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Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 13. April bis 19. April | BR24

© dpa/Peter Kneffel

Die Polizei kontrolliert regelmäßig die geltenden Ausgangsbeschränkungen, wie hier zum Beispiel im Englischen Garten in München.

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    Corona in Oberbayern: Die Ereignisse vom 13. April bis 19. April

    Eine 97-jährige Frau übersteht eine Corona-Infektion, die Polizei ahndet Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen. Hier finden Sie die Ereignisse der Coronakrise in Oberbayern im chronologischen Überblick vom 13. April bis zum 19. April.

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    Sonntag, 19. April

    12.42 Uhr Polizei München informiert über Auflösung von unerlaubter Party

    Die Münchner Polizei hat im nördlichen Stadtdteil Am Hart heute Nacht eine unerlaubte Party gewaltsam aufgelöst. Dabei wurden drei Beamte leicht verletzt.

    Ein 21-Jähriger hatte sich den Streifen in den Weg gestellt und musste laut Polizei gewaltsam überwältigt werden. Ein Zeuge hatte gegen halb ein Uhr den Notruf gewählt und gemeldet, dass mehrere Personen in einer Wohnung und auf dem dazugehörigen Balkon feierten. Vier Streifen fuhren daraufhin zu dem betroffenen Mehrfamilienhaus. Als sie das Treppenhaus betreten wollten, versuchte ein Partygast, die Eingangstür zu schließen.

    Nach Angaben der Polizei verhielt sich der 21-Jährige aggressiv und reagierte nicht auf die Aufforderung, sich von der Tür zu entfernen. Daraufhin überwältigten und fesselten die Streifen den Mann, drei Beamte wurden bei der Aktion leicht verletzt. Sie erlitten Prellungen an Armen und im Gesicht, sind aber weiter dienstfähig. In der Wohnung konnten die Einsatzkräfte weitere acht feiernde Schüler und Auszubildende feststellen, zwischen 16 und 21 Jahre alt.

    Nur der 18-jährige Gastgeber wohnte in dem Haus, seine Gäste erhielten Platzverweise und mussten die Party verlassen. Alle Feiernden, fünf Frauen und vier Männer, wurden wegen eines Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz angezeigt. Bei dem 21-jährigen, der den Einsatz verhindern wollte, wurde ein Alkoholwert von über ein Promille festgestellt. Gegen ihn wird zusätzlich wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung ermittelt.

    11.57 Uhr: BRK-Präsident fordert Neuorganisation des Katastrophenschutzes in Bayern

    Das Bayerische Rote Kreuz (BRK) wirft den Verantwortlichen vor, beim Katastrophenschutz Weichen nicht so gestellt zu haben, um einer Krise wie der aktuellen gewachsen zu sein. "Der Katastrophenschutz wurde sukzessive kaputtgespart", wird Präsident Theo Zellner in einer Pressemitteilung zitiert. Mit dem Ende des Kalten Krieges seien Vorhaltungen für den Katastrophenschutz zurückgefahren worden, weil man meinte, "so was nicht mehr zu brauchen". Heute rächten sich die Einsparungen der vergangenen rund 30 Jahre. "Diese Krise lehrt uns alle." Nach Angaben des Präsidenten ist das BRK seit fast zehn Wochen mit dem Thema der Materialbeschaffung befasst und hat bisher Rechnungen in zweistelliger Millionenhöhe beglichen. "Die Preise für solche Güter sind horrend. Keiner hat geahnt, dass billigste Einmalartikel wie Handschuhe, Schutzkittel oder OP-Masken in einem entwickelten Land wie Deutschland knapp werden könnten." Zellner zufolge ist das der Preis der Globalisierung. Statt blind auf die Mechanismen der Märkte zu vertrauen, plädiert er für mehr Dezentralisierung, um so die Grundversorgung sicherzustellen.

    Reihentests für Rettungskräfte und in Heimen

    Dringenden Handlungsbedarf sieht der BRK-Präsident aufgrund der hohen Infektionszahlen bei den Alten- und Pflegeheimen. Es sei zwingend notwendig, dass regelmäßige Reihentestungen der Pflegekräfte sowie der Bewohnerinnen und Bewohner stattfinden.

    Aus Zellners Sicht sind es derzeit vor allem die Mitarbeitenden in den Alten- und Pflegeheimen, den Kliniken und dem Rettungsdienst, die das System am Laufen halten. "Klar ist: Nach dieser Krise gilt es, alles daran zu setzen, diese Berufe grundlegend aufzuwerten und ihnen die Anerkennung zukommen zu lassen, die sie verdienen."

    Samstag, 18. April

    15.23 Uhr: Oberbayerische Polizei ahndet Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkung

    Mit der Bierflasche auf einer Bank sitzen oder mit anderen rumstehen oder sitzen und Alkohol trinken, so etwas ahndet die Polizei in Oberbayern. Von Freitag bis Samstag früh hat allein die Münchner Polizei über 6900 Kontrollen durchgeführt. Dabei beanstandeten die Beamten 152 Verstöße, 151 betrafen die Ausgangsbeschränkung. Ein Zeuge alarmierte in der Münchner Fasanerie die Polizei, weil er den Eindruck hatte, dass sich in seiner Straße mehrere Personen getroffen hätten und laut wären, ohne einen triftigen Grund dafür zu haben. Eine Streife fand dort zwei 18-Jährige vor, die Alkohol konsumierten. Nachdem sie keinen triftigen Grund angeben konnten und auch keinen Mindestabstand zueinander einhielten, erteilte die Polizei einen Platzverweis und zeigte sie wegen Verstoßes gegen das Infektionsgesetz an. In Freising haben am späten Freitagabend Polizeibeamte vier junge Männer beim Trinken von alkoholischen Getränken auf einer Bank sitzend angetroffen. Auch sie erwartet jeweils eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige. Weil bei den Männern auch etwas Marihuana gefunden wurde, erhielten sie zudem eine Strafanzeige.

    14.37 Uhr Autowerkstätten dürfen Reifen wechseln

    Bayerns Innenminister Joachim Herrmann weist darauf hin, dass der Reifenwechsel von Winter- auf Sommerreifen aus sicherheitsrelevanten Gründen ausdrücklich erlaubt ist. "Der Wechsel von Winter- auf Sommerreifen oder wenn man abgefahrene Reifen hat, zählt als triftiger Grund, um im Rahmen der aktuellen Ausgangsbeschränkungen die Wohnung zu verlassen und eine Kfz-Werkstatt aufzusuchen", wird Herrmann in einer Pressemitteilung zitiert. Der TÜV empfehle einen Reifenwechsel spätestens im April, weil Reifenverschleiß und Spritverbrauch mit Winterreifen im Sommer unverhältnismäßig hoch sein können. In diesem Zusammenhang erinnert der Innenminister noch mal daran, dass Kfz-Werkstätten geöffnet haben dürfen.

    12.27 Uhr: Digitales Gedenken des aliierten Bombenangriffs in Erding vor 75 Jahren

    Mit einem digitalen Gedenken erinnert Erding an die 120 Opfer des alliierten Bombenangriffs vor genau 75 Jahren. Dabei werden auch bislang unveröffentlichte Akten aus US-amerikanischen Archiven präsentiert. Die ursprünglich geplante öffentliche Veranstaltung ist wegen der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen und Versammlungsverbote derzeit nicht möglich. Aus den gleichen Gründen wurde die Eröffnung einer historischen Ausstellung im Museum Erding verschoben. Um 15.10 Uhr - dem Zeitpunkt des Bombenangriffs - wird eine Live-Schaltung in der Facebook-Gruppe "Erding Tower tours" erfolgen. Die Teilnehmer bekommen eine digitale Führung durch die Innenstadt und legen um 15.18 Uhr zum Gedenk-Glockengeläut vom Stadtturm eine Schweigeminute ein. Bei dem Live-Stream werden zudem die neuen Forschungsergebnisse vorgestellt. Diese gehören ebenso wie Zeitzeugenberichte auch zu den Themen eines Dokumentarfilms, der auf dem neuen Internetportal www.erding-geschichte.de des Erdinger Historikers Giulio Salvati gezeigt wird und die historischen Hintergründe des Gedenktages ausführlich beleuchtet.

    10.12 Uhr: Münchner Stadtrat wird im Deutschen Theater tagen - wegen Corona

    Der Münchner Stadtrat zieht wegen Corona demnächst um: Die Eröffnungssitzung mit der Vereidigung am 4. Mai und voraussichtlich auch die folgenden Plenarsitzungen finden im Deutschen Theater statt. Dort können die Abstandsregeln auch dann eingehalten werden, wenn alle 80 Mandatsträger zusammenkommen.

    Ferienausschuss tagt noch im Rathaus

    Normalerweise werden die Stadträte im Alten Rathaus vereidigt, die anderen Sitzungen werden im Neuen Rathaus abgehalten. Dort wird der bisherige Stadtrat auch am 27. April noch einmal tagen - allerdings erneut nur als "Ferienausschuss". Dabei handelt es sich um ein personell reduziertes Stadtratsgremium, wie es sonst nur in Urlaubszeiten eingesetzt wird. Ob in der Eröffnungssitzung auch bereits die Stellvertreter von Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) aus den Reihen des Stadtrats gewählt werden, hängt vom Verlauf der Koalitionsverhandlungen ab, die Grüne und SPD derzeit führen. Ziel ist aber, dass sie bis zum 4. Mai abgeschlossen sind.

    09.09 Uhr: Österliche Orgelmusik aus dem Erzbistum München und Freising online

    Öffentliche Gottesdienste gibt es keine wegen Corona, aber auf Orgelkonzerte aus den Kirchen müssen Gläubige und säkulare Freunde dieser Musik nicht verzichten. Organisten aus dem Erzbistum München und Freising haben österliche Werke eingespielt, die nun als Videos im Internet abrufbar sind – unter www.erzbistum-muenchen.de/orgelmusik-ostern sowie über die Social-Media-Kanäle des Erzbistums.

    Ob "Allein Gott in der Höh sei Ehr“, das Händel-Halleluja aus dem Oratorium "Der Messias" oder eine Bearbeitung des ältesten erhaltenen liturgischen Gesangs in deutscher Sprache "Christ ist erstanden" – Werke aus unterschiedlichen Zeiten werden von Organisten an den Orgeln verschiedener Kirchen im Erzbistum präsentiert. So sind etwa die Woehl-Orgel in Mariä Himmelfahrt Prien (gespielt von Bartholomäus Prankl) oder die Orgel von Herz Jesu in München-Neuhausen (gespielt vom stellvertretenden Musikdirektor der Erzdiözese München und Freising, Christian Bischof) zu hören.

    Freitag,17. April

    17.20 Uhr: Hotelverband fordert Zeitplanung für Öffnung des Gastgewerbes

    Die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands, Angela Inselkammer, fordert Klarheit darüber, wann das Gastgewerbe wieder geöffnet werden kann. Im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk sagte Inselkammer in der Sendung radioWelt am Abend: "Wir leiden, wir können unseren Verpflichtungen nicht mehr nachkommen. Und wir wissen nicht mal einen genauen Zeitpunkt, wann es wieder losgeht. Das ist wirklich ganz, ganz schwierig für uns."

    Die Verbandschefin machte klar, dass die Hotel- und Gaststättenbetriebe den derzeit geltenden Mindestabstand und die Hygienevorschriften einhalten können: "Es ist für uns ganz wichtig, dass unsere Gäste bei uns nicht zu Schaden kommen. [...] Es darf halt im Biergarten wie im Restaurant immer nur eine zusammengehörige Gruppe an einem Tisch Platz nehmen. Da kann man nicht zusammenrutschen, das geht halt nicht im Moment."

    Inselkammer betonte, es würde respektiert, was die Staatsregierung bisher getan habe und appellierte: "Wir brauchen dringend Hilfen weiterhin. Wir wollen doch nicht, dass Bayern nachher komplett anders aussieht."

    Mit Blick auf das Oktoberfest sagte Inselkammer: "Wenn die Wiesn funktionieren darf, dann muss ja alles andere komplett wieder wie vorher funktionieren. Da ist ja Nähe ein Teil des Programms." Die Verbandschefin fügte an: "Wenn die Wiesn einmal ausfällt, das kann man vielleicht verkraften, obwohl das für die Schausteller eine Katastrophe ist. Aber die ganze Gastronomie und Hotelierie flächendeckend in Bayern, die alle kaputt zu machen, das ist verheerend."

    17.06 Uhr: Maskengebot auch in Zügen der Bayerischen Regiobahn

    Ab 20. April wird das Zugangebot auf allen Strecken der Bayerischen Regiobahn (BRB, jetzt gemeinsamer Name für Meridian, BOB und Bayerische Regiobahn) wieder erhöht. Am 4. Mai ist dann die Rückkehr zum nahezu vollen Regelbetrieb geplant. Außerdem gilt jetzt auch in Zügen der BRB ein Maskengebot. Vor allem in den Morgen- und Abendstunden sollen ab 20. April Verbindungen wieder aufgenommen werden, die bisher ausgefallen waren. Auch die Verbindungen nach und von Kufstein können in Absprache mit den Behörden, die die erforderlichen Grenzkontrollen durchführen werden, zum 20. April wieder aufgenommen werden. Ab dem 4. Mai wird die BRB dann wieder zu ihrem regulären Fahrplanangebot zurückkehren, mit einigen wenigen Einschränkungen. Rein touristische Züge wie beispielsweise der Neuschwansteinexpress und von Ausflüglern genutzte Verbindungen an Wochenenden werden nach wie vor nicht angeboten, solange die Ausgangsbeschränkungen andauern.

    Außerdem fordert die BRB, dass die Fahrgäste nicht auch bei Zugfahrten einen Mundschutz tragen. Auch so genannte Community-Masken, die selbst genäht und wiederverwertet werden können, sind laut Unternehmen möglich und verbessern den Schutz. Handelt es sich bei den Masken um solche zur einmaligen Verwendung, seien diese nach dem Verlassen des Zuges zu entsorgen. "Sie vermindern so das Ansteckungsrisiko deutlich und schützen so andere Fahrgäste, unsere Mitarbeitenden und auch sich selbst", meint Fabian Amini, Geschäftsführer der Bayerischen Oberlandbahn GmbH und der Bayerischen Regiobahn GmbH.

    17.00 Uhr: Imam Idriz: Söder darf Muslime nicht vergessen

    Der muslimische Geistliche Benjamin Idriz hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aufgefordert, in den Dialog mit Kirchenvertretern zur Corona-Krise auch den Islam einzubeziehen. "Bekanntlich stellt der Islam nach dem Christentum die mit Abstand größte Religionsgemeinschaft im Freistaat", schrieb der auch über seine Islamische Gemeinde in Penzberg hinaus bekannte Imam Idriz am Freitag in einem Brief an Söder.

    Konkret wünsche er sich, dass bei einer geplanten Unterredung zwischen dem Regierungschef und Kirchenvertretern auch Muslime beteiligt werden. Andernfalls sei dies ein negatives Signal für viele Muslime, "die Bayern als ihre Heimat und die ihrer Kinder sehen". Am 23. April beginnt der muslimische Fastenmonat Ramadan mit dem üblicherweise dazugehörigen Fastenbrechen. Dieses Jahr stünden Muslime aber durch die wegen des Coronavirus erlassenen Ausgangsbeschränkungen beim Fasten vor besonderen Herausforderungen, so Idriz.

    14.54 Uhr: Spendenaktion "Corona-Hilfe" der Stadt München kommt gut an

    Die Spendenaktion "Corona-Hilfe" der Stadt München kommt gut an. Auf dem Spendenkonto sind bereits viele Einzelspenden eingegangen, der Stand liegt aktuell bei über 70.000 Euro. Die Aktion "Helft den Helfern" etwa konnte so verschiedene Projekte unterstützen. So gab es kleine Aufmerksamkeiten für die Mitarbeitenden in Altenheimen und Kliniken sowie Süßigkeiten für Kinderheime. Ein Sprecher des Sozialreferats sagte: "Wir freuen uns sehr, dass die Spenderinnen und Spender uns in die Lage versetzen, den versteckten Helden zu danken." Außerdem wurden mit den Spenden für die "Corona-Hilfe" ein Münchner Einkaufshilfe-Service und eine Hilfe-Hotline unterstützt.

    Spenden kann man an folgende Bankverbindung des Spendenkontos zur "Corona-Hilfe" Verwendungszweck: 93254151830081 Spende Corona Stadtsparkasse München IBAN: DE86 7015 0000 0000 2030 00 Postbank München IBAN: DE78 7001 0080 0000 9198 03 HypoVereinsbank München IBAN: DE34 7002 0270 0000 0813 00.

    14.25 Uhr: LGL meldet 36 neue Todesfälle für Oberbayern

    Das LGL Bayern meldet auf seiner Coronavirus-Gesamtübersicht der bayerischen Bezirke 36 neue Todesfälle in Oberbayern. Insgesamt klettert die Zahl der Toten damit auf 388. Als Todesfälle zählt das LGL Personen, die sowohl mit als auch an SARS-CoV-2 verstorben sind. Die Zahl der Infektionen steigt auf 16.494, damit wurden seit gestern 336 Neuinfektionen in Oberbayern gezählt. Oberbayern hat damit die höchsten Falllzahlen aller bayerischen Bezirke. Pro 100.000 Einwohner gibt es in Oberbayern derzeit rund 352 Fälle. Nur die Oberpfalz zählt mit 364 mehr Fälle in Bayern pro 100.000 Bewohner. Am stärksten betroffen in Oberbayern ist weiterhin der Landkreis Rosenheim mit 653 Fällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt vom Landkreis Freising mit 491 Einwohnern und dem Landkreis Miesbach mit 480 Fällen. Am wenigsten betroffen ist der Landkreis Eichstätt (160 Fälle / 100.000 Einwohner).

    14.05 Uhr: Gedenkstätten wollen trotz Corona-Krise an KZ-Opfer erinnern

    Im Freistaat soll auch in der Corona-Krise an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert werden. Anlässlich des 75. Jahrestages der Befreiung der Konzentrationslager Dachau und Flossenbürg will die Stiftung Bayerische Gedenkstätten mit Beiträgen im Internet an das Leid der Opfer erinnern. Zum Holocaust-Gedenktag in Israel am 20. April veranstaltet auch das NS-Dokumentationszentrum in München nach Angaben vom Freitag ein virtuelles Gedenken.

    Die Gedenkfeiern in Flossenbürg am 26. April und in Dachau am 3. Mai wurden wegen der Ausbreitung des Coronavirus abgesagt. Unter den Gästen wären Überlebende und Nachkommen von Überlebenden gewesen. Die Leiter der Gedenkstätten wollen nun Beiträge über das Schicksal von KZ-Häftlingen im Internet veröffentlichen. Zudem sollen Grußworte von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) online gestellt werden. Die Gedenkstätten bleiben vorerst geschlossen.

    Das NS-Dokuzentrum lädt Interessierte gemeinsam mit dem Generalkonsulat des Staates Israel zu einem virtuellen Gedenken ein. Eine Teilnahme ist am 20. April (19 Uhr) über die «Facebook»-Seite der Einrichtung möglich.

    14.00 Uhr: Lufthansa reduziert Flugplan - Folgen für München

    Die Lufthansa dünnt den Flugplan weiter aus, und das hat auch für den Flughafen München Folgen: Die täglichen Verbindungen nach Zürich, Brüssel und Wien werden ab 4. Mai gestrichen. Momentan werden noch elf Starts am Tag abgewickelt. Neben den drei genannten sind das je zwei Flüge nach Düsseldorf, Hamburg, Berlin und München.

    12.37 Uhr: Rosenheim öffnet Parkanlagen - Spielplätze und Skate-Parks bleiben gesperrt

    Rosenheim öffnet sämtliche städtische Parkanlagen und Liegewiesen an den Badeseen wieder. Das hat die Führungsgruppe Katastrophenschutz heute beschlossen. Kinderspielplätze und Skate-Parks bleiben jedoch weiterhin gesperrt. Geöffnet sind ab sofort wieder die Liegewiesen an den Happinger Seen, der Riedergarten, der Salingarten, der Luitpoldpark, der Hohenzollernpark und der gesamte Mangfallpark. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz erinnert aber gleichzeitig an das Abstandsgebot und empfiehlt, gegebenenfalls Nasen-Mund-Schutz zu tragen. „In der Stadt Rosenheim sind zum heutigen Zeitpunkt 345 Menschen infiziert. Deshalb muss Vorsicht weiterhin das Gebot der Stunde sein“, so der Leiter der Führungsgruppe Hans Meyrl.

    12.25 Uhr: Münchner Opernfestspiele abgesagt

    Die Münchner Opernfestspiele sind aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt. Wie die Bayerische Staatsoper mitteilte, könnten die Festspiele auf Anordnung des Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst nicht stattfinden, ebenso entfielen alle sonstigen geplanten Vorstellungen dieser Spielzeit. Damit ist die Spielzeit 2019/20 der Bayerischen Staatsoper mit sofortiger Wirkung beendet.

    Die Absage der verbleibenden Saison und der Münchner Opernfestspiele schmerze sehr, so Intendant Nikolaus Bachler wörtlich: "In den letzten Wochen haben wir mehrere Szenarien für die Durchführung der Festspiele durchgespielt, die vor allem die Sicherheit und Gesundheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kunstschaffenden und Publikum sicherstellen sollten. Keine der Optionen hat sich allerdings als praktikabel und zufriedenstellend herausgestellt."

    Nun werde geprüft, welche Premieren zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden könnten und welche Aktivitäten im digitalen Umfeld möglich seien.

    Bachler forderte die Politik auf, die Kultur, nicht "auf dem Abstellgleis" zu parken, sondern als unverzichtbar anzuerkennen. "Unser aller Gesundheit ist wichtig, zu ihr gehört aber auch unser soziales wie kulturelles Wohlbefinden."

    Die Münchner Opernfestspiele waren zwischen dem 22. Juni und dem 31. Juli 2020 geplant.

    11.30 Uhr: MVV empfiehlt Tragen von Masken

    Der Münchner Verkehrsverbund (MVV) empfiehlt seinen Fahrgästen dringend, in Bussen, U- und S-Bahnen und der Tram Masken zu tragen. Ein Grund: Der MVV erwartet in den kommenden Wochen wieder mehr Fahrgäste. Und ein sogenannter Mund-Nasen-Schutz könne den Infektionsschutz verbessern.

    MVV-Geschäftsführer Dr. Bernd Rosenbusch bat die Fahrgäste, gerne auch eine selbstgenähte Abdeckung oder ein Halstuch zu tragen, wenn sie mit Bus und Bahn unterwegs sind. Beim MVV hat man den Eindruck, dass viele Fahrgäste das in den letzten Tagen schon umsetzen.

    Zusätzlich dazu plädierte der MVV an die Arbeitgeber, weiterhin flexible Arbeitszeiten anzubieten und an die Arbeitnehmer, diese auch zu nutzen. Damit könnten Menschenansammlungen zu Hauptverkehrszeiten vermieden werden. Weiterhin bleibt wichtig, die bekannten Hygieneregeln einzuhalten – also sorgfältiges Händewaschen, Niesen und Husten nur in die Armbeuge und vermeiden, sich in Gesicht zu fassen.

    9.20 Uhr: Erneut Asylbewerberheim in Rosenheim unter Quarantäne gestellt

    In Rosenheim steht eine weitere Asylbewerberunterkunft unter Quarantäne. In dem Haus in der Kufsteiner Straße wurden sieben der insgesamt 40 Bewohner positiv getestet. Das Areal wurde eingezäunt. Laut Behörden werden die Bewohnerinnern und Bewohner mit Medizin und Lebensmitteln versorgt. In der Stadt Rosenheim ist es damit bereits die dritte Unterkunft, die unter Quarantäne steht.

    8.00 Uhr: "Geisterkonzert" mit Schmidbauer, Meineke und anderen hofft auf weitere Spenden für Kulturschaffende in Not

    Nach dem grandiosen Erfolg des ersten "Geisterkonzerts" mit Liedermacher Konstantin Wecker bietet der Neubeurer Konzert-Veranstalter "Crossgammy" erneut ein solches an. Das zweite Livestream-Konzert findet heute Abend statt. Dieses Mal sind Werner Schmidbauer, Singer-Songwriterin Sarah Straub, Sänger Ecco Meineke und Cellistin Fany Kammerlander dabei. Ab 19 Uhr wird das Konzert live unter anderem auf Facebook und Youtube gestreamt.

    Mit diesem "Social Distancing mit Herz"-Konzert, wie der Veranstalter es bezeichnet, soll eine Plattform geschaffen werden, auf der mithilfe einer Spendenaktion in Not geratene Kulturschaffende unterstützt werden können.

    Das erste Geisterkonzert am 27. März mit Konstatin Wecker hatten mehr als 10.000 Menschen auf diversen Kanälen verfolgt und bereits mehr als 10.000 Euro gespendet – für Kulturschaffende aus allen Bereichen, die in finanzieller Not sind, weil sie wegen Corona Konzerte absagen, Einrichtungen schließen oder aus anderen Gründen Umsatzeinbußen hinnehmen müssen, so der Veranstalter.

    Donnerstag, 16. April

    17.40 Uhr: Festivals in Rosenheim und Bad Aibling abgesagt

    Auch das Rosenheimer Sommerfestival, das vom 10. bis 18. Juli sein 10-jähriges Jubiläum gefeiert hätte, muss aufgrund der behördlichen Vorgaben zu Großveranstaltungen abgesagt werden. Deep Purple, James Blunt, Nena oder Silbermond wären unter anderem im Mangfallpark Süd in Rosenheim aufgetreten. "Schweren Herzens" teilten die Veranstalter mit, dass sie das Festival absagen müssen. Die Festivalpässe können alle zurückgegeben werden. Einzeltickets auch. Da die Veranstalter aber versuchen, einzelne Künstler für 2021 wieder zu buchen, würden die Einzeltickets aus 2020 vorerst ihre Gültigkeit behalten. Das heißt, sie können entweder behalten und 2021 bestenfalls verwendet oder zurückgegeben werden.

    Ein Sprecher der Stadt Rosenheim bedauerte die Absage. Auf BR-Anfrage betonte er aber, dass sie alternativlos sei, denn die Gesundheit der Menschen gehe einfach vor. Und gerade bei tausenden Besuchern, die dicht an dicht vor der Bühne im Mangfallpark stehen würden, sei das Ansteckungsrisiko natürlich hoch.

    Die Veranstalter betonen, dass das Festival 2021 dann wie gewohnt stattfinden wird. Das Programm sei vielversprechend, es werde "fulminant weitergehen".

    Abgesagt wurde auch das Echelon-Festival. Dieses Electro- und House-Festival in Bad Aibling bei Rosenheim hätte am 21. und 22. August stattgefunden. Mehr als 20.000 Besucher wurden erwartet. Eine Lösung für die hier bereits verkauften Tickets erarbeiten die Veranstalter derzeit.

    12.20 Uhr: Audi lässt Produktion in Ingolstadt Ende April wieder starten

    Audi will die Autoproduktion im Stammwerk Ingolstadt voraussichtlich Ende April schrittweise wieder anlaufen lassen. Wie eine Sprecherin heute sagte, ist geplant, zunächst nur eine Schicht zu fahren. Später könnten weitere Schichten dazukommen, mit großem zeitlichen Abstand zwischen den Schichten, damit sich beim Schichtwechsel nicht zu viele Mitarbeiter an den Werkstoren begegnen. Wann das Werk Neckarsulm anlaufe, sei im Moment noch offen.

    In den beiden deutschen Werken der VW-Tochter steht die Produktion seit 23. März wegen der Corona-Krise still. Die Hälfte der 61.000 Audi-Beschäftigten in Deutschland sind in Kurzarbeit. Im ungarischen Audi-Werk Györ lief die Motorenproduktion am Dienstag wieder an, mit einer Schicht statt der üblichen drei Schichten.

    11.20 Uhr: Gezielte Lenkung von Notfallpatienten erhöht Sicherheit für alle Patienten

    Die München Klinik hat in den letzten Wochen zahlreiche Maßnahmen zur Sicherheit von Patienten und Personal umgesetzt. Da mit Ausnahme der Absage elektiver OPs der Klinikbetrieb weitergeht und Notfälle selbstverständlich weiter versorgt werden sowie Geburten stattfinden, onkologische Therapien und Eingriffe durchgeführt werden und auch alle anderen stationär versorgungspflichtigen Patienten behandelt werden, hat die klare Trennung von Covid-19 positiven und negativen Behandlungspfaden eine besondere Bedeutung. Positiv auf Covid-19 getestete Patienten sowie Verdachtsfälle werden in speziellen Bereichen weiterbehandelt. Die durchgehende Trennung der Behandlungspfade soll einen zusätzlichen Schutz für alle Patienten und insbesondere für ältere, immungeschwächte oder andere Risikopatienten vor Covid-19 bieten.

    10.20 Uhr: Handelsverband Bayern begrüßt Öffnungen und wünscht sich eine Perspektive

    Der Bayerische Handelsverband begrüßt die schrittweise Öffnung von Geschäften. "Wir hätten uns sehr gewünscht, dass alle Geschäfte in Oberbayern öffnen und nicht nur die mit einer begrenzten Verkaufsfläche, das wäre auch gerecht gewesen", sagte der Geschäftsführer des Bayerischen Handelsverbandes Bernd Ohlmann dem Bayerischen Rundfunk. Aber es sei ein Schritt in die richtige Richtung, gerade für die kleinen Einzelhändler sei es ein Licht am Ende des Tunnels.

    Man schaue mit Argusaugen auf die heutige Kabinettssitzung, so Ohlmann. "Wir hoffen natürlich, dass wir am Montag, genau wie unsere Kollegen aus den anderen Bundesländern, öffnen dürfen und dass auch wirklich alle Geschäfte bis 800 Quadratmeter öffnen dürfen, das wäre wirklich eine gute Sache."

    Außerdem wünscht sich der Einzelhandel eine Perspektive für die anderen Geschäfte. Dass es keine Maskenpflicht gebe, begrüße man, so Ohlmann, denn man könne gar nicht für alle Kunden die erforderlichen Millionen Masken bereitstellen.

    7.00 Uhr: Münchner CSD soll virtuell stattfinden

    Infolge des Verbots von Großveranstaltungen bis 31. August wegen der Corona-Krise fallen 2020 auch zahlreiche Paraden des Christopher Street Day aus. In München soll die Parade zumindest virtuell stattfinden, wie es auf der CSD-Homepage hieß. "Wir werden den Münchner CSD am 11./12. Juli in Teilen virtuell durchführen. Eine Verschiebung ist nicht angedacht." Im vergangenen Jahr hatten rund 155.000 Menschen den Christopher Street Day in der Landeshauptstadt besucht.

    Die CSD-Paraden mit Zehntausenden Teilnehmern erinnern jeden Sommer an Ereignisse in New York 1969. Damals wehrten sich in der Christopher Street in Manhattan Besucher der Bar "Stonewall Inn2 gegen willkürliche Kontrollen und Schikanen. Die darauffolgenden Krawalle gelten als wichtiger Meilenstein der LGBTIQ-Bewegung. LGBTIQ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*, Intersexuelle und queere Menschen.

    Mittwoch, 15. April

    17.30 Uhr: Plattform für Angebote: #muenchenhältzamm

    Mit einer großen Plakataktion wird jetzt für die Plattform "#muenchenhältzamm" geworben, auf der sich die Münchner in Corona-Zeiten über Angebote und Ideen der Firmen in der Stadt informieren können. Hunderte Firmen haben sich dazu bereits eingetragen. Einen eigenen Bereich gibt es auch für Kulturveranstaltungen. Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner hat heute symbolisch ein erstes Plakat an einer Litfaßsäule im Zentrum aufgehängt. Die Werbung für "'muenchenhältzamm" soll in den nächsten Wochen überall in der Stadt zu sehen sein: auf sämtlichen digitalen Screens in U- und S-Bahnen und am Hauptbahnhof, auf 50 digitalen Screens an Wartehallen, auf mehr als 600 Großplakaten und Säulen sowie auf mehreren Tausend Plakaten.

    17.02 Uhr: Medizinische Geräte aus China am Flughafen München gelandet

    Am Flughafen München sind auch heute zwei Lufthansa-Maschinen mit Fracht aus China gelandet. Sie kamen aus Peking und Shanghai und hatten unter anderem medizinische Geräte an Bord. Das teilte die Flughafen München GmbH auf Anfrage mit. Insgesamt wurden heute im Erdinger Moos erneut nur 48 Starts und Landungen abgewickelt.

    17.00 Uhr: 4000 Liter Desinfektionsmittel im Kreis Rosenheim gespendet und verteilt

    Im Landkreis Rosenheim unterstützen diverse Firmen den Kampf gegen die Corona-Pandemie. Laut dem Landratsamt Rosenheim spendete das Schweizer Unternehmen Clariant 4000 Liter Desinfektionsmittel. Das THW holte die vier Behälter an den Standorten Gendorf und Heufeld ab. Die Firma Krones stellte rund 9000 Kunststoff-Flaschen zur Verfügung, damit das Desinfektionsmittel auch abgefüllt werden konnte. Abgefüllt und etikettiert wurden die Flaschen in Zusammenarbeit mit der Firma Mühlberger und der Pfraundorfer Feuerwehr. Das Desinfektionsmittel geht nun an Kliniken, Alten- und Pflegeheime, Ärzte, Rettungsdienste und Pflegedienste.

    15.43 Uhr: 40 neue Todesfälle in Oberbayern

    Das LGL Bayern meldet auf seiner Coronavirus-Gesamtübersicht der bayerischen Bezirke 40 neue Todesfälle in Oberbayern. Insgesamt klettert die Zahl der Toten damit auf 320. Als Todesfälle zählt das LGL Personen, die sowohl mit als auch an SARS-CoV-2 verstorben sind. Die Zahl der Infektionen steigt auf 15.668, damit wurden seit gestern 336 Neuinfektionen in Oberbayern gezählt. Oberbayern hat damit die höchsten Falllzahlen aller bayerischen Bezirke. Pro 100.000 Einwohner gibt es in Oberbayern derzeit 334,35 Fälle. Nur die Oberpfalz zählt mit 346,71 mehr Fälle in Bayern pro 100.000 Bewohner. Am stärksten betroffen in Oberbayern ist weiterhin der Landkreis Rosenheim mit 616,52 Fällen pro 100.000 Einwohner, gefolgt vom Landkreis Freising mit 481,25 Einwohnern und dem Landkreis Miesbach mit 470,29 Fällen. Am wenigsten betroffen ist der Landkreis Eichstätt (146,59 Fälle / 100.000 Einwohner).

    14.00 Uhr: 97-Jährige überlebt Corona-Infektion

    Auch mal gute Nachrichten: das Krankenhaus Agatharied berichtet davon, dass eine 97-jährige Patientin zunächst bei ihnen eine Hüftendoprothese implantiert bekam . Bald nach der Entlassung habe die Frau aber wegen einer Coronainfektion erneut stationär aufgenommen werden müssen. "Inzwischen ist sie auf dem Weg der Besserung und konnte unser Kranken­haus schon wieder verlassen", so Joachim Groh, Chefarzt für Anästhesie und Intensivmedizin am Krankenhaus Agatharied.

    In Deutschland habe man bei einer Corona-Infektion auch als Risikopatient wirklich gute Chancen, diese ohne bleibende Gesundheitsschädigung zu überstehen, so der Chefarzt. "Auch vorer­krank­­te und betagte Men­schen entwickeln oft keine oder nur geringe Symptome und die Sterblichkeit bei schwerer COVID-19-Erkrankung ist in Deutschland unter allen Ländern mit hohen Infektionsraten mit am geringsten", so Groh mit dem Beispiel der 97-jährigen Patientin.

    10.25 Uhr: Jungheinrich-Werk in Moosburg beendet Kurzarbeit

    Die Kurzarbeit ist für die 1.000 Mitarbeiter von Jungheinrich in Moosburg vorbei. Nach zweiwöchiger Pause werden in dem Werk jetzt wieder Stapler hergestellt. Jungheinrich hatte die Produktion am 27. März unterbrochen. Grund waren nach Unternehmensangaben "Lieferengpässe in der Materialversorgung durch Zulieferer im Zuge der Corona-Epidemie". Wie geplant seien die betreffenden Lagerbestände aber während der Produktionspause wieder aufgefüllt worden. Jetzt läuft in Moosburg alles wieder normal. Damit sind jetzt auch alle Jungheinrich-Werke wieder in Betrieb.

    Dienstag, 14. April

    19.45 Uhr: Schülerforschungszentrum Berchtesgaden produziert Schutzmasken

    Schülerinnen und Schüler des Schülerforschungszentrums in Berchtesgaden haben in der vergangenen Woche 500 Schutzmasken produziert, um medizinisches Personal in der Arbeit gegen das Coronavirus zu unterstützen.

    Geholfen haben ihnen dabei verschiedene Privatpersonen, die auf ihren 3D-Druckern Bügel für die Masken ausgedruckt haben. Ein ehrenamtlicher Mitarbeiter des Zentrums hat zudem eine Halterung für die Masken entwickelt, die mithilfe eines Lasercutters in größerer Stückzahl herstellbar ist. Ebenfalls mithilfe eines Lasercutters konnten die 500 benötigten Folien ausgeschnitten werden. Einen Teil dieser Folien hatte die Firma Brückner in Siegsdorf gespendet. In dieser Woche sollen die Masken an die Corona-Einsatzleitung im Landratsamt übergeben und vor dort aus an Krankenhäuser, Arztpraxen und Pflegeeinrichtungen verteilt werden.

    Aus dem Zentrum waren etwa 40 Freiwillige an der Aktion "Maker gegen das Virus" beteiligt. Unter diesem Motto haben sich deutschlandweit über 5.000 Menschen zusammengeschlossen, um bei der Arbeit gegen das Coronavirus mitzuhelfen. Mit Maker sind in diesem Fall Heimwerker gemeint, die moderne Techniken wie etwa 3D-Drucker nutzen.

    16.30 Uhr: Elf weitere Todesopfer im Landkreis München

    Im Landkreis München sind weitere elf Menschen mit Coronavirus gestorben, zwei davon in Pflegeeinrichtungen. Insgesamt sind es damit nun 22 Todesfälle. Unter den Opfern waren auch jüngere Patienten: Zwei von ihnen gehörten zur Altersgruppe zwischen 35 und 59 Jahren, wie das Landratsamt mitteilt.

    Die meisten der elf neu gemeldeten Todesfälle ereigneten sich vergangene Woche und einige bereits Anfang April. Die zeitlich verzögerte Mitteilung erklärt die Kreisbehörde mit teils langen Meldewegen – etwa wenn Verstorbene erst nach dem Tod auf Corona getestet werden und das Ergebnis länger auf sich warten lässt.

    In München wurde heute (Stand 13.30 Uhr) 102 neue Coronavirus-Fälle bestätigt. Damit wurden in der Landeshauptstadt bislang insgesamt 4.717 Infektionen gemeldet.

    15.45 Uhr: Ärzte und Pfleger infiziert – Kreisklinik Ruhpolding vorübergehend geschlossen

    Die Kreisklinik Vinzentinum in Ruhpolding ist bis zum Ende der Osterferien komplett geschlossen worden. Einige Ärzte und Pfleger sind laut Sprecher Ralf Reuter positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Sie sind symptomfrei, befinden sich derzeit aber in häuslicher Quarantäne und werden medizinisch betreut.

    Die Klinik verfügt über 76 Patientenplätze, war wegen Bauarbeiten aber nur schwach besetzt. Einige der Patienten konnten nach Hause entlassen werden, 14 weiterhin stationär behandlungsbedürftige Patienten der akutgeriatrischen Abteilung wurden in das Trostberger Krankenhaus verlegt.

    15.00 Uhr: Nun 15.332 bestätigte Corona-Infizierte in Oberbayern

    Laut der ersten Bekanntmachung des Erlanger Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) nach den Osterfeiertagen ist die Zahl der mit dem Coronavirus Infizierten in Oberbayern auf insgesamt 15.332 gestiegen. Das sind 209 Menschen mehr als am Ostermontag, teilte das LGL auf seiner Homepage mit.

    In Oberbayern sind bisher 280 mit dem Virus infizierte Menschen gestorben, 17 Menschen mehr als am Tag zuvor.

    Oberbayern ist mit 327 Infizierten pro 100.000 Einwohner am zweitstärksten von allen bayerischen Regierungsbezirken betroffen (in der Oberpfalz sind es 341 Infizierte/100.000 Einwohner, in Schwaben, der am wenigsten betroffene Regierungsbezirk, 161 Fälle pro 100.000 Einwohner). Insgesamt haben in Bayern laut LGL 33.913 Menschen eine bestätigte Coronavirus-Infektion.

    14.15 Uhr: Passagierzahlen am Münchner Flughafen im März dramatisch eingebrochen

    Der Betrieb am Flughafen München ist in Folge der Corona-Pandemie massiv eingebrochen, und das ganze Ausmaß zeigt jetzt die neue Quartalsbilanz: Das Passagieraufkommen ging im März gegenüber dem Vorjahr um 65 Prozent zurück. Im gesamten ersten Quartal wurden rund 2,5 Millionen weniger Passagiere als 2019 gezählt – das entspricht einem Rückgang von rund 25 Prozent.

    Die Zahl der Flugbewegungen sank in den ersten drei Monaten um 19 Prozent auf 78.000 Starts und Landungen – und speziell im März um rund die Hälfte auf nunmehr 17.000. Noch niedriger wird das Verkehrsaufkommen laut Flughafen München GmbH im April ausfallen: In der ersten Woche lag die Anzahl der Flugbewegungen nur noch bei rund sieben Prozent und das Fluggastaufkommen bei einem Prozent des Vorjahresniveaus.

    10.55 Uhr: RoMed-Kliniken - strenge Trennung von Covid-Patienten zu übrigen Patienten

    Mit einem bestimmten Versorgungskonzept wollen die Ro-Med-Kliniken im Landkreis Rosenheim die Sorge nehmen, sich im Krankenhaus mit dem Coronavirus anzustecken. Covid-Patienten würden von übrigen Patienten streng getrennt, heißt es vom kommunalen Klinikverbund. Die RoMed Kliniken haben hierfür an den einzelnen Klinikstandorten Schwerpunkte festgelegt.

    Covidbehandlung in Bad Aibling

    So behandele die Aiblinger Klinik ausschließlich Covid-Patienten. Die Klinik in Prien werde Covid-frei gehalten um akut erkrankte Patienten zu versorgen. In Rosenheim und Wasserburg würden Patianten akut behandelt, unabhängig ob sie infiziert seien oder nicht. Aber auch im Klinikum Rosenheim werden die Patienten streng getrennt, dort wurde ein komplettes Bettenhaus nur für Covid-Patienten eingerichtet und der Zutritt in die Klinik werde kontrolliert. „Sich aus Angst vor Ansteckung nicht in die Klinik zu trauen, kann fatale Folgen haben. Nehmen Sie deshalb akute Krankheitssymptome ernst und zögern Sie nicht den Notarzt zu rufen. Die RoMed Kliniken sind für Sie da!“, verspricht RoMed Geschäftsführer Jens Deerberg-Wittram.

    10.30 Uhr: Ausweichunterkünfte für Asylbewerber in Haar und Unterhaching

    Weil häusliche Isolation in Asylunterkünften kaum oder gar nicht umsetzbar ist, hat der Landkreis München jetzt in Haar eine eigene Quarantäne-Unterkunft für solche Fälle eingerichtet. Sie befindet sich auf einem ehemaligen BND-Gelände und verfügt über 26 Einzelzimmer. Dorthin verlegt werden sollten laut Landratsamt aber nur Corona-Infizierte, die keine oder nur geringe Krankheitssymptome haben. Eine weitere solche Unterkunft - vor allem für Kontaktpersonen der Kategorie I – entsteht gerade in Unterhaching am Rande des Bundeswehrgeländes. In den Wohncontainern soll Platz für bis zu 264 Personen sein.

    9.45 Uhr: Asylbewerberunterkünfte in Landkreisen Rosenheim und Dachau unter Quarantäne

    Im Landkreis Rosenheim stehen zwei Asylbewerberunterkünfte unter Quarantäne: in Brannenburg und in Samerberg am Eßbaum. In beiden Unterkünften wurden Bewohner positiv getestet, teilte das Landratsamt Rosenheim mit. Beide Einrichtungen seien so eingezäunt worden, dass die Bewohner trotzdem die Möglichkeit hätten sich innerhalb des Bauzaunes im Freien aufzuhalten. Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes achten auf die Einhaltung der Quarantäne. In der Samerberger Unterkunft leben zwölf, in der Brannenburger Unterkunft 48 Personen. Auch in der Stadt Rosenheim stehen seit dem Osterwochenende zwei Asylbewerberunterkünfte unter Quarantäne.

    Die Asylunterkunft in Schönbrunn (Gde. Röhrmoos) steht komplett unter Quarantäne. Bei einer Reihenuntersuchung wurden mehrere Bewohner positiv auf das Coronavirus getestet, wie das Landratsamt Dachau mitteilt. In der Unterkunft wurden außerdem zudem mehrsprachige Informationsschreiben mit Verhaltenshinweisen ausgehängt. Die Einhaltung kontrollieren "Kümmerer" der Kreisbehörde und der Sicherheitsdienst.

    9.20 Uhr: Hilfskrankenhaus in Dachau

    In einem Dachauer Hotel wurde jetzt ein Hilfskrankenhaus eingerichtet. Es steht jetzt für den Fall, dass die Kapazitäten im Klinikum nicht mehr ausreichen, zur Verfügung. Aktuell sind dort allerdings noch keine Patienten untergebracht, wie das Landratsamt mitteilt. Im Hilfskrankenhaus gibt es knapp 100 Betten für Corona-Patienten, die zwar mit Sauerstoff versorgt werden, aber keine Beatmung benötigen. Die ärztliche Betreuung würde das Helios Amper Klinikum Dachau übernehmen. Pflegekräfte bekäme man laut Landratsamt über den sogenannten Pflegepool-Bayern: "Von über 50 Interessierten haben sich bisher schon 20 Personen - davon 18 examinierte Fachkräfte - bereit erklärt, kurzfristig im Hilfskrankenhaus zu unterstützen."

    Ostermontag, 13. April

    16.20 Uhr: Elf weitere Menschen sterben in Oberbayern an Covid-19

    Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) zählt elf neue Todesfälle aufgrund des Coronavirus in Oberbayern seit gestern. Damit ist die Zahl der Gestorbenen auf 263 angestiegen. 15.123 Menschen sind mit dem Virus infiziert, das sind 239 mehr als gestern.

    In Oberbayern sind damit 322 Menschen pro 100.000 Einwohner infiziert. Oberbayern liegt mit diesem Wert nach der Oberpfalz (331) an zweiter Stelle der bayerischen Regierungsbezirke. Die meisten Fälle pro 100.000 Einwohner in Oberbayern zählt das LGL nach wie vor im Landkreis Rosenheim (595/100.000), gefolgt von den Landkreisen Freising (467) und Miesbach (465).

    16.10 Uhr: Gärtnereien im Landkreis Erding dürfen wieder öffnen – unter bestimmten Voraussetzungen

    Im Landkreis Erding können ab morgen, Dienstag, die Gärtnereien unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen. Das teilt das Landratsamt auf seiner Homepage mit. Öffnen dürfen Gärtnereien, wenn "ausschließlich Produkte zur Lebensmittelversorgung (zum Beispiel Obst, Gemüse, Salat-, Gurken- oder Tomatensetzlinge)" angeboten werden. Der Verkaufsbereich muss jedoch vom sonstigen Sortiment (Non-Food-Artikel, Blumen, Büsche und sonstiger Gartenbedarf) klar abgegrenzt sein. Denkbar seien laut Landratsamt beispielsweise eine Direktvermarktungshütte, ein gesondertes Zelt oder ein abgegrenzter Bereich im Ladengeschäft.

    Freuen dürfen sich Gärtnereien, bei denen auf mehr als 50 Prozent der Verkaufsfläche Lebensmittel angeboten werden: Sie dürfen die komplette Verkaufsfläche öffnen und auch das restliche Sortiment, wie beispielsweise Zierpflanzen, mitverkaufen. Das Landratsamt weist ausdrücklich darauf hin, dass der Mindestabstand zwischen den Kunden "strikt" eingehalten werden müsse.

    Wie Restaurants und Gaststätten haben auch viele Gärtnereien in Oberbayern auf Lieferservice umgestellt. Dabei dürfen alle Produkte angeboten werden.

    15.40 Uhr: 156 neue Corona-Fälle in München bestätigt

    In München sind heute (Stand 13.30 Uhr) 156 neue Corona-Fälle bestätigt worden. Wie die Stadt weiter mitteilt, wurden damit in München bislang insgesamt 4.615 Infektionen gemeldet.

    In dieser Zahl enthalten sind 2.240 Menschen, die bereits geheilt sind, 515 Münchner COVID-19-Patienten, die insgesamt stationär im Krankenhaus aufgenommen werden mussten, und 52 Todesfälle.

    Am Montag vergangener Woche (6. April) waren es 152 neue bestätigte Corona-Infektionen; die Gesamtzahl lag bei 3.794.

    14.00 Uhr: Mehr Geheilte im Landkreis Pfaffenhofen

    Im Landkreis Pfaffenhofen hat sich ein weiterer Coronavirus-Fall bestätigt. Die Gesamtzahl der Fälle liegt nach Angaben des Landratsamtes nun bei 285. Davon gelten seit heute vier weitere und damit insgesamt 145 Fälle als geheilt. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei zwölf. Eine Entwicklung lässt hoffen: "Die Zahl der Infizierten noch nicht geheilten Personen reduziert sich weiter auf nunmehr 128 und liegt damit den zweiten Tag in Folge unter der Anzahl der Geheilten", schreibt das Landratsamt.

    12.45 Uhr: Reitturnier "Pferd International" in München auf Sommer verschoben

    Das Reitturnier "Pferd International" in München ist wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben worden. Das Festival war ursprünglich vom 21. bis zum 24. Mai geplant gewesen. "Die Gesundheit aller ist uns extrem wichtig, weshalb wir uns dazu entschieden haben – für die Sicherheit aller Beteiligten – die Pferd International München 2020 auf den Sommer zu verschieben", teilte der Veranstalter mit. Über einen neuen Termin soll umgehend informiert werden.

    11.55 Uhr: Polizei löst Grillparty in Neuhausen auf

    Die Münchner Polizei hat am Ostersonntag eine Grillparty mit 51 Gästen aufgelöst. Die größtenteils zwischen 20 und 30 Jahre alten Feiernden hatten am Abend trotz Ausgangsbeschränkungen im Innenhof eines Studentenwohnheims in Neuhausen gegrillt. Nach einem Hinweis beendeten die Beamten die Party. Alle Beteiligten erhielten eine Anzeige wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz.

    Das Polizeipräsidium München hat zwischen Ostersonntag, 6.00 Uhr und Ostermontag, 6.00 Uhr knapp 5.900 Kontrollen in Zusammenhang mit den Corona-Maßnahmen in der Stadt und im Landkreis durchgeführt. Dabei wurden 317 Verstöße angezeigt, von denen alle ausschließlich die Ausgangsbeschränkung betrafen, wie es in der Pressemitteilung heißt.

    8.40 Uhr: Zum Dank für die Corona-Helfer – ganz Bad Reichenhall soll am Ostermontag singen und musizieren

    Die Philharmoniker der Stadt laden heute, Ostermontag, alle Menschen in Bad Reichenhall zum gemeinsamen Singen und Musizieren ein. Unter dem Motto "Klingendes Bad Reichenhall" soll um 10.15 Uhr der Choral "Lobe den Herren" gesungen oder auf einem Instrument gespielt werden.

    "Alle sind herzlich eingeladen, Laien und Profis, Chöre, Kapellen, Vereine, Schulen, Groß und Klein. Wir wollen an den Fenstern, Balkonen oder durch offene Türen den Choral anstimmen. Selbstverständlich nicht nur in Bad Reichenhall, sondern auch in den benachbarten Gemeinden", sagt Fred Ulrich, Geiger bei den Bad Reichenhaller Philharmonikern.

    Die Aktion soll ein gemeinsames Zeichen des Dankes für all diejenigen sein, die sich um die Kranken kümmern und die Versorgung der Stadt aufrechterhalten.

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