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Coronavirus: Zahl der infizierten Schüler in Bayern verdoppelt | BR24

© pa/dpa/Sven Hoppe

Übers Wochenende doppelt so viele Schüler mit Corona in Bayern

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Coronavirus: Zahl der infizierten Schüler in Bayern verdoppelt

Die Zahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Schüler hat sich in Bayern übers Wochenende mehr als verdoppelt. Laut Kultusministerium sind 135 Kinder und Jugendliche infiziert, fast 2.500 sind in Quarantäne. Vier Schulen bleiben vorerst zu.

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Mehr als doppelt so viele Schüler, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben - das ist die Bilanz des bayerischen Kultusministeriums nach dem Wochenende. Von 66 positiv getesteten Schülern am Freitag sei die Zahl nun auf 135 Kinder gestiegen, hieß es am Montag aus München. Bei den Lehrern gebe es aktuell 43 Infektionen - ein Fall weniger.

Vier Schulen sind wegen Corona-Infektionen vorübergehend geschlossen: die Mittelschule in Furth im Wald (Oberpfalz), die Realschule im Landkreis Deggendorf (Niederbayern), ein Gymnasium in Würzburg und eine nicht näher benannte Berufsschule.

Wann die betroffenen Schulen wieder öffnen

Die Schule in Furth im Wald hat bis Ende der Woche geschlossen. Dort befinden sich vorsorglich alle Lehrkräfte in Quarantäne und werden getestet, nachdem Kontakt zu einer infizierten Lehrkraft bestand.

Wegen zweier bestätigter Coronavirus-Infektionen und mehrerer Verdachtsfälle bleibt das Röntgen-Gymnasium in Würzburg bis vorerst Mittwoch geschlossen. Alle rund 850 Schüler und Mitarbeiter wurden getestet.

Die Realschule Schöllnach im Landkreis Deggendorf startete am Dienstag wieder mit Präsenzunterricht, nachdem am Sonntag eine Schülerin positiv getestet wurde und am Montag der gesamte Unterricht daraufhin ausfiel. Nach Ermittlung der Kontaktdaten wurden nun lediglich die betroffenen Schüler und weitere Kontaktpersonen unter Quarantäne gestellt und die Schule wieder geöffnet.

Corona-Quarantäne: In diesem Schuljahr alltäglich?

"Es wird in diesem Schuljahr leider ein Stück weit Normalität sein, dass Klassen oder Lehrkräfte von den Gesundheitsämtern in Quarantäne geschickt werden", sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Laut Ministerium sind momentan rund 2.490 Schüler sowie knapp 400 Lehrer in Quarantäne. Oft wurden ganze Klassen heimgeschickt. Mehr Corona-Fälle gibt es an Kindertagesstätten: Rund 50 Einrichtungen sind derzeit ganz oder teilweise geschlossen.

Maskenpflicht und Reihentests noch bis zum Wochenende

In Bayern gibt es 1,65 Millionen Schüler sowie 150.000 Lehrerinnen und Lehrer. Die Schule läuft nach dem Ende der großen Ferien seit dem 8. September wieder. Noch bis Ende der Woche gilt mit Ausnahme der Grundschulen auch in Klassenzimmern eine Maskenpflicht.

Ebenfalls bis Ende der Woche laufen freiwillige Reihentests für Lehrer. Rund 60 Prozent wollen laut Kultusministerium teilnehmen. Nach den Herbstferien sollen die Tests wiederholt werden.

Schulen schlecht auf neue Schließungen vorbereitet?

Die Schulen in Deutschland sind laut einer Umfrage nur schlecht auf eine neue Schließung vorbereitet. Wie eine Umfrage durch den Digitalverband Bitkom zeigt, geben die Bürger im Durchschnitt gerade mal die Note 4,3 - bei der Frage, wie gut die Schulen während eines Lockdown den Unterricht aufrecht erhalten können. Eltern schulpflichtiger Kinder vergeben nur ein "mangelhaft". Der Stand der Digitalisierung - also etwa die Internetanbindung - wird lediglich mit "ausreichend" bewertet.

© BR

Prof. Ulrike Protzer, Virologin an der TU München, meint nicht, dass die zweite Corona-Welle schon da ist.

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