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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 16. bis zum 22. März | BR24

© dpa / Sven Simon

Leerer Flughafen München

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 16. bis zum 22. März

    Die Ausgangsbeschränkungen werden kontrolliert, zahlreiche Grenzübergange werden geschlossen, die Tafeln bekommen zunehmend Probleme. Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise in Oberbayern im chronologischen Überblick vom 16. bis zum 22. März

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    Sonntag, 22. März

    8.26 Uhr: Ausgangsbeschränkungen werden akzeptiert

    Der erste Tag der erweiterten Ausgangsbeschränkungen in Bayern zur Eindämmung der Infektionen mit dem Coronavirus verlief ruhig. Es scheint eine hohe Akzeptanz im Freistaat für die Maßnahmen zu geben. Darin sind sich der überwiegende Teil der Social-Media-Kommentatoren einig und das bestätigt auch die Polizei in Bayern. Für die Beamten der Polizeipräsidien von Franken bis zum Alpenrand war es wohl eine der ruhigsten Nächte überhaupt. Schon am Abend dankte die Polizei allen, die gegenseitig Rücksicht genommen haben und sich vernünftig verhielten. In München wollen Polizei und Feuerwehr auch heute wieder durch die Stadt fahren und mit Lautsprecherdurchsagen auf Deutsch und Englisch auf die Ausgangsbeschränkungen hinweisen.

    Samstag, 21. März

    14.02 Uhr: Mehr als 1.000 Corona-Positive in München

    In München sind derzeit 164 neue Corona-Fälle bestätigt. Damit sind in der bayerischen Landeshauptstadt aktuell insgesamt 1.042 Infektionen gemeldet – im Vergleich zu insgesamt 201 Fällen vor noch einer Woche (14. März). Unter der Telefonnummer 089 / 233 44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet. Auch am Wochenende werden hier zwischen 8 und 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet.

    13.33 Uhr: Mann aus Landkreis Rosenheim stirbt an Corona

    Im Landkreis Rosenheim gibt es den ersten Corona-Todesfall. Das teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Es handelt sich um einen Mann aus dem Landkreis. Mehr Angaben machte das Landratsamt nicht. Insgesamt sei die Zahl der Menschen, die nachweislich mit dem Virus infiziert sind, bis Freitag (Stand: 24 Uhr) auf 212 Personen deutlich gestiegen.

    13.06 Uhr: Neue Corona-Teststation in München

    An der Georgenstraße in der Münchner Maxvorstadt startet eine Drive-/Walk-through-Station, um das Coronavirus zu bekämpfen. Das hier ansässige Tropeninstitut des LMU-Klinikums München organisiert Tests – allerdings rein für medizinisches Personal und Personengruppen wie Polizei und Feuerwehr, denen eine Schlüsselrolle bei der Eindämmung in der Covid-19-Pandemie zukommt. Nur wenn für diese Helfer ausreichend Testkapazitäten zur Verfügung stehen, kann die gesamte Bevölkerung vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus geschützt werden, erläutert die Bayerische Staatsregierung ihren Beschluss.

    11.55 Uhr: Münchner Polizei: "Kontrollieren mit Augenmaß"

    Die Münchner Polizei kontrolliert die Einhaltung der Ausgangssperre mit Fingerspitzengefühl. Das versprach Sprecher Marcus da Gloria Martins in einem Interview mit Bayern 2 am Samstagvormittag. Nach dem jetzigen Konzept der bayerischen Polizei seien keine groß angelegten Straßensperren geplant: "Es wird auch nicht so sein, dass jemand, der unterwegs ist, alle fünf Meter von einem Kollegen von mir angesprochen wird. Wir machen das mit Augenmaß, vor allem natürlich sehr lageorientiert. Sprich: Haben wir Erkenntnisse, dass es größere Fußgängerströme gibt, dann werden wir da sein. Wir wollen die Menschen nicht weiter dadurch belasten, dass sie die Polizei ständig im Nacken haben."

    Die meisten Menschen würden sich sehr kooperativ verhalten, sagt da Gloria Martins. Aber natürlich gäbe es wie immer auch die Unbelehrbaren, denen man klarmachen müsse, dass die Lage zu ernst und die befürchteten Opferzahlen zu hoch seien. Auffallend sei vor allem die Generation 30 und jünger. Sie wüssten gerade nicht so recht, was sie mit ihrer vielen Freizeit anfangen sollten.

    9.35 Uhr: Bei Corona-Fragen nicht Notruf 110 wählen

    Die Polizei Oberbayern-Süd bittet die Bevölkerung, wegen Fragen zu Corona nicht den Notruf 110 zu wählen. Diese Nummer sei ausschließlich Notfällen vorbehalten. Nach der Veröffentlichung der vorläufigen Ausgangsbeschränkungen hatten sich viele Menschen unter der 110 in der Einsatzzentrale gemeldet. Dabei wurden meist allgemeine Fragen zum Coronavirus oder zur Auslegung der verfügten Ausgangsbeschränkungen gestellt.

    8.21 Uhr: Meridian, BOB und BRB verringern ihr Zug-Angebot

    Die Bayerische Oberlandbahn und Bayerische Regiobahn werden ab Mittwoch, 25. März, ihre Zug-Angebote verkleinern. Der Grund: Der ÖPNV sei von großer Bedeutung, um wichtige gesellschaftliche Funktionen aufrecht zu erhalten. Um dies weiterhin gewährleisten zu können, würden schon jetzt Mitarbeiter im täglichen Dienst reduziert. Viele Lokführer, die zur Risikogruppe gehörten, seien freigestellt. Auf allen Strecken von Meridian, BOB und BRB (Augsburg–Schongau, Augsburg–Ingolstadt–Eichstätt, Augsburg/München–Füssen, Augsburg–Landsberg) wird das Zug-Angebot mindestens bis zum 19. April auf stündliche Angebote reduziert.

    Besonderheiten: Bei Meridian ist der grenzüberschreitende Verkehr auf den Strecken München–Rosenheim–Salzburg/Kufstein unterbrochen. Meridian-Züge enden und wenden in Freilassing oder Kiefersfelden. Ab Mittwoch, 25. März, wird der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Freilassing und Salzburg wieder aufgenommen, da mit der Polizei Lösungen zur Durchführung von Grenzkontrollen gefunden wurden. Der grenzüberschreitende Verkehr zwischen Kiefersfelden und Kufstein (Tirol) bleibt ausgesetzt. Zudem fallen die Pendelfahrten zwischen München und Deisenhofen aus. Bei der BRB (Augsburg–Schongau und Augsburg–Ingolstadt–Eichstätt) fahren die Züge bereits seit 18. März im Stundentakt.

    6.55 Uhr: Münchner Arzt: Auch Jüngere auf Intensivstation

    Auf den Intensivstationen werden immer öfter junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das habe sich in Italien gezeigt - und "das ist ein Bild, das sich auch in Deutschland ergibt", sagte der Chefarzt Clemens Wendtner von der Klinik für Infektiologie in der München-Klinik Schwabing. "Die jüngsten symptomatischen Covid-19-Patienten waren demnach Anfang 20 Jahre alt. Insgesamt sehen wir das ganze demografische Altersspektrum, egal ob auf Normalstation oder Intensivstation."

    Auch ein junger Patient sei nicht gefeit davor, einen schweren Verlauf zu haben. Die Weltgesundheitsorganisation WHO appellierte an junge Menschen, sich an die strengen Ausgangsbeschränkungen zu halten. "Ich habe eine Botschaft für junge Leute", sagte WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus: "Ihr seid nicht unbesiegbar!"

    Freitag, 20. März

    20.24 Uhr: Münchner Wirte schreiben Brandbrief an OB Reiter

    Die Münchner Gastronomen haben in einem Brandbrief an Münchens OB Dieter Reiter (SPD), der dem BR vorliegt, massive Unterstützungsmaßnahmen gefordert. So verlangen sie konkret die „sofortige und 100-prozentige Kostenübernahme aller Bruttogehälter (Vollzeit und Teilzeit)“, die „Fortzahlungen aller ausgefallenen Arbeitsstunden“, „Steuernachlässe anstelle von Stundungen und Aufschiebungen“, die „Aussetzung der Insolvenzantragspflicht bis zum 01.03.2021“, „Rechtlichen Schutz vor Vollstreckungsmaßnahmen aufgrund von Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Leasing- und Kreditverträge)“ und „erleichterte Kreditbedingungen“. Andernfalls, so die Unterzeichner, drohten flächendeckende Insolvenzen. Jetzt verlorene Einnahmen könnten schließlich nicht in der Zukunft wieder eingeholt werden. Daher würde die Bereitstellung von Überbrückungskrediten nur „für einen Aufschub der Probleme (und) nicht für Lösungen“ sorgen. Im Gegenzug bieten die Gastronomen beispielsweise an, einen Lieferdienst für Risikogruppen zu organisieren oder an der Grundversorgung der Bevölkerung mit To-Go-Mahlzeiten mitzuwirken.

    19.01 Uhr: Ein Corona-Toter im Landkreis Starnberg

    In Bayern sind fünf weitere Menschen gestorben, die mit dem neuartigen Coronavirus infiziert waren. Es handelt sich um vier Todesfälle aus Würzburg und einen aus dem Landkreis Starnberg, wie das Gesundheitsministerium in München mitteilte. Damit gibt es in Bayern derzeit insgesamt 20 Coronavirus-Todesfälle.

    17.06 Uhr: Münchner Polizei im Einsatz gegen Corona-Verstöße

    Über 370 Polizeibeamte hatten zwischen dem 19.03., 06.00 Uhr und dem 20.03.2020, 06.00 Uhr Einsätze wegen der Allgemeinverfügung gegen die Ausbreitung für Corona. Schwerpunkte dieser Einsätze waren Überprüfungen von gastronomischen Betrieben, Ladengeschäften sowie Einrichtungen und Veranstaltungen, teilt die Polizei mit. Über 2.900 Überprüfungen wurden in dem Zeitraum durchgeführt. Dabei wurden über 500 Verstöße festgestellt. In vielen Fällen hatten die angetroffenen Personen Verständnis für die aktuelle Problematik und befolgten die Anweisungen der Polizei. In 37 Fällen mussten Verantwortliche wegen Verstößen angezeigt werden., so die Polizei.

    Mehrere Personen hielten sich am 19.03.2020 gegen 20.50 Uhr unterhalb der Thalkirchner Brücke auf, wobei sie Musik hörten, alkoholische Getränke konsumierten und dabei keinen Mindestabstand von 1,5 Meter einhielten. Sie wurden von den Einsatzkräften aufgefordert die Bestimmungen einzuhalten. Zwei Personen mit Wohnsitzen in München (22 und 23 Jahre alt) waren sehr uneinsichtig. Der 22-Jährige hustete und spukte zudem in Richtung der Beamten. Dazu behauptete er, mit dem Coronavirus infiziert zu sein. Beide Tatverdächtige wurden nach dem Infektionsschutzgesetz angezeigt.

    16.06 Uhr: Spediteure: Keine Lieferengpässe auf Italienrouten

    Der Warenverkehr zwischen Bayern und Italien läuft trotz der Ausgangssperre in Tirol weiter ohne Probleme. Trotz Polizeikontrollen am Grenzübergang Mittenwald-Scharnitz können bayerische Spediteure alle offenen Grenzübergänge ungehindert benutzen. Polizisten auf beiden Seiten der Grenze kontrollieren die Ein- und Ausreisenden. Die deutsche Bundespolizei befragt die zahlreichen Lastwagenfahrer nach gesundheitlichen Auffälligkeiten – und ob sie Kontakt zu infizierten Menschen in Italien gehabt hätten. Fernfahrer Peter Buchwieser aus Garmisch-Partenkirchen sagte dem BR, dass die Situation im Epizentrum in der Lombardei zum Teil bedrückend sei. Der Kontakt mit dortigen Firmen wird auf ein Minimum reduziert, Papiere werden mit Gummihandschuhen ausgetauscht, das Fahrerhaus wird nur für den Gang zur Toilette verlassen. Es gibt keine Einschränkungen auf der Straße, bestätigt Firmenchef Georg Wittwer in der Spedition in Eschenlohe. Die Transportsysteme sind ausgelastet. Zwischen Sizilien und England hat das Unternehmen über 180 Vierzigtonner auf der Straße. Nudeln, Reis und Rotwein kommen aus Italien. Getreide aus Bayern geht täglich tonnenweise zur Weiterverarbeitung in den Süden. Die Versorgung funktioniert dank dem Einsatz der Brummi-Fahrer, die täglich neu mit Desinfektionsspray, Handschuhen und Mundschutz ausgestattet werden. Der Bundesverband Güterkraftverkehr, Logistik und Entsorgung ünterstützt die Bemühungen für "Green Lanes" an den Grenzen. LKW sollen hier eine eigene Fahrspur zur schnelleren Abfertigung bekommen.

    16.01 Uhr: Grüne Rosenheim beenden Wahlkampf um Stichwahl

    Die Grünen Rosenheim beenden den Wahlkampf für die Stichwahl um das Amt des Oberbürgermeisters. "Jetzt ist nicht die Zeit für Wahlkampf. Jetzt ist die Zeit zusammenzustehen", schreibt der Grünen-Kandidat Franz Opperer in einem offenen Brief an die Bürger. Die Inhalte und seine Themen seien jederzeit online nachzulesen. Er wolle nun mehr keinen Kampf um Bürgerstimmen führen, sondern Kräfte bündeln für die Geschlossenheit im Umgang mit der Corona-Krise und für den Zusammenhalt der Stadtgesellschaft. Auch Rosenheim werde von den Maßnahmen mit voller Wucht getroffen. Deswegen appelliert der Grünen-Kandidat u.a. an die Bürger, daheim zu bleiben und bei geplantem Konsum und Investitionen auf eine Beruhigung der Lage zu warten und dann die Waren bei Rosenheimer Händlern zu erwerben. "Der Handel und das Gewerbe der Stadt brauchen, wenn alles vorbei ist, jeden Euro und unser aller Solidarität.", so Opperer, der trotz allem deutlich macht, sich mit aller Kraft für die Stadt einsetzen zu wollen.

    15.59 Uhr: Flughafen München schränkt Betrieb weiter ein

    Am Flughafen München wird das Satellitengebäude des Terminals 2 ab Dienstag nicht mehr für den Passagierverkehr genutzt. Damit reagieren die Airport-Betreiber auf die erheblichen Verkehrsrückgänge infolge der weltweiten Reisebeschränkungen. Alle Starts und Landungen werden dann erst einmal direkt über das Terminal 2 abgewickelt. Auch im Terminal 1 werden die Ressourcen gebündelt: Dort gibt es seit heute nur noch eine zentrale Passagier- und Handgepäckkontrolle für alle Gates. Ab Montag werden zudem sämtliche Abfertigungsprozesse im Modul A eingestellt und auf andere Bereiche verlagert. Die Zahlen am Flughafen gehen seit Ausbruch der Pandemie kontinuierlich nach unten: Heute waren es - wie schon gestern - nur 350 Starts und Landungen. Im regulären Betrieb sind es etwa 1.000 am Tag.

    15.55 Uhr: Schutzschirm für Einrichtungen der Behindertenhilfe

    Der Bezirk Oberbayern hat mit den Trägern der Einrichtungen und Dienste der Behindertenhilfe "großzügige Vereinbarungen" getroffen, um die Corona-Krise finanziell zu überbrücken. Das teilte der Bezirk in einer Pressemitteilung mit. "Wir spannen einen Schutzschirm über unseren Partnern auf, sagte Bezirkstagspräsident Josef Mederer. Keine Einrichtung dürfe jetzt in existentielle Nöte geraten, so Mederer. Damit seien nun die Weichen gestellt, "dass jetzt niemand seinen Job verliert und nach dieser Ausnahmesituation alle in der gewohnten und bewährten Weise weiterarbeiten können. Wir werden weiterhin schnell, entschlossen und verantwortungsbewusst handeln, um die Ansteckung mit dem Corona-Virus einzudämmen. Dafür setzen wir im Bezirk Oberbayern all unsere Energien und Ressourcen ein.“

    Gemäß einer Verordnung des Bayerischen Gesundheitsministeriums wurden alle Werk- und Förderstätten für Menschen mit Behinderungen vorerst bis zum 19. April geschlossen. Die Einschränkungen gelten auch für Kindertagesstätten und weitere Einrichtungen der Behindertenhilfe. Auch viele Beratungsstellen wie die Sozialpsychiatrischen Dienste und Suchtberatungen können nicht mehr wie gewohnt arbeiten. Hier werden vielfach vor Ort alternative Beratungsmöglichkeiten etwa per Telefon oder E-Mail ausprobiert und angeboten. Die Leitstelle des Krisendienstes Psychiatrie sei wie gewohnt unter 0180 / 655 3000 erreichbar.

    "Durch diese Krise geraten viele Menschen in seelische Extremsituationen. Beim Krisendienst haben sie hochkompetente Ansprechpersonen, um über ihre Sorgen und Ängste zu sprechen." Bezirkstagspräsident Josef Mederer

    Im laufenden Jahr finanziert der Bezirk Leistungen für Menschen mit Behinderungen in Höhe von 1,15 Milliarden Euro. Beratungsstellen wie Sozialpsychiatrische Dienste, Suchtberatungsstellen und Offene Behindertenarbeit werden mit rund 90 Millionen Euro gefördert.

    13.00 Uhr: 202 neue Corona-Infektionen in München

    Die Landeshauptstadt München bestätigt 202 neue Fälle von Coronavirus-Infektionen. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 878 Infektionen gemeldet. Am Freitag vergangener Woche (13.3.) waren es noch 39 neue bestätigte Corona-Infektionen gewesen (gesamt 149). Unter 089-233-44740 hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, das auch am Wochenende von 8 bis 20 Uhr Fragen zum Coronavirus beantwortet. Aktuelle Informationen gibt es auch im Internet unter muenchen.de/corona.

    12.25 Uhr: Handwerksbetriebe sollen Schutzmasken an Pflegeeinrichtungen abgeben

    Die Vereinigung der Pflegenden in Bayern hat Handwerksbetriebe aufgerufen, Schutzmasken an Pflegeeinrichtungen und Pflegedienste abzugeben. Der Präsident der Pflegevereinigung, Georg Sigl-Lehner, sagte, Altenheime und ambulante Betreuungsdienste hätten derzeit oft große Schwierigkeiten, Schutzmasken zu kaufen. Wenn die Zahl der Corona-Infektionen weiter ansteigt, seien solche Masken aber dringend nötig. Deswegen hat der Verband, der als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Interessen der Pflegeberufe vertritt, einen Aufruf an Handwerksbetriebe wie Schreinereien, Trockenbauer oder Lackierer gestartet, ihre Bestände zu prüfen, und Schutzmasken, die sie selbst nicht dringend brauchen, an Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste in ihrer Region abzugeben. Ein Sprecher des Landes-Gesundheitsamtes sagte, der Aufruf sei „grundsätzlich sehr gut“. Wichtig sei es allerdings, dass die Handwerksbetriebe möglichst Masken weitergeben, die ein Schutzniveau erfüllen, wie es auch in der Medizin üblich ist, den sogenannten "FFP-Standard" der Stufen 2 und 3. Die Handwerksbetriebe sollten den Pflegeeinrichtungen entsprechende Informationen geben, empfiehlt das Landes-Gesundheitsamt.

    12.09 Uhr: Produktion von Atemmasken in Bayern startet

    Die Staatsregierung will den Mangel an Atemschutzmasken in der Corona-Krise mit Hilfe heimischer Produktion überwinden. Die Staatsregierung hat an mehrere Firmen Aufträge vergeben, ab sofort sollen etwa 10.000 Masken pro Tag hergestellt und ausgeliefert werden. Vorrangig gehen diese zuerst an Krankenhäuser und Arztpraxen. "Die Kapazität soll so schnell wie möglich erhöht werden", sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) am Freitag in München.

    Hergestellt werden laut Ministerium sowohl Einweg- als auch mehrfach verwendbare Masken. Jede wiederverwendbare Maske kann demnach etwa 50 Mal benutzt werden. "Wir können mit der eigenen Produktion den Schutz des medizinischen und pflegerischen Personals deutlich verbessern, das in diesen Tagen ein besonderes Risiko für eine Corona-Infektion trägt", sagte Aiwanger.

    11.21 Uhr: Tafeln in Oberbayern müssen schließen

    Die Coronakrise trifft besonders auch ärmere Menschen. In Oberbayern mussten bereits Tafeln schließen, denn oftmals kann weder der Schutz der Bedürftigen noch der Ehrenamtlichen gewährleistet werden, da viele Helfer im Seniorenalter sind. Zuletzt blieben zudem immer mehr Lebensmittelspenden von Supermärkten aus. In Oberbayern sind die "Tafeln" etwa in folgenden Städten und Gemeinden vorerst geschlossen: Burghausen, Bad Reichenhall, Berchtesgaden, Freilassing, Laufen, Teisendorf, Traunreut (ab Montag), Kolbermoor (vorerst bis nächsten Mittwoch), Landsberg, Dießen, Freising, Herrsching, Dachau, Bad Tölz, Pfaffenhofen, Marquartstein (Berechtigte bekommen Lebensmittelgutscheine, die sie in lokalen Geschäften einlösen können), Moosburg, Dorfen, Ebersberg, Markt Schwaben, Grafing, Zorneding, Kirchseeon, Germering, Olching, Starnberg, Gauting, Gilching und Herrsching. Noch offen sind z.B. die "Tafeln" in Mühldorf, Rosenheim (es dürfen allerdings immer nur 2-3 Leute in den Laden und an die Theke), Traunstein, Trostberg, München, Geretsried / Wolfratshausen, Raubling. Die "Tafeln" in Lenggries, Loisach und Weilheim verteilen Lebensmittel nur noch im Freien. Trotz der Schließungen erleben viele "Tafeln" gerade eine unglaubliche Solidarität. Menschen rufen an und bieten Spenden oder ihre Mitarbeit an. Auch Vereine wollen spenden und Lebensmittelunternehmen schicken Lieferungen. In Rosenheim etwa hat eine Molkerei eine ganze Palette Mozarella bereitgestellt. Schöne Nachrichten gibt es auch aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen: Bei den "Tafeln" Murnau, Oberammergau und Mittenwald startet die Ausgabe dank zahlreicher Geldspenden wieder. Es haben sich auch freiwillige jüngere Helfer gemeldet, die Ausgabe erfolgt mit fertiggepackten Carepaketen.

    10.46 Uhr: BR legt Hörfunkprogramme zusammen

    Wegen des Coronavirus legt der Bayerische Rundfunk die beiden Hörfunkprogramme B5 aktuell und Bayern 2 überwiegend zusammen. Von Montag an senden die beiden Wellen unter dem Namen "Informationen, Hintergrund und Gespräche – das gemeinsame Programm von B5 aktuell und Bayern 2", teilte der BR am Freitag in München mit.

    Der Grund für die Maßnahme seien erste Corona-Fälle innerhalb des BR und damit verbundene Quarantänemaßnahmen. "Sobald die personellen Engpässe sich entspannt haben, werden beide Wellen wieder getrennt senden", so der öffentlich-rechtliche Sender. Den Angaben zufolge arbeiten im gesamten BR so viele Mitarbeiter wie möglich im Home-Office.

    Die Nachrichten werden zunächst am Morgen im Viertelstunden-Takt und tagsüber jede halbe Stunde gesendet. Vorerst sollen die Nachrichten laut BR nur noch bis zehn Uhr getrennt in den einzelnen Hörfunkwellen zu hören sein. Danach werden zwei zentrale Nachrichtenformate gesendet: eines für B5 aktuell, Bayern 2 und BR-Klassik und ein zweites für die Massenwellen Bayern 1 und Bayern 3.

    10.30 Uhr: Siemens Energy soll trotz Pandemie pünktlich an Börse

    Siemens will sein Energiegeschäft trotz des überraschenden Chefwechsels und der Corona-Krise nach dem bisherigen Zeitplan an die Börse bringen. Das teilte der scheidende Konzernchef Joe Kaeser am Freitag in München mit. Er gehe davon aus, dass man die dafür wichtige Hauptversammlung am 9. Juli abhalten könne. Dazu, was passiert, falls die Hauptversammlung wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden kann, äußerte sich Siemens nicht. Diese Frage stelle sich im Moment nicht, sagte ein Sprecher.

    Die Corona-Krise trifft auch Siemens. Man sei robust, aber sie werde nicht spurlos am Unternehmen vorübergehen, sagte Kaeser. Stand Donnerstag gebe es im Konzern 57 Corona-Fälle, 41 davon in Deutschland. Mit Ausnahme von zwei kleineren Werken liefen die Fabriken des Konzerns aber. Zudem sei man in China wieder auf 95 Prozent des Levels, den man vor Ausbruch der Krise gehabt habe.

    10.18 Uhr: "Digital-Gala" für Computerspielpreis

    Der Deutsche Computerspielpreis soll in diesem Jahr in München in einer "Digital-Gala" verliehen werden. Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus fällt die geplante Verleihung im Löwenbräukeller am 27. April aus.

    Die Preisträger sollen stattdessen an diesem Tag via Online-Stream gekürt werden. "Dabei soll die Community stärker denn je eingebunden werden", hieß es in einer Mitteilung.

    Der Deutsche Computerspielpreis 2020 wird von der Bundesregierung - vertreten durch Digitalministerin Dorothee Bär (CSU) - und dem Verband der deutschen Games-Branche in 15 Preiskategorien vergeben. Er ist mit insgesamt 590.000 Euro dotiert.

    10.05 Uhr: Zentrale Sicherheitskontrolle am Flughafen München

    Am Flughafen München gibt es im Terminal 1 ab heute nur noch eine zentrale Sicherheitskontrolle für alle Gates. Es ist eine Reaktion auf die zurückgehende Zahl von Flügen. Auch heute sind es nur 350 Starts und Landungen - etwa genau so viele wie gestern. Im regulären Betrieb wären es etwa 1.000.

    9.53 Uhr: Tropenstation errichtet Teststation bei Münchner Siegestor

    In der Nähe des Siegestors - Ecke Leopold-/Georgenstraße baut das dortige Tropeninstitut derzeit eine Corona-Teststation für medizinisches Personal auf. Das hat die Stadt München bestätigt. Die Station soll nächste Woche in Betrieb gehen. Passanten hatten vermutet, dass die Absperrungen bereits zu Vorbereitungen für eine mögliche Ausgangssperre gehören könnte.

    8.57 Uhr: Virus "glättet auch die Eisbachwelle" in München

    "Der Coronavirus glättet auch die Eisbachwelle" - das teilt das Münchner Gesundheitsreferat jetzt mit. Es hat eine Absenkung des Bachs veranlasst, und damit kann die Welle nicht mehr zum Surfen genutzt werden. So soll vermieden werden, dass sich dort weiter zahlreiche Zuschauer treffen. Zugleich appelliert Gesundheitsreferentin Stephanie Jacobs nochmals an alle Münchnerinnen und Münchner, Menschenansammlungen zu vermeiden, um so einer weiteren Verbreitung des Coronavirus zu begegnen.

    8.51 Uhr: Liste mit offenen Grenzübergängen nach Österreich

    In Oberbayern sollen bis auf Weiteres 15 Grenzübergänge nach Österreich geöffnet bleiben. Im Bereich der Bundespolizeiinspektion Rosenheim sind dies die Grenzübergange: Oberaudorf (BY), an der A93, in Griesen Ehrwald (Bahn), in Achenpass (BY), an der B11 zwischen Mittenwald und Scharnitz, auf der Bahnstrecke Rosenheim - Kufstein.

    Im Bereich der Bundespolizeiinspektion Freilassing: Grenzübergang in Burghausen (BY), an der B304 Saalbrücke, an der A8, in Reit im Winkl, Winkelmoosalm, Melleck / Steinpass (BY), Marktschellenberg, an den Bahnhöfen Salzburg und Freilassing.

    Alle anderen Übergänge in den Bereichen der Bundespolizeiinspektionen in Rosenheim und Freilassing sind bereits geschlossen oder werden sukzessive geschossen. Die Bundespolizei bittet die Reisenden um Verständnis und Ausweisdokumente bzw. ggf. eine Pendlerbescheinigung.

    8.50 Uhr: Vorbereitungen für Wiesn laufen weiter

    Während zahlreiche Veranstaltungen und Konzerte wegen des Coronavirus abgesagt werden, laufen die Vorbereitungen für das Münchner Oktoberfest vorerst weiter. Die Entscheidung darüber, ob die Wiesn abgesagt wird, soll erst in ein paar Monaten fallen, heißt es in der "tz" am Freitag. "Ich kann nicht sagen, ob es Mai oder Juni wird", sagte Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU). "Ich gehe aber weiter davon aus, dass die Wiesn stattfinden wird."

    Dementsprechend laufen die Vorbereitungen laut Wirtesprecher Christian Schottenhamel "ganz normal weiter". Fast alle Tische seien schon vergeben und bisher gebe es kaum Stornierungen.

    Das Oktoberfest soll dieses Jahr am 19. September beginnen und bis zum 4. Oktober dauern. Es ist das größte Volksfest der Welt und lockt alljährlich während der zwei Festwochen rund sechs Millionen Besucher an.

    7.40 Uhr Erdinger OB verbietet Tische vor Innenstadt-Lokalen

    Weil speziell vor einem Café besonders viele Gäste saßen, hat der Erdinger Oberbürgermeister Max Gotz ein Machtwort gesprochen: Er hat allen Gaststätten in der Innenstadt erst einmal die Genehmigung entzogen, öffentliche Flächen im Außenbereich zu nutzen. Eine so hohe Zahl von Gästen wie am Mittwochmittag sei "in Zeiten der Corona-Krise unverantwortlich und läuft allen derzeit geltenden Regelungen zuwider", betont Gotz. Zugleich appellierte er erneut an die Bevölkerung, sich "der Krise angemessen" zu verhalten und "jeden möglichen Beitrag zu leisten, um eine Verbreitung des Virus zu verlangsamen".

    7.59 Uhr: Garchinger Fußballer starten Einkaufsservice

    Das Training fällt derzeit wegen Corona auch für die Fußballer des VfR Garching aus, und die Zeit wollen sie nun sinnvoll nützen: Die Abteilung startet am Freitag gemeinsam mit der Stadt einen Einkaufsservice. Damit soll speziell Älteren, Menschen mit Vorerkrankungen und Bürgern in Quarantäne geholfen werden. Die Stadt hat eine Hotline eingerichtet, die ab sofort montags bis freitags (Tel. 089/32089460) und samstags (089/3207887) jeweils von 8.30 bis 12.30 Uhr erreichbar ist. Die Fußballer gehen dann einkaufen und übernehmen den Lieferservice nach Hause. Kurz vor der Auslieferung rufen sie an, so dass die jeweiligen Auftraggeber das Geld und einen Behälter für die Waren vor die Tür legen können. Auch Postgänge werden auf Wunsch erledigt.

    5.45 Uhr: Ambulante Pflegedienste am Limit

    Das neuartige Coronavirus stellt die ambulanten Pflegedienste in Bayern vor große Schwierigkeiten. Die Menschen, die sie versorgen, sind meist alt und krank und laufen so Gefahr, an schweren Verläufen des Virus zu erkranken. Die Pflegedienste beschwichtigen – man lasse niemanden im Stich. Mit erhöhten Hygienevorkehrungen geht der Service uneingeschränkt weiter – noch. Denn Handschuhe und Desinfektionsmittel werden langsam knapp. "Wir sind an der Grenze unserer Kapazitäten", sagt Armin Heil, Leiter eines ambulanten Pflegedienstes in Tutzing. Unter strengen Hygieneregeln seien seine Mitarbeiter weiterhin rund um die Uhr im Einsatz, um alten und kranken Menschen auch während der Corona-Krise unverzichtbare Unterstützung zu Hause zu bieten - ob beim Essen, Waschen oder vielen anderen täglichen Aktivitäten.

    5.01 Uhr: Eröffnung von Ben-Haim-Forschungszentrum verschoben

    Wegen der Ausbreitung des Coronavirus wird die für Ende März geplante Eröffnung des Ben-Haim-Forschungszentrums in München verschoben. Sie werde nicht mehr im Sommersemester 2020, das bis Ende September läuft, erfolgen können, hieß es in einer Mitteilung von Freitagmorgen. Die Hochschule für Musik und Theater München, zu der das Forschungszentrum gehört, verlegte zudem den Unterrichtsbeginn an der Hochschule auf den 20. April.

    Das Ben-Haim-Forschungszentrum soll das jüdische Musikleben im süddeutschen Raum erforschen. Ein Schwerpunkt sollen Biografien und Werke jüdischer Musiker und Komponisten während des Nationalsozialismus sein.

    Donnerstag, 19. März

    20.19 Uhr: Prozess trotz Corona? Münchner Anwälte scheitern in Karlsruhe

    Zwei Strafrechtler wollten den Stopp zweier Prozesse wegen der Ausbreitung des Coronavirus erzwingen - beim Bundesverfassungsgericht sind die beiden erst einmal gescheitert. Es wies am Donnerstagabend den Eilantrag der Anwälte ab, wie der Gerichtssprecher der Deutschen Presse-Agentur in Karlsruhe sagte. Die Kläger hätten sich zunächst auf niedrigerer Ebene rechtlich zur Wehr setzen müssen. Außerdem lasse der Antrag eine argumentative Auseinandersetzung mit der Ursprungsentscheidung vermissen.

    Der Eilantrag war erst am Donnerstag eingereicht worden. Rechtsanwalt Adam Ahmed sagte vor der Entscheidung in München: "Es geht um die Ansteckungsgefahr und die Übertragungsgefahr für jeden Prozessbeteiligten." Erforderlich sei eine grundsätzliche Aussage. "Man muss mal eine gewisse Linie reinbringen: Die einen Gerichte machen es so, die anderen so."

    Ahmed kritisierte, neue Prozesse würden inzwischen zwar häufiger abgesagt, laufende aber nicht. "Inkonsequenter kann die Justiz sich dieser Tage nicht darstellen." Konkret geht es Ahmed und einem Kanzleikollegen um zwei Münchner Strafprozesse. Einer davon soll am Freitag, der andere am Montag fortgesetzt werden.

    Das Bundesjustizministerium arbeitet bereits an einer Regelung, die es Gerichten gestattet, laufende Strafprozesse länger als bisher erlaubt zu unterbrechen. Die Pause soll maximal drei Monate und zehn Tage dauern dürfen. Die Entscheidung, ob die Aussetzung einer Verhandlung angebracht ist, sollen die Gerichte unabhängig treffen.

    16.42 Uhr: Zehn Corona-Teststationen im Lkr. München

    Innerhalb von sechs Tagen wurden im Landkreis München zehn Corona-Teststationen in Betrieb genommen. Sie befinden sich in Hohenbrunn, Grünwald, Haar, Ismaning, Kirchheim, Oberhaching, Sauerlach, Unterföhring, Unterhaching und Unterschleißheim. Weitere sind laut Landratsamt bereits in Planung. Die Stationen wurden meist als Drive-In- und Walk-In-Stationen realisiert. Die Tester arbeiten entweder in bestehenden Gebäuden, auf Parkplätzen oder in bereitgestellten Zelten. Wegen der hohen Nachfrage wurde auch der Bürgertelefon-Service ausgeweitet. Ab sofort man jeden Tag zwischen acht und 18 Uhr unter 089/6221-1234 anrufen. Momentan gehen an einem durchschnittlichen Tag rund 500 Anrufe ein. Dabei geht es neben der Frage nach Ansteckungsmöglichkeiten, zurückliegenden Reisen in Risikogebiete und den Kriterien für einen Corona-Test auch um Fragen nach Unterstützungsmöglichkeiten für geschlossene Betriebe.

    16.35 Uhr: Vier bestätigte Corona-Fälle bei der Münchner Polizei

    Bei der Münchner Polizei gibt es vier bestätigte Corona-Fälle. Diese Zahl nannte Präsidiumssprecher Marcus da Gloria Martins bei einer Telekonferenzschalte für die Medien. Die Zahl der sich deshalb in Quarantäne befindlichen Kontaktpersonen bemesse sich im unteren zweistelligen Bereich, so Martins. Beim Polizeipräsidium München sind rund 6.000 Beamte und 800 Angestellte beschäftigt.

    16.04 Uhr: "Parkplätze" für Flugzeuge im Erdinger Moos werden rar

    Am Münchner Flughafen wird es immer enger: Weil der Flugplan wegen Corona so ausgedünnt ist, stehen mittlerweile 130 Maschinen am Boden. An normalen Tagen sind es nach Auskunft eines Sprechers maximal 95. Trotzdem habe man noch etwas freie Kapazität, zumal auch auf den Flächen der allgemeinen Luftfahrt noch Platz zur Verfügung stehe. Während in Frankfurt mittlerweile eine ganze Landebahn zum "Parkplatz" umfunktioniert wurde, ist davon in München noch keine Rede: "Das haben wir nicht vor", sagte der Sprecher dem Bayerischen Rundfunk. Heute wurden im Erdinger Moos nur 350 Starts und Landungen abgewickelt. An einem regulären Tag sind es um die 1.000.

    11.44 Uhr: Münchens OB Reiter ruft Münchner zum Daheimbleiben auf

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Münchner per Audiobotschaft dazu aufgerufen, zuhause zu bleiben. Persönliche Zuneigung, persönliche Rücksicht zeige man in Zeiten der Corona-Krise nicht durch enges Zusammenrücken, sondern durch Distanz, so Reiter. Spielplätze, Isar, Parks sollten wirklich nicht mehr zum Feiern oder für Treffen größerer Gruppen genutzt werden, bat er eindringlich. Ein solches Verhalten sei "absolut unverantwortlich". Dringend notwendig seien jetzt Respekt und Rücksichtnahme: "Bleiben Sie wenn irgend möglich zuhause!", so der Oberbürgermeister.

    10.59 Uhr: 136 bestätigte Corona-Fälle im Landkreis Freising

    Im Landkreis Freising wurde bereits Ende Februar der erste Fall gemeldet – der Mann hatte sich offenbar wie so viele beim Karneval im Kreis Heinsberg in Nordrhein-Westfalen infiziert und – bevor er das wusste - den Virus daheim auf rund 20 andere übertragen. Ein Teil ist vermutlich schon wieder gesund, taucht aber noch in der Statistik auf. 136 Fälle heißt also nicht, dass es aktuell tatsächlich 136 Corona-Kranke im Landkreis Freising gibt. In Zolling wird am Nachmittag übrigens eine Corona-"Teststelle" für Kontaktpersonen von Infizierten eingerichtet. Die Betroffenen werden vom Gesundheitsamt informiert und bekommen Termine zugeteilt. Und da ist man streng: Wer ohne Termin kommt, wird abgewiesen.

    10.53 Uhr: Landkreis Pfaffenhofen schließt Wertstoffhöfe

    Alle Wertstoffhöfe im Landkreis Pfaffenhofen werden ab Freitag, 20. März bis vorübergehend 29. März geschlossen. Wie der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises (AWP) mitteilt, sei diese Maßnahme erforderlich, um sowohl Bürgerinnen und Bürger, als auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Wertstofföfen vor einer Ansteckung mit dem Virus zu schützen. Landrat Martin Wolf bat die Bürger um Verständnis. Bürger sollten zuhause wie bisher ihren Müll sammeln und nicht in der Landschaft entsorgen. Weitere Informationen gibt es im Internet .

    9.52 Uhr: Keine Lufthansa-Langstreckenflüge mehr ab München

    Die Lufthansa stellt ihre Langstreckenflüge am Flughafen München ein und wickelt sie nur noch über Frankfurt ab. Das hat die Flughafen München GmbH soeben über den Kurznachrichtendienst Twitter mitgeteilt.

    9.39 Uhr: IHK bietet Beratung per Internet und Telefon-Hotline

    Zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus baut die IHK für München und Oberbayern ihr Beratungs- und Serviceangebot im Internet und per Telefon stark aus, teilt sie mit. Zugleich sagt sie alle Veranstaltungen und Prüfungen ab. Informationen gibt es über alle Unterstützungsleistungen, Förderungen, Kredite, Arbeits- und Reiserecht und die aktuellen staatlichen Vorgaben. Die Corona-Hotline der IHK ist unter 089-5116-0 erreichbar.

    8.45 Uhr: Bislang keine Corona-Infektion in Bayerns Gefängnissen

    Die Gefängnisse in Bayern sind bisher von dem neuartigen Coronavirus verschont geblieben. Weder bei Häftlingen noch bei Justizbediensteten wurde bislang eine Infektion festgestellt, so das bayerische Justizministerium. Damit das nach Möglichkeit so bleibt, wird der Haftantritt in einigen Fällen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Das gilt für Menschen, die eine Ersatzfreiheitsstrafe antreten müssen, weil sie eine Geldstrafe nicht gezahlt haben, für Jugendarrest oder Freiheitsstrafen von bis zu sechs Monaten. Außerdem dürfen Häftlinge bis zum 19. April keinen Besuch empfangen.

    8:18 Uhr: Flixtrain stellt Verbindungen bis Ende April ein

    Voraussichtlich bis Ende April fahren wegen der Coronakrise keine Züge des Anbieters Flixtrain mehr. Betroffene Kunden könnten ihre Tickets "in dieser Ausnahmesituation" in der 2. Klasse der ICE- und IC-Züge der Deutschen Bahn nutzen, teilten die beiden Unternehmen am Donnerstag in München und Berlin mit. "Wir informieren, sobald wir den Betrieb von Flixtrain wieder aufnehmen können", erklärte ein Sprecher der Flixbus Dach GmbH.

    Das Unternehmen, das zunächst mit grünen Fernbussen an den Markt gegangen war, bietet seit 2018 auch Zugreisen. Verbindungen gab es zuletzt zwischen Berlin und Stuttgart, Hamburg und Köln sowie Berlin und Köln inklusive Zwischenstopps. Am Dienstag hatte das Unternehmen schon mitgeteilt, ab Mittwoch den Busbetrieb auf allen nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland auszusetzen. Da hatte es noch geheißen, die Fernzugsparte sei von den Maßnahmen ausgenommen.

    7.30 Uhr: Maßnahmen gegen Diebstahl von Mundschutz und Desinfektionsmittel in Landsberg

    Das Klinikum Landsberg am Lech hat Maßnahmen gegen den Diebstahl von Mundschutz und Desinfektionsmittel ergriffen. Offenbar sind die zuletzt in größerem Stil gestohlen worden. Laut Klinik werden diese für manche überlebenswichtigen Utensilien jetzt weggesperrt. Außerdem gebe es strenge Einlass- und Ausgangskontrollen, auch die Taschen von Besuchern würden dabei jetzt kontrolliert. Die Gefahr, dass die Hygieneartikel kurzfristig ausgehen, besteht laut Klinik aber nicht. Erst kürzlich habe man noch 50.000 Mundschutze bestellt und auch geliefert bekommen - normalerweise der Bedarf für ein ganzes Jahr. Die Klinikleitung vermutet, dass Personen gezielt das Krankenhaus aufgesucht haben, um Mundschutz und Desinfektionsmittel zu stehlen

    5.30 Uhr: Corona hat starken Effekt auf Einkaufsverhalten

    Die Corona-Epidemie hat nach einer Analyse des in München ansässigen Bonussystems Payback starke Auswirkungen auf das Einkaufsverhalten in Deutschland - und nicht nur beim rasant gestiegenen Absatz von Nudeln oder Klopapier. Einen sehr starken Anstieg beobachtet das Münchner Unternehmen bei Online-Shops aus den Kategorien Kinderspielzeug, Tierbedarf, Sportkleidung, Büroartikel und Mode. Einen "wahren Ansturm" gibt es bei der Nachfrage nach dem "Disney"-Streaming-Angebot, wie eine Unternehmenssprecherin auf Anfrage sagte.

    Mittwoch, 18. März

    18.40 Uhr: Polizeikontrollen im Englischen Garten ohne Zwischenfälle

    Dutzende Streifenbeamte der Münchner Polizei waren am Nachmittag im Englischen Garten unterwegs, um die Einhaltung des seit Dienstag geltenden Versammlungsverbots zu kontrollieren. Unterstützt wurden sie von der Reiterstaffel und einem Lautsprecherfahrzeug, das per Durchsage die Parkbesucher aufforderte, genügend Abstand voneinander zu halten und keine Gruppen über fünf Personen hinaus zu bilden. Bei Temperaturen knapp unter 20 Grad und Sonnenschein hielten sich zwischen Monopteros und Haus der Kunst hunderte zumeist junger Menschen auf. Vereinzelt mussten die Streifen zusammensitzende Gruppen auf die Bestimmungen der Allgemeinverfügung und deren Sinn hinweisen, die Mehrheit reagierte verständnisvoll, Platzverweise mussten nach Angaben eines Polizeisprechers nicht ausgesprochen werden. Die Maßnahmen, zu denen auch die Überprüfung von Spielplätzen und anderer Freizeitflächen wie die Isar gehören, werden - abhängig von der Witterung - auch in den nächsten Tagen fortgeführt.

    18.24 Uhr: Tennis-Turnier in München abgesagt

    Die BMW Open, die eigentlich vom 25. April bis zum 3. Mai angesetzt waren, finden an diesem Termin nicht statt. Das gaben die Veranstalter in München bekannt. Ob das Turnier später im Jahr stattfinden kann, wird noch geprüft.

    14.29 Uhr: Regierung von Oberbayern erlaubt Ausnahmen von Höchstarbeitszeit und Feiertagsruhe

    Die Regierung von Oberbayern erlaubt ab sofort, dass zur Gewährung der Daseinsvorsorge etwa bei Bäckereien oder für Strom- und Energieversorgung von Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes abgewichen werden darf. Durch eine Allgemeinverfügung werden Ausnahmen vom Arbeitszeitgesetz zur Produktion von existentiellen Gütern und für Dienstleistungen zugelassen. Die Gesundheit der einzelnen Arbeitnehmer dürfe durch die Abweichungen jedoch nicht gefährdet werden, teilt die Regierung von Oberbayern mit. Demnach dürfen Arbeitnehmer täglich über acht beziehungsweise zehn Stunden hinaus und auch an Sonn- und Feiertagen beschäftigt werden. Ruhepausen dürfen verkürzt werden - und zwar auf mindestens 15 Minuten bei einer Arbeitszeit von sechs bis neun stunden und auf mindesten 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von mehr als neun Stunden insgesamt. Die Ruhezeit darf um bis zu zwei Stunden verkürzt werden. Die wöchentliche Arbeitszeit darf trotzdem 48 Stunden im Durchschnitt eines halben Jahres nicht überschreiten.

    13.19 Uhr: Teststation für Kontaktpersonen von Infizierten in Freising

    Der Landkreis Freising richtet jetzt eine Corona-"Teststelle" für Kontaktpersonen von Infizierten ein. Wenn sie entsprechende Symptome haben, werden dort Abstriche gemacht. Die Betroffenen werden vom Gesundheitsamt informiert und bekommen Termine zugeteilt. Wer ohne Termin kommt, wird abgewiesen, wie das Landratsamt betont. Aktuell sind im Landkreis Freising 117 Menschen infiziert. Im Klinikum Freising sind derzeit 20 Patientinnen und Patienten isoliert untergebracht. Einige davon sind Verdachtsfälle, die auf das Ergebnis ihrer Testung warten.

    11.28 Uhr: Notbetrieb in Bahnhofsmission und anderen sozialen Einrichtungen

    Nicht alle sozialen Einrichtungen sind wegen Corona geschlossen. Darauf weist jetzt die Arbeitsgemeinschaft der Münchner Wohlfahrtsverbände hin. Schließlich würden viele Menschen trotz allem Unterstützung und Betreuung brauchen oder kämen mit der fehlenden Tagesstruktur und der Einsamkeit schwer klar. Einen Notbetrieb hat unter anderem die Bahnhofsmission eingerichtet. Gleiches gelte bei Angeboten für obdachlose Menschen wie "Otto & Rosi" sowie für die Teestube KOMM und Schiller 25. Die Adressen der Einrichtungen finden sich unter www.arge-freie-muenchen.de. Andrea Betz, Sprecherin der freien Wohlfahrt, hob auch die bürgerschaftliche Solidarität in der Stadt hervor: "Inzwischen haben sich viele kleine nachbarschaftliche Hilfesysteme aufgebaut", berichtet sie, "das ist ein wunderbares Zeichen unseres starken Zusammenhalts“.

    11.07 Uhr: Genügend Kapazitäten für Obdachlose in Ingolstadt

    In Ingolstadt sei man sich sicher, auch in der Corona-Krise genügend Kapazitäten zur Unterbringung von obdachlosen Menschen zu haben. Das erklärte Pressesprecher Michael Klarner dem BR. Aktuell befänden sich rund 183 Personen in den Notunterkünften der Stadt Ingolstadt. Im Krankheitsfall könne die Stadt Einzelbelegungen in den Unterkünften anbieten. Sollte man von akuter Obdachlosigkeit betroffen sein und einen Krankheitsverdacht haben, solle man sich an das örtliche Gesundheitsamt wenden. Dort werde dann die Vorgehensweise besprochen und auch eine Unterkunft zur Verfügung gestellt, sagt Klarner.

    10.51 Uhr: Nach Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger – Lage am Münchner Flughafen entspannt

    Am Flughafen im Erdinger Moos ist die Lage entspannt. Die Zahl der Flüge geht weiter zurück. Heute stehen nach Angaben eines Sprechers nur noch 460 Starts und Landungen an. An einem regulären Tag wären es rund 1.000 Flugbewegungen.

    Seit gestern Abend gilt ein Einreiseverbot für Nicht-EU-Bürger. Doch die Zahl der tatsächlich Einreisenden aus Nicht-EU-Ländern am Münchner Flughafen sei sehr überschaubar, wie ein Sprecher der Bundespolizei dem Bayerischen Rundfunk mitteilte. Man gehe davon aus, dass der allgemeine Rückgang im Flugverkehr sein übriges tue.

    Grundsätzlich würde ankommenden Nicht-EU-Bürgern die Einreise verweigert und mit dem nächstmöglichen Flug wieder in ihr Herkunftsland zurückgeschickt. Sollte ein Rückflug nicht gleich verfügbar sein, könnten die Betroffenen am Flughafen übernachten, dürften aber den Transitbereich nicht verlassen, so die Bundespolizei. Einzige Ausnahme seien medizinische Notfälle, die dann in enger Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden behandelt würden.

    10.47 Uhr: Einreisekontrollen an der österreichischen Grenze - weniger Zurückweisungen

    Seit Montag, 8.00 Uhr, dürfen Ausländer nicht mehr nach Deutschland einreisen, wenn sie nicht einen Wohnsitz in Deutschland haben, dort als Pendler arbeiten oder einen sonstigen triftigen Grund für die Einreise haben. Wer nicht berechtigt ist, wird an der Grenze von der Bundespolizei zurückgeschickt. Die Bundespolizei in Freilassing hat auf BR-Anfrage mitgeteilt, dass in ihrem Bereich am Montag und Dienstag rund 1.900 Menschen nach Österreich zurückgeschickt werden mussten.

    Nach dem Beginn der Kontrollen wurden am Montag (16.03.) bis Mitternacht rund 1.300 Menschen zurückgeschickt, am Dienstag (17.03.) waren es nur mehr rund 580, wie der Sprecher der Bundespolizei in Freilassing, Maximilian Wirz sagte. Das Einreiseverbot hat sich also offensichtlich herumgesprochen, außerdem hatten am Dienstag viele Pendler, die aus Österreich zur Arbeit nach Bayern einreisen wollten, bereits Bescheinigungen ihrer Arbeitgeber dabei, mit deren Hilfe sie einreisen durften.

    Die Bundespolizei Freilassing kontrolliert, unterstützt von Kräften der bayerischen Landespolizei, die Grenze zwischen Bad Reichenhall und Burghausen. Etwa am viel befahrenen Autobahngrenzübergang Walserberg auf der A8 oder am Grenzübergang Saalachbrücke in Freilassing.

    10.37 Uhr: TÜV Süd setzt vorübergehend Fahrerlaubnisprüfungen aus

    Der TÜV Süd führt aufgrund des Coronavirus keine Theorie- und Praxisprüfungen mehr durch. Das teilte das Unternehmen mit Sitz in München mit. Bereits vereinbarte Prüfungstermine werden demnach abgesagt. TÜV Süd will hierzu mit den beteiligten Fahrschulen Kontakt aufnehmen. Den Bewerbern werden die gezahlten Gebühren angerechnet und keinerlei Stornokosten berechnet, heißt es in der Mitteilung. Die Maßnahme gelte vorerst bis zum 19. April. Für Bewerber, die zur Sicherstellung der öffentlichen Ordnung dringend eine Fahrerlaubnis benötigen, wird es eine Notfallversorgung geben.

    10.30 Uhr: Am Münchner Airport bisher wenige Passagiere betroffen

    Der am Dienstagabend wegen des Coronavirus verhängte Einreisestopp für Nicht-EU-Bürger hat am Flughafen München am Mittwochmorgen nur wenige Passagiere betroffen. Die Zahl der zurückgewiesenen Reisenden bewege sich im einstelligen bis niedrigen zweistelligen Bereich, sagte ein Sprecher der Bundespolizei am zweitgrößten Airport Deutschlands am Morgen.

    Das liege auch daran, dass viele Flüge gar nicht erst gestartet seien. Die Angaben können sich aber noch ändern: "Wir haben teilweise im Minutentakt Ankünfte", sagte der Sprecher. Flüge innerhalb des Schengenraums kontrolliere die Bundespolizei nicht.

    Das Ziel der Beamten sei, dass betroffene Passagiere gleich mit dem nächstmöglichen Flug wieder zurückfliegen, hieß es weiter - entweder in das Land, aus dem sie kommen, oder in ein Land, in das sie noch einreisen dürfen. Die Europäische Union will mit einem 30-tägigen Einreiseverbot die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

    9.56 Uhr: Stadtrat München - keine Kündigung bei Mietrückständen

    Die Stadt München wird in der Coronakrise keinen privaten oder gewerblichen Mietern wegen Mietrückständen kündigen. Das hat Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) soeben in der Stadtratssitzung angekündigt. Außerdem wird die Stadt einen "niedrigen zweistelligen Millionenbetrag" für Soforthilfe zur Verfügung stellen, um zum Beispiel Insolvenzen städtischer Gesellschaften zu vermeiden. Städtische Zuschüsse werden auch weiterhin ausbezahlt, damit zum Beispiel Kitas erhalten werden können, auch wenn sie gerade keine Einnahmen haben. "Das System soll auch nach der Krise weiter funktionieren", betonte Reiter. Im "sportlichen Bereich" werde man ebenfalls entsprechend verfahren.

    9.48 Uhr: Stadtrat München: "Gesundheitskrise - keine Versorgungskrise"

    Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) hat in der Stadtratssitzung erneut vor Panik wegen des Coronavirus gewarnt und dazu aufgerufen, von Hamsterkäufen abzusehen. "Wir haben eine Gesundheitskrise und keine Versorgungskrise", betonte er. Zugleich zeigte er sich skeptisch, dass all die Aufrufe durchschlagende Wirkung zeigen: "Wenn das so weitergeht, muss halt auch so was wie Klopapier reglementiert werden."

    9.26 Uhr: Baumarkt-Mitarbeiter klagt über Kundenzustrom

    Mitarbeiter eines Ingolstädter Baumarktes beklagen sich über einen massiv erhöhten Kundenzulauf. Baumärkte dürfen trotz Corona-Schließungen auch weiterhin offen bleiben, da sie für den täglichen Bedarf wichtige Dinge vorhalten. Der Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte, beklagte sich im Gespräch mit dem BR über die Unvernunft vieler Kunden, die den Ernst der Lage nicht erkannt hätten: "Wir hatten in den letzten Tagen mehr Umsatz als bei unserer Eröffnung. Die Leute kommen mit ihren Kindern, bummeln und kaufen Rindenmulch, als wäre Urlaub. Dabei sollen wir doch offen haben, damit die Leute wichtige Dinge wie Glühbirnen kaufen können!"

    8.06 Uhr: Freisinger Tafel stellt Betrieb ein

    Wegen des Coronavirus wurde die Freisinger "Tafel" geschlossen. Begründet wird die Entscheidung mit dem Schutz der Mitarbeiter: Die meisten Helfer seien älter als 60 Jahre und hätten Vorerkrankungen. Zuletzt kamen jede Woche mehr als 200 bedürftige Menschen zur "Tafel", um sich und ihre Familien mit Lebensmitteln zu versorgen.

    7.59 Uhr: Erdinger Landrat bietet persönliche Gespräche an

    Im Landkreis Erding können sich besorgte Menschen nicht nur an das Bürgertelefon wenden, sondern auch an den Landrat persönlich: Martin Bayerstorfer (CSU) ist ab sofort montags bis freitags zwischen zwölf und 13 Uhr für jeden telefonisch zu erreichen. Laut Mitteilung des Landratsamts bietet er "seine Unterstützung bei allgemeinen Fragen und Anliegen in Bezug auf das Coronavirus sowohl für Betriebe als auch für Privatpersonen" an. Auch die Kommunalwahlen sind für Bayerstorfer noch nicht erledigt: Er muss am 29. März in die Stichwahl.

    6.55 Uhr: Schwieriges Geschäft mit der Liebe in Zeiten von Corona

    Die Liebe hat es schwer in den Zeiten des Coronavirus - zumindest die käufliche. Bordelle müssen schließen, Escort-Services vermitteln zum Teil keine Damen mehr. Doch besonders dramatisch ist die Situation für die Prostituierten. Viele der Prostituierten wohnen auch in den Bordellen und können jetzt keine Miete mehr bezahlen.

    Rund 32.800 gemeldete Prostituierte arbeiteten Ende 2018 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland, davon fast 6.400 in Bayern. Etwa 90 bis 95 Prozent der Frauen stammten aus dem Ausland, der Großteil davon aus Osteuropa, sagte Christ. Wegen der Corona-Krise könnten viele von ihnen nicht in ihre Heimat zurückkehren.

    Einige Bordellbesitzer lassen die Frauen weiterhin in den Zimmern wohnen. Im Münchener Leierkasten leben zurzeit 26 Prostituierte, 19 Zimmer stehen leer. "Wir können die Frauen ja nicht auf die Straße setzen. Sie wären sonst aufgeschmissen", sagte Besitzer Deniz Müller. Seit zwei Wochen kämen weniger Kunden in sein Haus. "Wir haben Einbußen von 50 bis 60 Prozent - und jetzt 100 Prozent Ausfall." Am Montag hatten Bund und Länder entschieden, die Bordelle zu schließen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen.

    Zur Sexarbeit - egal, ob im Bordell oder im Escort-Service - gehört viel Körperkontakt. Deshalb sind Prostituierte und deren Kunden besonders gefährdet sich anzustecken. Die Angst davor bekommt auch die Agentur Royale Escort in München zu spüren. Seit Anfang März gebe es nur noch wenig Buchungen. "Geschäftsreisen werden abgesagt, dadurch kommen auch keine Buchungen zustande", sagte Inhaberin Susanne Horn. Inzwischen hat sie die Vermittlung komplett eingestellt - aus Sorge um die Gesundheit der Damen und der Klienten.

    Dienstag, 17. März

    18.45 Uhr: Abgesagte Termine und Forderungen nach längeren Fristen - Eklat im Gerichtssaal und Strafanzeige gegen einen Richter

    Ein Rechtsanwalt aus München hat am Dienstag einen Richter des Landgerichtes München I angezeigt - wegen versuchter Körperverletzung. Trotz der aktuellen Corona-Pandemie hatte der Richter auf einer Verhandlung bestanden.

    Zu dem Corona-Eklat in München kam es während eines Verfahrens wegen versuchten Totschlags. Der Richter habe "bewusst eine Gefahrenlage" geschaffen und nahm "sehenden Auges in Kauf, dass sich die Anwesenden im Sitzungssaal einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen", heißt es in der Anzeige des Rechtsanwaltes Thomas Pfister, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Pfister sprach von einem "ungeheuerlichen Vorgang".

    Seinen Angaben zufolge waren während der Verhandlung mehr als 50 Menschen im Gerichtssaal. "Eine derartige Anzahl von Personen wird nach allgemeiner Auffassung (...) als absolute Hochrisikoveranstaltung bezeichnet", kritisierte Pfister. Die Verteidiger hätten sich geweigert, den Sitzungssaal zu betreten, der Richter habe aber darauf bestanden, die Verhandlung zu beginnen. Pfister stellte daraufhin nicht nur Strafanzeige, sondern erstattete auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

    Gerichtssprecher Florian Gliwitzky wies die Vorwürfe gegen den Richter zurück. Die Justiz könne auch in Zeiten des sich rasant verbreitenden Coronavirus nicht die Arbeit einstellen. "Die Justiz ist in bestimmten Bereichen systemrelevant", sagte er. Außerdem habe es keine Hinweise darauf gegeben, dass sich im Gerichtssaal ein infizierter Mensch aufhalte oder jemand, der Kontakt zu einem Infizierten gehabt habe.

    Wo es gehe, seien Strafprozesse abgesetzt worden, betonte Gliwitzky. So finde beispielsweise in dieser Woche keine einzige Berufungsverhandlung statt und auch andere Verhandlungen seien abgesetzt worden. Auch andere Gerichte in Bayern meldeten Prozessausfälle und erhöhte Sicherheitsvorkehrungen.

    Nach dem Willen des Justizministeriums sollen derzeit so wenig Verhandlungen wie möglich stattfinden. "Das bayerische Justizministerium hat den Gerichten, die in richterlicher Unabhängigkeit entscheiden, empfohlen, nur noch in eiligen und dringenden Fällen Verhandlungstermine durchzuführen", teilte eine Sprecherin mit.

    Justizminister Eisenreich sprach sich angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus für längere Unterbrechungen von Strafprozessen aus. "In der aktuellen Krise benötigen unsere Gerichte dringend eine flexible Regelung", sagte er der Deutschen Presse-Agentur. "Die zulässige Unterbrechung von Hauptverhandlungen sollte sich deutlich verlängern, etwa von drei beziehungsweise vier Wochen auf drei Monate, ohne dass die Hauptverhandlung wieder neu begonnen werden muss."

    Laut Strafprozessordnung (StPO) darf eine Hauptverhandlung in der Regel für höchstens vier Wochen unterbrochen werden. Das Bundesjustizministerium arbeitet derzeit an einer entsprechenden gesetzlichen Regelung, die eine Pause für maximal drei Monate und zehn Tage erlaubt. So wolle man verhindern, dass viele Verhandlungen platzen und neu begonnen werden müssen, erklärte das Ministerium.

    Die Vorsitzende des Bayerischen Richterbundes, Andrea Titz, sagte, die maximal zulässige Unterbrechungsfrist könne zum Problem werden. Sie fügte aber hinzu: "Wir befinden uns ohne Zweifel in einer absoluten Ausnahmesituation, in der man im Moment genug zu tun hat, die Lage stets neu zu bewerten und darauf so flexibel wie möglich zu reagieren, ohne sofort mit Forderungen an den Gesetzgeber zu reagieren."

    17.21 Uhr: Corona-Test in München: Drive-In Station auf Theresienwiese

    Auf der Theresienwiese hat das Referat für Gesundheit und Umwelt eine Drive-In-Station für Corona-Tests eingerichtet. Die Station ist rund um den Behördenhof auf der Theresienwiese aufgebaut, wo während des Oktoberfests auch die Sanitätsstation beheimatet ist.

    Der Drive-In, der unter anderem in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung betrieben werde, sei ausschließlich für Personen bestimmt, bei denen ein begründeter Verdacht auf eine Corona-Virusinfektion bestehe, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.

    Wer in einem Corona-Risikogebiet gewesen sei und Symptome aufweise, soll den Kassenärtzlichen Bereitschaftsdienst 116 117 anrufen. Dort wird dann abgeklärt, ob ein Test nötig ist und gegebenenfalls ein Termin vereinbart, heißt es in der Mitteilung. Aufgrund der derzeit hohen Auslastung der 116 117, kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Wer ohne Termin zum Drive-In kommt, wird abgewiesen, schreibt die Stadt in ihrer Pressemitteilung.

    17.04 Uhr: Zweite Screening-Stelle im Lkr. Erding

    Im Landkreis Erding gibt es jetzt eine zweite Screeningstelle neben der bestehenden in der Kreisstadt: Auch im Gymnasium Dorfen kann man sich ab sofort auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen. Voraussetzung ist aber die Anmeldung durch den Hausarzt oder den Kassenärztlichen Dienst. Geöffnet ist täglich - auch am Wochenende - von neun bis 17 Uhr. Unterdessen wird bereits am Aubau einer dritten Screening-Stelle gearbeitet. Aktuell gibt es im Landkreis Erding 23 Erkrankungsfälle, nachdem zuletzt fünf weitere Fälle gemeldet wurden: drei in Erding und je einer in Kirchberg und Finsing.

    16.43 Uhr: Bayern sperrt zahlreiche, kleinere Grenzübergänge komplett

    Seit gestern früh gilt in Deutschland ein Einreiseverbot - nur mit triftigen Grund darf die Grenze von Österreich nach Bayern überschritten werden. An den größeren Grenzübergängen wie etwa Kufstein/Kiefersfelden, Bad Reichenhall/ Salzburg oder Mittenwald/ Scharnitz kontrollieren Bundespolizisten jeden PKW-Fahrer der Einreisen will und fragen nach dem Einreisegrund. Viele kleinere Grenzübergänge sind dagegen komplett gesperrt worden, sagt Rainer Scharf von der Bundespolizei dem Bayerischen Rundfunk. Vielerorts haben Kräfte des THWs und der Bundespolizei Betonsperren errichtet. Betroffen sind unter anderem die Grenzübergänge Garmisch-Partenkirchen/Lermoos, Mittenwald/Leutasch, Ettal/Reutte, Bayrischzell, Grenzhub und Reit im Winkel. Eine Durchfahrt über diese Grenzübergänge ist bis auf weiteres nicht möglich. Mehr Infos gibt es auch beim Bayerischen Rundfunk im aktuellen Verkehrsdienst und im Internet unter br24.de

    16.38: Stadt Traunstein beschränkt Teilnehmer für Hochzeitsgesellschaften

    Trauungen vor dem Traunsteiner Standesamt können bis Ende April nur noch im kleinen Kreis stattfinden. Grund dafür ist die aktuelle Corona-Situation. Wie die Stadt mitteilt, werden alle geplanten Eheschließungen im Rathaus auf den engsten Personenkreis beschränkt. Nur noch Brautpaar, Trauzeugen und engste Angehörige dürfen dabei sein, maximal 15 Personen sind zugelassen. Bis Ende April betrifft das sechs Hochzeiten.

    16.26 Uhr: Erdinger Service für allein lebende Senioren

    Damit in der Corona-Krise auch allein lebende Senioren sicher mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgt werden, bietet die Stadt Erding jetzt einen besonderen Service an: Die Senioren selbst, aber auch Arztpraxen und Apotheken können sich ab sofort an die Seniorenbeauftragte Silke Hörold-Ries wenden (Telefon 08122/408-108, E-Mail: seniorenbeauftragte@erding.de). Mitarbeiter des Ordnungsamtes übernehmen dann die Verteilung der benötigten Waren oder Arzneimittel.

    16.22 Uhr: Chiemsee-Schifffahrt stellt Betrieb ein

    Wegen der Corona-Krise ist die Personen-Schifffahrt auf dem Chiemsee bis auf weiteres eingestellt. Das hat die Chiemsee-Schifffahrt mitgeteilt.

    16.13 Uhr: Champions League ausgesetzt

    Der FC Bayern München muss auf sein Königsklassen-Spiel gegen den FC Chelsea einige Zeit warten. Die Europäische Fußball-Union hat im Zuge der Coronavirus-Krise alle Spiele für Vereine und Nationalmannschaften "bis auf Weiteres" ausgesetzt. Entscheidungen zu neuen Terminen beispielsweise für Partien der Champions League sollen "zu gegebener Zeit" getroffen und mitgeteilt werden, wie die UEFA nach mehreren Krisensitzungen am Dienstag mitteilte.

    Die Münchner hatten ihr Hinspiel im Achtelfinale gegen den FC Chelsea mit 3:0 gewonnen. Das Rückspiel in München hätte an diesem Mittwoch stattfinden sollen.

    Eine Arbeitsgruppe solle unter Beteiligung der Ligen und Clubs nach Lösungen im Kalender suchen, die es ermöglichen, die Saison zu Ende zu spielen, hieß es von der UEFA. Die für Ende März geplanten Playoff-Spiele zur Europameisterschaft, die in den Sommer 2021 verschoben wurde, sollen nach Möglichkeit Anfang Juni stattfinden.

    Damit blieb erst einmal unklar, wie die Sieger in den beiden europäischen Vereinswettbewerben ermittelt werden sollen. Zuletzt hatte es Medienberichte gegeben, dass es in Champions League und Europa League jeweils Final-Four-Turniere mit Halbfinals und Endspielen am selben Ort geben solle. Das Finale der Champions League sollte bislang am 30. Mai in Istanbul steigen, das Endspiel der Europa League war drei Tage zuvor in Danzig geplant.

    16.06 Uhr: 1860 München stoppt Training

    Der TSV 1860 München setzt nach dem gestoppten Spielbetrieb der 3. Fußball-Liga bis mindestens Ende April den Trainingsbetrieb seiner Mannschaft bis auf Weiteres aus. Das ist die Konsequenz aus der grassierenden Coronavirus-Epidemie. "Die Plätze und Fitnesseinrichtungen dürfen vorerst aufgrund von behördlichen Anordnungen des Freistaates Bayern und der Stadt München nicht genutzt werden", berichtete Geschäftsführer Günther Gorenzel am Dienstag.

    Wann diese Anweisung wieder aufgehoben werden könne, sei aktuell unklar. Man hoffe, dass der Spielbetrieb im Mai wieder regulär aufgenommen werden könne, sagte Gorenzel. "Wir arbeiten parallel mit hoher Intensität an Maßnahmen, damit die wirtschaftlichen Schäden für den TSV 1860 München keinen existenzbedrohenden Umfang annehmen", ergänzte Finanz-Geschäftsführer Michael Scharold in einer Mitteilung.

    "Die sich nahezu stündlich veränderte Situation bringt sicherlich viele Vereine der ersten drei Ligen in eine gefährliche Schieflage. Insbesondere für die Vereine der 3. Liga, die sicherlich keine Liga der Millionäre ist und in der bereits das Überleben im Normalbetrieb eine Herausforderung ist, gilt es alle möglichen Schritte und Maßnahmen, die zur wirtschaftlichen Stabilisierung beitragen können, zu prüfen", erläuterte Scharold.

    16.01 Uhr: Landsberg schließt Stadtverwaltung wegen großen Andrangs

    Das Bürgerbüro in der Landsberger Stadtverwaltung ist infolge der Ausbreitung des Corona-Virus ab sofort geschlossen. Der Appell an die Bürgerinnen und Bürger, die Stadtverwaltung nur in dringenden Angelegenheiten persönlich aufzusuchen, wurde "leider nicht beachtet", teilte die Stadt mit. "Aufgrund der hohen Besucherzahlen“ würden die Öffnungszeiten bis auf Weiteres ausgesetzt. Am Montag waren diese zunächst eingeschränkt worden: Das Bürgerbüro hatte nur noch von 9 bis 12 Uhr geöffnet und konnte nach vorheriger telefonischer Absprache noch aufgesucht werden. Die Stadt Landsberg weist darauf hin, dass "dringende Termine" weiterhin per Telefon vereinbart werden können. Es werde dann im Einzelfall nach Dringlichkeit entschieden, ob ein persönlicher Besuch möglich und nötig ist. Grundsätzlich sollten demnach "alle Bürgerinnen und Bürger ihre Anliegen nach Möglichkeit per E-Mail bzw. telefonisch an die Stadtverwaltung richten". Der Landkreis Landsberg, in dem der deutschlandweit erste bestätigte Corona-Fall aufgetreten war, meldet heute sechs weitere Fälle. Zwei davon werden demnach im Klinikum Landsberg behandelt, bei einem der beiden sei der Krankheitsverlauf "als schwer einzustufen". Insgesamt wurden damit bislang acht Personen aus dem Landkreis Landsberg positiv auf das Corona-Virus getestet.

    14.12 Uhr: Landratsamt München - keine allgemeinen Öffnungszeiten mehr

    Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, gibt es im Landratsamt München und seinen Außenstellen keine allgemeinen Öffnungszeiten mehr. Alle Landkreis-Bürger werden gebeten, nur nach einer ausdrücklichen Terminvereinbarung ins Landratsamt zu kommen. Die nötigen Schritte finden sich auf der Website www.landkreis-muenchen.de/buergerservice. Je nach gewünschter Dienstleistung kann man dort den richtigen Ansprechpartner finden und dann telefonisch oder per Mail abklären, ob ein Erscheinen im Landratsamt wirklich notwendig ist.

    13.34 Uhr: Corona mit ersten bestätigten Fällen in Lkr. Altötting und Mühldorf

    In den oberbayerischen Landkreisen Altötting und Mühldorf ist das Coronavirus offiziell angekommen, die Landkreise haben heute jeweils zwei erste Fälle in einer Pressekonferenz gemeldet. Es wurde auch bekanntgegeben dass das InnKlinikum Altötting und Mühldorf ein Krankenhaus festgelegt hat, in dem fortan alle Corona-Infizierten der zwei Landkreise behandelt werden. Das "Corona-Haus" oder auch "Corona-Zentrum" ist das Krankenhaus in Mühldorf. Man darf es nur noch über die Notaufnahme betreten und davor wurde schon am Freitag ein Krisenzelt aufgebaut. Darin arbeiten pro Schicht etwa 15 Angestellte des Krankenhauses in 12-Stunden-Schichten. In den anderen drei Häusern in Haag, Burghausen und Altötting werden keine Covid-Patrienten behandelt, es handelt sich dabei laut Klinikleitung um "Covid-freie Häuser". Derzeit werden in Mühldorf zwei infizierte Frauen aus dem Landkreis Mühldorf stationär behandelt. In Mühldorf stehen derzeit 20 Beatmungsbetten bereit, weitere wurden beantragt. In der Pressekonferenz wurde betont, dass man Hilfe aus der Politik brauche und dass man sich nichts vorzumachen brauche, weil nun einiges auf die zwei Landkreise zukommen werde. Seit Wochen hat das InnKlinikum Altötting und Mühldorf laut eigenen Angaben eine Taskforce, die sich mit Corona befasst und fortan jeden Tag um 7.30 Uhr trifft.

    Weitere Infos zu den Fällen aus dem Landkreis Altötting: Im Landkreis Altötting hat sich ein Mann beruflich in der OMV Burghausen aufgehalten, der letzten Freitag positiv getestet wurde, er stammt eigentlich aus Sachsen-Anhalt. Die zweite Person aus dem Landkreis Altötting ist ein 30-Jähriger aus Unterneukirchen, seine Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt.

    13.21 Uhr: FC Bayern rüstet Fußball-Profis mit Heimtrainingsgeräten aus

    Der FC Bayern München rüstet seine Fußball-Profis wegen der Coronavirus-Krise für individuelles Training daheim aus. Der deutsche Rekordmeister veröffentlichte am Dienstag ein Foto mit Fahrradergometern, die den Spielern um Kapitän Manuel Neuer und Torjäger Robert Lewandowski nach Hause geliefert würden.

    Der 31-jährige Lewandowski veröffentlichte in den Sozialen Medien ein Foto, das ihn nach dem Anbruch der Schienbeinkante am linken Knie zu Hause im Kraftraum zeigt. Bei Liegestützen liegt dabei Tochter Klara auf dem Rücken des polnischen Nationalstürmers.

    Ursprünglich hätte das Team des Bundesliga-Tabellenführers am Dienstag nach freien Tagen erstmals wieder auf dem Vereinsgelände trainieren sollen. Die sportliche Leitung um Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Trainer Hansi Flick hatte die Einheit aber abgesagt. Über das weitere Vorgehen wollte der Verein am Dienstag beraten.

    Die Mitgliederversammlung der 36 deutschen Proficlubs hatte am Montag entschieden, dass die Bundesliga und die 2. Liga ihren Spielbetrieb wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 2. April unterbrechen. Bayern-Präsident Herbert Hainer hatte am Montag gesagt, dass der Verein alles unternehmen werde, "um die Spieler und ihre Familien zu schützen". Die Gesundheit sei aktuell "das wichtigste Gebot".

    13.13 Uhr: Berghütten sollen schließen

    Alle Berghütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) sollen wegen des Coronavirus den Betrieb einstellen. "Wir empfehlen allen Hüttenwirten, zu schließen", sagte DAV-Sprecher Thomas Bucher am Dienstag. Zuständig seien aber die einzelnen Sektionen.

    "Wir haben sehr viele Anfragen bekommen von Wirten, wie sie mit der Situation umgehen sollen", sagte Bucher. Nun gebe es die behördliche Anweisung zu Hotels und Gastronomiebetrieben, die auch die DAV-Hütten in Bayern betreffe. Rund 30 von 80 Hütten im Freistaat hatten geöffnet, die anderen waren im Winter ohnehin geschlossen. Die Häuser des DAV in Österreich sind schon seit einigen Tagen geschlossen.

    13.12 Uhr: Audi sagt Bilanz-Pressekonferenz wegen Coronavirus ab

    Audi hat seine für Donnerstag geplante Jahrespressekonferenz angesichts der Coronavirus-Epidemie komplett abgesagt. Auch der als Notlösung geplante Webcast mit dem scheidenden Vorstandschef Bram Schot findet nicht statt, wie der Autobauer am Dienstag in Ingolstadt mitteilte. "Die Bewahrung der Gesundheit aller steht im Fokus: Wir ziehen daraus unsere Konsequenzen." Jahresabschluss und Geschäftsbericht würden am Donnerstag um 10.00 Uhr zusammen mit Presseinformationen veröffentlicht, sagten Sprecher.

    12.26 Uhr: Bundespolizei beantwortet Fragen zum Grenzübertritt

    Für Pendler und Reisende hat die Bundespolizei eine Telefonhotline eingerichtet. Dort werden alle Fragen zum Grenzübertritt beantwortet. Darauf macht das Landratsamt Rosenheim aufmerksam. Die Hotline ist unter 0800 / 6888 000 erreichbar. Am Bürgertelefon im Staatlichen Gesundheitsamt besteht eine so große Nachfrage, dass die Kapazität dort nun verdoppelt wurde. Die Nummer: 08031/ 392 5555. Auch das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat eine Hotline eingerichtet: 09131 / 6808 5101.

    12.20 Uhr: Halb so viele Flüge in München

    Am Flughafen München gibt es momentan nicht einmal mehr halb so viele Flugbewegungen wie gewohnt: Heute sind es 530 Starts und Landungen, regulär wären es nach Angaben eines Sprechers fast 1000. Nach Möglichkeit docken die Maschinen an Verbindungsgängen ("Fingern") zu den Terminals an. Wenn das nicht geht und Passagiere zum Vorfeld gebracht oder dort abgeholt werden müssen, werden mehr Busse als üblich eingesetzt, damit die Fahrgäste nicht gedrängt stehen müssen.

    12.02 Uhr: Oberammergau: Bisher keine Absage der Premiere

    Für die Oberammergauer Passionsspiele bleibt es vorerst bei der geplanten Premiere am 16. Mai. Gemeinderat und Spielleitung berieten am Montagabend die Lage angesichts des Coronavirus. Fazit laut Passionssprecher Frederik Mayet: "Wir wissen es nicht." Es gebe bisher nur eine behördliche Anordnung bis 19. April. Er schränkte zugleich ein: "Keiner weiß, was nächste Woche ist."

    Die Volksproben mit vielen Menschen auf der Bühne wie auch das Fotografieren für den Bildband mit vielen Beteiligten sind vorerst ausgesetzt. Im kleinen Kreis gehen die Proben der Hauptdarsteller aber weiter. Parallel dazu entwerfen die Verantwortlichen Ausweichszenarien, etwa ob die Premiere auf Juni oder Juli oder sogar auf ein anderes Jahr verschoben werden könnte. "Das sind alles Optionen, die wir in den nächsten Wochen prüfen müssen", sagte Mayet.

    Entstanden aus der Pestepidemie heraus könnte nun die Coronaepidemie die Passion verhindern. 1633 gelobten die Oberammergauer, alle zehn Jahre das Spiel vom Leiden, Sterben und der Auferstehung Christi aufzuführen, wenn niemand mehr an der Pest sterben sollte. Der Legende nach geschah dies auch.

    Bis 4. Oktober sind nach derzeitigem Stand rund 100 Vorstellungen geplant, knapp eine halbe Million Gäste aus aller Welt werden erwartet. 95 Prozent der Tickets sind verkauft.

    Es gebe bisher einige wenige Stornierungen. Teils sagten Besucher ab, weil ihre Flüge gestrichen wurden, sagte Mayet. Die Gemeinde ist gegen einen möglichen Ausfall der Passion versichert. Die Vorbereitungen bisher kosteten laut Spielleitung etwa 15 Millionen Euro, versichert seien 25 Millionen Euro.

    11.31 Uhr: Audi stoppt Produktion ab Montag

    Die VW-Tochter Audi fährt ihre Werke in Ingolstadt, Neckarsulm, Belgien, Mexiko und Ungarn bis Ende dieser Woche schrittweise komplett herunter. Angesichts der deutlich verschlechterten Absatzlage und der sich abzeichnenden Unsicherheit der Teileversorgung der Werke "wird es an den meisten Standorten des Volkswagen-Konzerns zu Produktionsunterbrechungen kommen", teilte Audi am Dienstag mit. Produktions- und Logistikvorstand Peter Kössler sagte: "Die aktuelle Lage zwingt uns nun zu den angekündigten Maßnahmen und wird uns weiterhin viel Flexibilität und Solidarität abverlangen." Ab kommendem Montag solle die Produktion in diesen Werken stehen, denn das Coronavirus breite sich in Europa und vielen Ländern der Welt aus. Der Schritt sei mit dem Betriebsrat und dem Volkswagen-Konzern abgestimmt. In den deutschen Audi-Fabriken arbeiten rund 60.000 Beschäftigte.

    11.23: Olympiapark München schließt alle Einrichtungen

    Im Olympiapark sind ab sofort alle Freizeit-und Tourismuseinrichtungen geschlossen, und es finden keine Veranstaltungen mehr statt. "Unser Anliegen ist es, die Gesundheit unserer Besucherinnen und Besucher zu schützen und alles dafür zu tun, dass sich die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt", sagt Geschäftsführerin Marion Schöne.

    11.06: Einschränkungen für Läden und Lokale am Flughafen München

    Auch in den Läden und Lokalen am Flughafen München werden die Vorgaben der Staatsregierung zu den Öffnungszeiten umgesetzt. Gestern hatte ein Flughafensprecher gesagt, dass in dieser Frage noch "verhandelt" werde.

    9.33 Uhr: Aufs Rathaus in Fürstenfeldbruck nur noch nach Vereinbarung

    Die Stadtverwaltung Fürstenfeldbruck weist darauf hin, dass es den öffentlichen Service nur noch stark eingeschränkt gibt:

    "Ab heute, 17.03.2020 ab 12:00 Uhr: Aufgrund der aktuellen Situation rund um das Coronavirus können die Bürgerinnen und Bürger Angelegenheiten im Landratsamt Fürstenfeldbruck entweder schriftlich oder telefonisch, oder (wenn das nicht geht) nur nach Vereinbarung eines Termins persönlich wahrnehmen.
    Wir bitten Sie, abzuwägen, welche Angelegenheiten zwingend notwendig sind.
    Bei unaufschiebbaren Angelegenheiten vereinbaren Sie bitte telefonisch oder per Email oder im Bereich der Zulassungsstelle auch Online, einen Termin mit Ihrer zuständigen Fachstelle bzw. Ihrem/Ihrer zuständigen Sachbearbeiter/in. Der Zutritt zum Landratsamt Fürstenfeldbruck (Münchner Str. 32) und seinen Außenstellen wird ab sofort nur Bürgerinnen und Bürgern mit Termin ermöglicht.
    Der Einlass ins Hauptgebäude findet nur am Haupteingang statt. Alle übrigen Zugänge sind geschlossen.
    Der Spieleverleih des Landratsamts Fürstenfeldbruck bleibt ebenfalls ab sofort bis auf weiteres geschlossen." (Alle Zitate Mitteilung der Stadt Fürstenfeldbruck)

    9.00 Uhr Einschränkungen in vielen Kommunen greifen heute: Beispiel Ingolstadt

    In Bayerischen Städten ist vieles dicht, bleibt geschlossen , steht nur eingeschränkt zur Verfügung. Zum Beispiel in Ingolstadt: Das Ziel: Möglichst wenig direkter Kontakt. Die Kundencenter der Stadtwerke Ingolstadt schließen vorerst. Und das Klinikum erlässt ein Besuchsverbot und untersagt auch Operationen, die nicht lebenswichtig sind. Ausnahme sind Geburten. In Ingolstadt mit seinen zahlreichen Kommunalbetrieben öffnen sich Geschäftsstellen nur für diejenigen, die eine Termin haben. Anders ist es beim Jobcenter. Hier sollen die Angelegenheiten von zuhause aus am Telefon geklärt werden. Und auch Menschen, die sich arbeitslos melden wollen, sollen das ausdrücklich am Telefon machen.

    Die Stadtbücherei bleibt aber geschlossen, doch Mahngebühren fallen bis 19. April nicht an. Gestern nachmittag hat Oberbürgermeister Christian Lösel eine Einsatzgruppe gebildet mit Experten aus Medizin, Stadtverwaltung und dem Katastropehnschutz. Die Gruppe soll zweimal täglich zusammenkommen, um die Stadt über neue Maßnahmen zu informieren.

    6.35 Uhr: S-Bahn dünnt Fahrplan aus

    Die S-Bahn München reduziert ihr Fahrangebot wegen der gesunkenen Fahrgastzahlen infolge der Coronakrise. Das gibt sie heute früh auf ihrem Ticker bekannt: "aufgrund der Schulschließungen, sowie etlichen Arbeitnehmern im Homeoffice, wird die Deutsche Bahn auf einigen Linien ihre Fahrplanangebote anpassen, um den Betrieb auch unter den aktuellen Umständen nachhaltig zu sichern.

    Somit entfallen derzeit die Taktverstärker der Linien S 2, S 3, S 4 und S 8."

    Normalerweise sind an einem Werktag etwa 850.000 Fahrgäste mit S-Bahn im Großraum München unterwegs. Infolge der Coronakrise ist es derzeit nur ein Bruchteil. Auch viele Busbetriebe bieten derzeit ein Angebot, das dem Ferienfahrplan entspricht. Die DB und andere Bahnbetreiber haben bereits zu Wochenbeginn das Zugangebot im Regionalverkehr eingeschränkt. Die Deutsche Bahn empfiehlt Reisenden vor Antritt der Fahrt auf elektronischen Fahrplänen, z.B. auf bahn.de sowie im DB Navigator die konkrete Reiseverbindung zu überprüfen.

    5.45 Uhr: Keine Trauungen mehr - soziale Kontakte weiter eingeschränkt

    Das Rathaus Holzkirchen bleibt bis zum 19.04.2020 geschlossen, so wie viele Rathäuser in Oberbayern, wird Holzkirchen den Publikumsverkehr bis zum Beginn der Osterferien einschränken.

    Das öffentliche Leben wird im Freistaat Bayern in diesen Tagen weiter eingeschränkt, um die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland einzudämmen. Einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rathauses befinden sich aufgrund der eigenen Kinderbetreuung im Urlaub bzw. arbeiten im Homeoffice. Die Gemeindeverwaltung Holzkirchen bittet daher die Bürgerinnen und Bürger, wirklich dringende Belange, Fragen und Rückrufanfragen in diesem Zeitraum vorrangig per E-Mail an die zuständigen Abteilungen bzw. Ansprechpartner/innen zu richten, es gibt allerdings in begründeten Fällen persönliche Termine nach Vereinbarung. Auch die nächsten Gemeinderatstermine entfallen, so der Bürgermeister.

    Montag, 16. März

    15.37 Uhr: Oberbürgermeister Reiter ruft Bevölkerung zur Besonnenheit auf

    Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Münchner Bevölkerung aufgefordert ruhig zu bleiben. Es gebe eine Gesundheitskrise, aber keine Versorgungskrise, für Hamsterkäufe bestehe kein Grund, so Reiter in einer von der Stadt veröffentlichten Stellungnahme.

    Mit der Ausrufung des Katastrophenfalls von Seiten der Staatsregierung würden einschneidende Maßnahmen ergriffen. Um diese für die Münchnerinnen und Münchner etwas abzufedern, wurde laut Reiter das Sozialreferat beauftragt, schnelle und unkomplizierte Hilfen zu organisieren. Wenn jemand zum Beispiel Hilfe beim Einkaufen benötige oder Probleme habe die Miete oder Lebensmittel nicht mehr zahlen zu können. Betroffene, die aufgrund des Katastrophenfalls rasch Hilfe brauchen, sollen sich an die Sozialbürgerhäuser wenden, heißt es in der von der Stadt veröffentlichten Stellungnahme. Vermieter bittet der Oberbürgermeister von Kündigungen wegen Mietrückständen vorerst abzusehen. Ferner wurde das Kreisverwaltungsreferat beauftragt, schnellstmöglichst zu klären, welche Behördenangelegenheiten automatisch verlängert werden könnten, um den Münchnern den Gang ins KVR zu ersparen.

    15.14 Uhr: Entwicklung der Coronavirus-Fälle in München

    In München wurden am Montag (16.03.20) 18 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit sind in der Landeshauptstadt aktuell insgesamt 260 Infektionen gemeldet. Im Vergleich zum Montag vergangener Woche, an dem 16 Corona-Neuinfektionen bestätigt und insgesamt 60 Infektionen gemeldet waren, ist damit ein Anstieg an Neuinfektionen zu verzeichnen.

    14.59 Uhr: Seit heute 10 bestätigte Coronafälle im Lkr. Traunstein

    Im Zuständigkeitsbereich des Gesundheitsamtes Traunstein steigen die bestätigten Coronafälle an. Seit heute gibt weitere drei mit den neuartigen Virus Infizierte. Es handelt sich dabei um drei Männer, die sich alle in häuslicher Isolation befinden. Das Gesundheitsamt Traunstein ermittelt derzeit die Kontaktpersonen der drei Patienten. Insgesamt liegen damit im Landkreis Traunstein aktuell 10 bestätigte Fälle vor.

    14.41 Uhr: Ämter in Neuburg und Lkr. Pfaffenhofen: Massiv eingeschränkter Dienstbetrieb

    Der Neuburger Oberbürgermeister Bernhard Gmehling hat angesichts der Corona-Situation und des landesweiten Katastrophenfalls am heutigen Montag eine Stabsitzung mit folgendem Ergebnis abgehalten: Ab sofort wird der Dienstbetrieb der Stadtverwaltung massiv eingeschränkt. Das bedeutet über die bereits bekannten Schließungen öffentlicher Einrichtungen hinaus, dass auch die Stadtbücherei im Bücherturm sowie die Tourist-Info für Besucher geschlossen bleiben. Das Rathaus mit interner Verwaltung sowie die Außenstellen Kulturamt im Härtlhaus, Umweltamt in der Landschaftsstraße sowie Tiefbauamt, Stadtarchiv und Rechnungsprüfungsamt sind ebenfalls geschlossen. Außerdem wird der Kundenverkehr bei der Stadtverwaltung deutlich eingeschränkt: Anliegen soll man von nun an nur noch telefonsich oder per Mail klären. Ausnahmen gelten nur nach vorheriger Telefonvereinbarung und auschließlich für absolut unaufschiebbare Erledigungen, schreibt die Stadt in einer Pressemitteilung.

    Der Landkreis Pfaffenhofen schließt zur Eindämmung des Coronavirus das Landratsamt und die angeschlossenen Dienststellen. Ebenfalls betroffen ist die Kreisbücherei. Wie in Neuburg sind auch in Pfaffenhofen die Bürger dazu angehalten, ihre Anliegen vorrangig telefonisch oder per Mail zu klären. Unbedingt notwenidge Amtsbesuche sind nur mit vorheriger Telefonvereinbarung möglich.

    14.40 Uhr: Fürstenfeldbruck eröffnet "Drive-Through-Stelle" für Tests

    Auch in Fürstenfeldbruck wird jetzt eine "Drive-Through-Stelle" eingerichtet, an der sich Bürger auf eine Coronavirus-Infektion testen lassen können, ohne ihr Auto verlassen zu müssen. Am Dienstag wird sie in Betrieb genommen. Voraussetzung für eine Testung ist eine Bestätigung des Landratsamts, dass der Test medizinisch sinnvoll ist. Wer das abklären möchte, kann sich montags bis freitags, jeweils zwischen neun und 15 Uhr, unter der Telefonnummer 08141/ 519-7007 beraten lassen. Gegebenenfalls bekommt man dann einen Termin für die "Drive-Through-Stelle" zugeteilt.

    14.31 Uhr: Flughafen München droht keine Schließung - 35 Prozent weniger Passagiere

    Auch wenn in Baden-Württemberg der Flugverkehr eingestellt werden soll: Am Flughafen München sei das "kein Thema", sagte ein Sprecher dem Bayerischen Rundfunk. Dabei beruft man sich im Erdinger Moos auch auf Aussagen von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), wonach große deutsche Flughäfen trotz Corona-Krise offengehalten werden sollen. Unterdessen gib es für die als "massiv" bezeichneten Einbrüche im Flugverkehr auch Zahlen, die sich auf die ersten zwei Wochen des laufenden Monats beziehen: Die Zahl der Passagiere ging am Münchner Airport gegenüber dem Vorjahres-März um 35 Prozent zurück, die Zahl der Flugbewegungen um 16 Prozent.

    14.08 Uhr: Keine Verfahren an Bayerns Verwaltungsgerichten

    Wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus sollen an bayerischen Verwaltungsgerichten bis zum Ende des Monats keine Verhandlungen stattfinden. Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München habe alle Verwaltungsgerichte im Freistaat aufgerufen, den Sitzungsbetrieb zwischen dem 17. und 31. März komplett einzustellen, sagte ein Sprecher des Verwaltungsgerichtes in München.

    14.08 Uhr: Chiemseeschifffahrt reduziert Schiffverkehr auf die Inseln

    Die Chiemseeschifffahrt reduziert ihren Schiffsverkehr. Ab Dienstag (17.03.20) fahren die Schiffe von Prien und Gstadt zur Herren- und Fraueninsel in einem zweistündigen Rhythmus. Die Fahrten würden dazu dienen, die Versorgung der Inselbewohner aufrecht zu erhalten. Der aktuelle Fahrplan ab Dienstag (17.03.20) gelte bis auf Weiteres.

    13.58 Uhr: Große Veränderungen am Münchner Viktualienmarkt

    In Anbetracht der Corona-Krise reagieren auch die Betreiber des Viktualienmarkts auf die neuen Entwicklungen. Birgit Unterhuber, Pressesprecherin des Kommunalreferats, sagte dem BR, dass am heutigen Nachmittag Standlbetreiber und Verbraucher umfassend informiert werden. Laut Unterhuber, halte man sich an die Vorgaben der Staatsregierung. Demnach soll ab Mittwoch für jedes ansässige Geschäft die branchentypische Schließzeit gelten. Gastronomie-Betriebe dürfen bis 15 Uhr geöffnet haben und Lebensmittelgeschäfte sogar länger als üblich. Große Menschenansammlungen sollen in den kommenden Wochen vermieden werden. Darauf achtet die Polizei, wie an allen öffentlichen Plätzen. Eine generelle Abriegelung ist nicht geplant. Weitere Einschränkungen soll es nicht geben. Lieferengpässe sind, laut Kommunalreferat, bisher nicht abzusehen, da der Europäische Binnenmarkt nach wie vor offen sei. Sollte es dennoch zu Ausfällen von einigen Waren kommen, sei man sich sicher, flexibel umschwenken zu können, sodass kein Mangel entstehe, so Unterhuber.

    13.43 Uhr: Agentur für Arbeit Rosenheim und alle dazugehörigen Dienststellen in Oberbayern ab Mittwoch geschlossen

    Die Rosenheimer Agentur für Arbeit und die Jobcenter bleiben ab Mittwoch (18.03.20) für den Publikumsverkehr geschlossen. Das betrifft sowohl die Hauptstelle in Rosenheim sowie die Geschäftsstellen in Holzkirchen, Bad Tölz und Wolfratshausen als auch die Jobcenter Stadt und Landkreis Rosenheim und Bad Tölz-Wolfratshausen. Alle Einrichtungen seien aber weiterhin telefonisch erreichbar. Die Agentur für Arbeit rechnet hier mit einem sehr hohen Anrufaufkommen, deswegen müssen die Kapazitäten auch technisch verstärkt werden, was einige Tage in Anspruch nehmen könne. Deswegen könne die Erreichbarkeit vereinzelt eingeschränkt sein, heißt es. Alle persönlichen Gesprächstermine entfallen ohne Rechtsfolgen. Die Agentur für Arbeit Rosenheim betont: "Wenn jetzt Termine entfallen oder persönlicher Kontakt nicht möglich ist, entstehen für unsere Kundinnen und Kunden keine finanziellen Nachteile. Wir agieren so gut es geht in diesen schwierigen Zeiten unbürokratisch und flexibel, so dass die Versorgung aller Menschen, die auf die Geldleistungen von Jobcenter oder Arbeitsagentur angewiesen sind, sichergestellt ist". Das gelte auch für die Auszahlung von Kindergeld und Kinderzuschlag. Arbeitslosenmeldungen können telefonisch erfolgen, ein Antrag auf Grundsicherung könne formlos in den Hausbriefkasten eingeworfen werden.

    13.25 Uhr: Wirte: Klare Ansage gut, aber "schwerer Gang" für Gastronomie

    Nach den von der Staatsregierungen verkündeten Einschränkungen für Gaststätten reagiert der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke, mit Verständnis aber auch mit Sorge. Dem Bayerischen Rundfunk sagte er: "Generell sind wir dankbar, dass es ganz klare Aussagen gibt und die Regierung Handlungsfähigkeit dokumentiert. Das ist ein gutes Zeichen, weil die Leute auch ein wenig Orientierung brauchen. Für uns als Gastronomen ist das ein ganz schwieriger Gang. Ich mache das über 45 Jahre und habe so etwas noch nie erlebt."

    Für die großen Gaststätten in der Innenstadt lohne sich ein Betrieb mit nur maximal 30 Gästen nicht: "Das ist betriebswirtschaftlich absolut nicht darstellbar." Man werde sich jetzt überlegen, ob man weiter öffnen soll. Auf der einen Seite könne es helfen ein Signal zu setzen, eine gewisse moralische Verpflichtung gegenüber unseren Gästen und auch der Bevölkerung. Auf der anderen Seite "hilft es nichts wenn die ganzen Betriebe irgendwann betriebswirtschaftlich hinten runterfallen und die Mitarbeiter auf der Straße stehen".

    Kündigungen wolle man möglichst vermeiden, zumal gute Fachkräfte in der Gastronomie schwer zu bekommen seien. Die Arbeitsagentur zeige sich sehr kooperativ bei der Vermittlung von Kurzarbeitergeld. Die Frage sei jedoch, wie lange man die Beschränkungen durchhalten könne. "Die gesamte Gastronomie ist mit keiner großen Kapitaldecke ausgestattet."

    Angekündigte Notfallkredite des Staates seien nur eine begrenzte Hilfe: "Das Problem an Krediten ist, dass man sie zurückzahlen muss. Und dann muss man hinterher das Doppelte verdienen."

    13.04 Uhr: Hellabrunn ab 17.März für Besucher geschlossen

    Um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, bleibt der Münchner Tierpark Hellabrunn nach behördlicher Anordnung ab Dienstag (17.03.20) bis auf Weiteres für Besucher geschlossen. Oberstes Ziel ist der gesundheitliche Schutz der Bevölkerung.

    "Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Coronavirus gilt es, das öffentliche Leben und nicht alltagsnotwendige Unternehmungen in den kommenden Wochen herunterzufahren und Solidarität zu zeigen", teilt Tierparkdirektor Rasem Baban mit. "Um die exponentielle Verbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, wurde die vorübergehende Schließung des Tierparks angeordnet. Die Versorgung aller Tiere ist selbstverständlich auch weiterhin ausnahmslos sichergestellt“, so Baban.

    13.03 Uhr: Krise laut Hainer für FC Bayern "Herausforderung"

    Vereinspräsident Herbert Hainer bezeichnet die wirtschaftlichen Folgen der aktuellen Coronavirus-Krise auch für den FC Bayern München als eine "große Herausforderung". Der 65-Jährige sieht den deutschen Rekordmeister, der in der Fußball-Bundesliga die größte Finanzkraft besitzt, aber "hervorragend aufgestellt", wie er am Montag der Deutschen Presse-Agentur sagte: "Wir blicken trotz dieser immensen Herausforderung, die wir alle nur gemeinsam bewältigen können, zuversichtlich in die Zukunft."

    Es gebe aber "aktuell weit größere Probleme und Sorgen als die des Fußballs", betonte der ehemalige Chef des Sportartikelherstellers Adidas: "Die Bayerische Staatsregierung hat am Montagvormittag den Katastrophenfall ausgerufen, das zeigt den Ernst der Lage." Der FC Bayern will als Verein mit den meisten Mitgliedern und Fans in Deutschland "versuchen, ein Vorbild in unserem täglichen Handeln zu sein. Das ist ein wichtiger Beitrag, den wir als Verein leisten können", sagte Hainer. "Jeder Einzelne ist gefragt. Jeder Einzelne ist nun wichtig", lautet sein Appell an die Bevölkerung.

    Gespannt ist Hainer auf die Ergebnisse der Sitzung der Deutschen Fußball Liga, die sich am Montag in Frankfurt mit Szenarien zur weiteren Bundesligasaison befasst, und einer Videokonferenz der UEFA am Dienstag zur geplanten EM in diesem Sommer. "Diese beiden Sitzungen der Spitzen des Fußballs sind wichtig, aber jeder weiß: In diesen Tagen muss man bei Beschlüssen flexibel bleiben und die Situation täglich neu bewerten", meinte der Präsident des FC Bayern. Die EM stehe "besonders auf dem Prüfstand". Er könne sich eine Austragung der Turniers im Zeitraum vom 12. Juni bis 12. Juli "zum jetzigen Zeitpunkt beim besten Willen nicht vorstellen".

    12.07 Uhr: Straßenzeitung "Biss" stellt Verkauf wegen Corona vorerst ein

    Die Münchner Straßenzeitung "Biss" stellt den Verkauf zum Schutz der Verkäufer und Kunden ab sofort ein. Die mehr als 100 Verkäufer der Zeitung, die meist obdachlos oder in sozialen Schwierigkeiten sind, werden weiterhin finanziell unterstützt. "Wir lassen unsere Verkäufer nicht hängen, keiner muss Angst um seinen Arbeitsplatz haben", sagte Karin Lohr, die Geschäftsführerin von "Biss" demnach. Sie behielten durch die Festanstellung auch den vollen Schutz ihrer Krankenversicherung.

    11.41 Uhr: Berchtesgadener Land: neun bestätigte Corona-Fälle

    Im Landkreis Berchtesgadener Land gibt es weitere Coronavirus-Infektionen. Wie das Gesundheitsamt im Landratsamt Berchtesgadener Land mitteilt, gibt es inzwischen neun bestätigte Corona-Fälle. Die infizierten Personen befinden sich alle in häuslicher Quarantäne. Auch die engen Kontaktpersonen der Infizierten sind bereits in häuslicher Quarantäne, weitere Kontaktpersonen werden derzeit ermittelt. Das Landratsamt richtet zur Information der Bürgerinnen und Bürger ein Bürgertelefon ein und bittet, ab sofort nur noch in dringenden, nicht aufschiebbaren Angelegenheiten in das Gesundheitsamt zu kommen.

    11.02 Uhr: Deutscher Bob- und Schlittensportverband reagiert auf Corona-Krise

    Der Deutsche Bob- und Schlittensportverband in Berchtesgaden reagiert auf die Corona-Krise und hat umfangreiche Maßnahmen beschlossen. Die Mitarbeiter, Trainer, Techniker und Betreuer werden hauptsächlich im Homeoffice arbeiten, die Geschäftsstelle ist bis auf weiteres nur sporadisch besetzt. Auslandsreisen und Trainingslager der Sportler finden nicht mehr statt. Die Bob- und Skeletonteams haben ihr Trainingslager in Lake Placid vorzeitig beendet und sind alle wieder zurück in Deutschland. Der komplette Trainingsbetrieb wird bis 19. April 2020 eingestellt. Der Bahnbetrieb auf allen vier deutschen Kunsteisbahnen ist eingestellt. Es werden auch keine Bahnführungen für Besucher durchgeführt.

    10.13 Uhr: Vier Maschinen starten am Flughafen München zur Urlauberrückholung

    Am Münchner Flughafen sind in der Früh zwei leere Flugzeuge in Richtung Teneriffa abgeflogen. Sie sollen Urlauber, die sonst wegen der coronabedingten Reisebeschränkungen nicht zurückkehren könnten, nach Deutschland transportieren. Wann die Maschinen aus Teneriffa wieder im Erdinger Moos landen, konnte ein Flughafen-Sprecher noch nicht sagen. Am Nachmittag sollen zwei weitere Maschinen nach Bridgetown auf Barbados fliegen und dann wohl morgen zurückkommen.

    Unterdessen ist von "massiven Einbrüchen" im Flugbetrieb insgesamt die Rede. Am Flughafen München starten und landen heute nach jetzigem Stand aber immer noch 700 Flugzeuge - regulär wären es mehr als 1000. Unklar ist allerdings, wie viele Passagiere noch in den Flugzeugen sitzen.

    10.02 Uhr: Einreisekontrollen nach Deutschland - ruhiger Auftakt am Grenzübergang Walserberg

    Ruhiger Auftakt der Einreisekontrollen nach Deutschland auf der A8 am Grenzübergang Walserberg. Seit 08.00 Uhr kontrollieren Bundespolizisten mit Mundschutz und Handschuhen nach Deutschland einreisende Menschen. Wer keine Berechtigung dazu hat, wird zurückgeschickt. Bis zum späten Vormittag hat es noch nicht viele getroffen, es ist auffällig ruhig an der Autobahn bei nur mäßigem Verkehr. Offensichtlich haben sich die deutschen Einreisekontrollen schon herumgesprochen.

    Laut Maximilan Wirz von der Bundespolizei Freilassing werden alle Menschen zurückgeschickt, die nicht zur Einreise berechtigt sind. Einreisen dürfen danach nur noch deutsche Staatsangehörige, Ausländer mit Aufenthaltstitel und Wohnsitz in Deutschland, Berufspendler und Menschen mit sonstigen triftigen Gründen, die im Einzelfall geprüft werden. Nicht betroffen ist der Güter- und Warenverkehr.

    Wer nicht einreisen darf, wird am Grenzübergang von der Autobahn ausgeleitet und muss zurück auf die B21 fahren. Laut Maximilan Wirz sorgt die Bundespolizei aber auch dort dafür, dass niemand der Ausgeleiteten auf der Bundesstrasse weiter nach Deutschland fährt, sondern wieder zurück nach Österreich.

    8.32 Uhr: Herrmann: Wegen Corona womöglich Stichwahl in Kommunen nur per Brief

    Die in rund zwei Wochen angesetzte Stichwahl in vielen bayerischen Kommunen findet wegen der Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus womöglich ausschließlich als Briefwahl statt. "Bei der Abhaltung der Stichwahlen in Bayern denken wir darüber nach, diese nur noch per Briefwahl abzuhalten, um die Risiken zu verringern", sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag in einem Interview des Bayerischen Rundfunks ("Bayern2 Radiowelt am Morgen").

    Zugleich verteidigte Herrmann, dass die erste Runde der Kommunalwahl am Sonntag wie üblich auch in Wahllokalen durchgeführt worden war. Dies sei trotz der Krisensituation zu verantworten gewesen. Zu vorangegangenen Spekulationen über eine Absage sagte er: "Angesichts der intensiven Vorbereitungen wäre das falsch gewesen."

    Die geplante Ausrufung des Katastrophenfalls in Bayern hält der Innenminister für die geeignete Maßnahme, um die schnelle Ausweitung des neuartigen Coronavirus zu unterbinden. "Dann ist es möglich, dass das Innenministerium alle Weisungen zur Abwehr von Corona zentral erteilen kann. Dazu gehört, dass uns das Katastrophenschutzgesetz die Möglichkeit gibt Einrichtungen und Ausrüstungen zu beschlagnahmen", sagte Herrmann. Er gehe aber zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon aus, dass solche drastischen Maßnahmen nicht nötig sein werden. Es gebe auch weiter keinerlei Probleme bei der Lebensmittelversorgung.

    3.30 Uhr: Oberammergauer Passionsspiel wegen Corona-Virus vor dem Aus?

    Am 16. Mai sollte eigentlich Premiere für die Passionsspiele 2020 in Oberammergau sein. Noch wird an dem Termin festgehalten - doch wegen dem Corona-Virus ist fraglich wie lang noch. Eine Verschiebung oder sogar ein kompletter Ausfall wäre für Oberammergau eine Katastrophe - aber die wird immer wahrscheinlicher.

    Oberammergau lebt für und von der Passion - rund eine halbe Million Besucher aus aller Welt werden zu den Pestspielen alle zehn Jahre erwartet. Rund 30 Millionen Euro spielt das allein für Hotels und Gaststätten ein. In die Vorbereitung sind bereits rund 15 Millionen Euro geflossen, seit Jahren wird an Kostümen und Bühnenbild gearbeitet. So gut wie der halbe Ort spielt oder singt bei den Passionsspielen mit - seit Monaten wird intensiv geprobt. Der gestern wiedergewählte Landrat von Garmisch-Partenkirchen Anton Speer, hat zwar noch keine Entscheidung gefällt aber es werde nicht mehr lang dauern. Er sprach den Teilnehmern schon jetzt sein Bedauern aus. Gegenüber dem Bayerischen Rundfunk sprach Speer von einer sehr schweren Entscheidung, die demnächst getroffen werden soll. Letztlich würde aber die Gesundheit der Teilnehmer und Besucher im Vordergrund stehen. Er sicherte schon jetzt der Ort Oberammergau jegliche Unterstützung zu. Heute will sich Landrat Speer auf den aktuellen Stand bei der Regierung von Oberbayern bringen lassen und sich mit Experten beraten. Am Abend trifft sich der Gemeinderat Oberammergau zu einer Sondersitzung. Dabei werden die Verantwortlichen der Passionsspiele verschiedene Szenarien und die Folgen für den Ort präsentieren. Von Verschiebung um Monate bis hin zu Jahren und sogar eine Totalabsage - alles ist derzeit möglich.