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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 2. März bis 8. März | BR24

© dpa / Stefano De Grandis

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 2. März bis 8. März

    Die ersten Schulen in Oberbayern schließen, der traditionelle Starkbieranstich auf dem Nockherberg findet wohl nicht wie geplant statt. Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise in Oberbayern im chronologischen Überblick vom 2. bis zum 8. März.

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    Sonntag, 8. März

    Klinik-Mitarbeiterin in Rosenheim positiv auf Coronavirus getestet

    Der Zustand des 80-Jährigen habe sich mittlerweile stabilisiert, heißt es in einer Mitteilung des Landratsamtes Weilheim-Schongau. Die Ärzte führten dies auf die eingesetzten Hochleistungstherapien mit "Virustatika" zurück. Bei den Virustatika handelt es sich um speziell gegen Viren ausgerichtete Medikamente, die etwa bei Ebola oder Aids eingesetzt werden. Die Ärzte würden dabei mit den führenden Arzneimittelherstellern weltweit und universitären Einrichtungen in engem Austausch stehen.

    Laut Landratsamt wurde inzwischen auch die Ehefrau des 80-Jährigen positiv getestet. Bei ihr liege ein leichter Verlauf vor, heißt es von Klinikseite, so dass die Erkrankung in häuslicher Quarantäne behandelt werden könne.

    Zudem wurde das Virus bei einer Klinikmitarbeiterin nachgewiesen. Die Frau ist in der Verwaltung tätig und hat keinen Kontakt zu Patienten. Sie zeige keinerlei Krankheitssymptome und befinde sich ebenfalls in häuslicher Quarantäne, heißt es vom Gesundheitsamt.

    In einem Rosenheimer Klinikum ist ebenfalls eine Mitarbeiterin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Frau arbeite in der Chirurgie der RoMed-Klinik, teilte das Krankenhaus am Sonntagabend mit. Sie befinde sich in häuslicher Quarantäne. Die von ihr behandelten Patienten seien isoliert worden. Auch die engeren Kontaktpersonen der Mitarbeiterin seien in häuslicher Quarantäne.

    Außerdem wurden allgemeinchirurgische Patienten vorsorglich in die RoMed-Kliniken in Bad Aibling, Prien am Chiemsee und Wasserburg am Inn gebracht. In den anderen Fachbereichen würden die Patienten weiter regulär versorgt.

    Samstag, 7. März

    Schulverbot für Schüler, die in Risikogebieten waren

    Bisher war es nur eine Empfehlung - nun ist es ein Muss: Bayerns Schülerinnen und Schüler sowie Besucher von Kindertageseinrichtungen, -pflegestellen oder heilpädagogischen Tagesstätten müssen in der kommenden Woche daheim bleiben, wenn sie in den Faschingsferien oder darüber hinaus in Südtirol oder in einem anderen Corona-Krisengebiet waren. Das hat am Samstag das bayerische Gesundheitsministerium angeordnet.

    Schulen und Kindertageseinrichtungen, an denen bereits ein Coronafall bestätigt wurde, sind ohnehin vorübergehend geschlossen:

    Auch Tutzinger Gymnasium muss schließen

    München hat elf neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 44 Infektionen gemeldet. Am Vortag waren es ebenfalls 11 neue Corona-Infektionen gewesen. Fast die Hälfte der aktuellen Fälle sind auf Südtirol zurückzuführen, das vom Robert Koch-Institut (RKI) neu als Coronavirus-Risikogebiet eingestuft wurde. Unter 233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich (auch am Wochenende) von 8 bis 18 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    Das Gymnasium in Tutzing am Starnberger See hat einen bestätigten Coronafall gemeldet. Eine Schülerin hatte nach Medienberichten die Faschingsferien mit ihrer Familie in Südtirol verbracht. Auch ihr Vater sei infiziert, hieß es. Beide seien isoliert worden, ebenso die Kontaktpersonen, nur der Vater zeige Erkältungssymptome. Die Schule bleibt ab sofort bis einschließlich 16. März geschlossen.

    Kein Unterricht in einigen oberbayerischen Schulen

    In Unterhaching am Lise-Meitner-Gymnasium hatten Schulleitung und Landratsamt München nach einer bestätigten Corona-Infektion eines Kindes angeordnet, den Unterricht zunächst bis Freitag, 6. März, ausfallen zu lassen. Unter Umständen bleibt die Schule auch kommende Woche geschlossen, Informationen sollen im Laufe des Wochenendes folgen.

    Der Unterricht fiel zunächst am Freitag, 6. März, in Karlsfeld bei München an der Fachoberschule aus. Am Sonntag, 8. März, soll über die nächste Woche entschieden werden.

    Im Landkreis Miesbach entfällt der Unterricht an der Privaten Volksschule Holzkirchen GmbH. Die Grundschule und das Gymnasium bleiben bis einschließlich Montag, 9. März geschlossen . Danach werde man weiter entscheiden, sagte eine Mitarbeiterin.

    Auch in der Landeshauptstadt bleiben zwei Schulen, das Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium und das Berufliche Schulzentrum an der Riesstraße geschlossen. Zunächst fällt der Unterricht an beiden Einrichtungen bis einschließlich Mittwoch, 11. März, aus.

    Im Landkreis Freising bleibt ebenfalls eine Schule erst einmal geschlossen: Nachdem ein Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, fällt der Unterricht in der Grundschule Au in der Hallertau aus. Die Regelung gilt vorerst bis einschließlich kommenden Dienstag (10.3.).

    Auch an zwei Kindergärten in der Landeshauptstadt, den Katholischen Kindergärten St. Klara in Zamdorf und St. Rita in Bogenhausen, gibt es laut Stadt seit Donnerstag bestätigte Covid19-Fälle. Die Kindergärten bleiben 14 Tage (bis 20. März) geschlossen, so die Stadt München.

    Ebenso wurde bereits am Donnerstag ein Kindergarten in der Gemeinde Gräfelfing geschlossen. Laut Landratsamt München hat sich im Kindergarten Sunrise ABC ein Kind mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Einrichtung bleibe bis einschließlich 16. März geschlossen, so das Landratsamt.

    Auch zwei Kitas im Landkreis Freising – in Zolling und in Nandlstadt – waren zunächst am 6.3. geschlossen. Weitere Infos sollen noch folgen.

    Die für dieses Wochenende geplante Münzmesse "Numismata" im M.O.C. München wurde abgesagt.

    Freitag, 6. März

    Bürgertelefon in Stadt und Landkreis München

    Auf einer Pressekonferenz liefert Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter aktuelle Zahlen: Demnach haben derzeit 26 Münchner Corona. Rund 100 Personen sind in Quarantäne. Die Stadt München hat eine Hotline für Informationen geschaltet (Tel.: 089/233 447 40) - täglich von 8 bis 18 Uhr außer sonntags. Um weitere Ansteckungen einzudämmen rät die Stadt allen, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben, aber keine Symptome zeigen, trotzdem möglichst zu Hause bleiben und größere Menschenansammlungen zu meiden. Mögliche Erkrankte sollen nicht zum Hausarzt gehen, sondern den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen (Tel.: 116117). Von dort aus würde dann ein Corona-Test organisiert. Trotz steigender Infektionen rät Reiter zur Gelassenheit. Es bestehe kein Grund, Läden leer zu kaufen.

    Im Landkreis München gibt es aktuell fünf Erwachsene und zwei Kinder, bei denen das Corona-Virus nachgewiesen wurde. Zuletzt waren insgesamt nur drei Fälle bekannt gewesen. Derzeit richtet das Landratsamt ein Bürgertelefon ein. Es ist ab kommendem Montag immer montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr unter der Nummer 089/6221-1234 erreichbar.

    Starkbieranstich auf dem Nockherberg findet nicht wie geplant statt

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die traditionelle Starkbierprobe am Nockherberg in München in diesem Jahr nicht wie geplant stattfinden. Das haben die Organisatoren am Freitag bekannt gegeben.

    Unterrichtsausfälle an oberbayerischen Schulen

    Wegen des Verdachts auf Corona-Infektionen fällt an einzelnen Schulen am Freitag (6. März) der Unterricht aus, wie in Unterhaching am Lise-Meitner-Gymnasium und in Karlsfeld bei München an der Fachoberschule. Im Landkreis Miesbach hat die Private Volksschule Holzkirchen GmbH bis einschließlich Montag (9. März) geschlossen. Auch im Landkreis Freising bleibt jetzt eine Schule erst einmal geschlossen: Nachdem ein Schüler positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, fällt der Unterricht in der Grundschule Au aus. Die Regelung gilt vorerst bis kommenden Dienstag.

    In München wird am Wilhelm-Hausenstein-Gymnasium wegen des Coronavirus nicht unterrichtet, genau wie am Beruflichen Schulzentrum an der Riesstraße (bis Mittwoch 11. März). In der Landeshauptstadt kommen noch mindestens drei Kindertagesstätten hinzu, die teils für bis zu 14 Tage den Betrieb einstellen sollen. In Gräfelfing hat der Kindergarten geschlossen.

    Mehr Infektionen im Landkreis Freising

    Im Landkreis Freising gibt es 20 Menschen, die mit dem Coronavirus infiziert sind – das sind drei mehr als zuletzt bekannt. Alle gehören zum selben "Cluster", stehen also in irgendwelchen Beziehungen zueinander beziehungsweise hatten Kontakt. Im Gesundheitsamt spricht man von einem einzigen "Ausbreitungsgeschehen". Unter den Betroffenen ist auch ein viereinhalbjähriges Kind. Die Infizierten sind im Krankenhaus Freising isoliert. 16 Patienten zeigen bisher keine Symptome, wie der ärztliche Direktor Dr. Markus Neumaier im Landratsamt Freising mitteilte. Zwei Kitas – in Zolling und in Nandlstadt – sind geschlossen.

    Diverse Veranstaltungen in Freising wurden vorsichtshalber abgesagt. Die Kulturpreisverleihung am Sonntag soll aber wie geplant stattfinden. Es handle sich dabei um eine Veranstaltung mit geladenen Gästen, und man werde den Saal "locker bestuhlen", sagte Landrat Josef Hauner. Der Vorsitzende des ärztlichen Kreisverbands, Dr. Georg Miedl, wies erneut auf die Bedeutung der "Handhygiene" hin. Daneben sei es derzeit auch "absolut kniggegemäß", sich nicht die Hand zu geben. Dadurch bleibe zudem der Körperabstand größer, was ebenfalls das Infektionsrisiko senke. Miedl sagte weiter, das seien "einfache Dinge, die jeder machen kann“.

    Donnerstag, 5. März

    Neue Corona-Fälle in Oberbayern

    Es gibt weitere Corona-Fälle in Oberbayern. In Unterhaching sei ein Kind, das das Lise-Meitner-Gymnasium besuche, nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, teilte das Landratsamt München mit. Das Gesundheitsamt und die Schulleitung hätten daher entschieden, die Schule am Donnerstag und Freitag zu schließen. Alle Schülerinnen und Schüler sollten demnach zu Hause bleiben.

    In München wurde eine Person eines externen Dienstleisters der HypoVereinsbank am Standort Tucherpark positiv auf den Coronavirus getestet. Als Vorsichtsmaßnahme hat das Unternehmen den Raum, in dem die Person tätig war, umgehend geschlossen. Die relevanten Teile des Gebäudes seien gründlich gereinigt und desinfiziert worden, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

    Darüber hinaus habe man sich mit allen Mitarbeitern, die möglicherweise kürzlich in engem Kontakt mit der Person standen, in Verbindung gesetzt und ihnen geraten, sich 14 Tage lang in Selbstquarantäne zu begeben und den Anweisungen der Gesundheitsbehörden zu folgen. Aus internen Mitarbeiterkreisen ist zu hören, die Person habe sich in den vergangenen Wochen privat in Asien aufgehalten. In den anderen Gebäuden des Areals am Tucherpark würde wie gewohnt weitergearbeitet.

    Im Landkreis Miesbach sind zwei bestätigte Erkrankungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Dabei handelt es sich um einen Familienvater und ein Kind. Die beiden Erkrankten befinden sich im Krankenhaus Agatharied und haben leichte Krankheitssymptome, teilte das Landratsamt Miesbach mit. Beide waren mit einer Reisegemeinschaft aus dem Landkreis Miesbach während der Ferien zum Skifahren in Südtirol.

    Der Coronavirus hat auch den Lankreis Weilheim-Schongau erreicht. Wie das dortige Landratsamt dem Bayerischen Rundfunk bestätigte, gibt es einen Patienten im Krankenhaus Weilheim, der am Coronavirus erkrankt ist.

    Mittwoch, 4. März

    Ermittlung von Kontaktpersonen bei neuen Fällen

    Die bayerischen Gesundheitsbehörden haben fünf weitere Fälle des neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 bestätigt. Die Infektionen seien in den Landkreisen Lindau am Bodensee, Augsburg, Erding und Passau sowie in Nürnberg gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium in München am Mittwoch mit. Mögliche Kontaktpersonen sowie Zusammenhänge zu bislang bekannten Fällen würden ermittelt. Damit meldete das Ministerium am Mittwoch bereits zum dritten Mal innerhalb eines Tages neue Fälle im Freistaat.

    Bislang sind in Bayern damit insgesamt 56 Patienten positiv auf Sars-CoV-2getestet worden. Bei 14 Patienten ist die Erkrankung Covid-19bereits auskuriert, alle sind wieder aus den Krankenhäusern entlassen worden.

    Dienstag, 3. März

    Corona-Fall betrifft die Stadtwerke Freising

    Das Landratsamt Freising meldet fünf neue Fälle. Damit erhöht sich die Zahl der Infizierten im Landkreis Freising auf sieben. Einer der Fälle betrifft die Stadtwerke Freising. Diese stellen den Kundenverkehr nun bis mindestens einschließlich Freitag ein, die Informationsstelle bleibt geschlossen. Arbeiten bei Kunden durch Techniker und Monteure werden verschoben. Der Störungs- und Bereitschaftsdienst sei aber gewährleistet, wird versichert. Bei einem Mitarbeiter war am Wochenende eine Coronavirus-Erkrankung festgestellt worden.

    Montag, 2. März

    Auch ein BMW-Mitarbeiter ist infiziert

    Das Gesundheitsministerium berichtet von drei neuen Fällen in Oberbayern. Zwei wurden aus München gemeldet. Auch BMW in München informiert Behörden und Öffentlichkeit über einen infizierten Mitarbeiter. Ob es sich dabei um einen der bereits bekanntgegebenen Fälle handelt, ist zunächst unklar.

    Kita im Landkreis Freising bleibt geschlossen

    Bei einem neuen Fall aus dem Landkreis Freising handelt es sich um Kontaktpersonen Infizierter. In Zolling (Landkreis Freising) bleibt die Kita "Kleine Strolche" zunächst geschlossen. Der Ehemann einer der Erzieherinnen der Kita ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden.

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