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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 23. bis 29. März | BR24

© dpa/Sven Hoppe

Die Stichwahl zur Kommunalwahl findet 2020 komplett als Briefwahl statt.

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 23. bis 29. März

    Die Kliniken suchen Pflegepersonal, die Verstöße gegen die Corona-Regeln erreichen einen Höchstwert, die Stichwahl ist eine reine Briefwahl. Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise in Oberbayern im Überblick vom 23. bis 29. März.

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    Sonntag, 29. März

    15.20 Uhr: 504 Verstöße gegen Corona-Regeln im südlichen Oberbayern

    Bei 3.031 Kontrollen stellte die Polizei im südlichen Oberbayern am Samstag 504 Verstöße gegen die Corona-Regeln fest, in 186 Fällen gab es eine Anzeige. Während sich der Ausflugsverkehr im Berchtesgadener Land in Grenzen hielt, waren die Parkplätze im Gebiet der Chiemgauer Alpen laut Polizei zu drei Vierteln gefüllt. Stark frequentiert waren die Ausflugsziele im Raum Garmisch-Partenkirchen, Bad Tölz und am Kochelsee, wo die Wanderparkplätze an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Viele Spaziergänger registrierte die Polizei auch am Ostufer des Starnberger Sees. Die Bilanz nach einer Woche Ausgangsbeschränkung mit über 20.000 Kontrollen: Insgesamt zeigten die Menschen Verantwortung und würden die Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus nahezu durchweg beachten.

    14.29 Uhr: Polizei verhängt Bußgelder gegen Kletterer im Kreis Eichstätt

    Das Polizeipräsidium Oberbayern Nord hat in seinem Zuständigkeitsbereich von Samstag- bis Sonntagmorgen 420 Verstöße gegen die aktuelle Allgemeinverordnung festgestellt, etwa die Hälfte wurde demnach angezeigt. Insgesamt wurden in dem Zeitraum 3.100 Kontrollen durchgeführt. In Einzelfällen mussten Platzverweise ausgesprochen werden, die meisten Bürger hielten sich aber an die Regeln der Ausgangsbeschränkungen. Im Landkreis Eichstätt zeigten Beamte zehn Kletterer wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz an. Die Sportler waren teilweise extra aus München zu den Kletterfelsen in Dollnstein und Wellheim angereist, um dort ihrem Hobby nachzugehen. Diese Art der Freizeitgestaltung ist aber laut Polizei kein triftiger Grund, die Wohnung zu verlassen, deshalb erwartet die Betroffenen jetzt ein Bußgeld.

    13.35 Uhr: Zwei neue Todesfälle im Landkreis München

    Mittlerweile gibt es im Landkreis München fünf Todesopfer in Folge der Corona-Pandemie. Laut Landratsamt sind am Freitag "eine weit über 80-jährige Frau" und am Samstag ein Mann "Mitte 70" gestorben.

    13.19 Uhr: Kardinal Marx ruft zur Umkehr auf

    Kardinal Reinhard Marx, Erzbischof von München und Freising, hat dazu aufgerufen, die aktuelle Corona-Krise dazu zu nutzen, ein neues gesellschaftliches Miteinander zu erzeugen. In einem Gottesdienst, der am Sonntag im Fernsehen und im Internet übertragen wurde, sagte Marx, dass es in der aktuellen Situation um mehr gehe, als um Leben und Tod. Es sei die Frage, was die Krise "für unser Zusammenwirken bedeutet, welche Lehren wir für die Zukunft aus dieser furchtbaren Krise ziehen", sagte der Erzbischof von München und Freising. Er appellierte an die Menschen, zu prüfen, "wie wir die Kräfte der Hoffnung angesichts des Todes stärken können". In seinem Gottesdienst dankte der Kardinal auch denjenigen, die gegen die Krankheit kämpfen.

    12.39 Uhr: Verstöße gegen Corona-Regeln erreichen Höchstwert

    Die angezeigten Verstöße gegen die Corona-Maßnahmen haben gestern in München den bislang höchsten Wert der vergangenen Tage erreicht. Wie das Polizeipräsidium München mitteilte, kam es zu 344 Anzeigen, die allermeisten (324) richteten sich gegen Personen, die sich nicht an die Ausgangsbeschränkungen hielten. Einen Tag vorher waren es noch 251 gewesen. Von Samstag- bis Sonntagmorgen hat die Polizei über 7.000 Kontrollen durchgeführt. Wegen des schönen Wetters hätten sich viele Menschen an der Isar und in den Parks aufgehalten, so ein Polizeisprecher. An der Regattastrecke in Oberschleißheim wurden vier Personen wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Die Polizei war mit Lautsprecherdurchsagen durch das Gelände gefahren, um darauf hinzuweisen, dass derzeit ein längeres Verweilen an einer Örtlichkeit nicht gestattet ist. Eine 59-jährige Münchnerin und ihr erwachsener Sohn sowie zwei 20-jährige Dachauer zeigten sich davon aber zunächst unbeeindruckt und blieben auf einem Steg am Ostufer liegen. Erst als sich die Streife näherte, sprangen die vier auf und fingen laut Polizei an, "Hampelmänner" zu praktizieren. Die Beamten ließen die plötzliche sportliche Betätigung nicht gelten und zeigten die Spontansportler an.

    11.26 Uhr: Dritter Corona-Toter aus dem Landkreis München

    Mittlerweile sind drei Menschen aus dem Landkreis München in Folge der Corona-Pandemie gestorben. Bei dem dritten Todesopfer handelt es sich um einen 80-jährigen Mann. Er war zuletzt in einer Klinik in Miesbach behandelt worden und starb dort am Donnerstag.

    11.23 Uhr: Weitere Einschränkungen im Bahnverkehr

    Nach der Deutschen Bahn streichen in der Corona-Krise jetzt auch mehrere Privatbahnen Verbindungen in Bayern. Züge würden deswegen ab Montag seltener fahren, teilte die Länderbahn am Samstag mit. Laut der Länderbahn betrifft das u.a. den Zug alex Nord und die Berchtesgadener Landbahn. Auch die Takte, in denen die manche Züge tagsüber unter der Woche fahren, werden größer. Am Freitag hatte schon die Bayerische Oberlandbahn (BOB) bekanntgegeben, dass Meridian- und BOB-Züge ab April vorerst nur noch im Stundentakt und in den Hauptverkehrszeiten fahren. Zugausfälle gebe es auch auf der Strecke der Bayerischen Regiobahn, hieß es weiter.

    10.03 Uhr: Virtueller Sonntagsspaziergang durch Bayerns Kunstsammlungen

    Bayern Kunstminister Sibler macht darauf aufmerksam, dass viele bayerische Kulturschätze online besucht werden können. Zum Beispiel haben die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen mit 17 Museen oder die Staatliche Graphische Sammlung, haben ihre Bestände für den Online-Besuch digitalisiert. Das Landeskulturportal "bavarikon" lade ein zu einem virtuellen Spaziergang mit rund 320.000 digitalisierten Objekte aus Bayerns Museen, Archiven, Bibliotheken und anderen Kultureinrichtungen. Darüber hinaus biete die Kunstzeitschrift AVISO Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeit auch digital zu präsentieren. Für die Lesehungrigen biete die Bayerische Staatsbibliothek mit 2,5 Millionen digitalisierten Büchern eine der europaweit größten digitalen Literatursammlungen kostenfrei im Internet an, inklusive komfortabler Downloadmöglichkeiten. Das Ägyptische Museum in München bietet Interviews, Erklärfilme und digitale Rundgänge an. Auf Facebook, Instagram und Twitter stellen Kuratoren der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen unter dem Hashtag #Kulturminute berühmte Gemälde vor.

    8.20 Uhr: Rosenheim sucht Pflegepersonal

    In Stadt und Landkreis Rosenheim wird dringend und kurzfristig Pflegepersonal gesucht. Das Landratsamt Rosenheim veröffentlichte am Samstgag einen dementsprechenden Aufruf. Gesucht wird Pflegepersonal sowohl für den Dienst in den RoMed-Kliniken als auch in Pflege- und Altenheimen. Auch Teilzeitlösungen seien möglich. Ein Teil der Pflegekräfte in den Alten- und Pflegeheimen könne auch in infektiösen Bereichen eingesetzt werden, hier sei die Bereitstellung von Schutzkleidung sichergestellt. Interessierte können sich per E-Mail melden unter pflegehilfe@kfv-rosenheim.de oder unter pflegedirektion@ro-med.de

    Samstag, 28. März

    17.17 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau meldet 23 neue Corona-Infektionen

    Aktuell sind 177 Patienten im Landkreis Weilheim-Schongau positiv auf das neuartige Coronavirus getestet. Das sind 23 Fälle mehr als am Vortag. Das Gesundheitsamt beobachte nun auch schwerere Verläufe bei jüngeren Patienten ohne bekannte Vorerkrankungen, teilt das Landratsamt mit.

    Das Gesundheitsamt beobachte nun auch schwerere Verläufe bei jüngeren Patienten ohne bekannte Vorerkrankungen. 17 Patienten befänden sich in stationärer Behandlung, davon müssten 5 beatmet werden.

    16.56 Uhr: Münchner Polizei bittet: Haltet Mindestabstand ein!

    Die Münchner Polizei bittet erneut darum, beim Spazierengehen den in der Coronakrise vorgeschriebenen Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Die Parks und Wiesen etwa an der Isar seien am Samstagnachmittag gut besucht gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Er appellierte eindringlich, sich nicht mit Freunden oder Bekannten zu treffen - dies sei derzeit nicht erlaubt. Die Polizei war vielerorts mit Einsatzkräften unterwegs, um Verstöße gegen die Auflagen zu ahnden. Das Verlassen der Wohnung ist - zunächst befristet bis einschließlich 3. April - nur noch aus triftigen Gründen erlaubt. Dazu zählen Arbeiten und zur Arbeit gehen, Einkaufen, alleine Sport machen und Spazierengehen.

    14.05 Uhr: 21 neue Fälle von Coronavirus im Landkreis Pfaffenhofen

    Im Landkreis Pfaffenhofen haben sich 21 weitere Coronavirus-Fälle bestätigt. Die Fallzahl im Landkreis steigt somit auf insgesamt 92 Infizierte, meldet das Landratsamt. Acht Fälle gelten als geheilt. Im Lauf des Tages mussten an diesem Samstag wieder drei Personen aus dem Kreis der Neuinfizierten stationär in Krankenhäuser aufgenommen werden. Eine davon muss beatmet werden, so das Landratsamt.

    13.30 Uhr: 2.080 Corona-Infektionen in München

    Die Stadt München hat nunmehr 2.080 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. Das sind 235 neue Fälle. Insgesamt hat sich die Zahl der bestätigten Infektionen in München seit dem vergangenen Samstag damit nahezu verdoppel. In der Gesamtzahl enthalten sind auch vier Geheilte und drei Todesfälle.

    12.11 Uhr: Polizei warnt vor größeren Ausflügen

    Nach dem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat nun auch die Polizei an Spaziergänger appelliert, das sonnige Wetter am Samstag nicht für größere Ausflüge zu nutzen. Wie die Polizei in München mitteilte, seien dort Streifen im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um mögliche Verstöße gegen die Maßnahmen zum Eindämmen des Corona-Virus festzustellen. Die Beamten sollen darauf achten, dass Spaziergänge und Ausflüge nach draußen in einem angemessenen Rahmen bleiben. "Es ist sicher nicht Sinn und Zweck, unter dem Deckmantel eines Spaziergangs drei Stunden Wandern zu gehen", sagte Ronny Ledwoch, Sprecher der Polizei München. Ziel sei es, das Infektionsrisiko weiter zu senken. Am Freitag hatte Minister Herrmann dazu aufgerufen, am Wochenende nicht in die Berge zu fahren. Das schöne Wetter sei nicht Anlass dafür, Ausflüge zu unternehmen.

    12.01 Uhr: Münchner Polizei meldet 6.000 Kontrollen und 251 Verstöße in 24 Stunden

    Zwischen Freitag- und Samstagfrüh kontrollierte die Polizei in Stadt und Kreis München 6.000 mal die Einhaltung der aktuellen Regeln zur Eindämmung des Coronavirus. Das meldet das Polizeipräsidium München. Dabei wurden 251 Verstöße angezeigt, von denen 228 die Ausgangsbeschränkung betrafen.

    4.56 Uhr: Coronavirus macht Hopfenbauern Probleme

    Der Einreisestopp für Saisonarbeiter wegen des Coronavirus bereitet den bayerischen Hopfenbauern Sorgen. Aktuell müssten auf den Feldern die Drähte gespannt werden, an denen sich die Hopfenpflanzen hinaufranken können, sagt Lukas Raith, Geschäftsführer beim Hopfenring in Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm) in der Hallertau. Die Region an der Grenze zwischen Oberbayern und Niederbayern gilt als das größte Hopfenanbaugebiet der Welt. "Die Situation ist sehr schwierig", so Raith.

    Die Erntehelfer kommen in der Regel aus Rumänien und Polen, von wo die Einreise zurzeit nicht möglich sei. Beim Aufhängen der Drähte könnten sich viele Hopfenbauern noch mit der Unterstützung von Familienangehörigen und Freunden behelfen.

    Ab Ende April würden dann die Hopfenpflanzen an den Drähten befestigt. Dazu reichten die privaten Helfer dann nicht mehr aus. Raith verweist auf den Maschinenring, der im Internet eine Plattform eingerichtet hat, auf der sich freiwillige Helfer melden können. Am Freitag hatte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zudem die Ausländerbehörden im Freistaat aufgefordert, Asylbewerbern Beschäftigungserlaubnisse zu erteilen, um Landwirten in der Corona-Krise zu helfen.

    Freitag, 27. März

    18.05 Uhr: Landkreis Weilheim-Schongau: Corona-Fallzahlen steigen weiter deutlich an

    Im Landkreis Weilheim-Schongau sind aktuell 154 Patienten positiv auf COVID-19 getestet, am vergangenen Montag waren es 90. Wie das Landratsamt weiter mitteilt, befinden sich 16 Patienten in stationärer Behandlung, davon müssen 4 Patienten beatmet werden.

    Das Gesundheitsamt beobachtet nun auch schwerere Verläufe bei jüngeren Patienten ohne bekannte Vorerkrankungen. Dies ist Grund für Landrätin Andrea Jochner-Weiß nochmals eindringlich auf die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen hinzuweisen. "Wenn wir alle gemeinsam es für wenige Wochen schaffen, uns an die Einschränkungen zu halten und solidarisch zusammenzustehen, profitieren wir alle davon. Nur so kann jeder Erkrankte auch in Zukunft die Hilfe erhalten, die für ihn optimal ist", wird die Landrätin in der Pressemitteilung zitiert.

    Und weiter: "Gerade wenn die Witterung frühlingshaft bleibt, fällt es manchen vielleicht schwer, auf Kontakte zu verzichten und daheim zu bleiben. Dies ist aber jetzt das wirksamste Mittel, um einen weiteren Anstieg der Erkrankungszahlen zu verlangsamen."

    17.46 Uhr: Auf bestimmten BOB- und Meridan-Strecken Züge nur noch in Kernzeit

    Die Bayerische Regiobahn (BRB) und die Bayerische Oberlandbahn (BOB) schränken ihr Zugangebot weiter ein. Von 1. bis voraussichtlich 19. April fahren im Mangfalltal auf der Strecke Holzkirchen-Rosenheim (Meridian) und südlich von Holzkirchen im Oberland (BOB) Züge nur noch in der sogenannten Kernzeit zwischen 5 und 21 Uhr. Außerhalb dieses Zeitraums müssen die Fahrgäste auf Busse umsteigen. Die Fahrpläne für die Züge stehen auf der Webseite www.meridian-bob-brb.de.

    Grund für die weitere Einschränkung ist laut Bayerischer Oberlandbahn die Personalsituation beim Infrastrukturbetreiber DB Netz. Diese reduziere – in Absprache mit der Oberlandbahn – die Betriebszeiten der Stellwerke, um in der Corona-Krise das Personal zu schonen und für Ausfälle gewappnet zu sein.

    Wie Oberlandbahn und Regiobahn weiter mitteilen, fahren auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB Züge mindestens im Stundentakt. "Ich danke all unseren tollen Kolleginnen und Kollegen, dass wir dank ihres Einsatzes allen Menschen, die auch in Krisenzeiten auf einen verlässlichen Nahverkehr angewiesen sind, wie zum Beispiel den Krankenhausbeschäftigten im Schichtdienst, diesen stabilen Grundfahrplan anbieten können", wird Geschäftsführer Fabian Amini zitiert. Nach seinen Angaben gibt es in der gesamten Belegschaft bisher keinen bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus.

    17.30 Uhr: Ski-Verband verschiebt Kongress - WM-Vergabe und Garmisch betroffen

    Der Ski-Weltverband Fis hat wegen der Corona-Krise seinen für Mai geplanten Kongress in Thailand und damit auch die Wahl des Ausrichterorts für die alpine WM 2025 verschoben. Für die Weltmeisterschaft in knapp fünf Jahren bewirbt sich Garmisch-Partenkirchen. Wann der Kongress, auf dem zudem ein neuer Fis-Präsident gewählt wird, nachgeholt wird, war offen. Als Ziel für einen neuen Termin wurde am Freitag der Herbst dieses Jahres genannt.

    Der oberbayerische Ski-Traditionsort muss also noch länger warten, ob er den Zuschlag für die Titelkämpfe 2025 erhält. Neben Garmisch gehen noch das favorisierte Saalbach-Hinterglemm in Österreich und Crans-Montana in der Schweiz in das Rennen um die WM-Austragung.

    17.15 Uhr: In der Sonne liegen in Parks verboten

    Das Sonnenbad auf einem Handtuch oder ein Picknick in einer öffentlichen Grünanlage ist auf Grund der Ausgangsbeschränkung auch mit dem eingehaltenen Mindestabstand nicht erlaubt. Darauf weist die Münchner Polizei hin. Nur in der Sonne zu liegen stelle keinen triftigen Grund für das Verlassen der eigenen Wohnung dar. Dagegen sind sportliche Betätigung an der frischen Luft wie Joggen und auch Spaziergänge erlaubt.

    17.03 Uhr: Corona - dritter Todesfall im Landkreis Traunstein

    Das Staatliche Gesundheitsamt meldet den dritten Corona-Todesfall im Landkreis. Ein mit dem Coronavirus infizierter 68-jähriger Mann sei aufgrund verschiedenster Vorerkrankungen und einer COVID-19-Infektion verstorben, teilt die Behörde mit. Die Zahl der Infizierten im Landkreis Traunstein ist seit gestern um 13 Personen auf insgesamt 158 gestiegen. In den Kliniken im Landkreis Traunstein werden derzeit 19 Coronavirus-Patienten behandelt, davon befinden sich fünf Patienten in intensivmedizinischer Betreuung.Immerhin kann das Gesundheitsamt mittlerweile auch von zehn geheilten Menschen berichten.

    16.36 Uhr: Corona-Betrüger im Lkr. Ebersberg unterwegs

    Auch im Landkreis Ebersberg haben Betrüger versucht, angeblich "in Sachen Corona" in Privatwohnungen zu gelanden. Zwei solche Fälle wurden jetzt bekannt.Das Landratsamt ruft deshalb zu besonderer Vorsicht auf und rät, lieber zur Sicherheit bei der Behörde nachzufragen, von der man einen Besuch erwartet". Im Landkreis Ebersberg sind aktuell 106 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert (gestern: 97). 27 weitere sind bereits wieder gesund.

    16.23 Uhr: Begehrter Alkohol für Desinfektionsmittel aus Oberding

    Der Alkohol aus der reaktivierten Brennerei in Oberding ist begehrt. Mit der Produktion wird nicht nur der Bedarf im Lkr. Erding gedeckt. Vielmehr wurde nach dem Klinikum Rosenheim inzwischen auch das Kreisklinikum Ebersberg mit 2000 Litern Ethanol versorgt, um selbst Desinfektionsmittel herstellen zu können. Außerdem gebe es mittlerweile Anfragen aus Mühldorf und Miesbach, teilt das Landratsamt mit. Wie berichtet liefern Landwirte als Rohstoff Kartofffeln in die Genossenschaftsbrennerei, die vor sieben Jahren eigentlich stillgelegt worden war (KOR 40491). Im Landkreis Erding selbst gibt es aktuell 254 bestätigte Covid-19-Patienten. 44 davon sind seit gestern dazu gekommen. Im Klinikum werden 28 Patienten behandelt, fünf müssen beatmet werden.

    15.50 Uhr: Insgesamt drei Corona-Todesfälle in München – vier Menschen geheilt

    In München sind heute 158 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Damit sind es jetzt insgesamt 1.845 Fälle, darunter drei Todesfälle. Vier Menschen gelten als geheilt. Am Freitag vergangener Woche waren es 202 neue bestätigte Corona-Infektionen und insgesamt 878 Fälle gewesen.

    14.56 Uhr: Mann Anfang 40 ist zweites Todesopfer im Lkr. München

    Im Landkreis München gibt es in Folge der Corona-Pandemie einen zweiten Todesfall. Es handelt sich laut Landratsamt um einen Mann Anfang 40, mit moderaten, gesundheitlichen Vorbelastungen". Er starb in einer Münchner Klinik. Weitere Details will die Behörde dazu nicht nennen.

    13.57 Uhr: Münchner S-Bahn ab 30. März auf allen Linien nur noch 20-Minuten-Takt

    Wegen der Corona-Krise ändert die Münchner S-Bahn ab kommenden Montag, 30. März, ihren Fahrplan. Die Züge fahren jeweils montags bis freitags (ohne Wochenfeiertage) einen 20-Minuten-Takt pro Linie nach dem Samstagfahrplan. Die Deutsche Bahn empfiehlt allen Reisenden vor Antritt der Fahrt auf bahn.de und im DB Navigator die konkrete Reiseverbindung zu überprüfen.

    Ebenfalls ab Montag reduziert die Deutsche Bahn den regionalen Zugverkehr in Bayern weiter. Gestrichen werden vor allem Ausflugsverkehr, von Schülern genutzte Züge sowie die Taktverstärker im Pendlerverkehr. Viele DB-Regionalzüge fahren dann noch im Stundentakt.

    13.31 Uhr: Drittes Todesopfer im Kreis Rosenheim

    Im Landkreis Rosenheim gibt es ein drittes Todesopfer, das an den Folgen von Covid-19 gestorben ist. Das teilte das Landratsamt Rosenheim ohne weitere Angaben mit. Die Zahl der positiv getesteten Personen sei auf 724 angestiegen.

    13.29 Uhr: Landratsamt Miesbach bittet Bundeswehr um Hilfe - Bewachung des THW-Lagers erwünscht

    Das Miesbacher Landratsamt hat die Bundeswehr um Hilfe gebeten und damit ein Angebot von Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer in Anspruch genommen. Dabei geht es um die Bewachung des THW-Lagers, indem die derzeit so wichtigen Schutzmaterialien gelagert sind. Da der Landkreis Miesbach der mit am stärksten betroffene Landkreis im Vergleich zur Einwohnerzahl ist, brauchen wir diese Materialien unbedingt, so Pressesprecherin Sophie Stadler. Man wäre sehr dankbar, wenn die Bundeswehr hier unterstützen könne, deswegen habe die Führungsgruppe bei der Bundeswehr angefragt. Noch haben wir aber nichts gehört, weder eine Zu- noch Absage, so Stadler gegenüber dem BR.

    13.08 Uhr: Boulder-Weltcups der Kletterer vorerst gestrichen - München betroffen

    Wegen der Corona-Krise sind sämtliche Weltcups der Sportkletterer in der Disziplin Bouldern vorerst gestrichen worden. Das teilte der Weltverband IFSC am Freitag mit. Nachdem die ersten Events im Bouldern - also dem Klettern von schwierigen Elementen in Absprunghöhe ohne Seilsicherung - schon zuletzt abgesagt worden waren, folgte nun das vorläufige Aus der Wettkämpfe in München am 23. und 24. Mai sowie in Salt Lake City und Innsbruck jeweils im Juni.

    Ob und wann die Events in dieser Saison nachgeholt werden, ist unklar. In München hätte rund um den Weltcup eine Aktionswoche zum Bouldern mit Events auch für Amateursportler stattfinden sollen. Diese wurde ebenfalls gestrichen. "Es wird auch eine Zeit nach Corona geben. Und wir hoffen, dieses tolle Event dann auf die Beine stellen zu können", sagte Organisationschefin Julia Zschiesche.

    12.47 Uhr: Landsberg weitet Personenkreis für Corona-Tests aus

    Die Drive-In-Teststation für das Coronavirus am Sportzentrum in Landsberg öffnet sich für einen größeren Personenkreis. Der Aufenthalt in einem Risikogebiet wie Italien spielt keine Rolle mehr, um für einen Test zugelassen zu werden, teilte das Landratsamt mit. Man folge damit einer Anpassung der Kriterien zur Verdachtsabklärung durch das Robert-Koch-Institut.

    Getestet werden demnach fortan alle Personen, mit „akuten respiratorischen Symptomen“ wie Atemwegserkrankungen, Halsschmerzen, Husten oder starkem Schnupfen; außerdem weiterhin Personen mit Kontakt zu Infizierten in den vergangenen 14 Tagen. Insbesondere sollen Menschen in Medizinberufen und Risikogruppen getestet werden. Weiterhin zwingend erforderlich ist laut Landratsamt eine vorherige Terminvereinbarung. Diese ist über die Corona-Hotline des Landkreises (08191) 129 1680, über die bayernweite Corona-Hotline 116 117 oder per E-Mail an corona@LRA-LL.Bayern.de möglich. Die Zahl aktuell positiv bestätigter Corona-Fälle im Landkreis Landsberg liege derzeit bei 108 (Stand: 27.03.2020, 11:00 Uhr).

    12.42 Uhr: Rosenheim - kein Stadtrat mehr, sondern "Pandemie-Rat"

    In Rosenheim kommt der Stadtrat bis zum Ende der Legislaturperiode Ende April nicht mehr in voller Besetzung zusammen. Künftig trifft ein "Pandemie-Rat" alle Entscheidungen, dieser hat die Befugnisse eines Ferienausschusses. "Dadurch soll der Geschäftsgang der Kommunen nicht gefährdet, aber gleichzeitig der Schutz vor weiterer Verbreitung des neuartigen Corona-Virus maximal gewährleistet werden", teilte die Stadt mit. Die Sitzungen finden am 1. April und am 29. April statt. Die Tagesordnungspunkte werden auf das Notwendigste beschränkt, alles andere wird bis zur Entspannung der Lage vertagt, so die Stadtverwaltung.

    12.40 Uhr: IHK für München und Oberbayern setzt Aus- und Fortbildungsprüfungen bis Ende Mai aus

    Aufgrund der Coronakrise setzt die IHK für München und Oberbayern nun alle Aus- und Fortbildungsprüfungen in der Landeshauptstadt und in Oberbayern bis Ende Mai 2020 aus. Ersatztermine sind ab Juni geplant, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Bislang waren alle Prüfungen bis zum 24. April abgesagt. Grundlage dafür ist ein Beschluss der bundesweit zuständigen IHK-Gremien.

    Von der Verschiebung betroffen sind in Oberbayern 11.100 Auszubildende, deren schriftliche Abschlussprüfungen nach jetzigem Stand zwischen dem 16. und 19. Juni 2020 nachgeholt werden. Bis einschließlich Mai finden auch keine IHK-Fortbildungsprüfungen statt. Ersatztermine sind ab Juni bis August geplant.

    12.15 Uhr: Fünf neue Beatmungsgeräte am Rosenheimer Klinikum

    Im Rosenheimer Klinikum sind neue Beamtungsgeräte eingetroffen. Das Technische Hilfswerk Rosenheim lieferte heute die ersten fünf Geräte an, die durch den Freistaat beschafft wurden. "Weitere Geräte sind im Zulauf. Damit kann die Versorgungssituation im Rosenheimer Klinikum weiter verbessert werden", so THW-Sprecher Stefan Huber. In der momentanen Situation sei jedes Beatmungsgerät medizinisch von unschätzbarem Wert, bedankte sich Geschäftsführer Deerberg-Wittram beim THW für die Arbeit.

    11.00 Uhr: Flughafen München: 6000 statt 130 000 Passagiere

    Am Flughafen München sind heute erneut nur etwa 90 Starts und Landungen geplant - das entspricht nicht ganz zehn Prozent des regulären Aufkommens. Noch massiver ist der Einbruch bei den Passagieren: Während es normalerweise im Schnitt 130 000 pro Tag sind, sind es momentan gerade noch 6000. Ein Zehntel der Belegschaft der Flughafen München GmbH ist schon seit gut zehn Tagen in Kurzarbeit Konkret geht es dabei um die Konzerntochter "Eurotrade", die mit ihren 1000 Mitarbeitern die Läden in den Terminals betreibt. Für die anderen Konzernbereiche laufen die Gespräche mit den Mitarbeitervertretern noch, wie ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk sagte.

    9.10 Uhr: Lachen könnte helfen - Lachyoga jetzt online

    Wem Ausgangsbeschränkungen und Kontaktverbote in der Corona-Krise auf die Psyche schlagen, der könnte es einmal mit Online-Lachtraining versuchen. Der Lachclub am Münchner Westpark treffe sich nun jeden Sonntag um 11.00 Uhr im Videochat, teilte eine Sprecherin am Freitag mit. «Ich weiß von ganz vielen Leuten, denen die Decke auf den Kopf fällt», sagte sie. 25 bis 35 Teilnehmer gibt es den Angaben zufolge aktuell pro Sitzung, täglich werden es mehr. Doch mit «Hihihi» und «Hohoho» hat das sogenannte Lachyoga nichts zu tun. «Das ist der große Irrtum, den viele beim Lachtraining haben», sagte die Sprecherin. Stattdessen gehe es um Atemübungen und darum, zu lächeln - das natürliche Lachen käme dann von allein.

    8.20 Uhr: Herrmann warnt vor Ausflügen am Wochenende

    Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) hat die Bürger dazu aufgerufen, am Wochenende auf Ausflüge in die Berge zu verzichten. "Es ist nicht der Sinn der Sache, wenn Leute zuhauf über 50 oder 100 Kilometer meinen, in die Berge fahren zu müssen. Da rate ich dringend davon ab", sagte Herrmann im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk.

    Für die betroffenen Landkreise wie Miesbach und Garmisch-Partenkirchen seien Ausflügler eine Belastung, zum Beispiel für die örtliche Bergwacht. "Es ist schon eine Belastung, wenn man in solch einer Situation jemanden retten muss, der sich den Fuß umknickt."

    Herrmann weiter: "Der Landkreis Miesbach beispielsweise, wenn ich an die Ausflügler zum Tegernsee denke, ist inzwischen leider einer der Landkreise mit der höchsten Zahl an Corona-Infizierten. Darum kann ich nur in jeder Hinsicht davon abraten, auch wenn morgen schönes Wetter werden wird, das zum Anlass zu nehmen, das für solche Ausflüge zu nutzen." Herrmann: "Das ist nicht der Sinn der Sache."

    6.20 Uhr: Fußballprofi Thomas Müller startet in seiner Heimat Dankeaktion für Helden des Corona-Alltags

    Rund um seinen Heimatort Pähl am Ammersee startet Müller heute eine Dankeaktion. Ob Pflegekräfte, Ärzte, Postboten oder Mitarbeiter in Lebensmittelläden, Müllabfuhr oder Gesundheitsamt spendiert der Bayernstar heute Schweinebraten oder Schnitzel mit Kartoffelknödel. Damit will der Fußballer auf seine Art allen Danke sagen, die bei der Corona-Krise ihren Mann oder ihre Frau stehen und der Situation trotzen. Ursprünglich war eine ToGo Abholung in den Pähler Gaststätten "Alte Post" und "Neue Post" geplant, heißt es auf Müllers Homepage. Jedoch wegen der großen Nachfrage und Bedenken der Behörden soll es jetzt einen Lieferservice direkt zu den Unternehmen oder Einrichtungen geben. Wer ein Corona-Helfer ist und im Umkreis von 15 Kilometern um Pähl wohnt kann sich Schnitzel oder Schweinebraten liefern lassen. Bestellungen sind heute /Freitag 27.3.) zwischen 10 Uhr und 18 Uhr möglich. Wer Schweinebraten mit Kartoffelknödel will ruft in der "Alten Post“ ab (Tel. 08808-9246161) Schweinebraten mit Kartoffelknödel gibt es in der„Neuen Post“ (Tel. 08808-278). Wenn möglich wird um Sammelbestellungen pro Lieferort gebeten.

    Donnerstag, 26. März

    20.50 Uhr: Freising: Neue Corona-Infizierte nennen weniger Kontaktpersonen - erster Erfolg der Ausgangsbeschränkungen

    Beim Kampf gegen die Corona-Ausbreitung sieht der Freisinger Landrat Josef Hauner (CSU) erste Hoffnungszeichen: "Wir stellen im Gesundheitsamt fest, dass die Infizierten der letzten Tage schon deutlich weniger Kontaktpersonen benennen als noch vor einer oder zwei Wochen. Also nehmen wir an: Weil viel mehr Leute daheim sitzen, gibt's auch viel weniger Kontaktpersonen." Und das heißt: Die möglichen Infektionsketten werden kürzer.Im Landkreis Freising waren schon Ende Februar erste Coronafälle aufgetaucht. Ein Mann hatte sich wohl beim Karneval im rheinischen Heinsberg infiziert und das Virus unwissentlich in Freising weiterverteilt. Stand heute meldet der Landkreis 326 Infektionen, sieben Menschen seien inzwischen an Covid-19 verstorben. 64 Personen seien genesen. Das Freisinger Gesundheitsamt konnte bisher weit über 1.200 Kontaktpersonen Infizierter ausfindig machen.

    18:44 Ein Todesfall und 17 Infizierte in Ismaninger Pflegeheim

    Ismaning, Lkr. München - In einem Pflegeheim in Ismaning ist vergangene Nacht eine "hochbetagte Person" infolge einer Coronavirus-Infektion gestorben. Das teilte das Landratsamt am Nachmittag mit. Es ist der erste Corona-Todesfall im Lkr. München. Im selben Heim gibt es nach derzeitigem Stand noch neun weitere infizierte Bewohner. Alle sind in der beschützenden Station untergebracht, die deshalb jetzt komplett unter Quarantäne gestellt wurde. Daneben wurden acht Pflegekräfte positiv auf das Virus getestet. Für sie wurde häusliche Isolation angeordnet. Laut Landratsamt ist auch noch ein weiteres Pflegeheim im Lkr. München betroffen. "Stand heute" sei ein Bewohner infiiziert, drei weitere werden als Verdachtsfälle behandelt. "Das Vordringen der Infektion in Pflegeeinrichtungen bereitet mir persönlich die größten Sorgen", sagt Landrat Christoph Göbel (CSU) mit Blick auf die Risikogruppen: "Im Landratsamt sind wir deshalb in höchster Alarmbereitschaft und versuchen alles zu tun, um die Einrichtungen bestmöglich zu unterstützen." Insgesamt wurden im Landkreis München seit gestern 56 weitere Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus bestätigt. Damit gibt jetzt 429 bestätigte Erkrankungsfälle.

    18:27 Umbau der Ebersberger Dreifachturnhalle zum Hilfskrankenhaus schreitet voran

    Aus der Dreifachturnhalle in Ebersberg wird ein Hilfskrankenhaus - und die Ausstattung verläuft weiterhin planmäßig, wie das Landratsamt am Nachmittag mitteilte. Landrat Robert Niedergesäß (CSU) hofft, dass es "nie in Betrieb gehen muss, aber sich in der aktuellen Situation nicht vorzubereiten, wäre fahrlässig". Seit Ausbruch der Corona-Pandemie wurden im Landkreis Ebersberg 117 Menschen "positiv" getestet, 20 von ihnen sind inzwischen wieder gesund.

    17:35 Dritter Corona-Todesfall in München

    In der Landeshauptstadt gibt es einen dritten Corona-Todesfall. In einem Krankenhaus starb ein 88-jähriger Mann mit Vorerkrankungen, wie die Stadt mitteilt. Unterdessen wurden heute 111 neue Fälle von Infizierten bestätigt. Damit sind es in München nun insgesamt 1687 Fälle. Vier von ihnen gelten mittlerweile als geheilt.

    17:30 Atemschutzmasken bei Fake Shop bestellt - Händler um 160.000 Euro betrogen

    Ingolstadt: Eine Firma im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen ist beim Kauf von Atemschutzmasken einem betrügerischen Fake-Shop aufgesessen. Der Schaden liegt bei 160.000 Euro.

    Wie das Polizeipräsidium in Ingolstadt berichtet, bestellte der Inhaber der Import-Export-Firma Anfang März auf der Internetseite eines polnischen Anbieters eine größere Menge Atemschutzmasken. Nachdem der Geschäftsmann den Lieferschein zugesendet bekommen hatte, überwies er den Kaufbetrag von 160.000 Euro. Die Ware kam jedoch nicht an. Nach eigenen Nachforschungen stellte der Händler fest, dass es die Firma in Wirklichkeit gar nicht gibt. Die Kripo Ingolstadt ermittelt wegen Warenbetrugs. Die Polizei rät zu besonderer Vorsicht bei Käufen im Internet, insbesondere bei vermeintlich günstigen Angeboten.

    17:25 Zweiter Corona -Todesfall im Lkr. Fürstenfeldbruck

    Im Landkreis Fürstenfeldbruck gibt es in Folge der Corona-Pandemie mittlerweile zwei Tote. Dabei handelt es sich um einen 87-Jährigen, der laut Landratsamt an mehreren Erkrankungen litt, und um einen 90-Jährigen aus dem Nachbarlandkreis Dachau (s. KOR 40383). Aktuell sind 250 Fälle von Coronavirus-Infizierten bestätigt - am Montag waren es noch 133. An der Drive-Through-Station wurden mittlerweile fast 500 Personen getestet. 350 Tests sind bereits ausgewertet, bei 22 war das Ergebnis "positiv".

    17:17 Schulbegleiterinnen nutzen freie Zeit und helfen in Caritas-Wäscherei in Raubling

    Es ist ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhalts: Neun Schulbegleiterinnen helfen jetzt in der Wäscherei der Caritas Wendelstein Werkstätten für Menschen mit Behinderung aus und halten so den Betrieb aufrecht. Die Wäscherei wäscht für Kliniken in Prien und Bad Aibling sowie für Seniorenheime und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung die Arbeitskleidung und gilt als systemrelevant. Wegen eines positiven Corona-Falls in der Verwaltung der Werkstätten und als Schutzmaßnahme im Besonderen für die beschäftigten Menschen mit Behinderung musste fast die ganze reguläre Belegschaft in Quarantäne geschickt werden, teilt die Caritas mit. „Ich hätte ja sonst sowieso in der Schule gearbeitet und bin froh, hier einen sinnvollen Beitrag leisten zu können“, erklärt eine Schulbegleiterin ihr Engagement. "Der Einsatz der Schulbegleiterinnen ist für die Wäscherei ein großes Geschenk", ergänzt Georg Czerny, Förderstättenleiter in den Caritas Wendelstein Werkstätten. "Gerade weil wir mit den Kliniken und sozialen Einrichtungen Kunden haben, die unsere Arbeit jetzt dringend benötigen."

    Die Wäscherei ist eine Dienstleistung der Caritas Wendelstein Werkstätten für Menschen mit Behinderung in Raubling. Zu den Kunden zählen vor allem auch Wohnheime und Krankenhäuser, neben Hotels und kleineren Betrieben. Bei einem Durchlauf von zwei Tonnen Wäsche pro Tag arbeiten bis zu 30 Menschen mit Behinderung unter der Anleitung von Fachpersonal.

    17:10 Brennerei wg. Desinfektionsmittel-Produktion reaktiviert

    Eine vor sieben Jahren stillgelegte Brennerei wurde jetzt in Oberding reaktiviert. Die örtliche Brennereigenossenschaft stellt dort jetzt Alkohol für die Produktion von Desinfektionsmitteln her. Als Rohstoff liefern die Landwirte Kartoffeln. Auch Getreide könnte verwendet werden. Der Bedarf im Landkreis Erding kann laut Landratsamt komplett über die Brennerei abgedeckt werden. Weitere 2000 Liter wurden dem Klinikum Rosenheim zur Verfügung gestellt.

    17:00 Lkr. Erding startet Vorbereitungen für Hilfskrankenhaus

    Auf dem Gelände des Fliegerhorstes Erding haben die Vorbereitungen zur Einrichtung eines Hilfskrankenhauses begonnen. So wurden Sanitärcontainer hingebracht. Bettwäsche und Schutzkleidung würden ebenfalls bereits angeliefert, so das Landratsamt. Nach derzeitigem Stand könnten die Aufbauarbeiten zum 1. April abgeschlossen werden, so dass man mit 160 Betten starten könnte. Parallel laufen noch "intensive Verhandlungen" mit den übergeordneten Behörden, wie Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) mitteilt: "Wir müssen jetzt schnell und durchdacht die Vorbereitungen vorantreiben, damit wir bei weiter steigenden Patientenzahlen unser Klinikum entlasten können." Natürlich werde man bei Bedarf auch umliegenden Landkreisen Unterstützung anbieten. Im Landkreis Erding ist die Zahl der Covid-19-Fälle seit gestern von 178 auf 210 gestiegen. Damit sieht es laut Landratsamt "weiterhin danach aus, dass die Steigerungsrate sich verlangsamt."

    16:41 Berchtesgadener Land erwartet keinen Ausflügler-Ansturm

    Touristiker erwarten am Wochenende keinen Besucheransturm im Berchtesgadener Land. Man sei ja nicht in der Nähe einer deutschen Metropole, auch aus Salzburg/Österreich dürften momentan keine Ausländer einreisen, sagt Brigitte Schlögl, die Geschäftsführerin der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH auf BR-Anfrage. Im Berchtesgadener Land sind wie überall alle Besucherattraktionen geschlossen, ob das nun die Königssee-Schifffahrt ist, die Jennerbahn mit ihren Restaurants oder das Salzbergwerk in Berchtesgaden.

    Die gut 100.000 Einwohner der Region haben sich laut Schlögl in den letzten Tagen sehr diszipliniert verhalten und an die Ausgangsregelungen gehalten, das erwarte man auch für das Wochenende. Schlögl hofft allerdings wieder auf einen Besucherandrang, wenn - wann auch immer - die Ausgangsbeschränkungen aufgehoben sind und alles wieder normal läuft.

    16:10 Dachau: Helios Amper-Kliniken bereiten sich auf steigende Patientenzahlen vor

    Das Helios Amper-Klinikum Dachau hat nach der Station C1-01 nun auch die Station C1-00 zur kompletten Isolationsstation umgerüstet. Damit stehen aktuell 50 Zimmer für Covid-19-Patienten und Verdachtsfälle zur Verfügung, so das Klinikum in einer Pressemitteilung. Auf der Intensivstation wurden laut Klinikum die Beatmungsplätze von zwölf auf 16 aufgestockt. Eine weitere Erhöhung sei möglich. Um weitere Bettenkapazitäten am Standort Dachau zu schaffen, werden aktuell einige geriatrische Patienten vom Klinikum Dachau zur Klinik Indersdorf verlegt.

    15:50 Entwicklung der Coronavirus-Fälle in München

    In München wurden am heutigen Donnerstag 111 neue Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.687 Infektionen gemeldet. In diesen Zahlen enthalten sind vier Personen, die bereits geheilt sind, sowie leider auch ein dritter bestätigter Todesfall. In der Internistischen Klinik München Süd ist ein 88-jähriger Münchner mit Vorerkrankungen an COVID-19 verstorben. Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    15:30 Hotline für Ehrenamt im Landkreis München

    Das Landratsamt München hat in Kooperation mit dem Freiwilligenzentrum der Caritas-Dienste im Landkreis München eine Hotline eingerichtet. Die Hotline-Nummer ist ab sofort freigeschaltet unter der Durchwahl: 0800 – 0894000. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind jeweils von Montag bis Donnerstag von 9:00 Uhr bis 12:00 Uhr erreichbar. Sie informieren und beraten Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Organisationen im Bereich Freiwilligenengagement rund um das Thema zu Covid-19 – sei es zum Versicherungsschutz, zur Fürsorgepflicht und zu Pandemieplänen, zur Integration oder zu Fördermöglichkeiten des Landkreises.

    15:15 Jungheinrich schließt vorübergehend Werk in Moosburg

    Der Maschinenbaukonzern Jungheinrich wird ab Freitag die Produktion in seinem Werk Moosburg herunterfahren. Grund seien Lieferengpässe in der Materialversorgung durch Zulieferer, bedingt durch die Corona-Krise, teilte Jungheinrich am Donnerstag in Hamburg mit. Ziel sei es, die Produktion nach Ostern wiederaufzunehmen. Bis dahin sollen die Lagerbestände wieder aufgefüllt sein. Die rund 1000 Mitarbeiter sind in dieser Zeit in Kurzarbeit. Das Jungheinrich-Werk in Moosburg produziert sogenannte Gegengewichtsstapler.

    15:00 Klinikum rechts der Isar testet Medikamente gegen Covid-19-Infektion

    München - Das Münchner Klinikum rechts der Isar testet Medikamente gegen Covid-19-Infektion, das hat die Technische Universität München heute mitgeteilt. Demnach können Patienten am Klinikum rechts der Isar, die am neuartigen Coronavirus erkrankt sind, im Rahmen klinischer Studien mit neuen Arzneimitteln behandelt werden, die sich in der klinischen Entwicklung befinden. Am Universitätsklinikum der TUM werden derzeit über 50 Patienten mit Covid-19 behandelt. Unter anderem auch mit dem Mittel Remdesivir. Remdesivir ist ein direkt antiviral wirksames Medikament, das die Vermehrung des Virus hemmt. Es wurde ursprünglich für die Behandlung von Patienten mit Ebola-Infektion entwickelt, ist bisher jedoch nicht für den klinischen Einsatz zugelassen.

    14:30 Stadt Rosenheim tagt mit „Pandemie-Rat“ statt gesamtem Stadtrat

    Der Stadtrat in Rosenheim hat entschieden, ab dem 1. April bis zum Ende der Legislaturperiode nur noch als sogenannter „Pandemie-Rat“ zu tagen. Anstatt der vollen Besetzung mit 44 Stadträt*innen sind dann nur noch 10 plus die Oberbürgermeisterin im Großen Sitzungssaal anwesend. Es handelt sich um die Besetzung des Ferienausschusses. Dadurch könne der nötige Abstand eingehalten und die Politiker*innen geschützt werden, so eine Sprecherin. Die Sitzungen werden weiterhin auch einen öffentlichen Teil haben. Allerdings werden Besucher und Pressevertreter gebeten, sich anzumelden, damit Plätze mit ausreichend Abstand zur Verfügung gestellt werden können.

    14:00 Kfz-Zulassungen in Rosenheim nur noch in Ausnahmefällen

    Aufgrund der aktuell geltenden Ausgangsbeschränkungen hat jetzt auch das Landratsamt Rosenheim alle Zulassungsstellen geschlossen. Einzige Ausnahme ist die Zulassungsstelle des Landkreises in Rosenheim, in der noch vorab vereinbarte Termine erledigt werden können. Allerdings werden nur dringend notwendige Zulassungen vorgenommen, beispielsweise für eine Pflegekraft oder einen Polizeibeamten. Um die Dringlichkeit im Einzelfall prüfen zu können, sind Terminvereinbarungen nur telefonisch oder schriftlich möglich. Online-Termine über die Homepage des Landkreises werden nicht mehr vergeben, heißt es in einer Mitteilung des Rosenheimer Landratsamtes.

    11:50 Uhr: Aktion "Mühldorf hilft": Hilfetelefon für BürgerInnen

    Während der Ausgangseinschränkungen will die Kreisstadt Mühldorf BürgerInnen unterstützen, die nicht ohne weiteres ihr Haus verlassen sollten. Dafür hat die erste Bürgermeisterin Marianne Zollner (SPD) die Hilfsaktion "Mühldorf hilft" ins Leben gerufen. Konkret können BürgerInnen die zentrale Telefonnummer (08631) 612 612 anrufen und um Hilfe bitten. Die Zentrale nimmt die Anfrage entgegen und organisiert dann einen passenden Helfenden. Das Angebot richtet sich an ältere und kranke Menschen, die nicht einkaufen gehen können. "Es geht aber auch darum, wenn jemand generell Hilfe braucht", sagt Monika Pingitzer, Pressesprecherin der Stadt, dem Bayerischen Rundfunk. "Wer zum Beispiel nicht in die Apotheke gehen kann oder wer sich vielleicht unsicher fühlt, besonders auch jetzt, die Wahlunterlagen in den Briefkasten einzuschmeißen, der kann sich gerne melden. All solche Sachen kommen hier zusammen.“

    Auch HelferInnen können unter dieser Nummer ihre Unterstützung anbieten. Bis jetzt gibt es laut Pingitzer bereits ein großes Angebot an Freiwilligen. "In solchen Krisenzeiten wollen wir fest zusammenstehen“, sagt Bürgermeisterin Marianne Zollner. "Wir hoffen, dass wir damit schnell und unbürokratisch denjenigen helfen können, die derzeit die Hilfe am dringendsten benötigen.“

    Montag bis Samstag von 9 bis 12 Uhr können BürgerInnen anrufen und die MitarbeiterInnen der Kreisstadt kümmern sich darum, dass Helfer und Hilfsbedürftige zusammenfinden.

    11:44 Uhr: Freilassinger Firma liefert Schutzmasken im Auftrag des Wirtschaftsministerium

    Das bayerische Wirtschaftsministerium lässt von der Freilassinger Firma Trans-Texil GmbH waschbare Mund-Nasen-Masken im Mehrwegsystem liefern. Die Firma stellt eine Membrane her, aus der schon seit einigen Jahren unter anderem Schutzmasken gemacht werden, zum Beispiel in Österreich. Jetzt liefert die Firma solche Masken auch für das Ministerium, wie sie auf ihrer Homepage mitteilt. Der Auftrag wurde laut Wirtschaftsministerium am 19. März erteilt, der Freistaat arbeitet zum ersten Mal mit diesem Unternehmen zusammen.

    Die Freilassinger Firma stellt die Masken nicht selbst her, ihre Membranen gehen an andere Unternehmen, die die Masken nähen und sie an das Corona-Notfallzentrum in den Münchner Messehallen liefern. Von dort aus werden sie vom THW an Kliniken, Arztpraxen und Heime ausgeliefert.

    Die Masken können etwa 50 mal wiederverwendet werden, nach jedem Gebrauch gehen sie an Großwäschereien, die sie waschen, desinfizieren und wieder ausliefern. Momentan werden etwa 15.000 Stück pro Tag produziert, insgesamt sollen 200.000 Masken geliefert werden. Ob die Produktion dann weitergeht, hänge davon ab, wie sich die Situation entwickelt, so eine Sprecherin des Ministeriums.

    Die Firma Trans-Textil weist auf ihrer Homepage darauf hin, dass an ihrem Firmensitz in Freilassing weder Masken gelagert noch verkauft werden.

    11:31 Uhr: Kloster Ettal produziert Desinfektionsmittel für Krankenhäuser

    Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen und die Destillerie im Kloster Ettal produzieren in den kommenden Monaten gemeinsam Desinfektionsmittel für Krankenhäuser. Nachdem den Ettaler Mönchen mit der Ausgangsbeschränkung und der Schließung aller Betriebe im Kloster die Einnahmen wegbrechen, seien beide Einrichtungen froh über diese Kooperation. Der Sprecher von Kloster Ettal sagte dem BR, dass sich fast alle 180 Mitarbeiter des Klosters in Kurzarbeit befinden.

    Um die Likörproduktion im Kloster für andere Zwecke zu nutzen, waren bürokratische Hürden zu überwinden. Mit Hilfe des Landratsamtes in Garmisch-Partenkirchen und dem Hauptzollamt in Rosenheim wurde die Destillerie im Kloster temporär zu einer Außenstelle der Klinikapotheke des Krankenhauses benannt. Frater Vitalis M. (Benediktinermönch), der die Destillerie leitet, soll im Laufe der Woche mit der Produktion beginnen. Die Desinfektionsmittel werden ausschließlich für den Einsatz im Klinikum Garmisch-Partenkirchen und benachbarter Krankenhäuser produziert. Das Kloster bittet darum, von anderen Anfragen abzusehen.

    11:14 Uhr: Besucher ignorieren Klinik-Besuchsverbot im Lkr. Erding

    Trotz des Besuchsverbots müssen an den Krankenhäusern Erding und Dorfen immer wieder Besucher noch ausdrücklich abgewiesen werden. Landrat Martin Bayerstorfer (CSU) appelliert deshalb an die Bürger, nicht zu den Kliniken zu fahren, sondern telefonisch Kontakt zu Patienten zu halten. Sowohl die Telefone als auch das Internetpaket können derzeit kostenlos genutzt werden. Ins Klinikum gelassen werden momentan lediglich werdende Väter und enge Familienangehörige von Patienten, die im Sterben liegen. Aktuell gibt es im Landkreis Erding 178 Fälle von Coronavirus-Infizierten. Zuletzt waren es noch 143 gewesen. Die Zahl steigt derzeit aber "etwas langsamer als der deutschlandweite Durchschnitt", wie das Landratsamt mitteilt. Neun Betroffene sind mittlerweile wieder gesund.

    11:12 Uhr: 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr - Münchner Einzelhändler bitten Stadt und Freistaat um mehr Hilfen

    In einem offenen Brief an Ministerpräsident Markus Söder und Oberbürgermeister Dieter Reiter bitten fünf große Münchner Einzelhändler um eine Erweiterung der Wirtschaftshilfen. Die Schließung ihrer Häuser sei bereits nach kurzer Zeit existenzbedrohend, die über 1.000 Arbeitsplätze in Gefahr, schreiben die fünf alteingesessenen Unternehmen Hirmer, Sporthaus Schuster, Hugendubel, Kustermann und Bettenrid in ihrem gemeinsamen Appell. Man sei zwar dankbar über das große Engagement, gleichzeitig bitte man aber auch um eine rasche und unbürokratische Umsetzung der bereits getroffenen Wirtschaftshilfen.

    Da die Händler aber derzeit überhaupt keine Einnahmen hätten, sei es ihnen kaum möglich, die Aufstockung zum staatlichen Kurzarbeitergeld zu zahlen. Deshalb bitten sie darum, dass der Staat das Kurzarbeitergeld vorübergehend um 20 Prozentpunkte aufstockt. Außerdem fordern sie, fällige Zahlungen an das Finanzamt zu stunden und staatliche Bürgschaften für dringend benötigte Überbrückungskredite auf 100 Prozent auszudehnen.

    Vor zwei Tagen erst hatte der Freistaat angekündigt, seine Finanzhilfen auf 20 Milliarden zu verdoppeln. Die Stadt München hatte daraufhin zugesichert, Anträge auf die "Soforthilfe-Corona" mit höchster Priorität zu bearbeiten. Außerdem können Betroffene Stundungen bzw. Reduzierungen der Gewerbesteuervorauszahlung beantragen, heißt es in einer Pressemeldung der Stadt.

    10:19 Uhr: Hoeneß "Kraft des Fußballs einsetzen"

    Uli Hoeneß hat in der Coronavirus-Krise an die Vernunft der Menschen appelliert. Man müsse die "ganze Kraft des Fußballs einsetzen, um die Leute aufzufordern, dass sie sich diszipliniert verhalten, damit die aktive Ansteckung zurückgeht", forderte der 68 Jahre alte Ehrenpräsident des FC Bayern München im "Kicker" (Donnerstag). "Dieser Appell gilt nach wie vor und umso mehr, da es noch immer Unbelehrbare gibt." Hoeneß lobte als ein Beispiel die Spendenaktion der Bayern-Profis Leon Goretzka und Joshua Kimmich. "Wir sind alle aufgerufen zu helfen. Jede Initiative ist wertvoll", sagte der langjährige Macher des Fußball-Rekordmeisters.

    10:16 Uhr: Flughafen München: "keine Hinweise auf Schließung"

    Während an Flughäfen etwa in Paris und London der Betrieb wegen den Auswirkungen der Corona-Pandemie eingestellt wurde, ist das am Flughafen München offenbar weiter kein Thema: "Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es keine Hinweise auf eine Schließung", teilte ein Sprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks mit. Allerdings ist der Betrieb weiterhin stark eingeschränkt: Heute sind es rund 90 Flugbewegungen und damit noch einmal etwas weniger als gestern. Das entspricht knapp 10 Prozent des regulären Aufkommens.

    10:08 Uhr: Stimm-Auszählung: Bürgermeister warnt Wahlhelfer anzutreten

    Der Bürgermeister von Ramerberg (Kreis Rosenheim), Georg Gäch, empfiehlt seinen Wahlhelfern, am Sonntag (29.03.) nicht zur Auszählung der Stichwahl um den Landratsposten anzutreten. Es sei eine "grobe Fahrlässigkeit", in diesen Zeiten wildfremde Menschen in engen Räumen zur Auszählung zusammenzuwürfeln. "Es passiert ja nichts, wenn man die Ergebnisse erst später bekommt", so Gäch im BR-Interview. Unverständlich und unverantwortlich sei es für ihn, dass trotz all der Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen, die in Bayern gelten, die Auszählung der Stichwahl wie geplant stattfinden soll.

    Keine Antwort auf offenen Brief an Innenminister Herrmann

    In einem offenen Brief hatte sich Gäch an Bayerns Innenminister Herrmann gewandt und die Durchführung der Stichwahl kritisiert. Bisher habe er keine Antwort des Ministers erhalten. Aus diesem Grund wird er den Wahlhelfern in Ramerberg nahe legen, am Sonntag daheim zu bleiben. Die Auszählung könne dann in Ruhe und unter Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen in der Gemeindeverwaltung durchgeführt werden. Das Ergebnis käme dann halt später, aber das sei ja kein Problem, so Gäch.

    Viren an Wahlumschlägen

    Neben der engen Zusammenarbeit in geschlossenen Räumen von Menschen, die sonst keinerlei Kontakt haben, sieht Georg Gäch bei der Stichwahl noch ein weiteres Problem: die Gummierung der Wahlumschläge. Viele Leute, so der Ramerberger Bürgermeister, schlecken das Kuvert ab, um es zuzukleben. Somit könnten sich Viren auch auf den Briefwahlunterlagen befinden. Dieses Problem würde sich laut Gäch aber auch lösen, wenn die Umschläge einfach einige Tage liegen bleiben und nicht berührt werden würden.

    Nachfolger Reithmeier: Stichwahl nicht verschieben

    Manfred Reithmeier, der die Wahl zum Ramerberger Bürgermeister mit 53,8 Prozent gegen Gäch gewonnen hat und somit seine Nachfolge antreten wird, erklärte auf BR-Anfrage, dass auch für ihn selbstverständlich die Gesundheit der Wahlhelfer über allem stehe. Mit ausreichend Desinfektionsmittel und Atemschutzmasken sowie Abstand sei die Auszählung jedoch durchzuführen. Die Stichwahl solle seiner Meinung nach auf keinen Fall verschoben werden.

    10:07 Uhr: Hypovereinsbank reduziert Betrieb - Mehrheit der Filialen vorübergehend dicht

    Die Hypovereinsbank schließt wegen der Corona-Krise vorübergehend über 70 Prozent ihrer 337 Filialen für den Kundenverkehr. Dreißig Prozent - das wären etwa 100 Filialen - sollen täglich oder im wöchentlichen Wechsel geöffnet bleiben, wie die Münchner Tochter der italienischen Großbank Unicredit am Donnerstag mitteilte. In Betrieb bleiben die Selbstbedienungszonen mit den Geldautomaten, und auch in den temporär geschlossenen Filialen sollen die Kundenbetreuer telefonisch und online erreichbar bleiben. Die Bank wolle weiter die flächendeckende Betreuung ihrer Kunden gewährleisten und gleichzeitig die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern durch reduzierte physische Kontakte zu schützen, hieß es in der Mitteilung.

    9:21 Uhr: Tafel Dachau wird evtl. wieder geöffnet - BR hilft mit "Team Bayern"

    Die Tafel in Dachau wird möglicherweise wieder geöffnet. Das Bayerische Rote Kreuz prüft derzeit, ob das möglich ist. Jüngere Dachauer haben sich bereits angeboten, um bei der Ausgabe zu helfen, wie das Landratsamt berichtet. Weitere Freiwillige können sich unter "mailto:essen@dachauer-tafel.de" essen@dachauer-tafel.de melden. Das BRK arbeitet hierfür auch mit dem „Team Bayern“ vom Bayerischen Rundfunk zusammen. Freiwillige können sich auch dort unter http://www.teambayern.info/ registrieren.

    9:19 Uhr: Erster Corona-Toter aus Landkreis Dachau

    Erstmals ist jetzt ein Coronavirus-Patient aus dem Landkreis Dachau gestorben. Es handelt sich um einen 90-jährigen Mann, der über eine Woche lang im Klinikum Fürstenfeldbruck behandelt worden war. Aktuell gibt es im Landkreis Dachau 164 bestätigte Fälle von Infizierten - 46 davon sind gestern dazugekommen. Die meisten Betroffenen leben in der Kreisstadt selbst und in Altomünster.

    8:53 Uhr: Keine Wahlhelfer in München bei Stimmauszählung mit Corona infiziert

    Bei der Kommunalwahl in München haben sich offenbar keine Wahlhelfer mit Corona infiziert. Ein solcher Fall liege dem Referat für Gesundheit und Umwelt nicht vor, wie ein Sprecher auf BR-Anfrage mitteilte.

    Im Rahmen des Kontaktmanagements werden nach Angaben des Referats auch Kontakte außerhalb des familiären Umfelds abgefragt, wie zum Beispiel berufliche Kontakte oder auch ehrenamtliche Tätigkeiten. Dabei werde auch geprüft, ob es sich um infektionsrelevante Kontakte handele. Dem Stadtreferat zufolge gibt es keine Erkenntnisse, dass es im Rahmen der Stimmenauszählung unter den Wahlhelfern zu infektionsrelevanten Kontakten gekommen ist oder dass sich jemand mit Covid-19 infiziert hat.

    Hintergrund für die BR-Anfrage: Bei der Kommunalwahl hatten unter anderem im Briefwahlzentrum in der Messe München Helfer dicht an dicht bei der Auszählung gegessen.

    7:51 Uhr: Rosenheimer City-Management: Gutscheine für das Lieblingsgeschäft

    Durch fehlende oder weniger Einnahmen sind viele Geschäftsleute aktuell von schweren finanziellen Nöten geplagt. Das Rosenheimer City-Management startet deswegen die Aktion: Gutscheine kaufen als Unterstützung für das Lieblingsgeschäft und Lieblingslokal.

    Wer seinen Lieblingsladen retten will, so heißt es, kann Gutscheine kaufen, die eingelöst werden können, wenn der Betrieb wieder geöffnet hat. Heute zahlen und das Angebot später nutzen - damit bekämen die Geschäfte zumindest eine kleine Überbrückung, um beispielsweise Personal weiter zahlen zu können. Die individuellen Gutscheine können entweder direkt bei den Rosenheimer Betrieben gekauft werden. Oder auch im Internet.

    Auf den Webseiten vieler Geschäfte und Lokale oder auf den Social Media Kanälen sind weitere Infos zu finden. Es geht darum, gemeinsam den regionalen Lieblingseinkaufsorten Liquidität zu verschaffen und ihnen jetzt das Geld zur Verfügung zu stellen, das man sowieso in den nächsten Monaten bei ihnen ausgeben würde, so das City-Management.

    5:58 Uhr: Stadtratssitzung in Traunstein wegen Corona verschoben

    Wegen der Corona-Krise verschiebt die Stadtverwaltung Traunstein die öffentliche Ratssitzung, die heute Nachmittag (Donnerstag, 26.3.) hätte stattfinden sollen. Bei der Zusammenkunft der Stadträte sollte es auch um ein bei den Kommunalpolitikern umstrittenes Millionengeschenk gehen. Ein schwer kranker, vermögender Bürger will seiner Heimatstadt einige Millionen Euro schenken. In einer nichtöffentlichen Sitzung Ende Februar hatte die Opposition (CSU und UW) im Stadtrat der Annahme des Geldes nicht zugestimmt. Stattdessen wollte sie sich die Bedingungen des notariellen Vertrags noch einmal erklären lassen und darüber heute öffentlich diskutierten. Corona macht nun diese brisante Sitzung nicht möglich. Geplant ist das Thema bei der nächsten Stadtratssitzung am 30. April zu behandeln, die unter der Leitung des dann noch amtierenden Oberbürgermeisters Christian Kegel stattfinden soll. Kegel (SPD) tritt am kommenden Sonntag in der Stichwahl gegen Christian Hümmer (CSU) an.

    5:16 Uhr: Kaum Helfer und kaum Lebensmittel - Tafeln leiden unter Corona-Krise

    Den Tafeln in Bayern fehlen wegen der Corona-Krise immer mehr Helfer und Lebensmittel. "Es ist wichtig, dass gerade die Ärmsten in unserer Gesellschaft auch jetzt mit Lebensmitteln und Sachspenden versorgt werden", sagte Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) am Mittwoch in München.

    In der aktuellen Krisenlage fehlten vielerorts Helfer und wegen der hohen Nachfrage in den Supermärkten auch Lebensmittel, die an Bedürftige weitergegeben werden könnten. Viele der sonstigen ehrenamtlichen Helfer könnten derzeit nicht eingesetzt werden, da sie selbst zu den Coronavirus-Risikogruppen gehörten, beispielsweise wegen ihres Alters oder chronischen Erkrankungen.

    Der Besuch von Tafeln ist ausdrücklich auch zu Zeiten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern erlaubt. Damit die bedürftigen Menschen weiterhin versorgt werden könnten, brauche es noch mehr Unterstützung von freiwilligen jungen Helferinnen und Helfern, hieß es weiter. Um Ansteckungsrisiken zu minimieren, hätten manche Tafeln bereits auf einen Bringdienst umgestellt.

    5:05 Uhr: 50 Prozent weniger Passagiere am Flughafen München wegen Corona

    Am Flughafen München wurden in den ersten drei März Wochen nur halb so viele Passagiere gezählt wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Starts und Landungen ging um 30 Prozent zurück. In der laufenden Woche hat sich der Abwärtstrend weiter fortgesetzt. Auch am Mittwoch waren es zusammengerechnet nur 108 Starts und Landungen. An einem regulären Tag wären es zehn Mal so viele.

    Mittwoch, 25. März

    17:59 Uhr: Erkrankungen in Landkreisen Rosenheim und Miesbach steigen weiter

    In Rosenheim sind aktuell (Stand 25.03., 0:00 Uhr) 437 Fälle von Covid-19 gemeldet. Alleine gestern (24.03.) ist die Zahl der Erkrankten um 131 Fälle gestiegen. Dabei handelt es sich um den bislang höchsten Anstieg. In den kommenden Tagen rechnet das Gesundheitsamt mit weiteren Erkrankten. Bislang ist eine Person aus dem Landkreis an der neuartigen Krankheit gestorben.

    1.391 Menschen sind in Quarantäne. Heute ist außerdem eine Allgemeinverfügung in Kraft getreten, die dem Gesundheitsamt die Arbeit erleichtern soll. Sie macht es möglich, Kontaktpersonen der Kategorie I ohne telefonische oder schriftliche Anhörung für 14 Tage unter Quarantäne zu stellen.

    Im Landkreis Miesbach sind aktuell 185 Menschen positiv auf das Virus getestet. Der Landkreis rechnet allerdings damit, dass diese Zahl noch steigen wird.

    17:47 Uhr: Erster Corona-Infektionsfall in Seniorenzentrum in Burghausen

    In insgesamt zwei Einrichtungen des AWO-Bezirksverbands Oberbayern (Arbeiterwohlfahrt) gibt es bestätigte Infektionen mit dem Corona-Virus. Einer davon betrifft das Seniorenheim im Landkreis Altötting. Dort herrscht im AWO-Seniorenzentrum in Burghausen, dem Georg-Schenk-Hausseit dem 13. März, also fast zwei Wochen, ein erheblich eingeschränktes Besuchsrecht. Dennoch ist der erste Bewohner am Montag (23.03.) positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Der 81-Jährige befindet sich aktuell in der Corona-Klinik des Krankenhauses Mühldorf. Mit ihm drei weitere Bewohner, die vorsorglich auf das Virus getestet wurden. Wie es zu der Ansteckung kommen konnte, sei fast unmöglich herauszufinden – erklärte eine Sprecherin der AWO dem Bayerischen Rundfunk. Es könne noch vor dem umfassenden Besuchsverbot passiert sein. Auch die Einrichtungsleiterin in Burghausen, beteuert, dass sie und ihr Team – so wörtlich – alles Menschenmögliche getan hätten, um Bewohner und Mitarbeiter zu schützen. Alle Personen, die mit der Versorgung und Pflege des Bewohners betraut waren, wurden dem Gesundheitsamt gemeldet. Sie sind aktuell in Quarantäne und werden getestet. Den Einwohnern in Burghausen gehe es den Umständen entsprechend gut: Sie würden gelassen mit der Situation umgehen, so der Eindruck der Leiterin.

    Was die Senioren deutlich mehr belaste, seien die fehlenden sozialen Kontakte. Vor allem der fehlende Kontakt zu den Angehörigen sei besonders schwer. Neben dem Seniorenheim in Burghausen gibt es nach aktuellem Stand noch eine weitere Einrichtung des AWO-Bezirksverbandes Oberbayern mit einem bestätigten Corona-Fall.

    Aktuell kämpfen die Einrichtungen laut Astrid Kornelius, Specherin des AWO Bezirksverbands Oberbayern, mit dem Mangel an Schutzausrüstung. Derzeit können demnach noch auf Restbestände zurückgegriffen werden, in absehbarer Zeit würde jedoch ein, "massives Problem" entstehen, erklärt Kornelius. "Atemschutzmasken und Schutzkleidung werden in den Einrichtungen dringend benötigt. Die Nachbestellungen laufen seit Wochen, Lieferungen aber sind bis heute nicht eingetroffen. Wir sind dringend auf die Schutzausrüstung angewiesen und appellieren eindringlich an die Regierung und das Gesundheitsministerium, diese Engpässe so schnellst möglich zu beseitigen", so Kornelius.

    16:54 Uhr: Um Ingolstadt erkranken immer mehr am Coronavirus

    In der Region Ingolstadt mit seinen umliegenden Landkreisen steigt die Zahl der am Coronavirus erkrankten Personen. Im Kreis Pfaffenhofen meldet das Landratsamt eine Steigerung auf 51 positiv getestete Menschen. Seit gestern, 24.3.2020, sind 12 neue Fälle gemeldet worden. In der Zwischenzeit sind von den 51 Fällen jedoch sechs Personen, die als geheilt gelten. Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind mittlerweile 44 Menschen an Covid-19 erkrankt. Das sind vier Personen mehr als gestern. 12 Personen sind in Schrobenhausen gemeldet, 11 in der Großen Kreisstadt Neuburg. Die restlichen Erkrankten stammen aus den umliegenden Gemeinden. In Ingolstadt wurden gestern wurden noch 15 Corona-Patienten registriert. Heute ist die Zahl der Infizierten laut Mitteilung der Stadt weiter gestiegen: Aktuell sind 27 Personen mit dem Virus infiziert. Eine Person ist genesen. Im Landkreis Eichstätt sind nach Auskunft des Landratsamts 38 Personen Corona-positiv, 6 Personen mehr als am Vortag.

    16:52 Uhr: Kardinal Marx: Ostern ohne öffentliche Gottesdienste

    Wegen der Corona-Pandemie werden auch die Kar- und Ostergottesdienste im Freistaat ausfallen. "Wir wissen und anerkennen, dass es keine andere Möglichkeit gibt, das Leben möglichst vieler Menschen zu retten", heißt es in einem Schreiben des Erzbischofs und Kardinals Reinhard Marx an die pastoralen Mitarbeiter des Erzbistums vom Mittwoch. Marx will die Gottesdienste nun ohne Öffentlichkeit im Münchner Liebfrauendom feiern und im Internet streamen. Entsprechend dem allgemein gültigen Verbot von Veranstaltungen dürfen die Gläubigen bis zum 19. April nicht mehr in Kirchen zusammenkommen. Gebete Einzelner sind aber erlaubt.

    "Die Maßnahmen der Regierung sind harte Eingriffe in die Grundrechte der Menschen, auch eine Einschränkung der Religionsfreiheit, wie es sie wohl in unserem Land noch nie gegeben hat", schreibt Marx. Aber: "Wir tragen auch Verantwortung für das ganze Gemeinwesen, in dem wir leben." Gleichzeitig könne aber auch jeder zuversichtlich sein: "Wenn wir wieder zurückkehren in unsere Kirchen, wollen wir ein wirkliches Fest des Glaubens feiern, ein Fest der Auferstehung; das wäre schön!".

    Auch andere Bistümer planen Online-Übertragungen von Gottesdiensten. Die Kirchen selbst stehen laut Marx tagsüber den Menschen einzeln zum Gebet offen. Allerdings würden keine Heiligen Gräber aufgebaut. Zudem soll es für die Feiertage Vorlagen für Hausgottesdienste geben. Als Zeichen der Verbundenheit und Solidarität läuten im Einklang mit anderen deutschen Bistümern und Landeskirchen täglich um 19.30 Uhr Glocken, außer an Karfreitag und Karsamstag.

    16:26 Uhr: Bürgermeister im Werdenfelser Land warnen vor Ausflugs-Ansturm

    Auch im Landkreis Garmisch-Partenkirchen bangt man vor einer möglichen Ausflugswelle am kommenden Wochenende bei schönem Wetter. Thomas Schwarzenberger, Kreisverbandsvorsitzender und Bürgermeister von Krün, hat ebenfalls einen „Brandbrief“ an Landtagspräsidentin Ilse Aigner geschickt. Die Kommunalpolitiker- und Politikerinnen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen schließen sich damit den Forderungen der Kollegen im Tegernseer Tal an. Die haben sich dafür ausgesprochen, dass die Menschen auch in der Freizeit in dem Landkreis bleiben sollen, in dem sie leben. Nach einer Woche Ausgangsbeschränkungen in den Städten befürchten viele Bürgermeister einen Ansturm auf die beliebten Ziele auch im Oberland. Rolf Beuting, Bürgermeister der Marktgemeinde Murnau, will keine Parkplätze absperren. Er appelliert an die Vernunft der Menschen. Er könne sich aber vorstellen, kurzfristig einzuschreiten, falls es erforderlich sein sollte, sagte Beuting im Interview mit dem BR. In dem Schreiben warnen die Kommunalpolitiker auch vor Wanderungen in den Bergen. Damit würden Rettungskräfte und Bergwacht stärker beansprucht. „Je mehr Wanderer und Erholungssuchende in unserer Gegend unterwegs sind, desto höher sind die Einsatzzahlen“, heißt es im Brief vom Thomas Schwarzenberger an Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Ministerpräsident Markus Söder hat eine Verschärfung der Ausgangsbeschränkungen klar abgelehnt.

    16:26 Uhr: Mühldorf: Erster Todesfall im Landkreis

    Im Landkreis Mühldorf am Inn ist die erste Person, die mit dem Corona-Virus infiziert war, gestorben. Das gab das Landratsamt Mühldorf soeben bekannt. Es handelt sich demnach um eine über 60-jährige Person. Weitere Angaben zum Verstorbenen wurden nicht gemacht. Insgesamt liegen laut Landratsamt im Landkreis Mühldorf 67 bestätigte Fälle vor, elf davon seit heute (25.03) neu bestätigt. Bei den neuen Fällen handle es sich um zwei Erwachsene über 60 Jahre, sieben Erwachsene unter 60 Jahre und zwei Minderjährige. Das Gesundheitsamt ermittle derzeit die Kontaktpersonen der PatientInnen und leite die notwendigen Maßnahmen ein.

    Für die Klinik Mühldorf, welche als Corona-Zentrum für die Landkreise Altötting und Mühldorf festgelegt wurde, ergeben sich zum Stichdatum-/zeitpunkt (Stand: 25. März 2020, 16.00 Uhr) laut Landratsamt folgende Zahlen: Stationäre Corona-Verdachtsfälle: 49, stationäre Corona-Positivfälle: 37, davon Intensivpflichtige Corona-Patienten: Neun, entlassene Corona-Patienten: Einer.

    15:52 Uhr: Zweiter Todesfall im Landkreis Traunstein - mehr Erkrankungen

    Im Landkreis Traunstein ist eine mit dem Coronavirus infizierte 86-jährige Frau verstorben. Sie ist der zweite Corona-Todesfall im Landkreis. Laut Landratsamt hatte die Frau verschiedenste Vorerkrankungen und wurde palliativ betreut.

    Mit Stand heute 15.00 Uhr gibt es im Zuständigkeitsbereich des Staatlichen Gesundheitsamts Traunstein jetzt 120 bestätigte Coronafälle, das sind 34 mehr als gestern. Alle Personen werden medizinisch versorgt, die Behörde ermittelt derzeit auch die Kontaktpersonen der betroffenen Patienten.

    Derzeit werden 15 Coronavirus-Patienten in Kliniken behandelt, fünf davon befinden sich in intensivmedizinischer Betreuung, so das Landratsamt.

    15:35 Uhr: Graffiti-Sprayer kritisieren Regierung in Corona-Krise

    Mit Graffitis an Hauswänden haben ein oder mehrere unbekannte Sprayer in München die Regierung in der Corona-Krise kritisiert. Die Schriftzüge hätten in den vergangenen Tagen bereits Schäden von mehreren Tausend Euro verursacht, teilte die Polizei am Mittwoch mit.

    Mit Beginn der Ausgangsbeschränkungen und dem Erlass von Allgemeinverfügungen seien mehrere «regierungsfeindliche Propagandasprüche im Zusammenhang mit Corona» an Hauswände und Oberflächen gesprüht worden, erläuterte ein Sprecher. So sei an einem Haus ein ungefähr sechs Meter langer Schriftzug in schwarzer Farbe angebracht worden. Die Beamten gehen von einem linkspolitischen Hintergrund aus und ermitteln, ob es sich jeweils um den beziehungsweise die gleichen Täter handelt.

    15:23 Uhr: Online-Benefiz-Konzert für Kulturschaffende

    Der Konzert-Veranstalter Crossgammy organisiert für Freitag (27.03.2020) ein Online-Benefiz-Konzert. Verschiedene Künstler, darunter Liedermacher Konstantin Wecker, Pianist Jo Barnikel, Singer-Songwriterin Sarah Straub und die Cellinistin Fany Kammerlander, spielen ab 19 Uhr live. Gestreamt wird das Konzert auf Facebook und YouTube.

    Das Konzert soll die Plattform für eine Spendenaktion sein. "Kulturschaffende aus allen Bereichen sind aktuell in finanzieller Not, weil sie aufgrund der Pandemie Konzerte absagen, Einrichtungen schließen oder aus anderen Gründen Umsatzeinbußen hinnehmen müssen", schreiben die Veranstalter. Die Spenden, die durch das Konzert eingenommen würden, sollten Künstlern dabei helfen, die kommenden Wochen und Monate finanziell zu überstehen, heißt es weiter.

    15:21 Uhr: 1.000 Liter Desinfektionsmittel in Freising hergestellt

    Der Bedarf an Flächendesinfektionsmitteln im Landkreis Freising ist für kommende Woche erst einmal gedeckt. THW und Feuerwehr haben unter Anleitung eines Apothekers fast 1.000 Liter hergestellt. Das nötige destillierte Wasser kam aus dem Forschungsreaktor Garching, genauer aus der dortigen Produktionsanlage für Reinstwasser. Jetzt wird das Mittel ans Klinikum Freising sowie an Arztpraxen und Pflegeheime ausgeliefert. Bei Bedarf könnte auch noch mehr hergestellt werden, versichert das Landratsamt.

    15:00 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in München in einer Woche verdreifacht

    In der Landeshauptstadt hat sich die Zahl von Coronavirus-Infizierten innerhalb einer Woche verdreifacht. Während vergangenen Mittwoch noch 509 Fälle in München bestätigt (!) waren, sind es jetzt bereits 1.576. Allein heute sind 195 Fälle dazu gekommen.

    14:39 Uhr: Oktoberfestplanungen gehen weiter - Maidult abgesagt - Frühlingsfest verschoben

    Die Vorbereitungen für das Münchner Oktoberfest "laufen weiter wie gewohnt". Das hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) heute noch einmal bekräftigt. Gleiches gelte für das Stadtgründungsfest am 13./14. Juni. Veranstaltungsabsagen würden "zum spätestmöglichen Zeitpunkt" erfolgen, so der OB: "Für das Oktoberfest wäre dies frühestens im Juni, vor Beginn der Aufbauarbeiten, zu erwarten."

    Definitiv ausfallen wird die Maidult im Stadtteil Au, die am 25. April beginnen würde. Das ist ein schwerer Schlag für rund 300 Marktkaufleute und Schausteller. Zur Maidult auf dem Mariahilfplatz wären 90.000 Besucher erwartet worden.

    Auch aus dem Frühlingsfest wird zum geplanten Termin ab 24. April nichts. Ob die "kleine Wiesn" auf den Sommer verlegt werden kann, wird nach wie vor geprüft. Das Wirtschaftsreferat ist dazu in Gesprächen mit der Veranstaltungsgesellschaft Münchner Schausteller (VMS) und hat angeboten, auf der Theresienwiese den Platz dafür so lange wie möglich freizuhalten. Damit soll ein flexibler Nachholtermin ermöglicht werden, sobald sich ein Ende der Corona-Krise abzeichnet.

    13:05 Uhr: Stadtwerke Rosenheim sichern Ver- und Entsorgung zu

    Die Stadtwerke Rosenheim teilen mit, dass die Ver- und Entsorgung in Rosenheim gesichert sei. Die Mitarbeiter des Kundenservices seien weiterhin telefonisch erreichbar und stellten die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme wie gewohnt sicher, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch die Entsorgung sei gewährleistet.

    Der Wertstoffhof an der Innlände ist weiterhin von Montag bis Samstag von 8-17 Uhr geöffnet. Es kann aber zu Wartezeiten vor dem Wertstoffhof kommen, weil immer nur zehn Fahrzeuge auf den Hof dürfen, so die Stadtwerke. Die Bürger werden außerdem gebeten, von größeren Entrümpelungsmaßnahmen abzusehen. Hierfür könne man online einen Containerdienst buchen.

    Auch das Anrufsammeltaxi, das AST, ist weiterhin telefonisch erreichbar und online buchbar. Zur Sicherheit der Fahrgäste werden die Fahrten nur noch mit einem Fahrgast durchgeführt. Die Fahrzeuge werden regelmäßig nach den Fahrten desinfiziert, so die Stadtwerke Rosenheim.

    13:00 Uhr: Corona-Fälle bei den Stadtwerken München

    Bei den Stadtwerken München gibt es unter den rund 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter derzeit vier bestätigte Corona-Infizierte. Das teilte die Pressestelle des Kommunalbetriebs auf Nachfrage des BR mit. Zwei Personen befinden sich demnach in behördlich angewiesener Quarantäne.

    Bei den Beschäftigten der kritischen Infrastruktur, die also direkt für die Energie- und Trinkwasserversorgung sowie für die Mobilitäts-Steuerung verantwortlich sind, hat die SWM besondere Vorsorgemaßnahmen umgesetzt. So sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wassergewinnung, der Kraftwerke und der MVG-Leitstelle in festen Teams auf mehrere Standorte oder in getrennte Schichten verteilt worden, die untereinander keinen direkten Kontakt haben. Versorgung und Mobilität seien auch dann noch sichergestellt, wenn ein Team von der Infektion betroffen wäre, versichern die Stadtwerke.

    12:40 Uhr: Bezirk Oberbayern verschenkt Liederhefte

    Das Volksmusikarchiv des Bezirks Oberbayern lädt zum Singen daheim ein. Innerhalb Oberbayerns verschickt es dafür kostenlos Liederhefte und -blätter. Die Aktion läuft erst einmal bis Ostern – solange der Vorrat reicht.

    Im Angebot sind unter anderem Liederhefte für das Singen und Spielen mit Kindern und für das Singen mit älteren Menschen, geistliche, bayerische und deutsche Volkslieder sowie zweistimmige Lieder für Frauen- und Männerstimme. Bestellungen werden telefonisch (08062 / 51 64) oder per E-Mail (volksmusikarchiv@bezirk-oberbayern.de) entgegengenommen.

    12:25 Uhr: Bundeswehr-Pioniere in Ingolstadt bieten Hilfe an

    Das Ausbildungszentrum der Pioniere der Bundeswehr in Ingolstadt will in der Corona-Krise Unterstützung anbieten. Der Kommandeur, Brigadegeneral Lutz Erich Niemann, teilte in einem Schreiben mit, das Zentrum stehe "für Unterstützungsleistungen im Rahmen einer möglichen Amtshilfe seitens der zivilen Verwaltung jederzeit bereit". Denkbar seien vor allem die Bereitstellung von Transportkapazitäten sowie personelle Unterstützung.

    Da derzeit der Trainingsbetrieb wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt ist, stehen Fahrzeuge und Personal für Hilfsaufträge zur Verfügung. Normalerweise unterstützen die Pioniersoldaten die Beweglichkeit der eigenen Truppen, stören die Bewegung feindlicher Truppen und sind für die Kampfmittelabwehr zuständig.

    10:30 Uhr: Erster Infektionsfall in Seniorenzentrum in Burghausen

    In einem AWO-Seniorenzentrum in Burghausen, dem Georg-Schenk-Haus, ist ein 81-jähriger Bewohner positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das bestätigte Anja Fischbeck, die Leiterin der Einrichtung, dem Bayerischen Rundfunk. Die Ergebnisse liegen der Arbeiterwohlfahrt seit Montag (23.03.) vor. Dies soll nach aktuellem Stand der erste Fall in einer der insgesamt 22 Seniorenzentren der AWO in Oberbayern sein. Der Bewohner sowie drei weitere Verdachtsfälle aus dem Heim befinden sich nun in der Corona-Klinik in Mühldorf.

    Das Gesundheitsamt sei umgehend informiert und Angehörige sowie das Pflegepersonal seien dem Gesundheitsamt gemeldet worden, sagte Fischbeck. "Wir haben unser Menschenmöglichstes getan, um unsere Bewohner und Mitarbeiter zu schützen." Bereits seit Freitag, 13. März, gebe es im Seniorenheim ein komplettes Besuchsverbot, somit schon eine Woche vor der offiziellen Anordnung der Bayerischen Staatsregierung. Den Einwohnern gehe es aber den Umständen entsprechend gut: "Die Einwohner gehen relativ gelassen mit der Situation um", erklärt die Einrichtungsleiterin, "was sie deutlich mehr belastet, sind die fehlenden sozialen Kontakte, vor allem der fehlende Kontakt zu den Angehörigen." Wie sich der Bewohner angesteckt habe, werde derzeit geklärt.

    10:20 Uhr: Erster Patient im Landkreis Altötting gestorben

    Teising (Lkr. Altötting) - Ein 85-jähriger Mann ist am Dienstagabend (24.03) an den Folgen des Corona-Virus im Krankenhaus Mühldorf gestorben. Das bestätigte Markus Huber, Pressesprecher des Landratsamts Altötting, dem Bayerischen Rundfunk. Weitere Informationen, wie mögliche Vorerkranungen, über den verstorbenen Mann würden derzeit nicht kommuniziert. Im Landkreis Altötting gibt es laut Huber aktuell 57 Infektionen mit dem Coronavirus.

    9:20 Uhr: Drive-In-Station am Kloster Andechs

    Auf dem Besucherparkplatz von Kloster Andechs richtet das Landratsamt ab heute eine Drive-In-Station für Coronavirus-Tests ein. Bis zu 90 Menschen sollen dort täglich getestet werden. Möglich ist das auch dort nur mit Termin und PIN. Die Termine müssen über niedergelassene Ärzte vereinbart werden. Die Patienten können dann mit dem Auto zur Station fahren. Man wolle mit der Teststation Ärzte und Krankenhäuser entlasten, aber auch Material sparen, "das derzeit sehr rar ist", sagt Landrat Karl Roth. Als Beispiel nannte er Schutzanzüge.

    Dienstag, 24. März

    18.43 Uhr: Corona - Statistik aus dem Landkreis Miesbach

    Im Landkreis Miesbach werden derzeit elf Corona-Patienten stationär betreut, vier davon intensivmedizinisch. Das teilte das Landratsamt Miesbach in seinem täglichen Update mit. Elf Personen konnten die häusliche Quarantäne wieder verlassen. 171 Personen sind mittlerweile positiv getestet worden, sie sind zwischen 4 und 97 Jahre alt. Alle Zahlen sind Momentaufnahmen, so das Landratsamt. In der Behörde hat inzwischen die "Führungsgruppe Katastrophenschutz" die Arbeit aufgenommen, die zweimal täglich Lagebesprechungen durchführe. Ihr Ziel sei es, den Landkreis so gut wie möglich auf einen raschen Anstieg der Fallzahlen vorzubereiten.

    18.35 Uhr: Corona - Testzentrum in Rosenheim in Betrieb

    In Rosenheim gibt es seit heute ein Corona-Testzentrum. Es wurde auf der Loretowiese in Betrieb genommen. 80 Patientenabstriche pro Tag sind dort aktuell geplant. Der Ärztliche Kreisverband Rosenheim weist ausdrücklich darauf hin, dass dort nur Personen getestet werden, die von ihrem Hausarzt einen Überweisungsschein bekommen haben. Deswegen wendet man sich bei Beschwerden zuerst telefonisch beim Hausarzt, der dann dem Patienten ein Teströhrchen und einen Überweisungsschein zukommen lässt, auf "sicherem Weg", wie es heißt. Der Abstrich wird im Testzentrum auf der Loretowiese vorgenommen, über den Laborbefund informiert der Hausarzt. Der Appell des Ärztlichen Kreisverbandes: "Die Bevölkerung wird gebeten, das Testzentrum nicht zu behindern und nur anzufahren, wenn ein Patient vom Hausarzt einen Überweisungsschein für das Testzentrum und ein Teströhrchen für den Abstrich erhalten hat. Im Testzentrum erfolgt ausschließlich ein Abstrich, keine weitergehende ärztliche Untersuchung oder Versorgung." Mit dem Testzentrum solle der Hausbesuchsdienst der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern, der stark belastet sei, und die Rosenheimer Hausärzte entlastet werden. Zudem werde so knappes Infektionsschutzmaterial eingespart.

    17.46 Uhr: Erster Corona-Patient im Klinikum Erding gestorben

    Im Klinikum Erding ist jetzt der erste Coronavirus-Patient gestorben. Er war über den Flughafen gekommen und stammt aus einem anderen Bundesland. Deshalb wird er auch nicht in der offiziellen Statistik für den Landkreis oder für Bayern geführt. Aktuell gibt es im Landkreis Erding derzeit 143 Coronavirus-Infizierte, 25 davon werden im Klinikum der Kreisstadt behandelt. Inzwischen bietet der Landkreis auch eine telefonische Sprechstunde an: Unter der Telefonnummer (08122) 59-6773 steht ein Arzt zur Verfügung, um medizinische Fragen zu klären und Verdachtsfälle zur Screeningstelle zu "lotsen".

    17.20 Uhr: Wahl der bayerischen Bierkönigin abgesagt

    Bayern bekommt dieses Jahr keine neue Bierkönigin - der bayerischer Brauerbund hat die Wahl vor dem Hintergrund der Corona-Krise in München abgesagt. "Derzeit müssen wir leider davon ausgehen, dass das Finale nicht wie geplant am 14. Mai 2020 im Löwenbräukeller stattfinden kann", sagte der Hauptgeschäftsführer des Bayerischen Brauerbunds, Lothar Ebbertz, in einer Mitteilung vom Dienstag.

    Da zahlreiche Feste und Veranstaltungen, auf denen die Bierkönigin auftreten sollte, abgesagt wurden, wird demnach auch nicht auf anderem Weg abgestimmt - etwa online oder per Jury-Entscheidung. Die bereits ausgewählten sieben Finalistinnen sollen nun im kommenden Jahr gegeneinander antreten. Die amtierende Bierkönigin Vroni Ettstaller wird laut Brauerbund bis zur Wahl der Nachfolgerin im Mai 2021 im Amt bleiben. Die Wahl der Bayerischen Bierkönigin wird seit 2011 jährlich vom Bayerischen Brauerbund organisiert.

    17.15 Uhr: Landkreis Ebersberg richtet in Turnhalle Hilfskrankenhaus ein

    Die Vorbereitungen für ein Hilfskrankenhaus in der Dreifachturnhalle Ebersberg laufen laut Landratsamt auf Hochtouren. Die Halle sei bereits weitgehend leer geräumt . Die Maßnahme ist vorsorglich, falls die Kapazitäten in der Kreisklinik nicht mehr ausreichen sollten. Dort könnten noch bis zu 400 zusätzliche Betten bereitgestellt werden. Sollten aber auch die voll belegt sein, dann stünden im Hilfskrankenhaus maximal 100 Betten zusätzlich bereit.

    Derzeit werden im Ebersberger Krankenhaus fünf mit dem Corona-Virus infizierte Menschen behandelt, drei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. In häuslicher Quarantäne befinden sich derzeit 405 Menschen. Um den Betrieb des Hilfskrankenhauses zu gewährleisten, sei man auf der Suche nach qualifiziertem Personal. Man brauche dringend die Unterstützung von Ärzten, Kranken- und Pflegepersonal ansonsten könne man die Notfallversorgung im geplanten Hilfskrankenhaus nicht umsetzen, heißt es aus dem Landratsamt.

    16.40 Uhr: Weitere Infizierte und einige Genesene in Region Ingolstadt

    Die Zahl der Personen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben ist in der Region Ingolstadt gestiegen: Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen sind mittlerweile 40 Menschen an Covid-19 erkrankt, im Landkreis Eichstätt sind es nach Auskunft des Landratsamts 32 Personen, wobei im Laufe des heutigen Tages zwei neue Infizierte gemeldet wurden. Im Landkreis Pfaffenhofen wurden sieben Neuinfektionen registriert, jedoch gelten sechs Personen mittlerweile als geheilt. Damit sind im Pfaffenhofener Landkreis insgesamt 33 Personen aktuell Covid-19-positiv. In Ingolstadt sind bis jetzt 15 Personen erkrankt, eine Person ist wieder genesen.

    16.10 Uhr: Baustellen sind kein Grund für einen Notruf

    Auf gewerblichen Baustellen darf weiter gearbeitet werden. Das sagt das Münchner Polizeipräsidiums. Es seien wegen der Bauarbeiter viele Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen. Auch sonst häuften sich nach wie vor Anrufe unter der Notrufnummer wegen Corona.

    Wie ein Polizeisprecher sagte, hätten viele Anrufer darauf hingewiesen, dass auf Baustellen vermeintlich verbotener Weise weiterhin gearbeitet wird. Der Sprecher wies darauf hin, dass gewerbliches Bauen laut Corona-Verfügung aber erlaubt ist.

    Auch sonst erreicht die Einsatzzentrale viele Anrufe unter der Notrufnummer 110, die sich auf Corona beziehen. So seien auch Hinweise auf Gruppenbildungen darunter, wie sie derzeit verboten sind. Diese Anrufe seien nicht „nervig“, so der Sprecher, vielmehr werde allen Hinweisen nachgegangen, zudem achteten Streifenbesatzungen von sich aus vermehrt auf Menschen, die in Gruppen unterwegs sind.

    Von gestern bis heute führte die Münchner Polizei 140 Einsätze durch nach Meldungen wegen Verstößen gegen die Allgemeinverfügung. Die Notrufnummer 110, so der Sprecher, sollte nur in Notfällen angerufen werden. In ähnlicher Weise appellieren die Hilfsorganisationen an die Bürger, den Notruf 112 auf keinen Fall für allgemeine Fragen rund um den Corona-Virus zu wählen

    15.58 Uhr: Zweiter Todesfall in München

    In der Landeshauptstadt ist ein zweiter Coronavirus-Patient gestorben. Es handelt sich nach Angaben der Stadtverwaltung um einen 79-jährigen Mann mit Vorerkrankungen. Heute wurden 65 neue Fälle von Infizierten in München bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.381 Infektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vergangenen Dienstag sind es noch 359 Fälle gewesen.

    15.30 Uhr: Sinkflug am Münchner Flughafen geht weiter

    Die Zahlen am Flughafen München sind weiter im Sinkflug: Heute stehen gerade noch 51 Landungen (gestern: 56) und 52 Starts (gestern: 60) auf dem Plan. Das entspricht zehn Prozent des üblichen Angebots.

    14.40 Uhr: Erste Soforthilfe-Auszahlungen in München

    In München werden die ersten Auszahlungen der „Soforthilfe Corona“ an kleine und mittelständische Unternehmen überwiesen. Unternehmen und Freiberufler mit bis zu 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können die finanzielle Soforthilfe beantragen, wenn sie durch die Corona-Krise in eine existenzbedrohende Schieflage und in Liquiditätsengpässe geraten sind.

    Die ersten Anträge waren bereits kurz nach dem Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vergangene Woche beim Münchner Wirtschaftsreferat angekommen und dort geprüft worden. Neben den Sofortmaßnahmen des Freistaats gibt es auch Hilfen der EU und der Bundesregierung. Außerdem können Betroffene Stundungen und eine Reduzierung der Gewerbesteuervorauszahlung beantragen.

    Der Link zur Soforthilfe: https://www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/News/info-unternehmen-covid-19.html

    13.16 Uhr: Krankenhaus Agatharied sucht Mitarbeiter - "Jeder wird gebraucht"

    Das Krankenhaus Agatharied versucht sich personell für mehr Covid19-Patienten im Haus zu rüsten. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden schon jetzt an ihrer Belastungsgrenze arbeiten. Gesucht werden Ehrenamtliche und Mitarbeiter jeglicher Qualifikation. "Jeder wird gebraucht – wir finden den passenden Einsatzbereich.“, richtet sich Geschäftsführer Michael Kelbel an die Bürgerinnen und Bürger.

    Derzeit wird ein Pool an Mitarbeitern gebildet, der im Bedarfsfall auf Abruf die Belegschaft verstärken kann. Eine Mithilfe ist in jeder Form möglich – ob kleine Einsätze im Ehrenamt, als 450 € -Job oder in Festanstellung in Voll- oder Teilzeit, so das Krankenhaus Agatharied.

    12.45 Uhr: Zahlreiche Einsätze der Münchner Polizei

    In der Nacht von Montag auf Dienstag kam es im Zusammenhang mit der gültigen Allgemeinverfügung zu mehr als 140 Einsätzen der Münchner Polizei. Die Beamten waren außerdem eigeninitiativ unterwegs und kontrollierten die Einhaltung der geltenden diesbezüglichen Regelungen. Dabei kam es insgesamt zu mehr als 5.300 Kontrollen bei denen knapp 200 Verstöße festgestellt wurden. In mehr als 120 Fällen hat die Polizei Anzeigen erstattet.

    Im Landkreis München wurden seit gestern 48 weitere Coronavirus-Infizierte bestätigt. Damit gibt es mittlerweile insgesamt 327 Fälle. Die meisten Corona-Fälle sind in Ismaning (33) und Grünwald (30).

    9.55 Uhr: Dachauer OB appelliert: Lieber bei kleinen Läden kaufen!

    Mit einem eindringlichen Appell wendet sich der Dachauer Oberbürgermeister Florian Hartmann (SPD) und mehrere örtliche Zusammenschlüsse von Einzelhändlern, Unternehmern und Gastronomen an die Öffentlichkeit. Die Bürger werden aufgefordert, derzeit auf "unnötige Anschaffungen bei großen Online-Handelskonzernen" zu verzichten und nach Möglichkeit abzuwarten, bis der örtliche Einzelhandel wieder geöffnet hat, oder sich über Online-Angebote der Dachauer Geschäfte zu informieren. "Damit leisten sie aktive Wirtschaftsförderung vor Ort", heißt es in dem Aufruf. An die Vermieter von Gewerbeimmobilien appellieren die Unterzeichner, bei Mietrückständen nicht zu kündigen, sondern gemeinsam nach Lösungen zu suchen. "Die Zeit nach Corona wird kommen", so die Botschaft: "Wie unsere regionale Einzelhandels- und Gaststättenlandschaft dann aussehen wird, das können wir Dachauerinnen und Dachauer aktiv beeinflussen".

    8.20 Uhr: Rosenheimer Krankenhaus wappnet sich

    Im Ro Med Klinikum Rosenheim sind derzeit fünf Stationen für Corona-Patienten vorgesehen. Ziel ist es, ein ganzes Bettenhaus für Covid-19-Patienten vorzuhalten, teilte die Klinik nun mit. Die vorhandenen Beatmungsplätze würden deutlich erhöht und mittelfristig soll die Anzahl mehr als verdoppelt werden. Wieviele Covid-19-Patienten derzeit behandelt werden, könne nicht mitgeteilt werden, "da sich die Situation schnell ändere", meldet das Klinikum. Die Rosenheimer Klinik habe derzeit ausreichend Mundschutzmasken und Schutzkleidung, aber nach wie vor sei hier ein ressourcenschonender Umgang angezeigt. Im Laufe der Woche wird das Atemmasken-Kontingent erwartet, dass das Ministerium zugesagt hat. Das Krankenhaus bittet Menschen aus dem medizinischen Bereich um Unterstützung. Dabei berichtet der medizinische Direktor Christoph Knothe von einem sehr solidarischen Verhalten der Bevölkerung. Viele würden sich melden um zu helfen - Mediziner, Studenten und auch Nichtmediziner.

    Im Landratsamt Erding melden sich derweil immer mehr Menschen, die helfen wollen - auch im Klinikum. Für "Hilfskräfte mit ärzlicher, medizinischer oder pflegerischer Ausbildung oder Erfahrung" wurde deshalb jetzt eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet: Sie können sich unter freiwillige@klinikum-erding.de melden. Tatsächlicher Personalmangel im Klinikum sei aber nicht der Anlass, wird versichert. Auch sonstige Hilfsbereite und Hilfesuchende sollen möglichst effektiv zusammengebracht werden. Darum kümmert sich im Landratsamt die "Koordinierungsstelle Ehrenamt", bei der sich Freiwillige online (www.landkreis-erding.de/helfen) und telefonisch (08122/581788) melden können. Gesucht werden insbesondere junge Engagierte, "die nicht zu den Risikogruppen gehören", um für mögliche Einsätze in der Nachbarschaft aktiv zu werden. Dazu zählen etwa Einkaufsdienste, das Abholen von Rezepten, Apothekengänge, Gassigehen mit Hunden und ähnliches. Im Landkreis Erding gibt es aktuell (Stand Montagnachmittag) 129 Coronavirus-Infizierte. 20 davon sind seit Sonntagnachmittag dazugekommen. Im Klinikum werden 17 Patienten behandelt, alle werden laut Landratsamt beatmet.

    6.17 Uhr: Nur noch "systemrelevante" Kfz-Zulassungen in Oberbayern

    Seit Montag liegt bei vielen Landratsämtern in Oberbayern die Zulassung für Privatfahrzeuge auf Eis. In Sonderfällen, so hört man beispielsweise aus Miesbach, wären zwar noch Zulassungstermine frei. Die Zulassungsstellen in Traunstein, Ebersberg und München haben dagegen laut ihrer Homepages im Internet bis einschließlich 3. April geschlossen. Grund natürlich: das Coronavirus und dessen Eindämmung. Daher entfallen auch vielerorts bereits vereinbarte Termine.

    Allerdings gibt es Ausnahmen. Wie zum Beispiel die Landkreise Neuburg-Schrobenhausen und Pfaffenhofen an der Ilm melden, gibt es durchaus noch Zulassungen von Autos und Lastwagen. Sie müssen allerdings systemrelevant sein. Das heißt konkret: Fahrzeuge für den Katastrophendienst, Rettungsdienst und die Feuerwehr sowie Wagen für die Krankenversorgung und den Pflegedienst werden auch weiterhin zugelassen. Weitere dringliche und unaufschiebbare Zulassungsanträge sind für die Landwirtschaft, das Transportgewerbe und für Schwerbehinderte möglich, allerdings nur begründet und nach Terminabsprache.

    Montag, 23. März

    17.52 Uhr: 156 Menschen im Landkreis Miesbach positiv auf das Coronavirus getestet

    Die Zahl der Menschen, die im Landkreis Miesbach positiv auf das Coronavirus getestet wurden, ist über das Wochenende stark gestiegen. Wie das Landratsamt mitteilt, sind inzwischen 156 Personen positiv getestet worden. Am vergangenen Freitag waren es 58.

    Der Grund für den starken Anstieg ist nach Angaben des Landratsamtes die gebündelte Übermittlung der Testergebnisse durch verschiedene Labore. "Es gibt keine 'Hotspots' im Landkreis, die den starken Anstieg rechtfertigen würden", heißt es in der Pressemitteilung. Aktuell werden sechs Personen im Landkreis stationär betreut. Vier Personen sind den Angaben zufolge bereits wieder gesundet und können die häusliche Quarantäne verlassen.

    Die Übermittlung der Testergebnisse an die Gesundheitsämter dauere inzwischen teilweise über sieben Tage, so das Landratsamt. Viele Menschen reagierten gegenüber den Mitarbeitern verständnislos und erbost, wenn sie mehrere Tage auf das Testergebnis warten müssen. Angesichts der allgemeinen Anspannung sei das natürlich verständlich. Landrat Wolfgang Rzehak appelliert aber an alle Bürger: "Bitte unterstützen Sie die Mitarbeiter im Gesundheitssektor und verhalten Sie sich kooperativ. Nur gemeinsam werden wir es schaffen, diese Krise zu bewältigen!"

    16.57 Uhr: Münchner Corona-Patient stirbt im Krankenhaus

    In München ist jetzt erstmals ein Corona-Patient gestorben. Es handelt sich um einen 56-jährigen Mann mit Vorerkrankungen, wie die Stadt mitteilt. Er starb im Klinikum Großhadern. Gestern und heute (Stand 13.30 Uhr) wurden in München 274 neue Fälle von Corona-Infizierten bestätigt. Damit sind nun insgesamt 1.316 Infektionen gemeldet.

    16.29 Uhr: Kurzarbeit am Flughafen München

    Ein Zehntel der Belegschaft der Flughafen München GmbH ist bereits in Kurzarbeit. Das hat ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Betroffen ist demnach schon seit einer Woche die Konzerntochter "Eurotrade", die mit 1.000 Mitarbeitern die Läden in den Terminals betreibt. Für die anderen Konzernbereiche "laufen Gespräche mit den Mitarbeitervertretern".

    Insgesamt beschäftigt die Flughafen München GmbH mit ihren Tochter- und Beteiligungsgesellschaften rund 10.000 Mitarbeiter. In Folge der Corona-Pandemie wird der Flugbetrieb derzeit immer weiter eingeschränkt. Am heutigen Montag standen gerade noch 56 Landungen und 60 Starts auf dem Plan. Das entspricht zehn Prozent des üblichen Angebots.

    15.27 Uhr: Handwerkskammer weitet Erreichbarkeitszeiten aus

    Um in der Corona-Krise verstärkt für ihre Mitglieder da zu sein, hat die Handwerkskammer für München und Oberbayern ihre Erreichbarkeitszeiten ausgeweitet. Mitglieder können die Beratungsleistungen nun montags bis donnerstags von 7.30 bis 18.00 Uhr und freitags von 7.30 bis 15.00 Uhr telefonisch, per E-Mail oder online abrufen. Aber auch außerhalb dieser Zeiten und am Wochenende beantworteten die Kammerberater Fragen der Betriebe, heißt es in einer Pressemitteilung.

    Die Berater unterstützen die Mitgliedsbetriebe dabei, das Corona-Soforthilfeprogramm des Freistaats Bayern zu beantragen, helfen bei Liquiditätsplänen und Ertragsvorschauen, damit Bürgschaften beantragt und Darlehenstilgungen ausgesetzt werden können und beraten die Unternehmen bei der Beantragung des Kurzarbeitergeldes.

    "Da die Politik die Situation aber laufend neu bewertet, empfehlen wir unseren Mitgliedern, sich regelmäßig auf der Internetseite der Handwerkskammer unter "http://www.hwk-muenchen.de/corona" wird Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl zitiert. "Wir sind mit den zuständigen Behörden in ständigem Austausch und aktualisieren die Seite, sobald es für unsere Betriebe relevante Neuigkeiten gibt."

    Die meisten handwerklichen Versorger und Dienstleister dürfen auch während der Ausgangsbeschränkungen in Bayern bis auf Weiteres ihrer Geschäftstätigkeit nachgehen. Auch handwerkliche Arbeiten beim Kunden sind laut Handwerkskammer weiterhin möglich.

    14.02 Uhr: Notruf 110 nicht für allgemeine Corona-Anfragen nutzen

    Die Polizei weist einmal mehr darauf hin, dass die Nummer 110 ausschließlich für Notrufe genutzt werden darf. Wie das Polizeipräsidium Oberbayern Süd berichtet, melden sich nach wie vor zahllose Menschen unter der 110 in der Einsatzzentrale, um allgemeine Fragen etwa zur Ausgangsbeschränkung zu stellen. Dadurch seien die Leitungen für echte Notfälle blockiert.

    Für telefonische Anfragen allgemeiner Art steht die Hotline des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit unter der Nummer 09131/6808-5101 oder die Hotline des jeweiligen Landratsamtes zur Verfügung.

    10.05 Uhr: Notklinik in Erding im Gespräch

    Im ehemaligen "Warteraum Asyl" in Erding wird möglicherweise eine Notklinik eingerichtet. Der Landkreis führt entsprechende Gespräche mit dem Bundesinnenministerium. Die Zahl der Corona-Infizierten ist seit Freitag von 70 auf 109 Fälle (Stand Sonntag) angestiegen. Dabei handelt es sich nicht nur um Landkreis-Bürger, sondern auch um Patienten, die vom Flughafen München aus ins Klinikum Erding eingewiesen wurden. Mit Blick auf den Airport komme dem Landkreis besondere Verantwortung zu, betont Landrat Martin Bayerstorfer (CSU). Den "Warteraum Asyl" – auch "Camp Shelterschleife" genannt – hatte das BamF 2015 für ankommenden Flüchtlinge eingerichtet. Laut Bayerstorfer stehen rund 1.000 Betten bereit.

    Unterdessen hat am Samstag an der FOS/BOS Erding die dritte Screeningstelle im Drive-By-Prinzip ihren Betrieb aufgenommen. Heute soll in Taufkirchen/Vils eine weitere Stelle eingerichtet werden. Im Feuerwehr-Servicezentrum wurden am Samstag unter Anleitung eines Apothekers 1.800 Liter Flächendesinfektionsmittel für verschiedene Einrichtungen hergestellt.

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