München ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    © Landeshauptstadt München, Presseamt

    Grafik: Tageswerte der neu bestätigten Coronafälle in München

    13.21 Uhr: Start in den Mai mit Maskenpflicht und Ausgangsbeschränkung laut Polizei einigermaßen ruhig

    Die polizeiliche Bilanz nach der nunmehr sechsten Woche fällt erneut positiv aus, so exemplarisch der Bericht des PP Oberbayern Süd in Rosenheim, das heute eine Bilanz für die vergangene Woche bis Sonntagmorgen bekannt gab. Überwacht werden die Einhaltung der Ausgangsbeschränkung sowie der Abstands- und Schutzregeln, die seit 21. März 2020 für den Freistaat Bayern zur Eindämmung der COVID-19-Pandemie gelten,. Hinzu kommt die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Ladengeschäften. Dabei gibt es laut der Polizei nur in wenigen Einzelfällen Verstöße. Nach wie vor hält sich der Großteil der Menschen im südlichen Oberbayern auch an die sonstigen Regeln und Beschränkungen. Die Beamten haben mehr als 22.000 Kontrollen durchgeführt, und dabei weniger als 1.000 Verstöße festgestellt. In 416 Fällen gab es anzeigen, die meisten wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung.

    Laut Polizei wurde das lange Wochenende mit dem 1. Mai-Feiertag insbesonder am Samstag für Einkaufs- und Besorgungsfahrten genutzt weniger für Auflüge, so heißt es im Bericht des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd: "In den Städten und Gemeinden war tagsüber ein reges Verkehrsaufkommen feststellbar, die Ausflugsgebiete verzeichneten bei äußerst wechselhaften Wetter dagegen nur schwachen Zulauf."

    09:30 Uhr: Zum Feuerwehrtag Online Gotttesdienst aus dem Freisinger Dom

    Die Feuerwehren im Lkr. Freising wollen den Florianstag auch heuer begehen. Zwar ist wegen der Corona-Pandemie diesmal kein großer Umzug zum Freisinger Dom mögich. Aber der Attenkirchener Pfarrer Stephan Rauscher, der zuletzt auch mit seiner "Drive-Through-Osterkorbweihe" von sich reden gemacht hat, wird für die Feuerwehrleute an diesem Sonntag online einen Gottesdienst zelebrieren. Die Messe wird ab 9.30 Uhr im Internet unter HYPERLINK "http://www.gottesdienst-live.com" [www.gottesdienst-live.com]www.gottesdienst-live.com zu sehen sein.

    Feuerwehrprozession fällt wegen Corona aus

    Der Heilige Florian ist der Schutzpatron der Feuerwehren. Normalerweise ziehen um den Florianstag (4. Mai) Hunderte Feuerwehrleute, begleitet von Musikkapellen, auf den Freisinger Domberg. Im Dom wird dann ein großer Gottesdienst gefeiert.

    Samstag, 02.05.

    14.35 Uhr: Weniger Neuinfizierte und Corona-Todesfälle

    In Oberbayern ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 679 angestiegen, das sind fünf mehr als gestern. Wie das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL meldet sind damit insgesamt in Oberbayern 19.435 Menschen mit dem Virus infiziert. Das sind 28 mehr als gestern.

    In Oberbayern am meisten betroffen ist weiterhin der Landkreis Rosenheim, mit 786 Fällen pro 100.000 Einwohner. Dort wurden heute keine Neuinfizierten und auch keine Todesfälle gemeldet. Dagegen meldet der Landkreis Traunstein sechs Neuinfizierte, pro 100.000 Einwohner sind es dort 674 Fälle, in Dachau 554 (auf 100.000 Einwohner).

    In absoluten Zahlen hat Oberbayern weiterhin die meisten Coronafälle in Bayern. Bezogen auf die Anzahl pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern (414) hinter der Oberpfalz (426) auf Rang zwei.

    13.10 Uhr: Polizei löst Hof-Party mit DJ auf

    Eine Party im Innenhof eines Mehrfamilienhauses im Münchner Stadtteil Neuhausen ist am Freitagabend von der Polizei beendet worden. Ein Zeuge hatte den Notruf gewählt. Als die Beamten eintrafen, feierten mehr als 50 Personen – meist im geforderten Mindestabstand. Ein 40-jähriger Münchner stand laut Polizei auf dem Balkon einer Wohnung im ersten Obergeschoss und legte Musik auf.

    Der DJ wurde aufgefordert die Musik auszuschalten, was er umgehend befolgte. Einige der Partygäste verließen sofort den Innenhof, Von rund 20 Personen nahm die Polizei die Personalien auf. Der Innenhof-DJ wurde wegen eines Verstoßes nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    12.45 Uhr: Länger schlafen, später duschen und deutlich mehr Telefonate am Festnetz

    In der Corona-Krise stehen Millionen Menschen in Deutschland offensichtlich später auf als sonst - und gehen auch später unter die Dusche. Die Stadtwerke mehrere Kommunen beobachten in ihren Messdaten zum Strom- und Wasserverbrauch coronabedingte Veränderungen des Alltags. „Morgens nutzen unsere Kundinnen und Kunden derzeit später Strom als sonst“, sagt zum Beispiel ein Sprecher der Stadtwerke München gegenüber der Deutschen Presseagentur. Mittags steigt in der bayerischen Landeshauptstadt der Stromverbrauch - die Münchner Stadtwerker vermuten, dass mehr daheim gekocht wird.

    Telefonieren am Festnetz erlebt eine Renaissance

    In der Landeshauptstadt können sich nicht nur die Stadtwerke ein vergleichsweise genaues Bild vom Lebensrhythmus der Bürger in der Corona-Krise machen, so dpa. Der kommunale Netzbetreiber M-Net hat Telefon- und Datenverkehr analysiert: Wenig überraschend ist der Datenverkehr am Vormittag stark angestiegen. Das schon totgeglaubte Festnetztelefon erlebt mit einer Steigerungsrate von 50 Prozent ebenfalls eine Renaissance.

    Und in Sachen Freizeitgestaltung profitieren keineswegs nur Netflix und Youtube, sondern auch die Videospielindustrie: „Der Gaming Traffic ist gegenüber Februar um 50 Prozent angestiegen und bleibt auf diesem Level“, sagt ein Sprecher.

    10.15 Uhr: Entwarnung in München-Laim: keine Bombenentschärfung erforderlich

    Entwarnung für die Bevölkerung im Münchner Stadtteil Laim. Wie die Münchner Feuerwehr mitteilt, sind die beiden, bei Sondierungsarbeiten entdeckten Metallgegenstände im Baustellenbereich der 2. S-Bahn-Stammstrecke „glücklicherweise“ keine Kampfmittel. Bei den Objekten handele es sich um einen alten Hydranten und ein altes Wasserrohr, so die Feuerwehr. Diese ähnelten in Form und Größe einer Fliegerbombe.

    Am Samstagmorgen um 7.00 Uhr hatten laut Feuerwehr die Spezialisten damit begonnen die verdächtigen Gegenstände freizulegen. Bereits um 8.30 Uhr stand das Ergebnis fest: Entwarnung, keine Kampfmittel im Boden.

    Aufatmen auch bei den Einsatzkräften, so die Münchner Feuerwehr in ihrer Mitteilung, denn eine Entschärfung und die damit einhergehende Räumung des betroffenen Bereiches in Zeiten von Corona mit Abstandsregeln und Infektionsschutz wäre "sehr aufwändig" gewesen. -

    08.15 Uhr: Priesterweihe in Eichstätt - Gottesdienst per Livestream

    In der Coronakrise weiht der Eichstätter Bischof Priester unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Gläubigen können die Feierlichkeit in der Eichstätter Schutzengelkirche im Fernsehen und per Livestream miterleben. Der Gottesdienst beginnt um 9.30 Uhr und wird beim Fernsehsender EWTN, auf den Internetseiten des Bistums Eichstätt live sowie auf dem Youtube-Kanal und den Facebookseiten der Diözese übertragen.

    Traditionell findet im Bistum Eichstätt die Priesterweihe am Tag vor dem Weltgebetstag der geistlichen Berufe statt. In diesem Jahr weiht Bischof Gregor Maria Hanke die Diakone Ralph Heiligtag und Andreas Lerch zu Priestern. Ralph Heiligtag stammt aus Bamberg und ist Mitglied im Vor-Oratorium St. Josef in Ingolstadt. Derzeit ist er als Diakon in seiner Praktikumspfarrei, der Münsterpfarrei „Zu Unserer Lieben Frau“ in Ingolstadt tätig. Andreas Lerch ist in Oberschlesien geboren, jedoch in Ingolstadt aufgewachsen. Seine Diakonatszeit verbringt er in der Pfarrei St. Willibald in Neumarkt-Woffenbach.

    Freitag, 01. Mai

    15:50 Uhr: Kuscheltiere erinnern an Kindeswohl in Coronazeiten

    In mehreren Städten und Gemeinden Oberbayerns haben Kinder heute Kuscheltiere vor ihre Haustüren gesetzt. Die Plüschtiere tragen Masken mit den Namen der Kinder. Ins Leben gerufen hat die Aktion die Psychotherapeutin Carina Feldmann aus Türkenfeld (Lkr. Fürstenfeldbruck). Sie will damit einen Appell an Politik und Gesellschaft senden: "Vergesst uns nicht."

    Wegen der Corona-Pandemie seien seit sieben Wochen Kitas, Kindergärten und viele Schulklassen geschlossen. Deshalb hätten Kinder und Jugendliche kaum mehr Kontakt zu Gleichaltrigen oder könnten ihrem Lieblingssport nachgehen, so Feldmann. Die Psychotherapeutin befürchtet langfristig negative Folgen für die Entwicklung des Nachwuchses. Kinder brauchten andere Kinder, um mit ihnen und von ihnen zu lernen.

    Feldmann plädiert für ein Umdenken im Umgang mit dem Virus und fordert etwa Unterricht im Freien. Auch sollte man kleinen Kindern zutrauen, einen Mundschutz zu tragen. Die Kuscheltiere sollen zwei Tage lang vor den Haustüren liegen bleiben, um Passanten auf die derzeitige Lage der Kinder aufmerksam zu machen.

    15.30 Uhr: Erneut 38 Todesfälle in Oberbayern

    In Oberbayern ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 674 angestiegen, das sind 38 mehr als gestern. Allein 19 Menschen starben im Landkreis Rosenheim an beziehungsweise mit dem Coronavirus. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL.

    Insgesamt sind inzwischen in Oberbayern 19.407 Menschen mit dem Virus infiziert. Das sind 249 mehr als gestern. In Oberbayern am meisten betroffen ist weiterhin der Landkreis Rosenheim, mit 786 Fällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von der Stadt Rosenheim (707) sowie den Landkreisen Traunstein (670) und Dachau (554).

    In absoluten Zahlen hat Oberbayern weiterhin die meisten Coronafälle in Bayern. Bezogen auf die Anzahl pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern (414) hinter der Oberpfalz (425) auf Rang zwei.

    14.45 Uhr: Münchner Polizei toleriert bei 1. Mai-Demos mehr Teilnehmer als genehmigt

    In München haben mehr Personen an den Demonstrationen zum Tag der Arbeit teilgenommen als ursprünglich genehmigt. Wegen der Corona-Pandemie und des Infektionsschutzes ist die Versammlungsfreiheit in Bayern derzeit stark eingeschränkt.

    Die erste Demonstration begann um 10 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus in der Münchner Schwanthalerstraße, angemeldet hatte sie die „Revolutionäre Front“. In der Nacht hatte das Bayerische Verwaltungsgerichtshof erlaubt, dass 50 Teilnehmer vom Gewerkschaftshaus zum Sendlinger Tor ziehen dürfen.

    Allerdings begleiteten nach Schätzungen der Polizei rund 350 weitere Personen den Zug. Nachdem sich alle Demonstranten vor Ort an die Sicherheitsvorgaben hielten, habe die Polizei die faktische Überschreitung der erlaubten Teilnehmerzahl toleriert, sagte ein Sprecher auf BR-Anfrage.

    Um 11:15 Uhr fand dann eine stationäre Kundgebung vor dem Münchner Rathaus auf dem Marienplatz statt. Auch diese war offiziell nur für 50 Teilnehmer genehmigt. Es fanden sich im weiteren Umfeld nach Polizeischätzungen erneut ungefähr 350 Menschen ein.

    Für eine Dritte Demonstration ab 14 Uhr auf dem Max-Josefs-Platz waren ebenfalls 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gestattet, zur tatsächlichen Teilnehmerzahl gibt es noch keine Erkenntnisse der Polizei.

    12.00 Uhr: Trotz Corona-Krise: möglicherweise Bombenentschärfung am Sonntag

    Nach dem Auffinden von Metallgegenständen auf einer Baustelle im Münchner Stadtteil Laim soll am späten Samstagvormittag (02.05.) eine Spezialfirma die Gegenstände untersuchen. Das teilte die Berufsfeuerwehr München auf BR Anfrage mit. Die Firma werde voraussichtlich am späten Samstagnachmittag die Feuerwehr informieren, ob es sich um Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg handelt oder um andere Metallgegenstände. Anschließend würden die Anwohner informiert.

    Falls sich Fliegerbomben auf dem Gelände befinden, müssten Anwohner das Gebiet im Stadtteil Laim spätestens am Sonntag (03.05.) um 9 Uhr geräumt haben.

    Die Gegenstände waren im Zusammenhang mit Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke gefunden worden. Laut dpa sollen im Ernstfall die Anwohner am Sonntag unter anderem in der Olympiahalle untergebracht werden. Ein Mund-Nasen-Schutz wäre hierbei Pflicht. Die Anwohner könnten voraussichtlich am Sonntagnachmittag zurück in ihre Wohnungen und Häuser.

    11.30 Uhr: Polizei löst "Tanz in den Mai" auf - und findet Rauschgift

    Auch die Einschränkungen infolge der Corona-Krise haben in Freising die Feierlaune einer Gruppe junger Leute nicht bremsen können. Wie die Polizei heute mitteilte, wurde gegen Mitternacht eine lautstarke Party aus einer Gaststätte gemeldet. Die Beamten trafen dort sieben Personen an, die ihren eigenen Tanz in den Mai veranstalteten.

    Einer der Beteiligten, ein 30-Jähriger, war vom Inhaber zuvor mit der Renovierung der Gaststätte beauftragt worden. Dies habe er anscheinend ausgenutzt, um dort mit Freunden zu feiern. Bei dem 30-Jährigen seien ein Joint und weiteres Rauschgift gefunden worden. Die Party wurde laut der Mitteilung aufgelöst, gegen alle Beteiligten wurde Anzeige nach dem Infektionsschutzgesetz erstattet.

    09.35 Uhr: Münchner heiraten auch in Coronazeiten

    Die meisten heiratswilligen Münchnerinnen und Münchner lassen sich von Corona nicht von ihren Plänen abbringen. Im Münchner Standesamt wurden laut dpa seit Verhängung der Kontaktverbote am 21.März nur etwa 15 Prozent der Hochzeiten abgesagt. Bereits terminierte Trauungen werden weiterhin durchgeführt. Allerdings vergebe das Amt derzeit keine neuen Termine, teilt die Pressestelle mit.

    In der Landeshauptstadt dürfen bei Eheschließungen außer Brautleuten, dem Standesbeamten und gegebenenfalls einem Dolmetscher lediglich gemeinsame Kinder des Paares unter zwölf Jahren dabei sein. "Etliche Trauungen werden deshalb von den Paaren per Smartphone und Video-Chat als Livestream zum Beispiel an die Brauteltern übertragen", sagt ein Sprecher.

    08.15 Uhr: Falsche Polizisten kontrollieren Autofahrer - und stellen Kuchen "sicher"

    Zwei falsche Polizisten haben in Kiefersfelden (Lkr. Rosenheim) einen 25-Jährigen kontrolliert. Der Mann aus dem südlichen Landkreis Rosenheim wurde nach eigenen Angaben durch einen nicht als Polizeifahrzeug erkennbaren BMW mit LED-Zeichen "STOPP POLIZEI" zum Anhalten gebracht. Zwei unbekannte Männer stiegen aus und führten laut Polizei eine Kontrolle durch. Unter dem Vorhalt, dass wegen der gegenwärtigen Corona-Pandemie derzeit keine Feiern stattfinden dürfen, maßten sich die zwei unbekannten Personen an, den mitgeführten Kuchen des 25-Jährigen "sicherzustellen". Beamte der Polizeiinspektion Kiefersfelden ermitteln nun unter anderem wegen Amtsanmaßung und Nötigung. Außerdem bitten sie um Zeugenhinweise.

    05.00 Uhr: Weniger Verkehrsunfälle und Temposünder dafür Extrem-Raser

    80 Stundenkilometer sind erlaubt, doch das Motorrad schießt mit 229 Sachen an der Radarkontrolle vorbei. Der Raser, der auf der Bundesstraße 300 bei Gachenbach (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) geblitzt wurde, ist einer der traurigen Spitzenreiter der vergangenen Wochen. Doch er ist längst nicht der einzige, der zu schnell unterwegs ist. Die Polizei registriert zwar wegen der Ausgangsbeschränkungen deutlich weniger Verkehr auf den Straßen und damit auch eine geringere Zahl von Temposündern. Der Anteil der Geschwindigkeitsverstöße - vor allem mit hohen Limitüberschreitungen - ist in mehreren Regionen jedoch gestiegen, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur zeigt.

    So verzeichnete die Polizei im Stadtgebiet von Rosenheim gleich mehrere Negativ-Rekorde: Ein 21-Jähriger raste mit 140 statt der erlaubten 50 Stundenkilometern in die Kontrolle, kurz drauf folgten zwei weitere Fahrer mit je 110 Sachen. Ein vierter wurde auf einer Ausfallstraße mit 170 statt der erlaubten 70 Stundenkilometern erwischt.

    Unterm Strich jedoch wurden laut Verkehrsministerium zwischen dem 15. März und dem 15. April absolut betrachtet weniger Temposünder registriert. Und eine weitere positive Entwicklung zieht sich durch den gesamten Freistaat: Es gibt weniger Unfälle. Laut ersten Statistikauswertungen sank die Zahl der Unfälle etwa im nördlichen Oberbayern um mehr als die Hälfte, es gab 59 Prozent weniger Verletzte. In ganz Bayern war im März 2020 ein Rückgang der Geschwindigkeitsunfälle um rund 40 Prozent feststellbar.

    Donnerstag, 30. April

    17.33 Uhr: Audi rechnet mit deutlichem Umsatz- und Ergebnisrückgang

    Der Autobauer Audi rechnet nach dem Gewinneinbruch im ersten Quartal im Zuge der Corona-Krise auch für das gesamte Jahr mit deutlichen Rückgängen. Der Konzern gehe aktuell von Auslieferungen, Umsatzerlösen sowie einem operativen Ergebnis "deutlich unter dem Vorjahresniveau aus", teilte die VW-Tochter aus Ingolstadt am Donnerstag mit. Es würden auf Gesamtjahressicht "signifikante Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Weltwirtschaft und die Automobilmärkte" erwartet.

    Audi hatte bereits Mitte April Zahlen für das erste Quartal mitgeteilt. Der Absatz brach weltweit in den ersten drei Monaten um 21,1 Prozent auf 352.993 Fahrzeuge ein. Der Betriebsgewinn sackte auf 15 Millionen Euro - nach 1,1 Milliarden Euro im bereits schwachen Vorjahresquartal. Der Umsatz ging innerhalb eines Jahres von rund 13,81 Milliarden auf rund 12,45 Milliarden Euro zurück.

    17.15 Uhr: Rosenheimer Initiative fordert Maskenpflicht an Schulen

    Der neu gegründete Verein "Engagierte Schüler-Eltern-Bürger" (ESEB) aus dem Raum Rosenheim fordert in einem offenen Brief an Ministerpräsident Söder und Kultusminister Piazolo die Einführung einer Maskenpflicht an allen bayerischen Schulen.

    Laut der Sprecherin des Vereins, Teresa Pöller, befinden sich vor allem die Schüler*innen an der FOS/BOS in Rosenheim in Gefahr. Ihrer Aussage nach werden 860 Schüler*innen dort unterrichtet, die meisten davon und auch viele Lehrer*innen seien ständig ohne Maske. Abstand halten in den Gängen oder auf den Toiletten sei nur schwer möglich.

    "Im Bus mit vorgeschriebenem Mund-Nasenschutz zur Schule fahren, um dann vier Stunden im Unterricht zu sitzen, ohne Masken, im beengten Raum, durch schmale Gänge gezwängt, dicht an dicht durch das einzige Treppenhaus und schließlich zu zehnt auf der Toilette: Ein Widerspruch, der den Schülern, deren Eltern und Familien und der Öffentlichkeit nicht mehr nachvollziehbar zu erklären ist. Diese Schulöffnung ist wahrlich ein gefährliches Experiment." Zitat aus dem Offenen Brief

    Der Schulleiter der FOS/BOS Rosenheim, Marko Hunger, zeigte sich auf BR-Anfrage verwundert über den Offenen Brief und die Anschuldigungen. Allein die Zahl der Schüler*innen entspreche nicht der Wahrheit, so Hunger. Gerade um alle Hygienevorschriften einhalten zu können, seien die Abschlussklassen derzeit in zwei Gruppen eingeteilt. 220 Schüler*innen werden vormittags, 220 weitere nachmittags unterrichtet. In den Klassenzimmern stünden die Tische zwei Meter weit auseinander, in jedem Raum befinde sich Seife und Desinfektionsspray, die Klassen würden den Raum nicht wechseln, auch in der Pause im Klassenzimmer bleiben, nach dem Unterricht am Vormittag würde gründlich gereinigt, Türklinken, Pulte, Lichtschalter etc. Und es liegen sogar Masken aus, für diejenigen, die gerne eine tragen möchten, so Schulleiter Hunger.

    17.02 Uhr: 36 Bewohner in Bad Aiblinger Asylbewerberunterkunft positiv

    In der Asylbewerberunterkunft in Bad Aibling (Lkr. Rosenheim) sind insgesamt 36 der 84 Bewohner mit dem Corona-Virus infiziert. Dies teilte das Rosenheimer Landratsamt mit.

    Nachdem zunächst bei zwei Asylbewerbern positive Befunde vorlagen, wurden auch die restlichen Bewohner der Unterkunft auf eine Infektion mit COVID-19 untersucht.

    In der kommenden Woche soll bei den bisher negativ getesteten Bewohnern erneut ein Abstrich gemacht werden. Wenn diese Ergebnisse vorliegen, werde über eine Verlängerung der Quarantäne entschieden, heißt es aus dem Landratsamt.

    16.01 Uhr: Corona-Infektionen in Oberbayern steigen um 104 Fälle

    Die Zahl der Corona-Infektionen in Oberbayern ist seit gestern um 104 Fälle gestiegen. Das gibt das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit auf seiner Internet-Seite bekannt.

    Insgesamt gibt es damit 19.158 Fälle in dem Regierungsbezirk. Damit hat Oberbayern mit Abstand die meisten Infektionen, auf Platz zwei folgt Niederbayern (4.247). Mit 409 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern liegt Oberbayern bei der Corona-Fall-Dichte aber hinter der Oberpfalz (423/100.000 EW).

    Die Zahl der Todesfälle ist seit gestern um sechs gestiegen. Damit sind in Oberbayern 636 Menschen gestorben, mehr als in den anderen Bezirken (Platz zwei: Oberpfalz: 223).

    Am meisten Corona-Infektionen gibt es in der Stadt München mit 5.716 Fällen (388 pro 100.000 Einwohner), gefolgt vom Landkreis Rosenheim mit 2017 (772 Fälle pro 100.000 Einwohner) und dem Landkreis München mit 1.279 Fällen (366 pro 100.000 Einwohner).

    14.35 Uhr: DOK.fest München als Online-Ausgabe - Corona-Film feiert Weltpremiere

    Das Internationale Dokumentarfilmfestival DOK.fest in München geht neue Wege: Sämtliche 121 Filme aus 42 Ländern sind vom 7. Mai an wegen der Corona-Pandemie nur online zu sehen, gegen ein Entgelt von 4,50 Euro pro Film. Wer will, könne noch einen solidarischen Euro für die Kinos drauflegen, sagte Festivalleiter Daniel Sponsel am Donnerstag in München. Eröffnet wird das DOK.fest am Abend des 6. Mai bei einer online übertragenen Veranstaltung mit dem Film "The Euphoria of Being" über die Holocaust-Überlebende Éva Fahidi und deren Lebensgeschichte.

    Auch bei vielen anderen Filmen ist das Geld gut angelegt. Sie geben Einblicke in unbekannte Welten oder nehmen Stellung zu wichtigen Themen. Hochaktuell sind die "Corona Chroniken" von Elke Sasse, in denen 46 Menschen aus verschiedenen Ländern Einblicke in ihr Leben während der Krise geben. Der Künstler Ai Weiwei präsentiert seinen Streifen "Vivos" über 43 verschwundene Studenten in Mexiko. Die österreichische Produktion "Tonsüchtig" zeigt, wie die berühmten Wiener Symphoniker neue Musiker finden. Und in "#unfit" wagen Psychologen ein Psychogramm des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump.

    14.00 Uhr: Fallzahlen in Erding stagnieren

    Ermutigende Nachrichten aus Erding: Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der bestätigten Covid-19-Fälle im Landkreis Erding - erstmals seit Ausbruch der Pandemie - nicht angestiegen.

    Sie stagniert damit bei 583 Fällen. 448 Betroffene gelten als geheilt. Das teilte das Landratsamt mit. Der Landkreis Erding galt lange als einer der "Hotspots" in der Corona-Krise.

    13.18 Uhr: München nimmt Parteiverkehr mit Einschränkungen wieder auf

    Trotz Corona-Krise kehrt ein Stück Normalität zurück: Die Stadtverwaltung München wird am Montag den Parteiverkehr wieder aufnehmen - wenn auch mit Einschränkungen.

    Im Kreisverwaltungsreferat zum Beispiel kann man nur etwas erledigen, wenn man einen Termin hat. Wer in eine Behörde kommen will, muss eine Mund-Nasen-Abdeckung tragen und den Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten.

    10.32 Uhr: Verschärte Sicherheitsmaßnahmen nach Corona-Masseninfektion in Logistikzentrum in Poing

    Nach der Masseninfektion von 81 Mitarbeitern geht die Arbeit in dem Logistikzentrum eines großen Modehändlers in Poing unter verschärften Sicherheitmaßnahmen weiter. Inzwischen wurden bei rund 900 Mitarbeitern im Schichtbetrieb Abstriche gemacht, weil vermehrt Fälle festgestellt wurden. Die 81 positiv getesteten Mitarbeiter sind in Quarantäne. Das Logistikzentrum in Poing kooperiert eng mit dem Gesundheitsamt und nimmt die Lage sehr ernst, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes Ebersberg auf BR-Anfrage mit.

    Verschärfte Abstandsregeln in Poing

    Ein Angestellter des Landratsamtes kümmert sich jetzt darum, dass in Poing die festgelegten Sicherheitsmaßnahmen umgesetzt werden. Um weitere Infektionen zu vermeiden, hat der Betrieb die Hygiene- und Abstandregeln noch einmal verschärft.

    Es gibt jetzt mehr Schichten und die Belegschaft wurde reduziert. Außerdem werden nun zweimal wöchentlich die Mitarbeiter vor Ort getestet. Wie es zu den Infektionen kam, ist unklar. Kunden gibt es in dem Logistikzentrum nicht.

    03.30 Uhr: Täglich 20 Frachtflüge mit Hilfsgütern am Flughafen München

    Auch heute wieder sollen zahlreiche Frachtmaschinen am Flughafen München landen, an Bord werden sie Masken und andere Hilfsgüter haben.

    Am Flughafen München werden gerade noch 50 Flüge am Tag abgewickelt – und fast die Hälfte davon sind Frachtflüge. Die meisten Maschinen bringen medizinische Hilfsgüter, die in der Corona-Krise dringend benötigt werden. Weil es gar nicht so viele Frachtmaschinen gibt, wie für die Transporte gebraucht würden, landen im Erdinger Moos regelmäßig auch „Prachter“. So nennen sie bei Lufthansa Cargo die Passagierflugzeuge, die zu Frachtern umfunktioniert wurden, und in denen sogar auf den Sitzplätzen Kisten festgezurrt sind. Bis mindestens Juni werden nach jetzigem Stand weitere Frachter und „Prachter“ mit medizinischen Hilfsgütern  im Erdinger Moos landen.

    Mittwoch, 29. April

    17.40 Uhr: Schützenhut - Gebirgsschützen ehren Söder

    Ministerpräsident Markus Söder ist seit Mittwoch Ehrenmitglied der Bayerischen Gebirgsschützen. Der Landeshauptmann der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien Martin Haberfellner überreichte Söder in der Staatskanzlei die Ernennungsurkunde und den Schützenhut - den sich Söder wegen der Abstandsregeln in der Corona-Krise selbst aufsetzte.

    "Sie haben sich in Zeiten der Krise entscheidungsmutig und handlungsfähig gezeigt und damit verteidigungsbereit wie ein Gebirgsschütz." Martin Haberfellner, Landeshauptmann der Bayerischen Gebirgsschützen-Kompanien

    Söder freute sich über die "große Ehre" - und sicherte zu, standfest zu bleiben und auch in der Krise seinen Amtseid zu erfüllen. "Die Regierung muss Bayern schützen." Und das werde sie auch weiter tun. Und zum wiederholten Male bekräftigte Söder, in Bayern bleiben und nicht Kanzlerkandidat werden zu wollen - diesmal mit einer besonderen Argumentation: "Ich möchte auf keinen Fall die bayerischen Gebirgsschützen gegen preußische Grenadiere tauschen", sagte er.

    Ministerpräsident ist Schirmherr der Gebirgsschützen

    Schon bisher war Söder als Ministerpräsident qua seines Amtes Schirmherr der Gebirgsschützen. Die Ernennung zum Ehrenmitglied war ursprünglich für den Patronatstag am nächsten Sonntag geplant gewesen. Das Treffen zu Ehren der Gottesmutter Maria im oberbayerischen Königsdorf wurde aber wegen der Corona-Krise abgesagt.

    17.22 Uhr: Mittlerweile über 80 Corona-Fälle in Logistikzentrum in Poing

    In einem großen Logistikzentrum in Poing (Lkr. Ebersberg) wurden inzwischen 81 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet und sind jetzt in Quarantäne. Insgesamt wurden bei mehr als 900 Mitarbeitern, die im Schichtbetrieb arbeiten, Abstriche gemacht, nachdem vermehrt Fälle festgestellt worden waren.

    Die Firma "kooperiert sehr eng mit dem Gesundheitsamt und hat ein sehr umfangreiches Konzept vorgelegt, um weitere Infektionen unter den Mitarbeitern einzudämmen", wie das Landratsamt Ebersberg berichtet.

    "Derzeit finden täglich Abstimmungsgespräche statt, um das Virus unter der Belegschaft auszutrocknen, dichte Untersuchungszyklen überwachen die Entwicklung." Landratsamt Ebersberg

    Das betroffene Unternehmen betreibt in Poing ein Logistikzentrum für den Online-Versandhandel mit Bekleidung und Accessoires.

    17.10 Uhr: Strafanzeige gegen Stadt Rosenheim wegen Starkbierfest

    Wegen gefährlicher und fahrlässiger Körperverletzung hat der AfD-Landtagsabgeordnete, Andreas Winhart, bei der Staatsanwaltschaft Traunstein Strafanzeige gegen die Stadt Rosenheim erstattet. Grund sei, dass die Stadt das Starkbierfest im März - entgegen der Empfehlung des Gesundheitsamtes - zunächst nicht abgesagt hatte. In dem Brief an die Staatsanwaltschaft heißt es, es sei naheliegend, dass diese Entscheidung zur "massenhaften Verbreitung von Covid19-Infektionen in der Region" beigetragen habe.

    Tatsächlich gilt die Region als "Hotspot des Corona-Virus". Den aktuellen Zahlen des Gesundheitsamtes zufolge (Stand 28.04. 00:00 Uhr) sind in Stadt und Landkreis 2.461 Infektionen mit Covid-19 gemeldet. 1.001 Menschen sind demnach genesen, 137 gestorben. Ob das Starkbierfest allerdings zu der Ausbreitung geführt hat, ist unklar. Das Gesundheitsamt in Rosenheim verweist stattdessen auf die Nähe zu Tirol, wo sich über die Faschingsferien viele Skiurlauber infiziert hätten.

    15.31 Uhr: Corona-Krise: Reisebranche demonstriert in München

    Die unter strengen Auflagen genehmigte Demonstration auf dem Münchner Odeonsplatz bot heute ein passend trostloses Bild: 40 Demonstranten standen mit Mundschutz und jeweils zwei Meter Abstand voneinander im Regen und riefen: "Leere Koffer, leere Kassen!" Flugblätter durften sie nicht verteilen, und Gespräche mit den ohnehin wenigen Passanten waren kaum möglich. Politiker seien eingeladen gewesen, aber keiner habe vorbeigeschaut, sagte Reiseveranstalterin Claudia Mades.

    Mit leeren Koffern, Liegestühlen und Sonnenschirmen haben bayerische Reisebüros am Mittwoch auf ihre Notlage aufmerksam gemacht und Hilfen gefordert. In München, Nürnberg, Schweinfurt und Kempten demonstrierten rund 150 Eigentümer und Beschäftigte.

    "Wir haben keine Einnahmen, und wir müssen jetzt sogar Einnahmen von 2019 zurückzahlen für gebuchte Reisen, die jetzt nicht stattfinden können-" Claudia Mades, Reiseveranstalterin

    Ausgangsbeschränkungen, die Schließung von Hotels und Gasthäusern sowie der Grenzen haben der Branche den Boden entzogen. Mades sagte: "Kleine Reisebüros haften mit Haus und Hof."

    Viele in Bayern warteten noch immer auf die Auszahlung von Soforthilfen. Dass diese Hilfe nicht zum Lebensunterhalt verwendet werden dürfe, sei für Solo-Selbstständige ein Problem. Kurzarbeit sei wegen des enormen Arbeitsaufwands kaum möglich: "Kunden fragen ständig, was ist mit meiner Reise? Manche hatten von Ostern auf die Pfingstferien umgebucht, das mussten wir dann auch wieder stornieren."

    15.00 Uhr: Coronafälle aus Oberbayern: LGL meldet insgesamt 19.054 Infizierte

    Laut der heutigen Bekanntmachung des Erlanger Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Oberbayern auf insgesamt 19.054 gestiegen. Das sind 232 Menschen mehr als gestern (Dienstag, 28. April), teilte das LGL auf seiner Homepage mit. In Oberbayern sind bisher 630 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben, 42 Menschen mehr als am Tag zuvor. Oberbayern ist mit 406 Infizierten pro 100.000 Einwohner am zweitstärksten von allen bayerischen Regierungsbezirken betroffen (in der Oberpfalz sind es 421 Infizierte/100.000 Einwohner, in Schwaben, der am wenigsten betroffene Regierungsbezirk, 191 Fälle pro 100.000 Einwohner). Insgesamt haben in Bayern laut LGL 42.217 Menschen eine bestätigte Coronavirus-Infektion.

    14.02 Uhr: Trotz Corona-Krise möglicherweise Bombenentschärfung in München-Laim

    Trotz Corona-Krise könnten an diesem Sonntag in München zwei Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg entschärft werden. Wenn sich der Verdacht bei der für Samstag geplanten Freilegung der Gegenstände bestätige, müssten Anwohner das Gebiet im Stadtteil Laim bis Sonntag 9 Uhr räumen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Mittwoch. Die Gegenstände waren im Zusammenhang mit Bauarbeiten für die zweite S-Bahn-Stammstrecke in der Landeshauptstadt gefunden worden.

    Ob es sich tatsächlich um Bomben handelt, ist aber noch nicht sicher, da sich die Teile noch zwei Meter tief unter der Erde befinden. "Derzeit kann man nur sagen: Es ist was Metallisches", sagte der Sprecher. Und das müsse nicht unbedingt eine Bombe sein: "Wir hatten schon Badewannen, wir hatten schon Eisenrohre, wir hatten Metallschrott", hieß es weiter.

    Bestätigt sich der Verdacht, ist die Entschärfung der Sprengkörper für Sonntag geplant. Die betroffenen Anwohner werden in diesem Fall noch am Samstag mit Wurfsendungen und Lautsprecherdurchsagen informiert. Sie müssten dann am Sonntag bis 9 Uhr ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Als Akutbetreuungsstelle ist die Olympiahalle vorgesehen. Ein Mund-Nasen-Schutz wäre hierbei Pflicht. Außerdem werden extra Busse bereitgestellt. Um auch in dieser Situation die Einhaltung des Infektionsschutzes zu gewährleisten, hat die Branddirektion einen Maßnahmenkatalog erarbeitet. Anwohner sollen möglichst im eigenen Pkw die Sperrzone verlassen. Bewohner mit Krankheitssymptomen und Personen in Quarantäne sollen in eine gesonderte Akutbetreuungseinrichtung gebracht werden.

    Eine Entschärfung könnte sich laut Feuerwehr bis in die Nachtmittagsstunden hinziehen. Ab 8.30 Uhr fahren die S-Bahnen die Station Laim nicht mehr an, sondern durch. Während der Kernzeit der Entschärfung wird der Fahrbetrieb auf der Strecke komplett eingestellt. Ob das beschriebene Szenario greift, entscheidet sich Samstagmittag. Über alle Schritte und Maßnahmen werden Feuerwehr und Bahn im Internet und in sozialen Medien informieren.

    Im Ernstfall sollen die Anwohner am Sonntag unter anderem in der Olympiahalle untergebracht werden.

    13.43 Uhr: Fußball-EM 2021: Stadtrat stimmt Verlegung der Spiele in München zu

    Fußball-Fans dürfen sich auch im nächsten Jahr auf Spiele der verschobenen Europameisterschaft in München freuen. Die bayerische Landeshauptstadt hat einer Verlegung der wegen der Corona-Pandemie abgesagten vier Partien in der Allianz Arena auf 2021 heute Mittag im Stadtrat mit großer Mehrheit zugestimmt. Demnach wird München trotz der Verschiebung der EM-Endrunde mit 24 Nationen einer der Gastgeber der paneuropäischen Großveranstaltung bleiben.

    Eigentlich war die Europameisterschaft für diesen Sommer mit 12 Spielorten in 12 Ländern geplant. Das Turnier ist nun vom 11. Juni bis 11. Juli 2021 vorgesehen. In München stehen drei Gruppenspiele mit der deutschen Nationalmannschaft sowie ein Viertelfinale auf dem Programm.

    13.15 Uhr: Firmen im Berchtesgadener Land produzieren "Behelfsgesichtsschilde" für Ärzte und Pfleger

    Auf Initiative eines früher im Landkreis Berchtesgadener Land tätigen Unternehmers haben zwei Firmen in Laufen und Freilassing bis jetzt mehrere zehntausend Gesichtsschilde aus Kunststoff für Ärzte und Pfleger produziert. Die Schutzschilde wurden zum Teil schon an Kliniken, Alten- und Pflegeheime sowie den Rettungsdienst im Landkreis ausgeliefert.

    EDV- und 3D-Druckfirma stellt Behelfsgesichtsschilde her

    Tobias Hermann aus Teisendorf war lange Zeit im Berchtesgadener Land engagiert, mittlerweile betreibt er im Landkreis Dachau eine EDV- und 3D-Druckfirma. Dank seines weiterhin bestehenden Netzwerks in der Region wurde seine "aus der Not geborene" Idee umgesetzt, ein einfaches Behelfsgesichtsschild aus Kunststoff zu produzieren, mit dem in der aktuellen Corona-Krise viele Menschen vor einer Infektion geschützt werden können.

    Die Firmen Hörl Kunststofftechnik in Laufen und Kiefel in Freilassing stellten neben ihrer eigentlichen Arbeit das notwendige Werkzeug für die Schilde her und begannen mit der Produktion. Inzwischen gibt es schon Interessenten auch außerhalb des Landkreises für dieses neuartige Produkt.

    Landrat dankt Firmen und Initiator

    Bei der Übergabe von Schutzschilden im Landratsamt Berchtesgadener Land dankte Landrat Georg Grabner (CSU) dem Initiator Tobias Hermann und den beteiligten Firmen für deren Engagement. Gerade die Beschaffung von Schutzausrüstung sei eine der größten Herausforderungen in der derzeitigen Situation, so Grabner. Seine Erfahrung sei, dass im Landkreis die Menschen besonders zusammenhalten, wenn es darauf ankommt. Vor allem, weil es schwierig sei, auf den offiziellen Beschaffungswegen Schutzkleidung und –material zu bekommen, sei er über die zahlreichen Initiativen im Landkreis sehr dankbar.

    12.37: Uhr Corona: 20 Prozent der Intensivbetten in München belegt, Gesundheitsreferentin warnt vor Lockerungen

    In der Landeshauptstadt sind derzeit 20 Prozent der Intensivbetten belegt: An die 740 Betten stehen insgesamt in den Krankenhäusern Münchens zur Verfügung, im Schnitt sind sie mit 130 bis 140 Patienten belegt, allerdings sind nur etwa 50 bis 60 von ihnen Corona-Patienten. Diese Zahlen nannte Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs am Vormittag im Feriensenat - einem wegen Corona reduzierten Gremium des Stadtrats.

    Nehmen die Infektionen wieder zu, könnten die Betten Mitte bis Ende Oktober voll sein, so die Befürchtung

    Bei weiteren Lockerungen der momentanen Corona-Beschränkungen und wieder schnell steigenden Fallzahlen könnten die Intensivbett-Kapazitäten aber Mitte/Ende Oktober ausgeschöpft seien, warnte Jacobs. Bisher wurden in München fast 5800 Menschen positiv getestet. Am stärksten betroffen ist die Gruppe der 21- bis 60-Jährigen.

    Knapp 15 Prozent aller Betroffenen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.157 Infizierte (2,74 Prozent) sind gestorben, 4014 gelten als geheilt Die Verdopplungsrate liegt derzeit bei 27 Tagen, die Reproduktionsrate bei 0,73. Zum Vergleich: Als die Schulen geschlossen wurden und bevor Ausgangsbeschränkungen in Kraft traten, lagen die Verdopplungsrate bei 3 Tagen und die Reproduktionsrate bei zwei.

    Die jetzige Zahl würde sich bei jeder Lockerung wohl um 0.05 erhöhen, so Jacobs. Schon moderate Erhöhungen könnten aber dazu führen, dass das Gesundheitssystem überfordert wäre und Ärzte am Ende doch noch entscheiden müssten, welche Patienten intensivmedizinisch behandelt werden und welche nicht.

    12.00 Uhr: Münchner Stadtrat befasst sich mit Corona-Verschiebung der EM

    Der Münchner Stadtrat berät zur Stunde darüber, ob München im nächsten Jahr Gastgeber der Fußball-Europameisterschaft ist. Wegen Corona ist die EM ja auf nächstes Jahr verschoben worden - nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur will die Stadt einer Verlegung zustimmen.

    11.49 Uhr: ADAC meldet weiter gesunkene Spritpreise - Liter Diesel nähert sich einem Euro

    Die gesunkene Nachfrage nach Treibstoff infolge der Coronakrise macht sich an den oberbayerischen Tankstellen bemerkbar: Durch die negativen Auswirkungen auf den Ölmarkt sind die Spritpreise in Deutschland weiter gefallen. Sie sanken im bundesweiten Durchschnitt die zehnte Woche in Folge, wie der ADAC am Mittwoch in München mitteilte. Ein Liter Super E10 kostete demnach 1,136 Euro - 2,4 Cent weniger als in der Vorwoche.

    Der Dieselpreis nährte sich nach Angaben des Automobilklubs indes der Marke von einem Euro. Er lag im Schnitt bei 1,040 Euro - 3,8 Cent weniger als in der Vorwoche.

    06.30 Uhr: Flughafen München stellt Passagierabfertigung im Terminal 1 ein

    Nach den massiven Verkehrseinbrüchen infolge der Corona-Pandemie zieht der Flughafen München weitere Konsequenzen: Die Passagierabfertigung im Terminal 1 wird eingestellt – so wie vor einem Monat auch schon im sogenannten Satellitenterminal.

    Das Terminal 1 wirkte in weiten Teilen ohnehin länger schon wie ausgestorben: Nur noch eine Handvoll Flüge wurde dort täglich abgewickelt, die meisten Check-In-Schalter waren bereits geschlossen, ebenso die Läden und Lokale.

    Jetzt werden die wenigen verbliebenen Fluggäste im wahrsten Sinne ausgesperrt, die Übergänge vom Zentralbereich ins Terminal 1 werden mit den Brandschutztoren dichtgemacht. Nur wer zu den Büros oder zur Airportklinik muss, darf weiter passieren. Die Passagierabfertigung wird dagegen im Terminal 1 komplett eingestellt – „bis auf weiteres“, wie es heißt. Genauere Prognosen wagt derzeit wohl niemand. Früher standen am Airport im Erdinger Moos jeden Tag um die 1000 Starts und Landungen auf dem Flugplan. Mittlerweile sind es nur noch knapp 50, und diese werden jetzt alle erst einmal über das Terminal 2 abgewickelt. Der Zentralbereich zwischen den beiden Terminals bleibt ebenfalls geöffnet. Dort befinden sich zum Beispiel ein Lebensmittelmarkt, eine Drogerie und eine Apotheke. Seit Wochenanfang haben auch einige weitere Läden wieder auf. Zum Einkaufen kommen freilich nicht nur weniger Passagiere, sondern auch weniger Flughafen-Mitarbeiter. Die Flughafen München GmbH und die Lufthansa zum Beispiel haben schon länger Kurzarbeit angemeldet.

    06.49 Uhr: Mehr als 60 Infizierte aus Logistikzentrum in Poing in Quarantäne

    In einem großen Logistikzentrum in Poing wurden 61 Mitarbeiter positiv auf Corona getestet und sind jetzt in Quarantäne. Insgesamt wurden bei mehr als 900 Mitarbeitern, die im Schichtbetrieb arbeiten, Abstriche gemacht, nachdem vermehrt Fälle festgestellt worden waren. Bei 640 kennt man inzwischen die Ergebnisse. Die Firma "kooperiert sehr eng mit dem Gesundheitsamt und  hat ein sehr umfangreiches Konzept vorgelegt, um weitere Infektionen unter den Mitarbeitern einzudämmen", wie das Landratsamt Ebersberg berichtet: "Derzeit finden täglich Abstimmungsgespräche statt, um das Virus unter der Belegschaft auszutrocknen, dichte Untersuchungszyklen überwachen die Entwicklung." Das betroffene Unternehmen betreibt in Poing ein Logistikzentrum für den Online-Versandhandel mit Bekleidung und Accessoires.

    Dienstag, 28. April

    18.46 Uhr: Rosenheimer Herbstfest fällt wegen Corona aus

    Das Rosenheimer Herbstfest fällt wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aus. "Eine frühzeitige Absage des Herbstfests ermöglicht es allen Beteiligten, sich hierauf rechtzeitig einzustellen und einen möglichen wirtschaftlichen Schaden so gering wie möglich zu halten", teilten Stadt und Wirtschaftsverband am Dienstag mit. Die Wiesn hätte vom 29. August bis zum 13. September stattfinden sollen.

    In Bayern sind Großveranstaltungen bis mindestens 31. August wegen der hohen Ansteckungsgefahr untersagt. In den vergangenen Jahren hatten nach Schätzungen der Veranstalter rund eine Million Menschen das Fest besucht.

    17.40 Uhr: Landsberger Stadtmuseum sammelt Corona-Erinnerungen

    Die derzeitige Pandemie wird wohl in die Geschichtsbücher eingehen. Das Neue Stadtmuseum in Landsberg am Lech ruft daher auf, Erlebnisse in Zeiten des Corona-Virus für kommende Generationen festzuhalten.

    Weil das Museum derzeit keine Gegenstände oder Objekte annehmen kann, sollen die Bürger Texte, Audios oder Fotos an museumssammlung@landsberg.de schicken. Denkbar seien etwa Bilder von Plexiglasscheiben in Läden, vom selbst genähten Mundschutz oder von Hauskonzerten unter freiem Himmel.

    Die Einsendungen sollen in regelmäßigen Abständen über die Social-Media-Kanäle der Stadt geteilt werden. Später wird dann entschieden, welche Beiträge und Geschichten in die Museumsausstellung der Stadt aufgenommen werden.

    16.16 Uhr: Knapp 19.000 Infizierte in Oberbayern

    In Oberbayern ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 588 angestiegen, das sind 19 mehr als gestern. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL.

    Insgesamt sind inzwischen in Oberbayern 18.822 Menschen mit dem Virus infiziert. Das sind 219 mehr als gestern. In Oberbayern am meisten betroffen ist weiterhin der Landkreis Rosenheim, mit 763 Fällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von den Landkreisen Traunstein (618) und Dachau (541).

    In absoluten Zahlen hat Oberbayern weiterhin mit deutlichem Abstand die meisten Corona-Fälle in Bayern. Bezogen auf die Anzahl pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern hinter der Oberpfalz auf Rang zwei - mit 402 Infizierten pro 100.000 Einwohner.

    15.10 Uhr: "Flaggen auf Halbmast": Hofbräuhaus Traunstein will auf drohendes Wirtshaussterben hinweisen

    Seit vergangener Woche wehen die Fahnen vom Hofbräuhaus Traunstein auf Halbmast. Mit der Aktion will die Traunsteiner Brauerei auf das drohende Wirtshaussterben aufmerksam machen, das durch die Schließung der Gastronomie wegen der Coronapandemie möglicherweise drohe.

    Inzwischen machen mehrere Wirtshäuser an der Aktion "Flaggen auf Halbmast" mit: zum Beispiel der Wurznwirt in Schneizlreuth, das Gasthaus Fritz am Sand in Ruhpolding oder der Chiemseefischer in Chieming.

    Das Traunsteiner Familienunternehmen sieht viele Gastronomen mit ihren Mitarbeitern und Familien durch die Corona-Krise betroffen. Mit jedem Gastronomiebetrieb sterbe jedoch auch ein Stück Tradition und Lebensart, Gemütlichkeit und Gastlichkeit.

    Die Zukunft einer ganzen Branche sei in Gefahr, in der es 2,42 Millionen Beschäftigte gibt, meint das Familienunternehmen, das sich für eine baldige Wiederöffnung der Gastronomie unter Hygiene- und Schutzmaßnahmen einsetzt. Das Unternehmen fordert von der Politik, dass regelmäßig, engmaschig und konsequent über weitere Lockerungen beraten werde.

    14.30 Uhr: Ingolstadt-Demo gegen Corona-Regeln am zweiten Mai

    Vor dem Rathaus in Ingolstadt gibt es am Samstag, 02.05.2020, eine Demonstration gegen die Corona-Regeln. Die ordnungsgemäß beim Ordnungsamt angezeigte Veranstaltung beginnt um 15.30 Uhr und dauert maximal eine Stunde. An ihr teilnehmen können 50 Menschen, sofern sie Masken tragen und die Abstandsregeln einhalten.

    Die Demonstration richtet sich gegen die Ausgangs-Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie. Diese Beschränkungen bezeichnen die Organisatoren als "Verletzungen des Grundgesetzes in einem noch nie dagewesenem Ausmaß“.

    Sie bemängeln, dass die Corona-Regeln spätestens nach Überwindung der Anfangsphase der Pandemie nicht mehr verhältnismäßig seien und nun "demokratisch und umfassend diskutiert“ werden müssten. Ziel der Demonstration sei es, die "Grundrechte zu schützen und zu wahren“. Zu den Organisatoren gehören nach eigenen Angaben Studenten und Vertreter des Mittelstandes aus Ingolstadt unterschiedlichen Alters. Hinter der Demonstration stecke "keine Partei, sondern schlicht Ingolstädter Bürger“, so Rawil Fatullaew, einer der Veranstalter.

    13.50 Uhr: Neue Corona-Fälle in Asylunterkunft in Traunreut

    In der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber in Traunreut im Landkreis Traunstein wurden 13 weitere Bewohner positiv auf Covid-19 getestet. Das teilte das Landratsamt Traunstein auf BR-Anfrage mit.

    Wegen bereits gemeldeter Corona-Fälle wurden in der Unterkunft zuletzt Reihentests durchgeführt. Die Betroffenen werden nun mit ihren Familien auf andere Unterkünfte innerhalb des Landkreises verteilt. Damit steigt die Zahl von fünf auf 18 Infizierte.

    Auch in der Gemeinschaftsunterkunft in Trostberg wurden inzwischen Reihentests durchgeführt. Die Ergebnisse stehen allerdings noch aus. Dort wurden bereits zehn Corona-Infizierte mit ihren Familien umverlegt und unter Quarantäne gestellt.

    Die Regierung von Oberbayern, Träger der beiden Unterkünfte, arbeitet derzeit an einem Verlegungskonzept, um die räumliche Trennung von den weiteren Bewohnern zu ermöglichen.

    13.25 Uhr: Verkauf in großen Modehäusern startet wieder

    Nach dem Kippen der 800 Quadratmeter-Obergrenze können auch Waren-, Mode- und Einrichtungshäuser wieder öffnen. Bereits heute - meisten aber morgen - öffnen in Bayern die ersten großen Verkaufshäuser. Vor allem Modehäuser kämpfen wegen der rund sieben wöchigen Schließung um ihre Existenz.

    Pullover und Westen stapeln sich in den Regalen, dicht an dicht hängen Übergangsjacken auf den Kleiderständern. Das komplette Frühjahrsgeschäft ist wegen der Corona-Krise ausgefallen und die Sommerkollektion ist bereits unterwegs.

    Somit stehen Modehausbetreiber wie Christian Echter vor einem noch nie dagewesenen Problem - dringend muss die Frühjahrsmode ab verkauft werden. Deshalb ist die teilweise Öffnung seiner Modehäuser in Weilheim und Murnau auch so wichtig. Seiner Meinung nach war das komplette Verkaufsverbot für seine Branche existenzgefährdend.

    Die jetzt erlaubte beschränkte Öffnung sei ein Schritt in die richtige Richtung. Bereits morgen will Christian Echter seine Geschäfte in Weilheim und Murnau wieder öffnen. Wie vom Landratsamt vorgeschrieben hat er die Verkaufsfläche auf 800 qm beschränkt. Wenn auch diese Maßnahme bei ihm für Unverständnis sorgt - schließlich könnten sich Kunden auf größerer Fläche viel besser verteilen. Außerdem komme es im ländlichen Raum nie zu so großen Kundenströmen wie in einer Großstadt. Trotz der Kritik überwiegt die Freude und nicht nur in Murnauer wird auf gute Geschäfte gehofft.

    13.10 Uhr: Stadtverkehr Rosenheim - Finanzhilfe wegen Corona

    Der Stadtverkehr Rosenheim ist von der Coronakrise hart getroffen. Das eigenwirtschafliche Betriebssystem funktioniert nicht mehr. Nur mit finanzieller Hilfe der Stadt Rosenheim bzw. der Rosenheimer Verkehrsgesellschaft, der auch der Landkreis angehört, kann der Stadtverkehr Rosenheim derzeit einen Notfall-Fahrplan anbieten.

    "Für die nächsten drei Wochen ist der Busverkehr gesichert, dann schauen wir weiter." Ingmar Töppel, Geschäftsführer der Stadtverkehr Rosenheim GmbH

    Fünf von 25 Bussen seien aktuell für den Corona-Fahrplan ausreichend, im Einsatz habe man aber zehn. Mit der gestrigen Öffnung der Geschäfte wurden auch 30 Prozent mehr Fahrgäste registriert, aber auf niedrigem Niveau: gestern waren es 1.300 Fahrgäste, statt 20.000, wie sonst. Sollte es einen weiteren Anstieg der Fahrgastzahlen geben, werde man die Buslinien wieder verstärken.

    Ob die Fahrgäste bezahlen, wird derzeit in Rosenheim nicht kontrolliert, aber Töppel berichtet erfreut, dass die Fahrgäste sehr ehrlich seien. Der Geschäftsführer hofft, dass der ÖPNV unter einen staatlichen Schutzschirm fallen wird, damit die Ausfälle beim Fahrentgeld zumindest teilweise erstattet werden. Der Stadtverkehr Rosenheim ist der einzige Bus-Stadtverkehr Deutschlands, der – in einem Oberzentrum – eigenwirtschaftlich betrieben wird.

    13.00 Uhr: Bilanz erster Tag Maskenpflicht in München - Vier Anzeigen

    Am ersten Tag der Maskenpflicht kam es in München nur zu vier Anzeigen wegen eines Verstoßes. So gut wie jeder halte sich daran, fasste ein Polizeisprecher das Ergebnis der gestrigen Kontrollen zusammen.

    Bis morgen werden die Polizeibeamten mit Augenmaß vorgehen, kündigte das Präsidium an. Allein am Montag habe man 200 Gespräche mit Bürger geführt und die geltenden Regelungen erklärt.

    Als besonders hartnäckig erwies sich ein 51-jähriger Dachauer, der von einer Streife am Münchner Hauptbahnhof angesprochen wurde, weil er nicht die erforderliche Mund-Nasen-Bedeckung trug. Der Mann ignorierte den Hinweis und hielt sich weiter am Bahnsteig auf. Als die Polizeibeamten seine Personalien feststellen wollten, beleidigte er sie und verletzte einen leicht an der Hand. Der 51-jährige wurde wegen Körperverletzung sowie eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    Ingesamt führte die Münchner Polizei am Montag im Stadtgebiet und im Landkreis 8.700 Kontrollen durch. Dabei wurden 75 Verstöße angezeigt, 68 davon betrafen die Ausgangsbeschränkung, vier die Maskenpflicht.

    12.23 Uhr: Münchner Studie für bessere Überlebenschancen älterer Patienten gestartet.

    In Zusammenarbeit von Technischer Universität und Münchner Gesundheitsreferat hat eine Covid-19-Monitoring-Studie begonnen. Ziel ist es, herauszufinden, ob man mit Hightech-Sensoren die Überlebenschancen verbessern und Intensivstationen entlasten kann und Intensivstationen entlasten kann. Der schnelle Start der Studie wurde durch Spenden ermöglicht wie die Stadt am Mittag bekannt gegeben hat.

    An der Studie können Münchner Covid-19-Erkrankte über 60 Jahre, die sich in häuslicher Quarantäne befinden, freiwillig teilnehmen.

    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten dann einen Ohrensensor, der wie ein Hörgerät getragen wird. Er liefert Biodaten wie die Körpertemperatur, die Sauerstoffsättigung des Blutes, die Atemfrequenz und den Puls. Zudem wird mehrmals täglich ein sogenannter Polyscore bestimmt, der Auskunft darüber gibt, wie gut der Körper die Auswirkungen der Erkrankung kompensieren kann.

    Die Daten werden rund um die Uhr erhoben und an eine „Einsatzzentrale“ am Klinikum rechts der Isar übermittelt. Bei einer Verschlechterung des Gesundheitszustands wird die Teilnehmerin oder der Teilnehmer sofort informiert. Bei Bedarf wird der Rettungsdienst alarmiert, der Betroffene sofort ins Krankenhaus transportieren kann.

    Für die Münchner Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs bietet das Forschungsvorhaben eine zusätzliche Sicherheit für die Studienteilnehmerinnen und -teilnehmer der älteren Generation, die mit einer Covid-19-Erkrankung und mit leichten Symptomen zuhause bleiben und nicht im Krankenhaus behandelt werden müssen.

    "Gerade bei alleinlebenden älteren Menschen kann es von Vorteil sein, eine fortlaufende Überwachung zu gewährleisten." Auch weiterhin kontaktiert das Münchner Gesundheitsamt Covid-19-Infizierte nach Vorliegen des positiven Testergebnisses schnellstmöglich, so Gesundheitsreferentin Jacobs.

    Für positiv getestete Patientinnen und Patienten ohne oder mit nur leichten Symptomen wird eine 14-tägige häusliche Quarantäne angeordnet. Alle positiv Betroffenen können rund um die Uhr bei Symptomen einen vom RGU organisierten medizinischen Dienst kontaktieren, der bei Bedarf zuhause vorbeikommt und gegebenenfalls einen Transport ins Krankenhaus organisiert. Bisher entwickeln nur rund 13 Prozent der Infizierten schwere Symptome und müssen stationär behandelt werden.

    Das Bürgertelefon des Münchner Gesundheitsreferats zu Corona hat die Nummer 089-233-44740

    10.35 Uhr: Altötting will mit Wärmekamera ein coronafreies Krankenhaus

    Krankenhäuser wollen das Risiko minimieren, dass sich ihre Mitarbeiter mit Corona infizieren. Die meisten Krankenhäuser in Oberbayern haben inzwischen vor ihren Eingängen Teams postiert, die vor dem Betreten die Temperatur messen, damit nicht das Coronavirus eingeschleppt wird. Damit es schneller geht, übernimmt das am Krankenhaus Altötting jetzt eine kleine Spezialkamera am Haupteingang: Das ist der neueste High-Tech-Versuch des Krankenhauses, um sich davor zu schützen, dass das Corona-Virus eingeschleppt wird.

    Die Kamera misst die Temperatur aller Menschen, die das Klinikum betreten – im Moment sind das hauptsächlich Mitarbeiter, wegen der Beschränkungen kommen nur wenige Besucher. Auf einem Monitor wird die Körpertemperatur angezeigt – grün heißt: alles normal, rot: hier liegt erhöhte Temperatur vor, ein Indiz für eine mögliche Corona-Infektion. Dann wird manuell nachgemessen und eventuell ein Test auf das Virus durchgeführt. Installiert hat das Temperaturüberwachungssystem der EDV-Leiter des Klinikums, Hubert Vigl. Er hatte so ein System im Einsatz am Flughafen Peking in der Tagesschau gesehen. Dankbar sind vor allem die Krankenhaus-Mitarbeiter, denn bevor es die Kamera gab, wurde die Temperatur manuell gemessen, und es gab lange Schlangen vor dem Eingang.

    10.00 Uhr: Münchner Stadtverwaltung fährt Dienstleistungen ab 4. Mai hoch - auch Trauungen möglich

    Beim Münchner Kreisverwaltungsreferat sollen ab 4. Mai Bürgerinnen und Bürger wieder verstärkt persönlich kommen können. Entsprechend der Vorgaben des Freistaats wird dabei ein Mindestabstand und eine Mund-Nasen-Bedeckung vorgeschrieben. Es gibt inzwischen viele Dienstleistungen online oder auf dem Postweg, aber um etwa einen Ausweis zu beantragen oder abzuholen, muss man persönlich erscheinen. Das ist nur mit Termin möglich. Bürgerbüro-Termine zum Beantragen oder Abholen von Ausweisdokumenten sind ab Mittwoch, 29. April, buchbar. Am einfachsten geht das online auf www.buergerbuero-muenchen.de oder über das Servicetelefon des Bürgerbüros unter 233-96000. Auch für Führerscheinstelle und KfZ-Zulassung müssen unter Umständen persönliche Termine vereinbart werden.

    Auf dem Standesamt können für Eheschließungen ebenfalls wieder Termine gemacht werden. Wer auf dem Münchner Standesamt heiratet, darf nur eine begrenzte Anzahl von Menschen mitbringen.

    "Die Hochzeitsgesellschaft ist auf die Eheleute, zwei Trauzeugen, bei Bedarf einen Dolmetscher sowie gemeinsame Kinder unter 12 Jahren beschränkt. Die Teilnahme von weiteren Gästen oder Fotografen ist bis auf weiteres weiterhin nicht möglich. Für die anderen Dienstleistungen des Standesamts, etwa Kirchenaustritte, muss vorab telefonisch oder per Mail ein Termin vereinbart werden. Weitere Informationen auf www.standesamt-muenchen.de."

    Montag, 27. April

    20.21 Uhr: Münchner Virologen rechnen mit längerem Kampf gegen das Virus

    Der Kampf gegen das Coronavirus wird nach Einschätzung von Münchner Virologen so bald noch nicht zu Ende sein. Das machten die Virologen Ulrike Protzer und Oliver T. Keppler in einem BR extra im BR Fernsehen deutlich. Protzer ist Direktorin des Instituts für Virologie an der Technischen Universität München und arbeitet am Helmholtz Zentrum München. Keppler ist Vorstand des Lehrstuhls Virologie am Max von Pettenkofer-Institut der Ludwig-Maximilians-Universität München. Bis es Medikamente oder eine Impfung gebe, werde es noch einige Zeit dauern.

    Beide Virologen befürworteten die Einführung einer App, die Begegnungen von Menschen über Bluetooth aufnimmt und die Möglichkeit bietet, sollte jemand positiv auf das Coronavirus getestet werden, schnell mögliche Infektionsherde einzugrenzen. Das gehe schneller, als Kontaktpersonen anzurufen, wie es derzeit praktiziert werde, so Ulrike Protzer. Wie gut eine App funktioniere, sehe man etwa in Südkorea und Singapur, erklärte Virologe Keppler.

    Oliver T. Keppler warnte vor entsprechenden Schnelltests, die noch nicht in der Lage wären, definitiv zu belegen, dass jemand immun sei.

    Nun gehe es darum, zu lernen, mit dem Virus zu leben, betonten beide Experten. Lockerungen müssten Schritt für Schritt erfolgen, um die Folgen im Auge zu behalten. Für die Bevölkerung seien Abstandhalten und Hygiene nach wie vor wichtige Maßnahmen. Ebenso die Verwendung des Mund-Nasen-Schutzes, der in Bayern seit heute im ÖPNV und beim Einkaufen Pflicht ist.

    Beide Virologen sehen die Gefahr einer zweiten Welle im Herbst. Insbesondere, wenn die Hygieneregeln vergessen werden, warnte die Virologin Ulrike Protzer. Kollege Oliver T. Keppler wies darauf hin, dass das Virus sich auch saisonal unterschiedlich verhalten könne, also sich im Sommer schwächer und sich im Herbst und Winter stärker verbreiten könne.

    Für den Sommerurlaub lasse sich noch nicht planen. Ulrike Protzer von der TUM und dem Helmholtz Institut brachte Urlaubsregionen wie den Bayerischen Wald und das Voralpenland ins Gespräch. Auf alle Fälle sollte man nur dorthin fahren, wo es ein gutes Gesundheitssystem gebe, das man auch nicht überlaste.

    18.17 Uhr: Asylbewerber nach Corona-Infektion gestorben

    Ein Asylbewerber aus einer oberbayerischen Gemeinschaftsunterkunft ist nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Der 35 Jahre alte Mann aus Afghanistan starb im Krankenhaus, wie die Regierung von Oberbayern am Montag mitteilte. Er hatte am 3. April über Fieber und Kopfschmerzen geklagt, eine Woche später lag das positive Testergebnis vor. Am 10. April kam er mit der Lungenkrankheit Covid-19 ins Krankenhaus.

    Die Regierung von Oberbayern sei stets bemüht, den Bedürfnissen der Bewohnerinnen und Bewohner in den Unterkünften Rechnung zu tragen, hieß es in einer Mitteilung. Sie bedauere diesen Todesfall zutiefst. Von den knapp 30.000 Asylbewerbern im Regierungsbezirk Oberbayern seien aktuell 299 mit dem Coronavirus infiziert, 42 weitere seien zwischenzeitlich wieder gesund geworden.

    16.55 Uhr: Coronakrise zwingt Bistum Eichstätt auf strikten Sparkurs

    Das Bistum Eichstätt muss wegen der Coronakrise sparen. "Die Diözese erwartet infolge des gesamtwirtschaftlichen Einbruchs einen signifikanten Rückgang der Kirchensteuereinnahmen", teilte Generalvikar Pater Michael Huber am Montag mit. Für das laufende Jahr 2020 wurde ein Einstellungsstopp verhängt. Auch frei werdende Stellen sollen erstmal nicht nachbesetzt werden. Ausgenommen vom Einstellungsstopp sind schon zugesagte Stellen, Lehrer an kirchlichen Schulen im Bistum und kirchliche Religionslehrer an staatlichen Schulen.

    Der Bau-Etat wird ebenfalls eingeschränkt. Nur noch Maßnahmen, die beispielsweise aus Sicherheits- und Brandschutzgründen notwendig sind, sollen genehmigt werden. Was bereits bewilligt ist, soll allerdings auch gebaut werden. Die Finanzierung der Pfarreien soll aktuell nicht von Einsparmaßnahmen betroffen sein, betonte das Bistum in seiner Mitteilung.

    Schon vor der Coronakrise hatte die Diözese Eichstätt mit einer sehr schwierigen Haushaltslage und einem Minus von rund 4,7 Millionen Euro im Wirtschaftsplan 2020 gerechnet.

    15.20 Uhr: An Wochenenden mehr Verstöße in München

    An den Wochenenden registriert die Polizei in München die meisten Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen, wie eine Auswertung von BR24 zeigt.

    Nach dem Osterwochenende (Ostersonntag: 317 Verstöße) waren es vor allem die beiden Samstage, an denen mit 259 (18.4.), bzw. 281 (25.4.) die meisten Verstöße festgestellt wurden. Die geringste Anzahl Verstöße seit Ostern gab es am 14. April (76) – das war auch gleichzeitig der kälteste Tag in der Stadt mit Höchsttemperaturen von 8 Grad Celsius.

    15.17 Uhr: Brenner-Nordzulauf - Planungen laufen trotz Corona weiter

    Die Planungen für den Brenner-Nordzulauf im Kreis Rosenheim sind von der Corona-Pandemie bisher vollkommen unbeinflusst.

    "Unsere Planer arbeiten alle am PC im Homeoffice ohne Einschränkungen weiter und das gilt für das Projektgeschehen insgesamt", so DB-Pressesprecher Franz Lindemair auf Anfrage.

    Auch vom Zeitplan sei man bisher noch nicht abgewichen. Nach Pfingsten laufe der Dialog mit den Gemeinden und Verbänden weiter, in Foren und Gremien, dann aber wohl auf digitale Art und Weise, so der DB-Pressesprecher.

    Nach dem bisherigen Zeitplan der Deutschen Bahn soll Anfang 2021 die Vorzugstrasse für den Brenner-Nordzulauf im Kreis Rosenheim präsentiert werden.

    15.13 Uhr: Schlierseer Einrichtung für Menschen mit Behinderung - Bewohner und Mitarbeiter infiziert

    In Schliersee (Lkr. Miesbach) haben sich in einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

    Laut dem Miesbacher Landratsamt wurden bislang acht der zehn Bewohner und fünf Mitarbeiter positiv getestet. Bei den beiden anderen Bewohnern gelte eine Infizierung als wahrscheinlich.

    Aktuell werde geprüft ob eine Verlegung der Bewohner sinnvoll ist und externe Pflegekräfte helfen bei der Versorgung der Bewohner mit. Da Menschen mit Behinderung zu den besonders schutzbedürftigen Risikogruppen zählen, würden alle Beteiligten mit Hochdruck daran arbeiten, die Situation so schnell wie möglich zu entspannen, so das Landratsamt Miesbach.

    15.08 Uhr: Nur noch leichter Anstieg der Infizierten in Oberbayern

    In Oberbayern ist die Zahl der Corona-Todesfälle auf 569 angestiegen, das sind vier mehr als gestern. Das meldet das bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit LGL.

    Insgesamt sind inzwischen in Oberbayern 18.603 Menschen mit dem Virus infiziert. Das sind 38 mehr als gestern.

    In Oberbayern am meisten betroffen ist weiterhin der Landkreis Rosenheim, mit 754 Fällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt von den Landkreisen Traunstein (599) und Dachau (527). In allen drei Landkreisen ist diese Zahl im Vergleich zum Vortag leicht gesunken.

    In absoluten Zahlen hat Oberbayern weiterhin die meisten Coronafälle in Bayern. Bezogen auf die Anzahl pro 100.000 Einwohner liegt Oberbayern hinter der Oberpfalz auf Rang zwei - mit 396 Menschen Infizierten pro 100.000 Einwohner.

    13.15 Uhr: Flughafen München stellt Passagierabfertigung im Terminal 1 ein

    Der Betrieb am Flughafen München wird noch einmal weiter heruntergefahren: Ab Mittwoch wird die Passagierabfertigung im Terminal 1 "bis auf weiteres eingestellt".

    Wegen der Corona-Pandemie und den Reisebeschränkiungen ist der Flugverkehr im Erdinger Moos drastisch eingebrochen. Heute zum Beispiel stehen insgesamt gerade einmal 47 Starts und Landungen auf dem Flugplan.

    Früher waren es an regulären Tagen um die 1.000. Künftig werden alle verbliebenen An- und Abflüge erst einmal über das Terminal 2 abgewickelt. Der Check-In der Airlines, die sonst im Terminal 1 ansässig sind, findet im Bereich Z im München Airport-Center statt. Der Zugang zum medizinischen Zentrum des Airports im Bereich D des Terminals 1 ist aber weiter möglich.

    Fluggäste, die mit dem Auto anreisen, sollten die Parkhäuser P 20 und P 26 am Terminal 2 benutzen.

    13.01 Uhr: Saurier warten auf Besucher - Lokschuppen bereitet Wiederöffnung vor

    Der Lokschuppen Rosenheim bereitet im Hintergrund die Wiedereröffnung der Ausstellung "Saurier- Giganten der Meere" vor. "Noch ist zwar unklar, wann in Bayern Museen und Ausstellunghäuser wieder öffnen können, aber wir bereiten uns darauf vor", so Lokschuppenleiter Peter Miesbeck gegenüber dem BR.

    Neben Abstandshinweisen und Plastikscheiben an der Kasse, Mundschutz für Mitarbeiter und Desinfektionsmittel am Eingang werde auch eine Einbahnregelung für die Ausstellung erarbeitet. Wieviele Personen maximal in der Ausstellung sein dürfen, diese Parameter seien noch unklar.

    Online sollen beim Ticketverkauf bestimmte Time-Slots gebucht werden können. Unklar sei derzeit auch, ob es bei Ausstellungsende Dezember 2020 bleibt.

    Die Veranstaltungs- und Kongress GmbH Rosenheim hatte in die Saurier-Ausstellung rund drei Millionen Euro investiert. Rund 85 Prozent der Kosten sollten durch Eintrittsgelder refinanziert werden. "Wie hoch der finanzielle Ausfall ist, den letztendlich die Stadt Rosenheim als Gesellschafterin wird tragen müssen, wissen wir noch nicht", so Lokschuppenleiter Peter Miesbeck. Offen ist auch, wie es im Anschluss mit der Saurier-Ausstellung weitergehen wird. Geplant war die Schau an andere Häuser zu verleihen, u.a. nach Nordamerika. Das Interesse sei da, aber Verträge sind laut Miesbeck noch nicht unterschrieben.

    11.15 Uhr: Erste Bilanz der Maskenpflicht: Bahnreisende halten sich daran.

    Wie die Bahn auf BR-Anfrage mitteilt, haben sich Reisende nach einer ersten Einschätzung vorbildlich an die Verfügung des Freistaats gehalten. In der morgendlichen Hauptverkehrszeit hätten nahezu hundert Prozent einen Mund-Nasen-Bedeckung getragen, so ein Bahnsprecher.

    09.31 Uhr: DGB Bayern kündigt an: Erstmals keine Maidemonstration am Münchner Marienplatz seit 1949

    Die Gewerkschaften werden den Tag der Arbeit am 1. Mai wegen des Coronavirus und der Kontaktbeschränkungen und Abstandsregeln erstmals seit 1949 nicht auf dem Münchner Marienplatz feiern. Auch sonst sind alle weiteren Maikundgebungen in Bayern abgesagt. Stattdessen feiern die Gewerkschaften den Tag der Arbeit im Netz. Aber trotzdem wollen die Gewerkschafter am 1. Mai, solidarisch zusammenstehen, so Simone Burger, die Münchner Kreisvorsitzende des DGB.:

    "Für uns ist klar die Covid-19 Krise darf nicht zur sozialen Krise werden. Die aktuelle Situation der Beschäftigten, der Freiberufler und Soloselbstständigen ist äußerst unterschiedlich: Viele machen sich Sorgen um ihre Zukunft und ihren Arbeitsplatz, andere sind konfrontiert mit existentiellen Problemen weil sie ihre Arbeit verloren haben oder alle Aufträge weggebrochen sind. Andere Beschäftigte wissen nicht, wie sie die Arbeitsmenge bewältigen können. Andere Beschäftigte haben Angst um ihre Gesundheit, weil der Arbeitsschutz nicht eingehalten wird. Viele Eltern wissen nicht wie sie Arbeit und die Kinderbetreuung zu Hause organisieren sollen. In all diesen Lebenslagen haben sie ein Recht auf Unterstützung, wir fordern einen wirksamen und vielfältigen Schutzschirm für sie.“

    Die oberen 10 Prozent der Bevölkerung müssten ihren Beitrag leisten um die Kosten der Krise gerecht zu finanzieren, so Burger in der Pressemitteilung. Die Krise dürfe nicht zum Abbau von sozialen Rechten führen. Erste Diskussionen um die Zurückstellung der Grundrente zeigten die Gefahr. Ebenso wie die Versuche der Arbeitgeber Arbeitnehmerrechte abzubauen, insbesondere beim Arbeitszeitgesetz, so Burger: "Wir fordern ein, dass in und nach der Krise systemrelevante Berufe wie zum Beispiel die Reinigungskraft im Klinikum, die Kassierer*innen im Supermarkt oder die Pflegekräfte gerecht entlohnt werden und dass der Applaus nicht reicht."

    Darum sei der 1. Mai auch in diesem Jahr unverzichtbar. Alle Rednerinnen und Redner, die eingeplant waren. werden gebeten, die wichtigsten Forderungen ihres Beitrags in die Zentrale zu schicken. Dort will sie der DGB am 1. Mai morgens in einer Pressemitteilung veröffentlichen. Um 10:30 Uhr beginnt dann eine Onlinekundgebung des 1. Mai in München ein u.a. mit Statements von Oberbürgermeister Dieter Reiter und dem ver.di Vorsitzenden Frank Werneke. Das veröffentlicht der DGB München auf seiner Seite.

    08.00 Uhr: Schulstart für 75.000 Kinder in Oberbayern

    Für 75.000 Schülerinnen und Schüler in Oberbayern (ca 220 0000 in Bayern) beginnt heute wieder der Unterricht in den Schulen. Für alle diejenigen, die heuer einen Abschluss machen – egal ob Abitur, Fachabi, Realschulabschluss oder Mittlere Reife. Ein Beispiel: Am Viscardi-Gymnasium in Fürstenfeldbruck sind rund 140 Jugendliche wieder im Unterricht - der auffälligste Unterschied war in der Früh zus sehen: sonst kommen sie immer im Pulk, heute waren fast alle alleine unterwegs. Viele Schüler haben Masken dabei, so der Schulleiter.

    Auch in der Münchner S- und U-Bahn halten sich soweit alle an die Maskenpflicht - ansonsten gibt es auch mal eine Ermahnung vom Fahrer. Vielerorts beginnt die Schule nicht um 8.00 Uhr, wie am Viscardi-Gymnasium, sondern erst um 10.00 Uhr. "Nichts ist mehr normal, nicht einmal mehr der Gongschlag", sagte die Präsidentin des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbands (BLLV), Simone Fleischmann. 

    Es müsse einen fließenden Start und ein fließendes Ende geben, damit die mögliche Distanz - auch im Transport hin und zurück - sichergestellt sei.

    06.32 Uhr Polizeipräsidien in Oberbayern melden erfolgreiche Kontrollen

    Die Polizeipräsidien in Oberbayern haben am Wochenende weiter kontrolliert, ob die Corona-Maßnahmen entsprechend der Verordnung auch eingehalten werden. Die Beamten sind überwiegend zufrieden.

    Die bereits seit Mittwoch geltende Maskenpflicht in Stadt und Landkreis Rosenheim wird nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd in Rosenheim überwiegend eingehalten. Fast keine Beanstandungen durch die Polizei seien bisher notwendig gewesen. Die Maskenpflicht dürfte im Bewusstsein von großen Teilen der Bevölkerung schon angekommen sein, bilanziert die Polizei weiter. Polizeipräsident Robert Kopp appelliert an die Bürger, die Schutzregeln weiter zu beachten, weil diese auch Voraussetzung für weitere Lockerungen seien. "Die Stadt und der Landkreis Rosenheim gelten als einer der "Corona-Hotspots“ in Deutschland mit knapp 37 Prozent mehr Todesfällen als zum Beispiel das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein. Die Polizei wird deshalb die Einhaltung der Regeln verstärkt überwachen", so Rosenheims Polizeipräsident. Wer gegen die "Maskenpflicht" verstoße müsse mit einer Anzeige und einer Geldbuße von 150 Euro rechnen. Positiv fällt auch die Polizeibilanz in Sachen Ausgangsbeschränkungen aus. In vergangenen Woche habe man mehr als 16.000 Kontrollen im südlichen Oberbayern durchgeführt, dabei über 1300 Verstöße festgestellt und in 780 Fällen Anzeige wegen Missachtung der Ausgangsbeschränkung erstattet.

    Die Präsidien veröffentlichen ihre Zahlen zu ganz unterschiedlichen Zeiträumen. Allein zwischen dem Samstagmorgen 6.00 Uhr und Sonntagmorgen 6.00 Uhr haben die Beamten in Stadt und Landkreis München mehr als 5.000 Kontrollen durchgeführt.

    ALLE BISHERIGEN ENTWICKLUNGEN ZUM CORONAVIRUS IN OBERBAYERN FINDEN SIE HIER.

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