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Corona in Mamming: 7-Tage-Inzidenz im Landkreis auf Höchstwert | BR24

© Robert Koch-Institut

Der Landkreis Dingolfing-Landau leuchtet rot auf der Übersichtskarte des Robert Koch-Instituts

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    Corona in Mamming: 7-Tage-Inzidenz im Landkreis auf Höchstwert

    Dunkelrot leuchtet der gesamte Landkreis auf der Übersichtskarte: Die Zahl der Corona-Infizierten pro 100.000 Einwohner im Landkreis Dingolfing-Landau ist noch einmal deutlich gestiegen und mittlerweile mehr als viermal so hoch wie der Grenzwert.

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    Von
    • Konstantin König
    • BR24 Redaktion

    Nach den Corona-Ausbrüchen im niederbayerischen Mamming hat die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis Dingolfing-Landau einen neuen Höchststand erreicht: Mit 231,8 ist sie mehr als viermal so hoch wie der bundesweite Grenzwert von 50.

    231 Fälle in letzten sieben Tagen im Landkreis

    Das heißt, dass in den letzten sieben Tagen 231,8 Fälle einer Covid-19 Infektion unter 100.000 Einwohnern festgestellt wurden.

    Erst am Mittwoch war bekannt geworden, dass 17 neue Infektionen auf dem Gemüsehof festgestellt wurden, auf dem der Massenausbruch begann. Als akut infiziert gelten auf dem Gemüsehof derzeit 80 Saisonarbeitskräfte.

    Weiter kein Lockdown

    Auf BR-Anfrage erklärt eine Sprecherin des Landratsamtes Dingolfing-Landau, dass auch die stark angestiegene 7-Tage-Inzidenz aktuell keinen Lockdown für den Landkreis bedeutet. Die Experten gehen weiter davon aus, dass es sich bei den Infektionsfällen um einen geschlossenen Kreis innerhalb der Erntehelfer und Mitarbeiter handelt und das Virus nicht auf die Bevölkerung übertragen wurde.

    6.000 Bürger und Bürgerinnen getestet

    Im gesamten Landkreis wurden laut der Sprecherin an den Corona-Teststationen bisher rund 6.000 Bürgerinnen und Bürger getestet. Bis heute gab es dabei laut Behörden keine Infektion in der getesteten Landkreis-Bevölkerung.

    Mamming ist bundesweiter Corona-Hotspot

    In der Gemeinde Mamming wurde bei mittlerweile 415 Menschen Sars-CoV-2 nachgewiesen: zunächst bei mehr als 230 in der Gurken-Ernte beschäftigten Saisonarbeitern, dann auch bei mehr als 160 Mitarbeitern eines Konservenherstellers, der von dem Bauernhof beliefert wird. Die Arbeiter und Arbeiterinnen stehen unter Quarantäne, die unter anderem auch von der Bereitschaftspolizei kontrolliert wird. Es laufen weitere Reihentestungen, die Auswertung dauert noch an.

    Koalition streitet über Mamming

    Wegen der Lage in Mamming ist mittlerweile auch ein Streit innerhalb der bayerischen Staatsregierung über die politische Verantwortlichkeit ausgebrochen. Freie-Wähler-Fraktionschef Florian Streibl kritisierte Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) scharf: Sie müsse jetzt "schnell eine ziel- und passgenaue Strategie für lokale Infektionsgeschehen" entwickeln, sonst drohe dem Freistaat ein zweiter Lockdown.

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